Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml Unsere Meldungen als RSS-Feed de-de Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml https://www.landfrauen.info/rss.xml TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Zukunft des weiblichen Ehrenamts im ländlichen Raum sichern ]]> Bessere Infrastrukturen für Ehrenamt in gemeinsamem Fachforum vom Deutschen LandFrauenverband (dlv) und von der Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. (FfG) gefordert

Damit Ehrenamt auch in Zukunft eine tragfähige Säule für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bildet, braucht es umfassende politische und verbandliche, Engagement fördernde Anstrengungen. So lautet die Hauptaussage der Veranstaltung vom Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv) beim 15. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Im Rahmen des Fachforums präsentierte das Institut für Gerontologie an der TU Dortmund erste Zwischenergebnisse seiner Studie über das Engagement der LandFrauen.

„Um Engagement auch in Zukunft zu sichern, müssen LandFrauen die gesellschaftlich bedingten Herausforderungen, vor denen das Ehrenamt steht, konsequent angehen: veränderte Altersstrukturen, Nachwuchsprobleme, neue Bedürfnisse und Bedarfe, Vereinbarkeitsfragen und im ländlichen Raum noch zusätzlich infrastrukturellen Problemstellungen. Wie also können wir unter diesen veränderten Bedingungen bestehende Mitglieder halten und neue gewinnen?“, fragte dlv-Präsidentin Petra Bentkämper zur Eröffnung der Veranstaltung mit knapp 200 online zugeschalteten Gästen.

Mögliche Antworten auf diese Frage liefern erste Forschungsergebnisse der Studie „Ländliches Engagement im demografischen und sozialen Wandel: Status quo, Herausforderungen und Gestaltungsperspektiven am Beispiel der LandFrauen“. Zusammen mit dem Institut für Gerontologie an der TU Dortmund nimmt der dlv darin das ehrenamtliche Engagement von LandFrauen in den Blick. Die Wissenschaftlerin Britta Bertermann erklärte beim Zukunftsforum: „Ehrenamtsförderung muss aktiv angegangen werden und braucht Engagement ermöglichende Infrastrukturen auf dem Land.“ Die bisher durchgeführten Interviews hätten gezeigt, dass das Ehrenamt vor Ort dann erfolgreich sei, wenn es sich an lebensbiografische Veränderungen anpassen könne.

In der Podiumsdiskussion bekräftigte Ursula Braunewell, zweite dlv-Vizepräsidentin, die Wichtigkeit einer gut funktionierenden Infrastruktur im ländlichen Raum für das Ehrenamt. Aber auch öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung sei wichtig, um Engagement zu fördern. Katarina Peranić, Vorständin der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt erklärte, man wolle zukünftig bei der Ehrenamtsförderung weniger in Jährlichkeiten und Projekten denken und sich dafür einsetzen, digitale Ausstattungen für Vereine und Verbände zu fördern. Mit Blick in die Zukunft, ergänzte sie, dass sich auch junge Menschen engagieren und zu Wort kommen wollen. Ihnen gehe es ganz stark um Selbstwirksamkeit. Dr. Ansgar Klein, Hauptgeschäftsführer des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement ergänzte, dass neue, informelle Formen von Engagement zunehmend wichtiger würden. Elisa Manukjan vom BMEL appellierte an die Vereine, offen zu sein und sich möglichen Mitgliedern nicht zu verschließen.

Dass Ehrenamt auch in Zukunft wichtig bleibe, betonte dlv-Präsidiumsmitglied Elisabeth Brunkhorst in ihrem Abschlussstatement: „Das Bedürfnis nach Gemeinschaft ist generationenübergreifend und das müssen wir vermitteln, nutzen und für die Zukunft sichern. Wer sich bei uns engagiert, weiß, was wir aneinander haben und wie wichtig die LandFrauen in ihren Vereinen, vor Ort, für den sozialen Zusammenhalt sind.“

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Thu, 27 Jan 2022 12:51:00 +0100 AktuellesZukunft Ehrenamt
BäuerinnenForum 2022: Landwirtschaft der Zukunft als Gemeinschaftsprojekt angehen ]]> Alle Teilnehmende sehen Empfehlungen der Zukunftskommission als Grundlage einer zukünftigen Agrarpolitik. Politik muss umsetzen.

Berlin, 24.01.2022 – Damit die Landwirtschaft auch in Zukunft für die Landwirtinnen und Landwirte auskömmlich ist und sie dabei einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, genügend Nahrungsmittel produziert, die Artenvielfalt schützt und dem Tierwohl Rechnung trägt, müssen die Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) politisch schnell und planvoll umgesetzt werden. Beim BäuerinnenForum 2022, zu dem sich rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Praxis, Wissenschaft, Politik und LandFrauenverbänden digital zugeschaltet hatten, war das ein zentrales Fazit.

„Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Landwirtschaft zukunftsfit zu machen. Die monatelange Arbeit in der ZKL hat eine ‚Konsensbilanz‘ hervorgebracht, die kaum jemand für möglich gehalten hätte. Aus festgefahrenen Konfliktlagen wurden gemeinsame Anstrengungen entwickelt“, erklärte Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv), im Fachforum. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir sagte in einer Videobotschaft dazu: „Da entsteht etwas Neues, wenn man miteinander arbeitet. Die Transformation muss jetzt zügig angegangen werden, aber sie muss auch machbar und planbar sein. Wir werden Sie dabei unterstützen. Unsere Politik wird für eine ehrliche Debatte und für Lösungen stehen, die Perspektiven bieten.“

Aber welche Aspekte der Transformation sind es, die den Landwirtinnen, aktuell am meisten unter den Nägeln brennen? Schweinehalterin Annegret Langehaneberg, berichtete aus ihrem Betrieb und sprach dabei von zahlreichen Zielkonflikten, wie dem zwischen Baurecht und Tierwohl, Umweltschutz und Preisdruck. „Die soziale Belastung ist groß“, machte die LandFrau aus NRW deutlich. „Die geänderten gesellschaftlichen Ansprüche an die Landwirtschaft stellen große Herausforderung dar“, erklärte auch Prof. Dr. Hiltrud Nieberg, Leiterin des Thünen-Instituts, in ihrem Vortrag. Vielfach seien Frauen die Innovationstreiberinnen auf den Höfen und würden damit die Betriebe zukunftsfähig machen.

Dass der „Erfolgsfaktor Frau“ auf den Betrieben noch mehr Anerkennung verdiene, z.B. indem die Agrarstatistik angepasst würde, ergänzte Prof. Dr. Nieberg in der Podiumsdiskussion. Die Frage, wie die Ernährung der Zukunft aussehen soll, um nachhaltig zu sein, war in der Diskussionsrunde ebenfalls zentral. „Die Frage ist, wie wir es schaffen, landwirtschaftliche Produkte unter nachhaltigen und tierschutzgerechten Bedingungen herzustellen und diese allen Menschen zugänglich zu machen“, sagte der Vorsitzender des BUND e.V., Olaf Bandt.  Prof. Dr. Nieberg stellte die These auf, dass es 2030 deutlich weniger Tierhaltung geben werde. Diese würde gesellschaftlich auch nur dann Akzeptanz erfahren, wenn die Empfehlungen der Borchert-Kommission umgesetzt würden. Nieberg ergänzte, dass bei einer solchen Entwicklung aber die Chancen besser seien, dass die Tierhalterinnen dann auch von ihrer Arbeit leben könnten. Dr. Anne-Monika Spallek, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Finanzierung des Umbaus der Nutztierhaltung im aktuellen Koalitionsvertrag noch Interpretationsspielraum lasse. „Lebensmittelwertschätzung“ erklärte sie zu einem politischen Anliegen der nächsten Jahre. Dies sei ein Thema, das auch den dlv seit vielen Jahren umtreibe, ergänzte die erste Vizepräsidentin des dlv, Juliane Vees und kündigte eine ausführliche Auseinandersetzung des Verbandes mit dem Thema Gemeinschaftsverpflegung an. Ein besonderes Anliegen sei dem Verband dabei auch die Ernährungsbildung von Kindern.

„Viele Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Empfehlungen der ZKL zeigen mögliche Wege für uns Landwirtinnen auf, die Planungssicherheit und Zukunftsperspektiven bieten“, fasste dlv-Präsidiumsmitglied Sibylle Klug das BäuerinnenForum zusammen. Es sei deutlich geworden, dass die Umsetzung der ZKL-Ergebnisse nur gemeinsam im Verbund mit Politik, Verbänden, Gesellschaft und Handel gelingen könne.

In Kürze ist das BäuerinnenForum 2022 im Netz abrufbar unter https://www.youtube.com/user/LandFrauenVideo.

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Mon, 24 Jan 2022 9:25:36 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
LandPortal wird eingestellt Vor vielen Jahren hat der Deutsche LandFrauenverband mit dem "LandPortal" eine Plattform initiiert, auf der LandFrauen ihre Produkte anbieten können. Inzwischen hat sich das Nutzungs- und Suchverhalten für solche Produkte im Internet stark verändert. Der dlv hat deshalb beschlossen, das LandPortal nicht weiter zu betreiben und bedankt sich bei allen LandFrauen, die hier in der Vergangenheit aktiv waren!

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Sun, 23 Jan 2022 13:25:00 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Mobilitätswende auch auf dem Land möglich machen: LandFrauen fordern angepasste Konzepte ]]> Der Deutsche LandFrauenverband sieht in aktuellem Positionspapier noch großen Handlungsbedarf in ländlichen Regionen

Vielversprechende Lösungen für die angestrebte Mobilitätswende werden meist in urbanen Zentren entwickelt und erprobt. Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) warnt in seinem aktuellen Positionspapier: Nachhaltige Mobilitätskonzepte lassen sich nicht von den Ballungsräumen auf ländliche Regionen übertragen. Zu sehr unterscheiden sich Stadt und Land in Rahmenbedingungen und Infrastruktur. Der dlv weist deshalb darauf hin, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarten Klimaschutzziele und der Beitrag des Verkehrssektors dazu nur dann eingehalten werden können, wenn jetzt die Weichen für eine Mobilitätswende auch in ländlichen Räumen gestellt werden.

„Für eine Mobilitätswende auf dem Land müssen viele Aspekte berücksichtigt und Teilhabe, Erreichbarkeit und Klimaschutz in Einklang gebracht werden. Dafür braucht es neben der Förderung neuer Antriebstechnologien und dem Ausbau des ÖPNV auch kreative Lösungen, die ein öffentliches Mobilitätsangebot sicherstellen und die Bedingungen vor Ort berücksichtigen. Es sind neue flexible Mobilitätslösungen, wie bedarfsorientierten On-Demand- und Sharing-Angebote gefragt, um die Attraktivität und Lebensqualität des ländlichen Raums als Wohn- und Arbeitsstandort zu erhalten“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Dass schon viele gute Ansätze im Koalitionsvertrag festgehalten sind, begrüßt der dlv und mahnt gleichzeitig, bei der Ausgestaltung konkreter Maßnahmen auf die unterschiedlichen Voraussetzungen in den vielfältigen Regionen Deutschlands ein besonderes Augenmerk zu richten.

Jutta Kuhles, Präsidiumsmitglied des dlv und Vorsitzende des Fachausschusses ländliche Räume, betont: „Damit die Mobilitätswende auf dem Land gelingen kann, muss die Stadt- und Dorfentwicklung konsequent mitgedacht werden: Nur wenn wohnortnahe Daseinsvorsorge und ein flächendeckender Glasfaserausbau sichergestellt sind, kann auch Pkw-Verkehr auf dem Land reduziert werden.“

Im Positionspapier „Weichen stellen für die Mobilitätswende auf dem Land“ appelliert der dlv an jede und jeden Einzelnen, die eigenen Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten zu hinterfragen, um diese mit dem Klimaschutz in Einklang zu bringen.

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Fri, 07 Jan 2022 10:11:00 +0100 AktuellesLändlicher Raum
Nach IGW-Absage: BäuerinnenForum und Zukunftsforum wieder digital ]]> Der Deutsche LandFrauenverband lädt auch 2022 digital zum BäuerinnenForum und ZukunftsForum ein

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) wird das BäuerinnenForum sowie das ZukunftsForum nach Absage der Internationalen Grünen Woche, auch 2022 in digitaler Form durchführen. Dies gibt vielen LandFrauen und Interessierten die Möglichkeit zur Teilhabe an aktuellen Debatten zur Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums.

Beim BäuerinnenForum am 22. Januar 2022, von 14:00 bis 16:00 Uhr, geht es um die Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) gehen. Unter dem Titel „Generationsdenken, Gesellschaft, Gleichstellung: Ein weiblicher Blick auf die Zukunftskommission Landwirtschaft“ diskutieren hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und der Praxis, was die ZKL-Ergebnisse für die Frauen auf den landwirtschaftlichen Betrieben bedeuten und welche Punkte unbedingt Teil der Agrarpolitik der neuen Bundesregierung sein müssen. „Im BäuerinnenForum werden wir die insbesondere für die Landwirtinnen bedeutende Themen herausgreifen. Dazu gehören aus unserer Sicht die eigene Stellung im Betrieb und der Branche, die Perspektiven der nächsten Generation sowie die gesellschaftliche Wertschätzung der Landwirtschaft und ihrer Produkte“, beschreibt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, das Ziel des BäuerinnenForums. Die Anmeldung zum BäuerinnenForum ist hier möglich.

Das ZukunftsForum des dlv am 26. Januar 2022, von 16 bis 18 Uhr, steht unter dem Titel „Ländliches Engagement im Wandel“. Das Fachforum im Rahmen des 15. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft widmet sich der Frage, wie ein starkes Ehrenamt und „gutes Leben“ auf dem Land zusammengehören. Der dlv wird den Status quo des ehrenamtlichen Engagements im ländlichen Raum aufzeigen und gemeinsam mit der Universität Dortmund erste Ergebnisse der großen Ehrenamtsstudie vorstellen. Anmeldungen zum ZukunftsForum sind digital hier möglich.

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Mon, 20 Dec 2021 8:59:00 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Zukunft der Nutztierhaltung sichern: LandFrauen fordern sofortiges Handeln der neuen Bundesregierung ]]> Der Deutsche LandFrauenverband drängt in aktuellem Positionspapier auf die unverzügliche Einleitung klarer Schritte in Richtung Umbau und öffentliche Finanzierung der Nutztierhaltung, um die derzeitigen Strukturbrüche aufzuhalten

Angesichts der prekären Situation, in der viele tierhaltende landwirtschaftliche Betriebe sind, fordert der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) die neue Bundesregierung dazu auf, unverzüglich zu handeln. Zukünftig noch härtere internationale Wettbewerbsbedingungen, der zu erwartende Rückgang der Binnennachfrage sowie vielfältige inländische Auflagen verschärfen die Situation zunehmend. In seinem aktuellen Positionspapier weist der dlv darauf hin, dass im Koalitionsvertrag das Bekenntnis zum Umbau der deutschen Nutztierhaltung gemäß den Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung (Borchert-Kommission) fehlt.

„Die Empfehlungen sind von einem breiten Bündnis im Konsens erarbeitet worden. Sie liefern hervorragende Lösungsansätze für die dringend benötigte Planungssicherheit und eine echte Perspektive für viele gebeutelte Tierhalterinnen und Tierhalter. Diese brauchen Klarheit bezüglich der Haltungskriterien für alle Tierarten sowie Finanzierungs- und Rechtssicherheit für Stallbauten“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Dass diese, gemeinsam mit vielen anderen Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft, im Koalitionsvertrag nicht berücksichtigt worden sind, hat der dlv bereits zum Ende der Koalitionsverhandlungen kritisiert.

Im Positionspapier „Zukunft der Nutztierhaltung in Deutschland: Chancen erkennen, Rahmen schaffen, Familienbetriebe stärken“ verdeutlicht der dlv, dass neue Haltungsformen das Tierwohl noch mehr erhöhen und damit bestenfalls auch die Wertschätzung tierischer Produkte und die Zahlungsbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher gesteigert werden. Von der Verbraucherschaft erwartet der dlv ein klares Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft an der Ladentheke. Die LandFrauen machen sich in diesem Zusammenhang für ein 5D-basiertes (in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet, verarbeitet) Fleischangebot im Lebensmitteleinzelhandel stark.
Juliane Vees, erste Vizepräsidentin des dlv, fordert: „Landwirtinnen und Landwirte dürfen nicht weiterhin Getriebene von Ordnungsrecht, gesellschaftlichen Protesten und Gerichtsurteilen sein. Wir werden auf verschiedenen Ebenen den Dialog suchen und Überzeugungsarbeit im Sinne der landwirtschaftlichen Familien leisten.“

Eine Zukunft der Nutztierhaltung in Deutschland ist nur dann gewährleistet, wenn die Transformation so gestaltet wird, dass landwirtschaftliche Betriebe davon auskömmlich leben können.

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Fri, 17 Dec 2021 8:59:25 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Aktionsprogramm Kommune – Frauen in die Politik ]]> Zehn ausgewählte Regionen sollen Frauenanteil in Kommunalpolitik erhöhen

Um mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu begeistern, starten die EAF Berlin und der Deutsche LandFrauenverband (dlv) das „Aktionsprogramm Kommune“. In dem dreijährigen Kooperationsprojekt werden Regionen gefördert, die den Anteil von Frauen in den kommunalen Vertretungen (Gemeinde,- Stadt- und Kreisräten) sowie den Anteil der haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Landrätinnen erhöhen wollen. Die ersten zehn Regionen wurden nun dafür von einer fachkundigen und unabhängigen Jury ausgewählt:

  • der Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg
  • die Region Hesselberg, Bayern
  • der Landkreis Oberhavel mit der Stadt Oranienburg, Brandenburg
  • der Landkreis Emsland, Osnabrück und die Grafschaft Bentheim, Niedersachsen
  • der Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen
  • der Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg
  • die Städte Jülich, Linnich und Titz, Nordrhein-Westfalen
  • die Landkreise Bautzen und Görlitz, Sachsen
  • der Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein
  • der Wartburgkreis, Thüringen

Gefördert wird das Programm vom Bundesgleichstellungsministerium (BMFSFJ). Die drei kommunalen Spitzenverbände – der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag – und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragen unterstützen das Projekt.

„Damit Frauen in unserer Demokratie angemessen repräsentiert sind, ist es dringend erforderlich, die kommunalpolitische Beteiligung von Frauen zu erhöhen. Die ausgewählten Regionen wollen dieses Thema anpacken und der große Zulauf an Bewerbungen zeigt, dass der Bedarf nach Unterstützung und Input bei dem Thema vor Ort groß ist“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv. EAF-Vorstandsvorsitzende Dr. Helga Lukoschat ergänzt: „Es haben sich so viele engagierte Regionen für das Programm beworben – das gibt Zuversicht! Wir freuen uns jetzt sehr, gemeinsam mit den ausgewählten Partner-Regionen daran zu arbeiten, den Frauenanteil in der Kommunalpolitik zu erhöhen und die dafür notwendigen strukturellen Veränderungen anzustoßen.“

Frauen sind in der Kommunalpolitik noch immer deutlich unterrepräsentiert. In den kommunalen Vertretungen liegt der Frauenanteil bei etwa 27 Prozent, bei den Bürgermeisterinnen um zehn Prozent und bei den Landrätinnen sogar nur bei 9,5 Prozent. Das Aktionsprogramm nimmt nicht nur die Frauen in den Blick, sondern möchte strukturelle Veränderungen anstoßen, die sich positiv auf die Teilhabe von Frauen, die Akzeptanz und die Attraktivität von Kommunalpolitik auswirken. Der Schwerpunkt liegt auf ländlichen Regionen.

Die ausgewählten Regionen profitieren von folgenden Förder- und Vernetzungsaktivitäten:

  • Werkstattgespräche für interessierte Frauen, Kandidatinnen und Mandatsträgerinnen in der Region mit dem Ziel des Austauschs, der Qualifizierung und Vernetzung
  • Beratung der Region zur Verbesserung der Rahmenbedingungen (zum Beispiel Zeit- und Sitzungskultur, Vereinbarkeit des kommunalpolitischen Amts mit Familie, Prävention vor Übergriffen/Alltagssexismus), unter Einbeziehung der Ergebnisse aus den Werkstattgesprächen
  • Bundesweite Mentoring- und Qualifizierungsangebote für interessierte Frauen, Kandidatinnen, Amts- und Mandatsträgerinnen über eine digitale Mentoring-Plattform und Bildung von regionalen Mentoring-Tandems
  • Schaffung von Vernetzungs- und Qualifizierungsangebote speziell für Bürgermeisterinnen
  • Durchführung von Auftakt- und Vernetzungstreffen der beteiligten Regionen
  •  Ausbau einer bundesweiten Öffentlichkeitsarbeit

Für die Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen, zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen, erhalten die beteiligten Regionen einen finanziellen Zuschuss in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

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Tue, 14 Dec 2021 11:10:02 +0100 AktuellesProjekteGerechte Chancen
Studie Frauen in der Landwirtschaft: Erste Daten und Erkenntnisse ]]> Die Rollen von Frauen auf den Höfen sind vielseitig. Mit unserer Studie wollen wir zeigen, wie die Lebens- und Arbeitsrealität von Frauen in der Landwirtschaft aussieht.

Wie geht es Frauen in der Landwirtschaft? Wie leben und arbeiten sie und welche sind ihre Sorgen und Nöte? Aktuell lässt sich nur wenig über die tatsächliche Lebens- und Arbeitssituation sowie die Rolle(n) der Frauen in der Landwirtschaft sagen. Um das zu ändern, hat der Deutsche LandFrauenverband in Kooperation mit dem Thünen-Institut für Betriebswirtschaft und dem Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume der Universität Göttingen eine Studie ins Leben gerufen. Erste Daten und Erkenntnisse können Sie hier einsehen.

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Fri, 10 Dec 2021 10:37:49 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Der Deutsche LandFrauenverband sucht die „LandFrau des Jahres 2022“ ]]> Bis zum 13. März können LandFrauen von ihren Vereinen vorgeschlagen werden

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) sucht die „LandFrau des Jahres 2022“ und ruft deshalb dazu auf, LandFrauen für diese Auszeichnung zu benennen. Gesucht werden Vereinsmitglieder, die sich außerordentlich für die Menschen, das Leben und Miteinander in den ländlichen Räumen einsetzen.

Mit diesem Preis zeichnet der dlv LandFrauen aus, die sich in besonderer Weise um die Vereins- und Verbandsarbeit verdient gemacht haben. „Die Leistungen vieler LandFrauen sind von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft. Wir wollen, dass dieses Engagement gesehen wird und die Anerkennung bekommt, die es verdient“, sagt Petra Bentkämper, dlv-Präsidentin. Die Ehrung der „LandFrauen des Jahres“ erfolgt am 5. Juli 2022 auf dem Deutschen LandFrauentag in Fulda. Die Preise – jeweils 1.000 Euro für die Vereinsarbeit – werden von Petra Bentkämper überreicht. Eine unabhängige Jury wird die drei Preisträgerinnen auswählen.

Sie kennen eine LandFrau, die diese Auszeichnung mehr als verdient hat? Dann füllen Sie unser Formular aus, welches auf der dlv-Homepage unter diesem Link zu finden ist. Reichen Sie das Formular bis zum 13. März 2022 in der dlv-Bundesgeschäftsstelle ein! Bitte beachten Sie, dass das Vorschlagsrecht allein bei den Bezirks-, Kreis- und Ortsvereinen liegt.

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Wed, 08 Dec 2021 8:15:00 +0100 AktuellesZukunft Ehrenamt
Koalitionsvertrag: Fortschritt in Sachen Gleichstellung, Demokratie und gleichwertige Lebensverhältnisse ]]> Der Deutsche LandFrauenverband sieht wichtige Weichen für die Zukunft gestellt, vermisst aber verlässliche Perspektiven für Landwirtschaft

Berlin, 25.11.2021 – Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist nach Veröffentlichung des Koalitionsvertrags grundsätzlich optimistisch, dass die zukünftige Bundesregierung die Belange der LandFrauen im Blick hat. „In Sachen Gleichstellung und Digitalisierung gehen die Ankündigungen der Koalitionäre absolut in die richtige Richtung. Es war an der Zeit, dass die Herstellung ‚guter Lebensverhältnisse in Stadt und Land‘ in einem eigenen Kapitel die Wichtigkeit bekommt, die sie verdient. Für die Landwirtinnen und Landwirte fehlen uns aber größtenteils verlässliche Perspektiven“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Mit der Ankündigung, ein Demokratiefördergesetz einzusetzen, wird eine zentrale dlv-Forderung umgesetzt. Auch der Appell nach flächendeckendem Glasfaser- und Mobilfunkausbau hat Einzug in den Koalitionsvertrag gehalten. „Es wird deutlich, dass die neue Regierung einen echten und dringend notwendigen Digitalisierungsschub plant“, sagt Petra Bentkämper. Gleichzeitig bemängelt der dlv aber, dass die Besonderheiten von Rand- und Einzellagen keine Berücksichtigung finden. Auch auf einen Rechtsanspruch auf schnelles Internet konnte sich offenbar nicht geeinigt werden.

Die im Koalitionsvertrag angekündigte „neue Engagementstrategie“ muss aus dlv-Sicht konkretisiert werden, in ihrer Ausgestaltung auf langfristiges Engagement ausgerichtet sein und dabei die Vereine und Verbände im Blick haben. Für Ehrenamtliche ist es eine gute Nachricht, dass die neue Bundesregierung die Engagementstiftung finanziell stärken will und das Gemeinnützigkeitsrecht modernisieren möchte. Der dlv fordert dabei, dass die Kriterien für zivilgesellschaftliche Vereine und Verbände, die bislang nicht als gemeinnützig anerkannt wurden, gelockert werden.

Das Versprechen, die Lohnlücke zu schließen, möchte der dlv ausdrücklich bekräftigen und wird in der kommenden Legislaturperiode kritisch beobachten, inwiefern die Koalition dazu das Entgelttransparenzgesetz stärken möchte. Leider konnten sich die Koalitionäre nicht zu dem dringend notwendigen Paritätsgesetz durchringen. Der dlv wird deshalb die „Kommission zur Reform des Bundeswahlrechts und zur Modernisierung der Parlamentsarbeit“, die wiedereingesetzt werden soll und sich mit dem Thema beschäftigt, aufmerksam begleiten.

Die Koalition kündigt weiter an, die Versorgung von Schwangeren und Gebärenden im ländlichen Raum zu verbessern. „Das sind gute Nachrichten. Wir werden genau hinschauen, wie die Koalition die beschriebene gesundheitliche und pflegerische Versorgung bedarfsgerecht und wohnortnah sicherstellen will“, sagt Petra Bentkämper. Auch die Pläne, über ein Gutscheinsystem zu ermöglichen, dass Familien haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen können, wertet der dlv als wichtigen Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dass die Ampel-Koalition einige Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL), wie beispielsweise die rasche Einführung einer verbindlichen Haltungs- und Herkunftskennzeichnung für Fleisch sowie einen starken und flexiblen Vertragsnaturschutz, in das Papier aufgenommen hat, heißt der dlv ausdrücklich gut, kritisiert aber gleichzeitig, dass sich die Ampelkoalition nicht zu einem generellen Bekenntnis zu den Empfehlungen der ZKL durchringen konnte. „Es ist sehr schade, dass diese Empfehlungen für eine ökonomische, ökologische und soziale Landwirtschaft, die von einem so breiten Bündnis erarbeitet worden sind, nicht genannt werden. Das macht mich skeptisch, ob der vorgelegte Koalitionsvertrag wirklich die dringend notwendige Planungssicherheit für die Landwirtinnen und Landwirte bringt“, sagt Petra Bentkämper.

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Thu, 25 Nov 2021 12:55:00 +0100 AktuellesGerechte Chancen
AUSVERKAUFT: Kartenverkauf Deutscher LandFrauentag 2022 ]]> Am 5. Juli 2022 ist es so weit: Der Deutsche LandFrauentag findet unter dem Motto „Das WIR im Blick!“ in der Esperantohalle in Fulda statt. Nach der coronabedingten Absage des LandFrauentages 2020 laufen die Planungen für nächstes Jahr auf Hochtouren.

Leider sind alle Karten bereits ausverkauft.

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Tue, 23 Nov 2021 8:00:00 +0100 NewskategorienAktuelles
Weil Verbraucherinfos auch auf‘s Land gehören: Erfolgreicher Projektabschluss des Deutschen LandFrauenverbands ]]> Gemeinsame Initiative von Deutschem LandFrauenverband und den Verbraucherzentralen für mehr Verbraucherschutz im ländlichen Raum endet

Berlin, 12.11.2021 – Die Bilanz des Projektes „LandFrauenGuides – Verbraucherinfo’s aufs Land gebracht“ kann sich mehr als sehen lassen: Über 150 Info-Veranstaltungen, 500 Frauen, die in Medienkompetenzworkshops für die digitale Welt fit gemacht wurden und fast eine halbe Millionen Haushalte, die mit Verbrauchertipps versorgt wurden.

Bei der gestrigen gemeinsamen Abschlussveranstaltung feierten der Deutsche LandFrauenverband (dlv) und die Verbraucherzentralen den Erfolg des Kooperationsprojektes „LandFrauenGuides – Verbraucherinfos auf’s Land gebracht!“ des dlv und „Information zum Verbraucherschutz in ländlichen Räumen“ der Verbraucherzentralen. Seit Juli 2019 stärkten sie gemeinsam die Verbraucherkompetenz auf dem Land. Ziel der Kooperation war es, die Informations- und Unterstützungsangebote für Verbraucherinnen und Verbraucher in ländlichen Regionen zu verbessern.

„Gerade in ländlichen Regionen sind Informationen und hochwertige Unterstützungsangebote für Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort oft nur schwer zugänglich. Das liegt häufig auch daran, dass Beratungsstellen der Verbraucherzentralen nur unter hohem Aufwand zu erreichen sind. Daher müssen Informationen und Handlungskompetenzen direkt vor Ort auf dem Land und seit der Coronapandemie auch über gut zugängliche digitale Angebote besser vermittelt werden. Mit dem Projekt LandFrauenGuides – Verbraucherinfo’s aufs Land gebracht haben wir dafür gesorgt, dass die Verbrauchertipps rund um Finanzen, Verträge und viele andere Themen dort ankommen, wo sie gebraucht werden“, sagte Prof. Dr. Christian Kastrop, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) beim Abschluss in Berlin. Das BMJV fördert die Projekte bis Ende 2021.

„Wir fordern gleichwertige Lebensverhältnisse von Stadt und Land und freuen uns, dass wir mit dem Projekt den für Verbraucherinnen und Verbrauchern nachteiligen Folgen des Strukturwandels im ländlichen Raum entgegentreten konnten“, meint Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv. Marion Zinkeler, Geschäftsführender Vorstand der Verbraucherzentrale Bayern, betont: „Mit der gelungenen Verknüpfung des Fachwissens der Verbraucherzentralen und dem Engagement der LandFrauenGuides, die zudem eine tolle Reichweite in die ländlichen Räume haben, konnten wir die ländliche Bevölkerung gezielt erreichen und informieren.“

25 LandFrauenGuides, die in wichtigen Fragen der Verbraucherinformation geschult wurden, sollten ursprünglich durch Veranstaltungen und Kurzvorträge sowie durch Besuche in Schulen Menschen für Themen des wirtschaftlich-rechtlichen Verbraucherschutzes sensibilisieren. „Aufgrund der Corona-Pandemie wurden diese Pläne abrupt ausgebremst“, so dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Mit viel Einsatz und Ideenreichtum haben die LandFrauenGuides und die Verbraucherzentralen aber das Beste aus der Situation gemacht und analoge durch digitale Angebote ersetzt sowie neue, zielgruppengerechte Formate entwickelt.“

Wie gut die Umstellung und Anpassung des Projektes gelungen ist, lässt sich an der Vielfalt und der Zahl der umgesetzten Maßnahmen ablesen:

  • Die LandFrauenGuides haben mehr als 150 Aktivitäten umgesetzt. Dazu gehörten unter anderem gemeinsame Informationsveranstaltungen mit Fachreferentinnen und Fachreferenten der Verbraucherzentralen. Insgesamt konnten so über 3.000 Verbraucherinnen und Verbraucher erreicht werden.
  • Bei 17 Medienkompetenz-Workshops und Web-Seminaren wurden weitere 500 LandFrauen für die digitale Welt fit gemacht.
  • Weitere Informationsangebote gab es in Form von Broschüren für besonders verletzliche Verbrauchergruppen, der Ausstellung „Verbraucherdschungel“, die sowohl analog wie auch digital verfügbar ist und einem Quiz, mit dem das eigene Verbraucherwissen getestet werden kann.
  • Bei den Aktionstagen 2021, die unter dem Motto „Verbraucherinnen wählen – LandFrauen klären auf!“ standen, haben 75 LandFrauenvereine Aktionen auf der Aktionslandkarte des dlv angemeldet und vor Ort umgesetzt.
  • Schließlich wurden mit personalisierten Zeitungsbeilagen und einer Postkartenaktion fast eine halbe Millionen Haushalte erreicht. Die Printauflagen und Onlineangebote von 30 Verbrauchertipps erreichten sogar in jedem der drei Projektjahre rund 10 Millionen Menschen.
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Fri, 12 Nov 2021 10:00:00 +0100 AktuellesKompetent im Alltag
Werden Sie „Unternehmerin des Jahres 2022“ ]]> Wettbewerb des Deutschen LandFrauenverbands für Unternehmerinnen im ländlichen Raum startet

Berlin, 03.11.2021 – Morgen startet die Bewerbungsphase für den Wettbewerb „LandFrau mit Ideen - Unternehmerin des Jahres 2022“. Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) ehrt mit diesem Preis Frauen, die sich mit innovativen Ideen im ländlichen Raum erfolgreich selbstständig gemacht haben. In der Hauptkategorie des Wettbewerbs werden zwei Frauen ausgezeichnet; eine weitere Prämierung erfolgt in der Kategorie Jungunternehmerin. Die Bewerbungsfrist endet am 7. Februar 2022. Die Preisverleihung erfolgt am 5. Juli 2022 im Rahmen des Deutschen LandFrauentages in Fulda.

„Wir verdeutlichen mit dem Wettbewerb die Wichtigkeit weiblichen Unternehmertums für die ländlichen Räume, würdigen den Mut der Unternehmerinnen und motivieren gleichzeitig dazu, das eigene Potenzial als Gründerin in Betracht zu ziehen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Bewerben können sich alle Frauen, die auf dem Land erfolgreich ein Unternehmen gegründet haben. Gesucht werden sowohl Frauen, die ein neues Unternehmenskonzept entwickelt haben als auch Frauen, die ein bereits bestehendes Unternehmen durch innovative Ideen zum Erfolg führten. Ein Bezug zur Landwirtschaft ist keine Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb. Die Gewinnerinnen erhalten ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro und einen Teilnahmegutschein für die „Unternehmerinnen-Fachgespräche“. Zudem wird durch die Auszeichnung die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens gesteigert.

Nicola Lemken, Schirmherrin des Wettbewerbs und Mitglied der Geschäftsleitung des Landtechnik-Herstellers Lemken, ist überzeugt: „In Zeiten, in denen es gut ausgebildete Menschen zunehmend in die Städte zieht, brauchen Träume und Ideen für eine Selbstständigkeit im ländlichen Raum besondere Unterstützung.“ Die Auswahl der Gewinnerinnen erfolgt durch eine fachkundige Jury. Petra Bentkämper hält dazu fest: „Ich rufe alle Unternehmerinnen zur Beteiligung auf. Zeigen Sie anderen Frauen, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen – dass auch andere Frauen die Möglichkeiten nutzen sollten, um persönliche Lebensentwürfe und Ziele zu verwirklichen.“

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Wed, 03 Nov 2021 9:31:00 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Bundestagswahl 2021: 450.000 LandFrauen-Stimmen für einen geschlechtergerechten und lebenswerten ländlichen Raum ]]> Der Deutsche LandFrauenverband informiert mit Online-Formaten über die Wahlprogramme der Parteien und fordert alle LandFrauen auf, wählen zu gehen

Berlin, 21.09.2021 – Auf der Zielgeraden zur Bundestagswahl hat der Deutsche LandFrauenverband (dlv) in seiner letzten Veranstaltung des digitalen Formats „5 vor 12 sonntags: der LandFrauen-Espressotalk zur Bundestagswahl“ alle LandFrauen dazu aufgerufen, ihre Stimme zu nutzen, um Anliegen von Frauen und einer Politik für ländliche Räume in der nächsten Bundesregierung möglichst viel Gewicht zu verleihen. An den vergangenen sieben Sonntagen hat das dlv-Präsidium Politikerinnen und Politiker eingeladen und in verschiedenen Themenrunden einen Einblick in die Wahlprogramme und Konzepte der demokratischen und aktuell im Bundestag vertretenen Parteien gegeben.

Die Diskussionsrunden zu den Themen Frauenpolitik, Landwirtschaft, Demokratie, ländliche Räume und Engagementpolitik sowie die Debatte mit den Generalsekretären der Parteien haben deutlich gemacht, wo die Parteien unterschiedliche Sichtweisen auf die Zukunftsfragen haben, aber auch wo es Überschneidungen gibt. Der dlv möchte mit seiner digitalen Reihe eine konkrete Entscheidungshilfe für die Wählerinnen geben. Alle Veranstaltungen können hier nachgeschaut werden.

Am kommenden Sonntag stimmen von den rund 31 Millionen weiblichen Wahlberechtigten in Deutschland auch 450.000 LandFrauen über die Politik der Zukunft ab. „Wir LandFrauen wissen, was wir wollen: einen lebendigen, lebenswerten und vielfältigen ländlichen Raum. Wir erwarten von den zur Wahl stehenden Parteien, dass sie sich für Ehrenamt, Frauenrechte und Landwirtschaft stark machen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Eine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei gibt der dlv nicht, erinnert aber alle LandFrauen daran, sich die Wahlprogramme genau anzuschauen und zu überprüfen, wer sich für die Belange der Frauen im ländlichen Raum einsetzt.

In seinen Wahlforderungen macht der dlv deutlich, dass Politik die ländlichen Räume als Chancenräume verstehen sowie die Bedarfe von Frauen und ihren Familien stärker fokussieren sollte. Die Durchsetzung frauenpolitischer Ziele und Forderungen muss nach Ansicht des dlv finanziell in angemessener Höhe und planungssicher ausgestattet werden. Eine durch die Pandemie belastete Haushaltslage und konjunkturelle Schwankungen dürfen nicht gegen die Erfordernisse des ländlichen Raumes und speziell gegen die frauenpolitischen Forderungen im ländlichen Raum ausgespielt werden.

Auch die Landwirtschaft braucht Planungssicherheit durch eine neue Bundesregierung, ist der dlv überzeugt. Bei allen Weichenstellungen für die Zukunft müsse es gelingen, die sozio-ökonomische und psychosoziale Lage für Bauernfamilien zu verbessern. Zur Stärkung der Demokratie hält der dlv es für notwendig, ehrenamtliches Engagement durch Entbürokratisierung zu entlasten und in Form von Rentenpunkten aufzuwerten. Juliane Vees, 1. Vizepräsidentin des dlv, ruft alle Frauen auf: „Seit über 100 Jahren gibt es das Frauenwahlrecht in Deutschland. Es ist ein hohes Gut. Nutzen Sie Ihr Wahlrecht. Wählen Sie demokratisch und schauen Sie genau, welche Parteien Ihre Anforderungen an eine geschlechtergerechte und gute Zukunft auf der Agenda haben.“

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Tue, 21 Sep 2021 11:17:51 +0200 AktuellesGerechte Chancen
LandFrauen-Petition: 101.158 Unterschriften für wohnortnahe Geburtshilfe ]]> Petition des Deutschen LandFrauenverbandes an Bundesgesundheitsministerium übergeben

Berlin, 03.09.2021 - 101.158 Menschen unterstützen mit ihrer Unterschrift die Forderung des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv) für eine bessere medizinische Versorgung von Schwangeren und Müttern im ländlichen Raum. In der Petition auf www.change.org „Geburtshilfe. Im ländlichen Raum. Jetzt!“ fordert der dlv die aktuelle und zukünftige Bundesregierung sowie die Konferenz der Gesundheitsminister auf, endlich für eine gut erreichbare ärztliche Versorgung von (werdenden) Müttern einzutreten. Dlv-Präsidentin Petra Bentkämper übergibt die Petition heute virtuell an Dr. Thomas Gebhart, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit. Darin fordert der Deutsche LandFrauenverband:

  • Das Schließen von Geburtsstationen und Kreißsälen zu stoppen;
  • Die Ansiedlung von Hebammen in Kooperation mit Gynäkologinnen und Gynäkologen aktiv zu fördern und durch Etablierung medizinischer Versorgungszentren sicher zu stellen;
  • Geburtshilfe politisch zum Thema zu machen und bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder fest zu verankern.

„So viele Menschen haben uns in unserem Anliegen unterstützt, die medizinische Versorgung von Frauen im ländlichen Raum zu verbessern. Denn es darf nicht sein, dass Schwangere in Not geraten, weil immer mehr Kreißsäle und Geburtsstationen auf dem Land schließen“, sagt Petra Bentkämper. Für das Bundesgesundheitsministerium sagt Dr. Thomas Gebhart bei der Übergabe der Unterschriften: „Die Bundesregierung und der Gesetzgeber sind sich der Herausforderung der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, flächendeckenden Versorgung der Versicherten bewusst. Schon in der Vergangenheit wurden gerade mit Blick auf die Geburtshilfe hierzu vielfältige Maßnahmen ergriffen und auch weiter gilt es, die Versorgungssituation kontinuierlich zu überprüfen und etwaigen Fehlentwicklungen gegenzusteuern. Daher begrüße ich nicht nur die wichtige Arbeit des Deutschen LandFrauenverbandes, sondern insbesondere, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Unterschrift für die wohnortnahe Geburtshilfe einsetzen.“

Gab es im Jahr 2000 noch 1.142 Fachabteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, waren es laut Statistischem Bundesamt 2018 nur noch 778. Darüber hinaus ergab eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe an Geburtshilfekliniken im November 2017, dass in den vorangegangenen sechs Monaten mehr als 35 Prozent der Kliniken Schwangere mindestens einmal abgewiesen haben. Die Zahlen bestätigen, dass eine gut erreichbare Geburtshilfe im ländlichen Raum nicht mehr gewährleistet ist.

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Tue, 31 Aug 2021 13:30:37 +0200 AktuellesGerechte Chancen
LandFrauen fordern bewussteren Fleischkonsum ]]> Der Deutsche LandFrauenverband spricht sich aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen für einen reduzierten Fleischkonsum aus

Berlin, 23.08.2021 – In seinem aktuellen Positionspapier erkennt der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen an, dass ein geringerer und bewussterer Fleischkonsum ratsam ist. Auf seiner Mitgliederversammlung im Juli 2021 hat der dlv daher eine Stellungnahme zum Fleischkonsum verabschiedet. „Fleisch ist grundsätzlich nicht ungesund, wir essen allerdings mehr, als uns und der Umwelt guttut“, heißt es in dem Papier. Neben den guten Gründen für eine Reduktion des Fleischkonsums bringt der dlv in dem Papier aber auch seine Sorge um die Zukunft der heimischen Nutztierhaltung zum Ausdruck.

„Es gibt immer mehr Menschen, die ihre Ernährungsgewohnheiten hinterfragen und weniger Fleisch essen wollen. Auch der Bevölkerungsrückgang in Deutschland schmälert den Fleischabsatz. Diesen Entwicklungen müssen wir uns stellen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Der dlv äußert sich in dem Papier außerdem zu Fleischersatzprodukten. Dazu erläutert die Vorsitzende des dlv-Fachausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherpolitik, Christine Reitelshöfer: „Diese meist industriell hergestellten und hochverarbeiteten Produkte sind nicht unbedingt die gesundheitlich und ökologisch bessere Alternative. Wir LandFrauen werben stattdessen für eine regionale und saisonale vegetarische Frischeküche. Der kritische und kompetente Blick der Verbraucherinnen und Verbraucher ist mehr denn je gefragt. Wir fordern daher noch deutlicher als zuvor den Ausbau der Ernährungsbildung für jedes Alter.“ In der Gemeinschaftsverpflegung wünscht sich der Verband weiterhin Wahlfreiheit zwischen Gerichten mit und ohne Fleisch auf Grundlage der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Der dlv kündigt eine intensive Befassung mit dem Thema Nutztierhaltung nach den Bundestagswahlen an. „Die Nutztierhaltung in Deutschland braucht eine Perspektive. Ihr nachhaltiger Umbau kann nur in Einklang mit den Nachhaltigkeitssäulen Ökonomie und Soziales geschehen“, stellt Bentkämper klar. „In der nächsten Legislaturperiode muss die politische Debatte auf Grundlage der Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft sowie der Borchert-Kommission zügig fortgeführt werden.“

Das gesamte Positionspapier des Deutschen LandFrauenverbandes finden Sie zum Download hier.

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Mon, 23 Aug 2021 9:30:00 +0200 AktuellesKompetent im Alltag
Starke Durchsetzungskraft, großes Einfühlungsvermögen ]]> Der Deutsche LandFrauenverband trauert um seine ehemalige Hauptgeschäftsführerin Juliane Freiin Heereman von Zuydtwyck

Berlin, 14.07.2021 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) trauert um Juliane Freiin Heereman von Zuydtwyck, die von 1974 bis 1995 als Hauptgeschäftsführerin des Deutschen LandFrauenverbandes maßgeblich die Weiterentwicklung und Modernisierung des Verbandes beeinflusst hat. In ihre Tätigkeit fielen wichtige Erneuerungsprozesse innerhalb des Verbandes, aber auch historische Ereignisse wie der deutsche Wiedervereinigungsprozess und damit der Zuwachs für den Verband.

„Juliane Freiin Heereman hat ganz entscheidende Akzente für die Entwicklung des Deutschen LandFrauenverbandes gesetzt. Sowohl bei der Professionalisierung der innerverbandlichen Strukturen, als auch beim Aufbau als politische Interessenvertretung zeigte sie großes Einfühlungsvermögen, aber auch eine starke Durchsetzungskraft“, würdigt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, das Wirken der Verstorbenen.

Zu Beginn ihrer Tätigkeit als Hauptgeschäftsführerin des dlv habe sie „ein Feld vorgefunden, das zu beackern war“, beschrieb Juliane Freiin Heereman ihr Aufgabenfeld. Sie verstand sich von Anfang an als moderne Managerin im Interesse eines politisch agierenden Verbandes nach innen und nach außen. Um als LandFrauenverband dicht am politischen Geschehen zu sein, wurde unter ihrer Ägide die Geschäftsstelle des dlv nach Bonn verlegt. Auf ihre Initiative wurden Fachausschüsse unter Beteiligung von Delegierten aus allen Landesverbänden sowie die bis heute existierenden Kreisvorsitzendenseminare eingerichtet. Sie vertrat den dlv auf europäischer und internationaler Ebene, engagierte sich im Vorstand der Welthungerhilfe und setzte sich für die Stärkung und Förderung von Frauen weltweit ein.

Mit dem Fall der Mauer wurde der Verband vor eine neue Aufgabe gestellt, die Juliane Freiin Heereman als Hauptgeschäftsführerin mit hohem persönlichem Einsatz, großem Verantwortungsbewusstsein sowie viel Fingerspitzengefühl begleitet hat.

In Anerkennung ihres vielfältigen Engagements wurden Juliane Freiin Heereman das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Professor-Niklas-Medaille der Bundesregierung sowie die „Goldene Biene“ des Deutschen LandFrauenverbandes verliehen.

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Wed, 14 Jul 2021 8:30:00 +0200 AktuellesLändlicher Raum
Goldene Biene für ehemalige Geschäftsführerin Sabine Schmidt vom LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern ]]> LandFrau mit höchster Auszeichnung des Deutschen LandFrauenverbandes ausgezeichnet

Berlin, 07.07.2021 – Im Rahmen der gestrigen digitalen Mitgliederversammlung des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) zeichnete dlv-Präsidentin Petra Bentkämper die ehemalige Geschäftsführerin des LandFrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern, Sabine Schmidt, mit der Goldenen Biene aus. Die Ehrung des Deutschen LandFrauenverbandes ist Persönlichkeiten vorbehalten, die sich in ganz besonderer Art und Weise um die LandFrauenarbeit verdient gemacht haben. Sabine Schmidt hat sich als Geschäftsführerin mehr als 17 Jahre lang für die Ziele der LandFrauen auf Landes- und Bundesebene eingesetzt und durch ihr vielseitiges und leidenschaftliches Engagement begeistert.

„Wir alle schätzen Frau Schmidt und ihre engagierte Art, ihr Temperament und ihre Beharrlichkeit, wenn es darum ging, die Interessen der Frauen vom Land im Blick zu haben. Frau Schmidt hat wichtige Meilensteine in der Verbandsgeschichte gesetzt und den Verband durch ihre Ideen und ihren unermüdlichen Innovationsgeist sehr geprägt“, so Petra Bentkämper in ihrer Laudatio. Sabine Schmidt hat in Württemberg-Hohenzollern unter anderem den Unternehmerinnentag in Bad Saulgau konzipiert, die Mitgliederzeitung des Landesverbandes ins Leben gerufen und die LandFrauenarbeit durch die frühzeitige Nutzung von Social-Media-Kanälen für die Zukunft ausgerichtet.

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Wed, 07 Jul 2021 10:19:00 +0200 AktuellesZukunft Ehrenamt
Goldene Ehrennadel für Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ]]> Der Deutsche LandFrauenverband würdigt das langjährige Eintreten von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel für die Belange des ländlichen Raumes und die Interessen von LandFrauen

Berlin, 06.07.2021 – Bundeskanzlerin Angela Merkel wird anlässlich der digitalen Mitgliederversammlung des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) die „Goldene Ehrennadel“ verliehen. Damit würdigt der Verband die Verdienste Angela Merkels um die deutsche LandFrauenarbeit.

„LandFrauen gestalten in vielerlei Hinsicht den ländlichen Raum. Die Bedeutung ihres Engagements kann nicht hoch genug geschätzt werden. Mit ihrem Engagement stärken sie örtliche Gemeinschaften, sie helfen und unterstützen einander und sie sind ein wichtiger Bildungsträger im ländlichen Raum. Ohne ehrenamtlich Engagierte wäre kein Staat zu machen. LandFrauen zeigen Herz und Verstand. Das macht sie zu Vorbildern und dafür bin ich ihnen von Herzen dankbar“, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der digitalen Verleihung der Ehrennadel.

„Bei ihrem Besuch auf dem Deutschen LandFrauentag 2016 in Erfurt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel uns alle dazu aufgerufen, mit unseren Forderungen lauter und nachdrücklicher zu werden. Die Wertschätzung für die LandFrauenarbeit hat nicht nur die anwesenden 5.000 LandFrauen begeistert, sondern Ihre Teilnahme hat den Themen des dlv eine hohe Aufmerksamkeit verschafft“, sagt Petra Bentkämper, dlv-Präsidentin.

Der Deutsche LandFrauenverband würdigt mit der Auszeichnung den Einsatz Angela Merkels für die Belange der Frauen im ländlichen Raum. Als erste Frau in Deutschlands wichtigstem Amt hat sie zu besseren Einkommensperspektiven und Bleibeperspektiven beigetragen und damit Geschlechtergerechtigkeit wesentlich gefördert. Unter ihrer Kanzlerinnenschaft wurde das Elterngeld eingeführt und die Mütterrente für Mütter mit Kindern, die vor 1992 geboren wurden, deutlich verbessert. Angela Merkel hat zudem die Frauenquote in der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Dienst gegen den Widerstand aus der Wirtschaft und der eigenen Partei durchgesetzt.

Die Ehrennadel des Deutschen LandFrauenverbandes wird an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen, die sich um die Förderung der nationalen und internationalen LandFrauenarbeit sowie um die Förderung des Deutschen LandFrauenverbandes verdient gemacht haben. Der mit der „Goldenen Ehrennadel“ ausgezeichnete Personenkreis darf die Zahl von 10 lebenden Personen nicht übersteigen. Aktuelle Ehrennadelträger sind: Bundesminister a.D. Jochen Borchert, Ehrenpräsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner und Bundesminister Dr. Gerd Müller.

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Tue, 06 Jul 2021 15:45:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Zukunftskommission Landwirtschaft formuliert wichtige Perspektiven für die Agrar-Umwelt-Politik ]]> Der Deutsche LandFrauenverband zum erfolgreichen Abschluss der ZKL

Berlin, 30.06.2021 – Nach engagierter Mitarbeit sieht der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) im Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) wichtige Weichen für eine tragfähige und ökologische Zukunft der Landwirtschaft gestellt. „Es ist eine große Leistung aller Beteiligten, dass tatsächlich – trotz unterschiedlicher Perspektiven und Interessen – gemeinsame Wege und Zielmarken für die Landwirtschaft der Zukunft gefunden wurden“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv und Mitglied der Kommission. In insgesamt zwölf Leitlinien beschreibt der Abschlussbericht in einem Zeithorizont von etwa zehn Jahren Wege für den schnellen und umfassenden Transformationsprozess der gesamten Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland.

Einig waren sich alle Beteiligten darüber, dass Landwirtschaft große Systemrelevanz hat. Der Umbau hin zu mehr Klima- und Umweltschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und müsse dementsprechend finanziert werden, so die Ansicht der Kommission.

Der dlv begrüßt die Einigung zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit. Die ZKL hat erkannt, dass ein Mehr an Chancengerechtigkeit in der Landwirtschaft nicht nur eine Frage der Fairness ist, sondern langfristig dazu beiträgt, dass eine bessere Verständigung zwischen Erzeugerinnen und Verbraucherinnen gelingt. „Nicht nur die ZKL, auch ich bin fest davon überzeugt, dass die empfohlene Zielgröße von 30 Prozent für alle landwirtschaftlichen Gremien und für wichtige Posten im Agribusiness die Innovationskraft in der Landwirtschaft erhöhen wird“, erklärt Petra Bentkämper.

Auch die beschlossenen Empfehlungen im Bereich Ernährung sind aus dlv-Sicht wichtig und richtig. Die ZKL empfiehlt die Stärkung und Förderung staatlicher, verbindlicher Qualitätslabel auf EU-Ebene bei Ausschöpfung nationaler Spielräume. „Das schafft klare Orientierung bei den Verbraucherinnen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe“, sagt Petra Bentkämper.  

Die Zukunftskommission Landwirtschaft wurde als Ergebnis des Agrargipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Dezember 2019 beschlossen und im Juli 2020 durch das Bundeskabinett eingesetzt. Sie besteht zuletzt aus 31 Vertreterinnen und Vertretern bundesweit agierender Verbände und Organisationen aus den Themenfeldern Landwirtschaft, Wirtschaft und Verbraucher, Umwelt und Tierschutz sowie Wissenschaft.

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Wed, 30 Jun 2021 14:12:00 +0200 AktuellesLändlicher Raum