05. Oktober 2012 LandFrauen und Landwirtschaft · Ländlicher Raum

Bundespräsident Gauck lobt das Engagement der LandFrauen bei der Verbraucherbildung

„Landwirte, Landfrauen und Landjugendgruppen haben es sich verdient, dass eine breite Öffentlichkeit ihren Einsatz und die Bedeutung ihrer Arbeit für uns alle wahrnimmt.“ Anlässlich der Übergabe der Erntekrone der deutschen Landwirtschaft gestern in Berlin dankte Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Ansprache den Landwirten für die geleistete Arbeit, ihren Fleiß und ihre Ausdauer, die die guten Ernten im Land möglich machten. Erntedank rege zum Nachdenken an, so der Bundespräsident. Denn Landwirtschaft biete viel Diskussionsstoff, etwa zu Fragen der Flächennutzung oder den Produktionsformen. Als ein beispielhaftes Projekt, zur Frage, wie möglichst viele zu aufgeklärten Verbraucher werden könnten, nannte er den Einsatz der LandFrauen mit dem aid-Ernährungsführerschein in den Schulen. Mit Angeboten wie Urlaub auf dem Bauernhof habe sich mittlerweile ein neuer Bildungsansatz entwickelt, der den von der Natur entfremdeten Menschen wieder die Nähe zum Land vermittle.

„Lebensmittel sind keine Selbstverständlichkeit“, betonte Bundespräsident Gauck und plädierte unter dem Gedanken „Was Hänschen lernt, legt Hans in den Einkaufskorb“ dafür, Schülern ein Bewusstsein für die Arbeit zu vermitteln, die etwa zum Anbau der Nahrungsmittel auf dem Land nötig sei.

Für den Deutschen LandFrauenverband sprach sich Präsidentin Brigitte Scherb für eine höhere Wertschätzung der bäuerlichen Arbeit in der Gesellschaft aus. Diese Wertschätzung käme auch im Umgang mit den von den Landwirten erzeugten Lebensmitteln zum Ausdruck. Der Umfang der Lebensmittelverschwendung habe die Öffentlichkeit aufgerüttelt. Nun seien gemeinsame Handlungsstrategien von Politik, des Handels, der Wirtschaft und der Verbände notwendig, um eine nachhaltige Reduzierung des Lebensmittelabfalls zu erreichen. Dazu sei auch jeder einzelne Verbraucher gefordert, seinen Umgang mit Lebensmitteln zu überdenken, so Scherb im Rahmen der Feierstunde in der Berliner Friedrichstadtkirche.

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