LandFrauen und Landwirtschaft

Insektenschutz: eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) plädiert für gemeinsame Anstrengungen beim Insektenschutz.

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Der Insektenschutz steht auch bei Landwirtinnen und Landwirten oben auf der Agenda. Nur wenn alle sich engagieren, können wir das Insektensterben aufhalten.

Artenvielfalt, Biodiversität und Insektenschutz sind keine Nischenthemen mehr und beschäftigten zunehmend Politik, Berufsstand und Gesellschaft. Der Erfolg des bayerischen Volksbegehrens sowie ähnliche Initiativen in weiteren Bundesländern beweisen: Bedeutende Teile der Gesellschaft machen sich heute Gedanken über Biene und Co.

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) begrüßt diese Entwicklung. Insekten sind in der Landwirtschaft unersetzlich. Viele Arten erbringen wichtige Ökosystemleistungen, sie bestäuben Pflanzen, dienen als Nahrungsgrundlage für viele andere Tierarten, bekämpfen Schädlinge und tragen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit bei.

Die moderne Landwirtschaft wird gleichzeitig von vielen Seiten als Hauptverursacherin des Insektenrückgangs identifiziert. Die große Mehrzahl der Landwirtinnen und Landwirte nimmt diese Kritik sehr ernst und setzt sich aktiv und kritisch damit auseinander. Bäuerinnen und Bauern wirtschaften seit jeher in und mit der Natur und fühlen sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit ihr verpflichtet. Dass sie aktuell auf gut einem Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland freiwillige Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, ist ein eindeutiges Indiz dafür.

Dem dlv ist es wichtig, den dringend notwendigen Insektenschutz als Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Gesellschaft anzugehen. Neben der Landwirtschaft, die auf rund der Hälfte der Fläche Deutschlands betrieben wird, sind weitere Flächeneigentümer gefordert. Denn der Insektenrückgang hat viele Ursachen. Dazu gehören der steigende Flächenverbrauch, die Lichtverschmutzung und die sterile Gestaltung von Privatgärten und kommunalen Grünflächen.

Der Deutsche LandFrauenverband setzt sich mehr denn je für den gemeinsamen Dialog aller Akteure ein. Dabei ist den LandFrauen insbesondere ein offener, vorurteilsfreier Austausch zwischen Landwirtschaft und Naturschutz ein Anliegen. Denn nur so ist es möglich, an gemeinsamen Lösungen für einen effektiven Insektenschutz zu arbeiten.


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