14. Oktober 2013·LandFrauen und Landwirtschaft

Bäuerinnen von heute leben moderne Landwirtschaft und sprechen darüber

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein verklärtes Bild von Landwirtschaft. Was in der Wirtschaft Gang und Gebe ist, nämlich mit effizienten Technologien bedarfsgerechte Produkte auf den Markt zu bringen, wird der Landwirtschaft gern abgesprochen. Dazu tragen auch die Medien bei mit Bauernhofromantik, Kuschellandwirtschaft und Bildern aus vergangenen Zeiten.

Hinzu kommt, dass gerade bei landwirtschaftlichen Produkten gern hinterfragt wird, wie sie erzeugt werden. Dabei ist die Qualität der Produktionsprozesse mitunter wichtiger als die eigentliche Produktqualität. Das ist legitim, aber: Das Empfinden, ob ein Produkt gut ist, spiegelt auch oft die individuellen Erwartungen und Vorstellungen wider. Grundlage dafür sind Informationen ganz unterschiedlicher Art: aus den Medien, vom Hörensagen oder auch aus eigenem Erleben. Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird es immer schwieriger, sich zwischen sachlichen Informationen und ideologischen sowie emotional geführten Diskussionen zurechtzufinden.

Bäuerinnen und Landfrauen wissen wie Landwirtschaft funktioniert, weil sie in die Prozesse integriert sind – von der Erzeugung bis zum Teller. Tierwohl, Biodiversität, Landschaftsschutz und Nachhaltigkeit sind keine Fremdwörter, sondern gelebte Realität.

Bäuerinnen und Landfrauen sind im Erzeuger-Verbraucher-Dialog glaubhafte und kompetente Botschafterinnen. Das muss ausgebaut und genutzt werden, um ein realistisches Bild von Landwirtschaft zu zeichnen.

Landfrauen und Bäuerinnen zeigen und informieren,

dass Landwirtschaft vielfältig ist. Spezialisierte Großbetriebe leisten ebenso wie kleine Bauernhöfe mit mehreren Standbeinen gute Arbeit. Die konventionelle Landwirtschaft darf nicht gegen den Ökolandbau ausgespielt werden.dass die Landwirtschaft sich weiter entwickelt, gesellschaftliche Veränderungen erkennt und Erwartungen der Gesellschaft ernst nimmt.dass Transparenz und Offenheit Vertrauen erzeugen können.dass für fair erzeugte Lebensmittel faire Preise gezahlt werden müssen.

Um den notwendigen Beitrag in der Imagearbeit, in der Verbraucheraufklärung sowie in der Ernährungs- und Verbraucherbildung leisten zu können, brauchen die Bäuerinnen- und Landfrauenverbände die notwendige Unterstützung.

Wir fordern:

Förderung der Image-, Aufklärung-, Bildungs- und Projektarbeit der Bäuerinnen- und LandfrauenverbändeVermittlung von Wissen an allgemeinbildenden Schulen wie Nahrungsmittel erzeugt und verarbeitet werdenRealitätsnahe Darstellung der Landwirtschaft in Kinder- und Schulbüchern und anderen Schulmaterialien Sachbezogene und nicht polarisierende Information und Berichterstattung durch die Medien

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