Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml Unsere Meldungen als RSS-Feed de-de Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml https://www.landfrauen.info/rss.xml TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Studie liefert Erkenntnisse über Frauen in der Landwirtschaft ]]> Weibliche Lebens- und Arbeitssituation auf deutschen Höfen

Berlin, 22.09.2022 – Heute wird in Berlin die „Studie zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben“ vorgestellt. Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) hat sich lange dafür eingesetzt, die Wissenslücken zur Situation von Frauen im Hinblick auf ihre Arbeit in den Betrieben, ihrer Rolle für die Zukunft ländlicher Räume, aber auch die sozialen Lebensverhältnisse zu schließen. „Auch wenn uns vieles schon lange bekannt ist, es braucht auch Zahlen und Belege um Veränderungen politisch anstoßen zu können. Genau die liegen uns jetzt vor“, bekräftigt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper die Relevanz der Studie.

Ein Studienergebnis betrifft die Lebenszufriedenheit. Die befragten Frauen schätzen diese trotz hoher Arbeitsbelastung und fehlender Planungssicherheit insgesamt als sehr hoch ein. Gründe hierfür sind, die eigenen Kinder auf dem Betrieb aufwachsen zu sehen, die ländliche Wohnlage sowie das Arbeiten in der Natur und mit Tieren.

Eine weitere Erkenntnis betrifft die Altersvorsorge der Frauen auf den Höfen. Da die Rente der Landwirtschaftlichen Rentenkasse (LAK) nur als Teilkassenleistung konzipiert ist, müssen Frauen wie auch Männer ihre Alterssicherung aus mehreren Bausteinen zusammenzustellen. Petra Bentkämper macht auf ein Problem aufmerksam: „Die Alterssicherung wird dann geschlechtsspezifisch, wenn es um Scheidung oder den Tod des Partners geht. Hier ist die Gefahr der weiblichen Altersarmut deutlich höher und noch zu wenige sind über Verträge oder Testamente abgesichert. Über diese Risiken muss offen gesprochen werden.“ Deutlich wurde auch, dass es zwar zahlreiche Beratungsangebote zu Altersvorsorgethemen gibt, diese aber von den Frauen nicht genügend wahrgenommen werden.

Neben weiteren gesundheitlichen Aspekten für Frauen auf Höfen, zeigt die Studie, dass 21,4 Prozent der befragten Frauen als burnoutgefährdet gelten. Zwar wird die subjektive Wahrnehmung der Gesundheit als sehr gut beschrieben, allerdings bergen vielfältige Rollenerwartungen die Gefahr der Überlastung. dlv-Vizepräsidentin Juliane Vees appelliert: „Der psychischen Gesundheit von Landwirtinnen und Frauen auf den Betrieben gilt es mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Das Thema muss gerade auch im Berufsstand raus aus der Tabu-Zone, damit betroffene Frauen sich nicht scheuen, Hilfe von außen zu fordern und anzunehmen.“

Obwohl Frauen auf den Betrieben hohe Verantwortung tragen, sind aktuell nur 11 Prozent der Betriebsleitungen weiblich. Das hängt zumeist mit traditionellen Rollenbildern und -verständnissen zusammen, die dazu führen, dass die Mehrzahl der Familienbetriebe an einen Sohn und nicht eine Tochter übergeben werden. Gleichwohl wird deutlich, dass ein spürbarer Wandel in Richtung mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Landwirtschaft im Gange ist.

Die Studie wurde vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft und dem Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume der Universität Göttingen in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband durchgeführt. Finanziert wurde sie durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Für Bildmaterial und weitere Informationen zur Studie setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung: 0152 21095362 (erreichbar am 22.09.2022) oder per E-Mail an presse@landfrauen.info.

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Thu, 22 Sep 2022 11:25:00 +0200 AktuellesGerechte ChancenLandFrauen und Landwirtschaft
#ParitätJetzt – für eine gleiche Repräsentanz von Frauen im Bundestag ]]> Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) unterstützt die Initiative „#ParitätJetzt“ und fordert die Einführung eines Paritätsgesetzes

Berlin, 19.09.2022 – Am kommenden Donnerstag startet die Kampagne „5vor12“. Die Initiative „#ParitätJetzt“ rund um Prof. Dr. Rita Süssmuth rückt mit der bundesweiten Aktion die Forderung einer geschlechtergerechten Verteilung der Sitze im Deutschen Bundestag in den öffentlichen Fokus.

„Der dlv setzt sich seit langem für die paritätische Besetzung des Bundestags ein. Aus diesem Grund unterstützen wir mit aller Kraft die Initiative und appellieren an die Parteien, sich für eine ausgeglichenes Geschlechterverhältnis einzusetzen“, erklärt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Darüber hinaus rufen wir alle unsere Mitglieder dazu auf, sich mit dem automatischen Mailgenerator am Donnerstag, 22.09.2022 an ihre lokalen Politiker*innen zu wenden“, so Bentkämper weiter. Mit dem Ziel der eingesetzten Wahlrechtkommission das Parlament zu verkleinern, besteht die Gefahr, dass sich der Frauenanteil noch weiter verringert. Die Kommission hat zwar erkannt, dass Männer und Frauen ungleich im Bundestag vertreten sind. Konkrete Vorschläge zur Erhöhung des Frauenanteils bleiben aber bislang aus.

Bereits zur Bundestagswahl 2021 forderte der dlv die Einführung eines Paritätsgesetzes im Wahlrecht bei den Listen und Direktmandaten sowie eine erstmalige Anwendung bei den kommenden Bundestagswahlen.

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Mon, 19 Sep 2022 13:57:00 +0200 AktuellesPressemeldungenGerechte Chancen
Anerkennung für Ehrenamtliche endlich in politischer Diskussion ]]> Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) begrüßt Nancy Faesers Vorstoß, ehrenamtliches Engagement mit einem früheren Renteneintritt zu honorieren

Berlin, 12.08.2022 – In einer Talkrunde brachte Bundesinnenministerin Nancy Faeser vergangenen Mittwoch ihre Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement von rund 29 Millionen Menschen in Deutschland zum Ausdruck. Dafür zieht sie als Honorierung für diesen wertvollen Beitrag an der Gesellschaft einen früheren Renteneintritt von bis zu einem Jahr in Betracht.

„Mit diesem Vorstoß regt Nancy Faeser eine politische Debatte rund um die Anerkennung des Ehrenamts an, für die sich der Deutsche LandFrauenverband seit jeher beharrlich einsetzt. Dies begrüßen wir sehr“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Allerdings müssen dieser lebhaften Diskussion auch Taten folgen. Die bisherigen Überlegungen sind erste, dringend notwendige Schritte hin zu mehr Anerkennung für ein meist über Jahrzehnte ausgeübtes Ehrenamt“, so Petra Bentkämper weiter.

In seinen Wahlforderungen zur Bundestagswahl 2021 appelliert der dlv an die Bundesregierung, Ehrenamt in Form von zusätzlichen Rentenpunkten die nötige Aufwertung zukommen zu lassen. Dabei ist die Politik gefordert, einen runden Tisch zu etablieren, um gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Sozialträgern und Wirtschaft konkrete Kriterien zu entwickeln.

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Fri, 12 Aug 2022 14:11:00 +0200 AktuellesGerechte ChancenZukunft Ehrenamt
Schulterschluss mit der Landwirtschaft notwendig ]]> Deutscher LandFrauenverband sieht wachsende Existenzängste vieler Menschen in der Landwirtschaft mit Sorge und ruft zum Zusammenhalt auf – für die Zukunft der regionalen Lebensmittelversorgung.

Berlin, 14.07.2022 – Existenznöte von nie gekanntem Ausmaß setzen immer mehr Landwirtinnen und Landwirten zu. Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) sorgt sich angesichts multipler Krisen zunehmend um die Zukunftsperspektiven für die heimische Landwirtschaft. Zur Überwindung fordert der dlv Gesellschaft, Landwirtschaft und Politik zum Schulterschluss auf.

Mit Blick auf die jüngsten Proteste in den Niederlanden als Reaktion auf politische Maßnahmen zur Reduktion von Stickoxidemissionen sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper: „Viele Landwirtinnen und Landwirte fühlen sich an den Pranger gestellt und allein gelassen, obwohl sie sich an die geltenden Gesetze halten. Die notwendige Transformation der Landwirtschaft geht mit steigenden Umweltauflagen einher. Einige Betriebe werden sich komplett umstellen oder aufgeben müssen. Bei unseren Nachbarn ist gerade ein Punkt erreicht, an dem sich Existenznöte, Wut und Enttäuschung in Aggressionen entladen. Umso entschiedener stelle ich mich gegen die aufkeimende Gewalt. Nicht Konfrontation, sondern Kooperation ist geboten. Die Zukunft unserer heimischen Landwirtschaft steht auf dem Spiel, das muss unseren Verbraucherinnen und Verbrauchern klar sein.“

Auch in Deutschland befinden sich viele landwirtschaftliche Betriebe aktuell in einer sehr angespannten wirtschaftlichen Situation. Das gilt insbesondere für Tierhalterinnen und Tierhalter, aber auch andere Produktionszweige haben mit hohen Betriebsmittelkosten zu kämpfen. In der Direktvermarktung sehen sich viele mit sehr starken Umsatzeinbrüchen im Jahresvergleich konfrontiert. Multiple Krisen (Pandemie, Seuchen, Ukraine-Krieg, Klimawandel) sorgen für lange nicht dagewesene Marktverwerfungen. Gemeinsam mit politischer Zögerlichkeit befeuern diese die Planungsunsicherheit der Landwirtinnen und Landwirte.

Petra Bentkämper stellt weiterhin fest: „Bedeutende Teile der Gesellschaft stellen höchste Anforderungen an die landwirtschaftliche Produktion. Gleichzeitig können immer weniger Verbraucherinnen und Verbraucher die damit verbundenen Mehrkosten an der Ladentheke mittragen, nicht zuletzt aufgrund niedriger Einkommen und angesichts stark steigender Inflation. Als Konsequenz verlieren landwirtschaftliche Betriebe an Rentabilität.“

Mit einem Rückgang von fast 10 % im Vergleich zum Vorjahr wird der Strukturbruch besonders bei den schweinehaltenden Betrieben augenscheinlich. Da der Fleischkonsum nicht im gleichen Maße sinkt, bedeutet dies zwangsläufig eine Verlagerung der Lebensmittelproduktion ins Ausland. Damit erhöht sich nicht nur die Unsicherheit in der Nahrungsmittelversorgung, auch die hohen deutschen Qualitätsstandards können nicht mehr durchgehend sichergestellt werden. Das Angebot regional produzierter Lebensmittel reduziert sich. Dabei bestätigt der aktuelle Ernährungsreport 2022 den ausgeprägten Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher nach Regionalität.

„Deshalb geht mein eindringlicher Appell an unsere Verbraucherinnen und Verbraucher: Solidarisiert Euch mit den Landwirtinnen und Landwirten! Fordern wir jetzt gemeinsam die politischen Entscheidungsträger auf, unserer Landwirtschaft in Deutschland mit der ganzen Bandbreite ihrer Leistungen eine sofortige Perspektive in die Zukunft zu geben!“ appelliert Petra Bentkämper.

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Thu, 14 Jul 2022 14:46:00 +0200 AktuellesKompetent im AlltagLandFrauen und Landwirtschaft
3.000 begeisterte LandFrauen beim Deutschen LandFrauentag ]]> Festlicher Höhepunkt des Deutschen LandFrauenverbandes mit Ehrungen, politischen Inhalten und starken Impulsen

Fulda, 06.07.2022 – 450.000 LandFrauen sind in Deutschland ehrenamtlich aktiv. Dieses Engagement würdigten die Ehrengäste beim Deutschen LandFrauentag 2022 in Fulda, bei dem 3.000 LandFrauen und Ehrengäste zusammenkamen. „Das WIR im Blick“ war das Motto des Tages, welches in diesem Jahr einen empowernden Blick auf die LandFrauenarbeit wirft.

Boris Rhein, Ministerpräsident von Hessen, kennt die Leistungen der LandFrauen und formuliert es so: „Die Landfrauen tragen ‚Land‘ nicht nur im Namen, sondern auch im Herzen. Sie schaffen Orte, an denen Heimat gefühlt und Gemeinschaft erlebt werden kann. Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben, sprechen Klartext und packen mit an, ohne zu zögern.“

Lisa Paus, Bundesfrauenministerin legt in ihrer Videobotschaft den Fokus auf das frauenfördernde Potenzial des Deutschen LandFrauenverbandes und findet abschließend deutliche Worte: „Mit ihrem Verband fördern Sie Frauen. Sie sorgen neben ihrer eigenen täglichen Arbeit dafür, dass Frauen sozial und wirtschaftlich tatsächlich teilhaben. Dass Sie auch im übertragenen Sinne dieselben Äcker bestellen können wie Männer. Auf diese Weise stärken Sie den Zusammenhalt in Ihrem Lebens- und Berufsumfeld, aber auch den Zusammenhalt unserer gesamten Gesellschaft. Sie bereiten den Boden für Veränderungen, Sie formulieren handfeste Forderungen und Sie geben Frauen eine starke Stimme. Sie sind eine Macht!“

Heiko Wingenfeld als gastgebender Oberbürgermeister von Fulda hat selbst erfahren, wie zielgerichtet LandFrauen auf neue Herausforderungen reagieren. Neben dem besonderen Miteinander unter den LandFrauen lobte er besonders digitale Projekte, die die LandFrauen während Pandemiezeiten auf die Beine stellen und bekräftigt: „LandFrauen reden nicht, sie machen.“

Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, macht in ihrer Begrüßung deutlich, dass das LandFrau-Sein eine sinnstiftende und ermächtigende Rolle für die dlv-Mitglieder spielt: „LandFrauen setzen sich für die Frauen in den ländlichen Räumen und für die Gestaltung der ländlichen Räume ein. Aber bei all dem dürfen wir nicht das WIR vergessen: Die Gemeinschaft der LandFrauen stärkt und eint Frauen im ländlichen Raum. Die Mitgliedschaft im Deutschen LandFrauenverband ist sehr viel mehr als Geselligkeit: Sie bedeutet persönliche und demokratische Teilhabe. Genau das wird alle zwei Jahre beim Deutschen LandFrauentag deutlich.“

In der Talkrunde nehmen die Talkgäste Barbara Stamm (Landtagspräsidentin a. D.), Lisi Maier (Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung) und Elke Ferner (Parlamentarische Staatssekretärin a. D. und Vorsitzende von UN Women Germany) das Koalitionsversprechen zum Jahrzehnt der Gleichstellung kritisch in den Blick. Einigkeit besteht darüber, dass noch viel passieren muss, bevor dieses Jahrzehnt tatsächlich erreicht ist. Neben Frauenquoten, paritätisch besetzten Doppelspitzen und dem notwendigen Verbandsklagerecht beim Entgelttransparentgesetz werden das Thema Frauengesundheit sowie ein pandemiebedingter Backlash der Rollenverteilung zu Ungunsten von Frauen diskutiert. Mit Standing Ovations reagierten die 3.000 begeisterten LandFrauen auf Barbara Stamm, die mit einer Frage die mangelnde Gleichstellung der Geschlechter auf den Punkt bringt: „Wie lange kann es sich die Gesellschaft noch leisten, auf das Potenzial von Frauen zu verzichten?“

Hohe Aufmerksamkeit von den anwesenden LandFrauen erhält das Gespräch zum Motto des Tages „Das WIR im Blick“ zwischen Julia Jäkel und Stephanie Lange, die den Deutschen LandFrauentag 2022 moderiert. Neben der Wertschätzung des Ehrenamtes wird von beiden Frauen betont, dass Frauen in hohen Positionen auch verantwortlich dafür sind, den Weg für andere Frauen zu ebnen. Julia Jäkel weiß, was es braucht um erfolgreich zu sein: Sie führt aus, dass es nichts nützt eventuelle Probleme im Vorfeld lösen zu wollen. Vielmehr geht es darum sie erst dann zu lösen, wenn sie tatsächlich da sind. Für die anwesenden LandFrauen bekräftigt sie: „Macht und Karriere sind etwas Positives.“

Wie Unternehmerinnen verantwortlich und erfolgreich wirtschaften, haben auch die „LandFrauen mit Ideen – Unternehmerin des Jahres“ deutlich gemacht. Die Schirmfrau Nicola Lemken, Gesellschafterin und Mitglied der LEMKEN-Geschäftsleitung, zeigte sich beeindruckt von den Geschäftsideen der drei Gewinnerinnen.

Drei Frauen standen stellvertretend für das große Engagement aller LandFrauen auf der Bühne und wurden als „LandFrau des Jahres“ ausgezeichnet. Das ist eine der wichtigsten Ehrungen, die der Deutsche LandFrauenverband vergibt.

Die Festlichkeiten in Fulda haben wieder einmal gezeigt, was das Besondere an den LandFrauen ist: das Zusammengehörigkeitsgefühl, die politische Interessenvertretung und das Netzwerken.

Der nächste Deutsche LandFrauentag findet 2024 in Kiel in Zusammenarbeit mit dem LandFrauenverband Schleswig-Holstein statt.

Weitere Informationen und Fotos finden Sie unter: www.landfrauen.info/aktuelles/deutscher-landfrauentag-2022

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Wed, 06 Jul 2022 7:31:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
Goldene Biene für vier engagierte LandFrauen ]]> Deutscher LandFrauenverband verleiht seine höchste Auszeichnung

Fulda, 05.07.2022 – Beim diesjährigen Deutschen LandFrauentag in Fulda verleiht der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) vier „Goldene Bienen“ an engagierte und gestandene LandFrauenpersönlichkeiten. Die besondere Auszeichnung symbolisiert persönlichen Einsatz für Staat und Gesellschaft sowie einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn. „Die in diesem Jahr ausgezeichneten LandFrauen, Anneliese Göller, Rita Lanius-Heck, Hildegard Schuster und Regina Selhorst zeigen in besonderem Maße, von welch immenser Bedeutung engagierte LandFrauenarbeit insbesondere auch auf den Führungsebenen ist“, lobt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Anneliese Göller engagiert sich seit 2012 als Mitglied im Bundesvorstand des dlv und war von 2015 bis 2019 dessen Vizepräsidentin. Seit 2012 ist sie als Landesbäuerin in Bayern eine feste Größe und versteht es, Landwirtschaft in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Es ist ihrer Initiative zu verdanken, dass das Thema Alltagskompetenzen in bayerischen Lehrplänen fest verankert ist.

Rita Lanius-Heck war von 2013 bis 2021 die Präsidentin des LandFrauenverbandes Rheinland-Nassau. Die Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft ist darüber hinaus bereits seit 1994 in der Region politisch aktiv und war in der Zeit von 2015 bis 2019 Beisitzerin im dlv-Präsidium.

Hildegard Schuster hat seit 2013 das Amt der Präsidentin des Hessischen LandFrauenverbandes inne und ist ebenfalls im Bundesvorstand aktiv. Die staatlich geprüfte Hauswirtschaftsleiterin ist zudem in zahlreichen Gremien von berufsständischen Verbänden und Organisationen vertreten und setzt sich darin für die Interessen der LandFrauen ein.

Regina Selhorst ist seit 2014 Präsidentin des Westfälisch-Lippischen LandFrauenverbandes und hat in dieser Funktion die Zukunft des Verbandes fest im Blick. Dank ihrer Arbeit gewann der Verband einen Preis des Bündnisses für Demokratie und Toleranz 2021 und ist für den Deutschen Engagementpreis 2022 nominiert. Im Bundesvorstand überzeugte sie durch starke Impulse und Beteiligung.

Die Auszeichnung „Goldene Biene“ dient der Ehrung von Präsidentinnen, Vorsitzenden und Geschäftsführerinnen der dlv-Mitgliedsorganisationen, die sich außerordentlich um die deutsche LandFrauenarbeit verdient gemacht haben.

Für Bildmaterial der Auszeichnung auf dem Deutschen LandFrauentag in Fulda setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung.

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Tue, 05 Jul 2022 17:30:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
LandFrauen mit Vorbildcharakter ]]> Deutscher LandFrauenverband ehrt die drei „LandFrauen des Jahres“ 2022

Fulda, 05.07.2022 – Der Deutsche LandFrauenverband e. V. (dlv) vergibt zum achten Mal die Auszeichnung „LandFrau des Jahres“. In diesem Jahr auf dem Deutschen LandFrauentag in Fulda. Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv, ehrt Anke Eden-Jürgens, Annegret Treseler und Marlies Wollschläger. Mit der Auszeichnung wird das außergewöhnlich engagierte Handeln von LandFrauen gewürdigt.

„Außergewöhnliches LandFrauen-Engagement bedeutet für mich, sich mit viel Herzblut für Menschen in allen Lebenslagen einzusetzen und dabei gesellschaftliche Prozesse aktiv mitzugestalten – gerade in Krisenzeiten. Das ist den diesjährigen LandFrauen des Jahres in besonderem Maße gelungen“, lobt Petra Bentkämper. Eine unabhängige Jury, bestehend aus Brigitte Scherb (ehemalige dlv-Präsidentin), Elisa Manukjan (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), Katharina Peranić (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt) und Kathrin Muus (ehemalige Bundesvorsitzende der Deutschen Landjugend), kam zu dem Schluss, dass die geehrten Frauen beispielhaft mit besonderen Ideen, Angeboten und Aktivitäten in ihren Regionen vorangegangen sind.

Anke Eden-Jürgens, KreisLandFrauenverband Friesland-Wilhelmshaven, hat sich u.a. als Initiatorin der Projektgruppe „Mammobis75“ hervorgetan. Mit einem starken Netzwerk rief sie eine Petition ins Leben, welche die Ausweitung der Altersgrenze für Mammografie forderte, die 80.000-mal unterzeichnet wurde und es bis vor den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages schaffte.

Annegret Treseler, Kreislandfrauenverband Minden-Lübbecke, ist seit über 30 Jahren eine Innovationstreiberin der LandFrauenarbeit. Ein Beispiel für ihren Weitblick ist das nachhaltige Projekt „FabiAn“, das seit 2003 Bildungsangebote rund um hauswirtschaftliche Kenntnisse anbietet und die Grundlage für einen Berufsabschluss darstellt.

Marlies Wollschläger, Landfrauen-Bezirksverband Kleve, steht für engagierte LandFrauenarbeit, ganz besonders in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und digitale Medien. So schafft sie es, das vielfältige LandFrauenengagement nach innen und insbesondere nach außen präsent zu halten.

„Die ausgezeichneten LandFrauen zeigen vorbildhaft, wie vielfältig, erfolgreich und gesellschaftlich relevant LandFrauenarbeit ist. Damit sind sie eine Inspiration für alle engagierten LandFrauen“, bekräftigt Petra Bentkämper.

Für Bildmaterial der Auszeichnung auf dem Deutschen LandFrauentag in Fulda setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung.

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Tue, 05 Jul 2022 16:30:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
„LandFrauen mit Ideen – Unternehmerin des Jahres“ ]]> Der Deutsche LandFrauenverband zeichnet erfolgreiche Geschäftsideen aus

Fulda, 05.07.2022 – Beim Deutschen LandFrauentag 2022 in Fulda vergibt der Deutsche LandFrauenverband (dlv) die Auszeichnung „LandFrauen mit Ideen – Unternehmerinnen des Jahres“. Schirmfrau des Wettbewerbs war in diesem Jahr Nicola Lemken, Gesellschafterin und Mitglied der Geschäftsleitung des Landmaschinenherstellers Lemken aus Alpen, die gemeinsam mit dlv-Vizepräsidentin Juliane Vees die Gewinnerinnen ehrte.

„Die Landwirtschaft und die ländlichen Räume brauchen weibliches Unternehmerinnentum, weil es zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Die drei Gewinnerinnen zeigen, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen. Genau deshalb bittet der dlv sie als innovative Botschafterinnen gerne auf die Bühne“, begründet Juliane Vees die Bedeutung der Auszeichnung.

Nicola Lemken ergänzt: „Der Wettbewerb gibt den engagierten Frauen ein Forum mit Strahlkraft. Träume und Ideen für Selbstständigkeit im ländlichen Raum brauchen in Zeiten des Wegzugs gut ausgebildeter Menschen in die Städte besondere Unterstützung. Als Unternehmerin appelliere ich an die Frauen: Wagen Sie den Sprung, es lohnt sich!“

„LandFrauen mit Ideen – Unternehmerinnen des Jahres“ sind in diesem Jahr:

  • Carolin Dietz aus Harthausen (Baden-Württemberg) zeigt, wie die komplette Umstellung eines landwirtschaftlichen Betriebs erfolgreich umgesetzt werden kann. Die Spezialisierung auf biologische Ziegenhaltung und hofeigene Verarbeitung und Vermarktung von Ziegenprodukten ist heute der Erfolgsfaktor.
  • Manuela Holtmann aus Gillenfeld (Rheinland-Pfalz) hält seit knapp 30 Jahren Ziegen. Ihr hofeigener Rohmilchkäse wird auch im KaDeWe in Berlin verkauft. Wer nicht nur Käse essen möchte, kann auch einen Kurs in der hofeigenen Käseschule buchen.
  • Die Jungunternehmerin des Jahres Christin Ebenbeck aus Sinzing (Bayern) beweist schon mit 34 Jahren einen großen Weitblick und hat ihren Betrieb auf unterschiedlichen Standbeinen zukunftssicher aufgestellt. Die soziale Landwirtschaft ist ihr dabei eine Herzensangelegenheit.

„Die Gewinnerinnen haben eines gemeinsam: Sie leiten vielfältig aufgestellte und nachhaltig ausgerichtete Betriebe und betreiben dabei intensive Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft. Das macht ihre Arbeit besonders wertvoll für Branche und Gesellschaft“, begründet die unabhängige Jury ihre Entscheidung.

Die diesjährige Jury bestand aus der Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU) Jasmin Arbabian-Vogel, dem ehemaligen Bundesvorstandsmitglied des Bundes der deutschen Landjugend (BDL) Mara Walz, der Vizepräsidentin des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) Eva Kähler-Theuerkauf und der Leiterin der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) Iris Kronenbitter.

Filme über die Preisträgerinnen finden Sie unter:  https://www.youtube.com/user/LandFrauenVideo

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Tue, 05 Jul 2022 13:40:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
Nur noch wenige Tage bis zum Deutschen LandFrauentag ]]> Auszeichnungen, prominente Gäste und politische Diskussionen bei Festlichkeiten in Fulda 

Berlin, 28.06.2022 – Innerhalb von zehn Minuten waren die Eintrittskarten für den diesjährigen Deutschen LandFrauentag ausverkauft. Jetzt sitzen 3.000 LandFrauen deutschlandweit auf gepackten Koffern, denn in einer Woche ist es soweit: Nach pandemiebedingter Pause findet die beliebte Veranstaltung am 05. Juli endlich wieder statt. In diesem Jahr lädt der Deutsche LandFrauenverband in die Esperantohalle nach Fulda ein.

Den besonderen Stellenwert, den das Engagement der LandFrauen für den ländlichen Raum hat, belegt die Liste der Rednerinnen und Redner. Dabei sein werden der hessische Ministerpräsident Boris Rhein, Bundesfrauenministerin Lisa Paus und der Oberbürgermeister der Stadt Fulda Heiko Wingenfeld.

„Das WIR im Blick“ ist das Motto des Tages. „Es ist der Zusammenhalt, der unseren Verband gerade in Zeiten multipler Krisen so resilient macht“, erklärt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). „Dabei ist es von immenser Wichtigkeit, dass wir unseren LandFrauen öffentlich Anerkennung zollen für das Engagement, welches sie neben ihrem privaten und beruflichen Alltag leisten. Das soll in diesem Jahr gewürdigt werden. Unser Motto richtet sich an all diese beeindruckenden LandFrauen: Wir sehen euch, wissen und schätzen, was ihr tagtäglich leistet.“ Ganz in diesem Sinne legt das Programm mit der Talkrunde „Das Jahrzehnt der Frauen?!“ und einem hochkarätig besetzten Zwiegespräch zum Motto des Tages „Das WIR im Blick“ einen empowernden Fokus auf weibliche Potenziale. Lou's THE COOL CATS sorgen musikalisch für Swing und Schwung, während Moderatorin Bärbel Schäfer die Gäste durch den Tag führt.

Zwei Auszeichnungen setzen besondere Akzente an diesem Tag, denn sie zeigen, wie erfolgreiche LandFrauenarbeit aussieht. Je drei Frauen werden als „LandFrau des Jahres“, für besonderes ehrenamtliches Engagement, und „LandFrauen mit Ideen - Unternehmerin des Jahres“ ausgezeichnet – geehrt und bejubelt stellvertretend für 450.000 LandFrauen.

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Tue, 28 Jun 2022 13:40:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
LandFrauen in Ghana: Gleichberechtigte Teilhabe in der Land- und Ernährungswirtschaft gestärkt ]]> Die Projektarbeit des Deutschen LandFrauenverbandes in Ghana endet mit großem Erfolg und wird in Uganda fortgeführt

Berlin, 24.06.2022 – Nach fünf Jahren Engagement, wurde die Projektarbeit des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv) in Ghana erfolgreich abgeschlossen. Der dlv arbeitete gezielt mit Landfrauen und Kleinbäuerinnen aus Ghana zusammen, um für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Land- und Ernährungswirtschaft einzutreten. Denn Frauen sind nicht nur die Produzentinnen von Agrarprodukten und Ernährerinnen der Familie, sondern auch Impulsgeberinnen für nachhaltige Veränderung und Entwicklung.

Im Rahmen von zwei Projekten stärkte der dlv Frauen aus fünf ländlichen Regionen Ghanas in den Bereichen Ernährungsbildung und Anlegen von Hausgärten, Weiterverarbeitung von Reis und Geschäftsmodellentwicklung sowie Interessenvertretung und Verbandsentwicklung. Um die Nachhaltigkeit der Aktivitäten zu gewährleisten, kooperierte der dlv vor Ort mit der Frauenförderabteilung des ghanaischen Landwirtschaftsministeriums (Women in Agricultural Development (WIAD)) und mit den lokalen Partnerorganisationen Development Action Association (DAA) und Farmers Organisation Network Ghana (FONG).

Seit 2017 wurde es Frauen durch gezielte Trainings ermöglicht, eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu verfestigen, finanziell unabhängiger zu werden und sich in ihren Arbeitsbereichen zu professionalisieren. Zudem wurden die Teilnehmerinnen sensibilisiert, sich für ihre Interessen einzusetzen, sich zu starken Frauengruppen zusammenzuschließen und Netzwerke zu bilden. Im Fokus stand immer auch der direkte Austausch mit Vertreterinnen des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. und somit zwischen ghanaischen und deutschen LandFrauen.

Die dlv-Projekte von Frau zu Frau haben in Ghana eindrückliche Projektergebnisse erzielt, von denen sich auch die dlv-Delegation im Juni 2022 vor Ort überzeugen konnte: „Der direkte persönliche Austausch mit Teilnehmerinnen der Projekte vor Ort in der Northern Region bekräftigt, dass die Projektaktivtäten Früchte tragen: Hausgärten wurden errichtet, Satzungen von Frauengruppen institutionalisiert und Reisprodukte professionell vermarktet. Ein Grundstein hierfür ist auch die hohe Motivation der ghanaischen Frauen und ihr Engagement erlangtes Wissen anzuwenden“, führt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper aus. Um die Ernährung zu sichern, wurden 60 Frauen als Ernährungsexpertinnen ausgebildet und insgesamt 6.000 Frauen in den Themen ausgewogene Ernährung, Hygiene und dem Anlegen von eigenen Hausgärten geschult. Neun Reisfrauengruppen mit insgesamt circa 270 Mitgliedern haben durch Schulungen im Bereich Parboiling, Marketing, Finanzen und Qualitätssicherung ihre Reisbetriebe professionalisiert und ihr Einkommen gesteigert. Im Zuge von Workshops zu den Themenfeldern Verbandsentwicklung und Interessenvertretung haben 47 von 50 Teilnehmerinnen ihr erlerntes Wissen an ihre Gemeinden und Frauengruppen weitergegeben, indem eigene Transferideen zu Lobbyarbeit, Interessenvertretung und Gruppenstärkung implementiert wurden. Die Kooperation mit DAA und FONG ermöglichte es zudem, weiteren 120 Frauen Methoden an die Hand zu geben, um für ihre Interessen einzustehen sowie neun Großveranstaltungen zum Internationalen Landfrauentag durchzuführen. Ziel war es, auf die bedeutende Rolle der Frauen für eine landwirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam zu machen und Frauen in ländlichen Regionen Ghanas eine Stimme zu geben.

Die Projektergebnisse, die Schlüsselfunktion von Frauen für Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung, aber vor allem auch die Motivation der Frauen vor Ort Wissen umzusetzen und deren Mut Neues anzustoßen, haben den dlv in der Entscheidung bestärkt, die Projektarbeit im Kontext der internationalen Zusammenarbeit fortzusetzen. Um nachhaltige Entwicklung und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen international voranzutreiben, wird der dlv sein Engagement daher in Uganda fortsetzen.

Die Projekte der dlv-LandFrauen gGmbH in Ghana wurden von 2017 bis 2022 im Rahmen der Globalvorhaben „Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ und „Stärkung bäuerlicher Organisationen für nachhaltige Agrarentwicklung“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH implementiert und durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.

Für Bildmaterial des Besuches der dlv-Delegation in Ghana im Juni 2022, setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung.

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Fri, 24 Jun 2022 12:13:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
LandFrauen positionieren sich zur Zukunft der häuslichen Pflege ]]> Ausgestaltung haushaltsnaher Dienstleistungen muss gleichstellungspolitischen Anforderungen gerecht werden

Berlin, 20.06.2022 – „Die häusliche Pflege auf dem Land zukunftsfest zu gestalten, ist in Hinblick auf den demografischen Wandel von immenser Bedeutung -- gerade für Frauen, die derzeit noch den Großteil der häuslichen Pflege übernehmen“, äußert sich Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) anlässlich des vom dlv-Fachausschuss Frauen-, Sozial- und Gesellschaftspolitik erarbeiteten Positionspapiers zur Zukunft der häuslichen Pflege in ländlichen Regionen. „Die geplante Förderung von haushaltsnahen Dienstleistungen kann dazu beitragen pflegende Frauen und ihre Familien in der Organisation der häuslichen Pflege zu unterstützen.“

Der Deutsche LandFrauenverband setzt dabei einen gleichstellungspolitischen Schwerpunkt und nimmt die Politik in die Pflicht: Sowohl die Ausgestaltung der haushaltsnahen Dienstleistungen als auch die Organisation der häuslichen Pflege muss sich an gleichstellungspolitischen Anforderungen messen.

„Die Grundlage für eine gute häusliche Pflege ist die finanzielle Absicherung der pflegenden Person. Derzeit wird diese aber nicht ausreichend finanziell ausgeglichen. So trägt häusliche Pflege zu weiblicher Altersarmut bei“, stellt Ursula Braunewell, 2. Vizepräsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes und Vorsitzende des Fachausschusses, fest.

Das Positionspapier „Gute Pflege auf dem Land sichern und Altersarmut von Frauen bekämpfen!“ enthält Forderungen zur Etablierung der haushaltsnahen Dienstleistungen, der Organisation der häuslichen Pflege auf dem Land und zur geschlechtergerechten Aufteilung der Pflegesituation.

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Mon, 20 Jun 2022 9:12:00 +0200 AktuellesPressemeldungenGerechte Chancen
Für mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung müssen alle Stellschrauben gedreht werden ]]> Der Deutsche LandFrauenverband fordert in aktuellem Positionspapier ein Umdenken der Gemeinschaftsverpflegungen und nimmt die Politik in die Pflicht

Berlin, 14.06.2022 – Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat Einfluss auf das Klima. Da immer mehr Menschen regelmäßig in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung versorgt werden, ist es besonders wichtig, dass das Angebot in der Gemeinschaftsgastronomie, wie in Kantinen und Mensen möglichst nachhaltig ist. Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) sieht hier einen wirkkräftigen Hebel, damit Ernährung einen größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

„Um ein klimafreundliches Angebot in der Gemeinschaftsverpflegung zu etablieren braucht es vor allem eines: Eine neue Küchenkultur, die stärker auf frische, regionale und saisonale Produkte setzt. Das kann nur mit handwerklicher Zubereitung und hauswirtschaftlichem Fachpersonal in den Großküchen gelingen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „In Modellprojekten wie dem ‚House of Food‘ in Kopenhagen oder der ‚Kantine Zukunft‘ Berlin wurde bewiesen, wie man die Gemeinschaftsverpflegung nachhaltig gestalten kann und das sogar kostenneutral. Jetzt sind Bund und Länder gefordert dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen und die nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung in der Ernährungsstrategie 2023 festzuschreiben.“

Einen ersten Schritt sieht der dlv in der verpflichtenden Einführung der Qualitätsstandards für Gemeinschaftsverpflegungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), in der die Aspekte der Nachhaltigkeit in jedem Prozessschritt miteinbezogen werden.

Christine Reitelshöfer, Präsidiumsmitglied des dlv und Vorsitzende des Fachausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherpolitik, betont: „Natürlich bedeutet die Umstellung hin zu mehr Qualität und Nachhaltigkeit große Anstrengungen für die Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung. Deshalb ist es so wichtig, dass die Politik unterstützt: durch die Förderung von Schulungs- und Beratungsangeboten, das Anpassen der Vergaberichtlinien sowie durch die Einführung eines bundesweit einheitlichen Herkunftskennzeichens für Lebensmittel.“

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Tue, 14 Jun 2022 10:02:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
Zeitenwende auch in der Agrarpolitik? ]]> Politische Debatte beim Startschuss „Tag des offenen Hofes“

Berlin, 10.06.2022 – Bei der Eröffnung des diesjährigen „Tag des offenen Hofes“ auf Lödings Bauernhof am See diskutierten am Freitag hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verbänden und Praxis mit Blick auf den Krieg in der Ukraine über regionale Landwirtschaft zwischen Welternährung und Klimaschutz.

Der gastgebende Betriebsleiter Andreas Löding sieht es kritisch, wenn Flächen aus der Produktion genommen werden. Gerade in den Gunstregionen müsse jeder landwirtschaftliche Betrieb seinen Teil dazu beitragen, die Versorgungslage zu entspannen, ohne dass die Umwelt nachhaltig darunter leidet, so der Landwirt beim „Talk am See“.

„Für mich steht außer Zweifel: Die langfristige Sicherung unserer Ernährung wird nur gelingen können, wenn wir künftig deutlich ressourcenschonender und im Einklang mit unseren natürlichen Lebensgrundladen wirtschaften“, so Dr. Manuela Rottmann. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium betont, dass es jetzt vor allem darum gehe, die Handelswege offen zu halten. Im Umbrechen der ökologischen Vorrangflächen sieht sie nicht den richtigen Weg.

DBV-Präsident Joachim Rukwied verweist darauf, dass für das Anbaujahr 2023 rund die Hälfte der vorgesehenen nicht produktiven Fläche für die Getreideerzeugung genutzt werden könnte, um die Versorgungslage zu entspannen. Dieses Angebot der Bauern müsse die Politik annehmen. Außer Frage stehe, dass die Weiterentwicklung der Landwirtschaft hin zu noch mehr Klimaschutz, Umweltschutz und Tierwohl weiterhin auf der Agenda stehen müsse.

Dr. Dorit Kuhnt sieht in der aktuell angespannten Lage eher ein Verteilungsproblem als ein Mengenproblem. Die Staatssekretärin aus dem Schleswig-Holsteiner Landwirtschaftsministerium appelliert, nicht eine Krise gegen die andere auszuspielen. Es müsse nicht nur die Ernährungskrise, sondern auch die Klimakrise sowie die Artenkrise bekämpft werden. Als ein zielführendes Beispiel nannte sie die in Schleswig-Holstein auf den Weg gebrachte Biodiversitätsstrategie.

„Landwirtschaft muss regional sein und globale Verantwortung übernehmen“, stellt Theresa Schmidt klar. Die Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend sagt: „Gerade wir Junglandwirte und Junglandwirtinnen sind uns dieser Herausforderung bewusst. Dafür brauchen wir gesellschaftliche Akzeptanz, Planungssicherheit und politische Verankerung. Nur so bietet die heimische Landwirtschaft auch nachfolgenden Generationen eine Chance.

Petra Bentkämper ist es vor allem ein Anliegen, die Bedeutung der regionalen Landwirtschaft zu betonen. „Wenn ein Betrieb erst einmal aufgegeben hat, ist dieser unwiederbringlich verloren“, warnt die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. Sie sieht einen großen Hebel bei der Gemeinschaftsverpflegung. Von der Politik fordert sie bundesweit angeglichene Vergaberichtlinien, die es den öffentlichen Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung ermöglichen, rechtssicher regionale und saisonale Produkte zu beziehen.

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Fri, 10 Jun 2022 13:02:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
Geschlechtergerechtigkeit – nicht länger Worthülse im GAP-Strategieplan ]]> Deutscher LandFrauenverband fordert Geschlechtergerechtigkeit und Frauenförderung konsequent mitzudenken und umzusetzen

Berlin, 08.06.2022 – „Die Gleichstellung aller Geschlechter und sozialen Gruppen […] dient als Querschnittsaufgabe […] über alle Ziele der GAP hinweg“, wird im deutschen GAP-Strategieplan postuliert. Dies solle sich in Strukturen und Rahmenbedingungen widerspiegeln, um diskriminierungsfreie, wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Teilhabechancen für alle Menschen in den ländlichen Gebieten zu ermöglichen.

Bereits bei der Anhörung im Deutschen Bundestag zur GAP am 7. Juni 2021 hat der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) darauf gedrängt, die Lebenssituation von Frauen in ländlichen Regionen durch eine geschlechtergerechte Ausgestaltung der GAP-Förderinstrumente zu verbessern. Die Einschätzung des dlv zum nun vorliegenden 1.800-seitigen Strategieplan ist, dass sich Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit zu wenig in den Interventionen und Indikatoren wiederfinden lassen. Der jüngst übermittelte Observation Letter der EU-Kommission teilt diese Beurteilung.

Der Strategieplan sieht keine flächendeckenden Maßnahmen vor, um Frauen gleichwertige wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Teilhabechancen zu ermöglichen oder bestehenden Benachteiligungen wirksam entgegenzuwirken. Gründungsberatung, Qualifizierungsmaßnahmen, Coaching und Mentoring müssen aus Sicht des dlv für alle Frauen in allen Tätigkeitsbereichen und allen Regionen Deutschlands zugänglich sein. Wünschenswert wäre, das Programm „Innovative Maßnahmen für Frauen im ländlichen Raum“, wie es in Baden-Württemberg umgesetzt wird, bundesweit zu etablieren.

„Der Frauenanteil in der Leitung landwirtschaftlicher Betriebe ist sehr ausbaufähig: 89 Prozent Männern stehen gerade einmal 11 Prozent Frauen gegenüber“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Umso wichtiger ist es, diese Ungleichheit anzugehen und frauenspezifische Komponenten in die Förderung von Junglandwirt*innen aufzunehmen sowie die Existenzgründung von Frauen in landwirtschaftlichen Bereichen stärker in den Blick zu nehmen.“

„Die von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir erbetene Sonder-Agrarministerkonferenz zur Nachbesserung des GAP-Strategieplans bekommt von uns einen klaren Arbeitsauftrag: In Sachen Geschlechtergerechtigkeit nachjustieren!“, fordert Bentkämper.

Schon bei der Beteiligungsveranstaltung des BMEL mit verschiedenen Verbänden vergangene Woche bekräftigte dlv-Vizepräsidentin Juliane Vees: „Nur mit paritätisch besetzten Entscheidungsgremien – und zwar auf allen Ebenen von der LEADER-Region bis hin zum Begleitausschuss auf Bundesebene – werden Maßnahmen zu gleichen Teilen Männern und Frauen zugutekommen. Zu oft haben wir erlebt, wie männlich dominierte Gremien dazu führen, dass frauenspezifische Projekte den Kürzeren ziehen.“ Das sind für den Deutschen LandFrauenverband Gründe genug, um seine Bereitschaft zur Mitarbeit im Begleitausschuss auf nationaler Ebene anzubieten. Denn so hätte die Perspektive von Landwirtinnen und Frauen im ländlichen Raum eine konsequente Vertretung.

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Wed, 08 Jun 2022 10:00:00 +0200 AktuellesPressemeldungenGerechte Chancen
Bundesweit echte Landwirtschaft erleben ]]> „Tag des offenen Hofes“ am 11. und 12. Juni

Berlin, 07.06.2022 – Landwirtschaft anfassen, entdecken und mit allen Sinnen erleben – all das bietet der „Tag des offenen Hofes“. Nach pandemiebedingter Pause ist es 2022 endlich wieder soweit: Landwirtinnen und Landwirte, LandFrauen und Landjugend laden am kommenden Wochenende ein, die heimische Landwirtschaft und die Menschen dahinter persönlich kennenzulernen.

Egal ob Groß oder Klein, Alt oder Jung, Familie oder Single – beim Besuch können sie sich ein eigenes Bild von den Betrieben machen – unbeeinflusst von Werbeversprechen oder zugespitzten medialen Debatten. Besser lässt sich Landwirtschaft nicht begreifen. Ob im Stall bei den Kühen oder vor Maschinen, deren Radgröße alle überragt – beim „Tag des offenen Hofes“ geht das Erleben einher mit Begegnungen auf Augenhöhe zwischen denen, die essen, und denen, die fürs Essen sorgen. 

Optimal für den persönlichen Austausch – auch über das, was Landwirte und Landwirtinnen konkret für mehr Klimaschutz oder Tierwohl tun. Welche digitalen Tools dafür auf den Höfen genutzt werden? Oder wie Verbraucher und Verbraucherinnen selbst Verantwortung übernehmen und die regionale Erzeugung unterstützen können? All das lässt sich beim „Tag des offenen Hofes“ im direkten Gespräch vor Ort klären.

Die Eindrücke werden dabei so unterschiedlich sein, wie die heutige Landwirtschaft selbst. So unterschiedlich wie die Palette der teilnehmenden Höfe - von tierhaltenden über Ackerbaubetriebe bis hin zu Wein-, Obst- und Gemüsebaubetrieben. Sie öffnen ihre Türen, um Einblicke in ihre vielfältige und innovative Arbeit zu bieten. Viele der teilnehmenden Höfe sind im digitalen Höfefinder aufgelistet.

Der „Tag des offenen Hofes" ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) und ihrer Landesverbände. Er wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

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Tue, 07 Jun 2022 12:02:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLändlicher Raum
Die Zukunft der ländlichen Räume im Blick ]]> LandFrauen diskutieren mit Bundestagsabgeordneten und verschaffen ihren Forderungen politisches Gehör

Berlin, 28.04.2022 – Einige Politiker*innen zeigten sich beim Parlamentarischen Abend sichtlich überrascht, wie vielfältig die Forderungen des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) sind. Von der Einführung eines Paritätsgesetzes, den Herausforderungen im Ehrenamt über wohnortnahe Geburtshilfe bis hin zu digitaler Infrastruktur und regionalen Wertschöpfungsketten – die LandFrauenarbeit ist breit aufgestellt.

„Wir setzen uns für bessere Lebensqualität, gute Arbeitsbedingungen und gleichberechtigte, gesellschaftliche Teilhabe von Frauen im ländlichen Raum ein. Der ländliche Raum steht vor großen Herausforderungen. Dies wurde auch in den Gesprächen deutlich“, sagt dlv-Vizepräsidentin Juliane Vees über den Parlamentarischen Abend. „Umso wichtiger ist es, im Dialog zu bleiben und die ländlichen Regionen zu zukunftsfähigen Orten zu entwickeln.“

Nach mehr als zwei Jahren Pandemie fand der Parlamentarische Abend nun wieder in Präsenz statt. 35 Abgeordnete und Mitarbeitende aus dem Deutschen Bundestag sind der Einladung des dlv gefolgt. Ausgetauscht haben sich die Landfrauen mit ihren Gästen über Frauenpolitik, starke Demokratie, Ehrenämter, ländliche Räume, Landwirtschaft und Ernährung. An Thementischen und anschließendem Get-together bot der dlv Raum für ein Kennenlernen und einen intensiven Austausch.

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Thu, 28 Apr 2022 14:00:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLändlicher Raum
Mitmachen beim „Tag des offenen Hofes“ 2022 ]]> Echte Landwirtschaft beim bundesweiten Wochenende

Berlin, 27.04.2022 – Landwirtschaft zeigen, wie sie wirklich ist. Darum geht es am Wochenende 11. und 12. Juni beim bundesweiten „Tag des offenen Hofes“.

Der Tag des offenen Hofes bietet die Gelegenheit, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und für die Landwirtschaft zu werben. Die Medienwissenschaft sagt: Der Tag des offenen Hofes ist ein enorm wichtiges Instrument für die landwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit und eine Marke in den ländlichen Regionen. Im Schulterschluss beweisen Landwirte, LandFrauen und Landjugend Dialogbereitschaft, Transparenz und Offenheit. Gleichzeitig informieren sie ihre Gäste direkt und persönlich über die Landwirtschaft.

Mit dem „Tag des offenen Hofes“ lassen sich Brücken bauen; mit echten Landwirtschafts­erlebnissen lassen sich Wissen vermitteln und Vertrauen schaffen. Die Pandemie lässt die Tage des offenen Hofes wieder zu. Egal ob großes Hoffest oder kleine Feldführung – jede Aktion ist willkommen, um Menschen aus der Stadt auf dem Land neue Ein- und Ansichten zur heutigen Landwirtschaft zu vermitteln.

Mitmachen und zeigen, wie großartig Landwirtschaft ist, ist wichtig und weiterhin gewollt. Hilfe dabei gibt die Webseite www.offener-hof.de, die den gastgebenden Höfen und Gästen wichtige Informationen liefert. Das kostenfreie Hofpaket unterstützt landwirtschaftliche Betriebe mit Material und kann ab sofort über die i.m.a. bestellt werden, die diese Aktion unterstützt.

Der „Tag des offenen Hofes" ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) und ihrer Landesverbände. Er wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

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Wed, 27 Apr 2022 7:59:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLändlicher Raum
Bundesstiftung Gleichstellung: Deutscher LandFrauenverband wird in den Beirat berufen ]]> Bundesstiftung Gleichstellung: Deutscher LandFrauenverband wird in den Beirat berufen

Berlin, 05.04.2022 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) ist am Montag als eine von vier zivilgesellschaftlichen Vertretungen in den Beirat der Bundesstiftung Gleichstellung berufen worden.

„Ich freue mich über die Berufung in den Beirat der Bundesstiftung und die Möglichkeit der Mitgestaltung. Die Stiftung macht deutlich, dass Gleichstellung als politische Querschnittsaufgabe verstanden wird. Als starke Stimme der Frauen in den ländlichen Räumen werden wir die besonderen Herausforderungen und Perspektiven in den Beirat einbringen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Die Bundesstiftung Gleichstellung hat ihre Arbeit in der zweiten Jahreshälfte 2021 aufgenommen. Der dlv sieht in der Stiftung eine wichtige Institution, um die strukturelle Benachteiligung von Frauen in allen Lebensbereichen weiter abzubauen. Berufenes Mitglied im Stiftungsbeirat ist Hauptgeschäftsführerin Daniela Ruhe und dlv-Präsidentin Petra Bentkämper als stellvertretendes Mitglied. Der Beirat hat eine beratende Funktion und unterstützt mit Expertise aus Ländern, Kommunen, Verbänden und Wissenschaft.

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Tue, 05 Apr 2022 8:57:20 +0200 AktuellesPressemeldungenGerechte Chancen
Jahrzehnt der Gleichstellung: Rechte von Frauen stärken ]]> Zum Internationalen Frauentag 2022 unterstreicht der Deutsche LandFrauenverband die Notwendigkeit des Engagements für eine chancengerechtere Welt

Berlin, 07.03.2022 – Zum Internationalen Frauentag 2022 richtet sich der Blick des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) auf die große Kraft der frauenpolitischen Teilhabe und Mitgestaltung. „Frauengenerationen vor uns sind für ihre Rechte eingetreten, der Blick auf die aktuelle Lage in Deutschland, aber auch in der Ukraine zeigt: Wir Frauen müssen für unsere Rechte, für die Freiheit immer wieder eintreten, dies bleibt Aufgabe und Verpflichtung für uns alle“, zeigt sich dlv-Präsidentin Petra Bentkämper überzeugt.

Mit Blick auf die angekündigten Reformvorschläge der Bundesregierung sieht der dlv Handlungsbedarf: „Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung verspricht arbeitsmarktpolitische Reformen, die einiges an Potenzial zur Verbesserung der Stellung der Frau in der Gesellschaft mitbringen. Dabei müssen jetzt nicht nur Taten folgen, sondern auch die spezifischen Lebensumstände von Frauen in ländlichen Regionen gezielt in den Blick genommen werden. Hierfür machen wir LandFrauen uns seit jeher stark“, sagt Petra Bentkämper.

Mit dem im Koalitionsvertrag formulierten Versprechen, die echte Gleichstellung in den nächsten zehn Jahren zu erreichen, sieht der dlv die Bundesregierung enorm im Zugzwang, dieses Vorhaben zeitnah und ohne Verzögerung anzugehen.

Die Überführung von Minijobs in die Sozialsicherungssysteme – als wichtiger Punkt zur Bekämpfung von Altersarmut – ist nicht geplant, das sieht der dlv aus frauenpolitischer Sicht sehr kritisch, ebenso die Anhebung der Minijobobergrenze auf 520 Euro. „Das langfristige Ziel muss sein, Frauen weitestgehend in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu bringen, um sie wirtschaftlich unabhängig zu machen und vor Altersarmut zu bewahren“, mahnt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Weiterhin beabsichtigt die Bundesregierung die Stabilisierung der Rente durch eine teilweise Kapitalabdeckung in Form dauerhafter Fonds zu ermöglichen. Auf die spezifischen Bedingungen, wie familienbedingte Erwerbsunterbrechungen, die häufig zu weiblicher Altersarmut führen und auf die der dlv seit langem hinweist, wird allerdings nicht eingegangen. Immerhin sollen durch eine Weiterentwicklung des Entgelttransparenzgesetzes, wie auch vom dlv gefordert, individuelle Rechte durch Verbände eingeklagt werden können. Auch die Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen durch ein Zulagen- und Gutscheinsystem begrüßt der dlv im Zuge seiner Forderung sehr, da dies ein wichtiger Baustein für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Care-Arbeit darstellen kann.

„Die geplanten Reformvorhaben kommen den dlv-Forderungen zur Sicherung gleichberechtigter Teilhabe und der Verhinderung von Altersarmut zwar ein Stück näher, doch die tatsächliche Gleichstellung braucht ein gesamtgesellschaftliches Umdenken. Wir Frauen müssen und dürfen nicht nachlassen, für unsere Rechte einzutreten. In Deutschland und in der Welt“, zeigt sich Petra Bentkämper entschlossen.

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Mon, 07 Mar 2022 0:00:00 +0100 AktuellesGerechte Chancen
Weil Mitbestimmung vor Ort anfängt: mehr Frauen in die Kommunalpolitik! ]]> Deutscher LandFrauenverband und EAF Berlin präsentieren bei gemeinsamer Veranstaltung Aktionsprogramm zur Förderung von Frauen in der Kommunalpolitik

Um mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen, starten der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) und die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V. (EAF) das „Aktionsprogramm Kommune – Frauen in die Politik!“. Bei der gemeinsamen digitalen Auftaktveranstaltung am Mittwoch mit rund 150 Gästen wurde deutlich, wie dringend es nachhaltige und passgenaue Ansätze braucht, um den Anteil von Frauen in der Kommunalpolitik zu erhöhen. Denn Fakt ist: Frauen sind in den Gremien und Ämtern deutscher Kommunen deutlich unterrepräsentiert. In den kommunalen Vertretungen liegt der Frauenanteil bei gerade einmal 27,7 Prozent. Das Bürgermeisterinnenamt wird zu 90 Prozent von Männern besetzt; der Anteil der Landrätinnen liegt nur bei knapp 9,5 Prozent.

„Wir wissen, dass Frauen sich aus vielerlei Gründen schwertun, ein politisches Mandat zu übernehmen. Frauen sind äußerst selbstkritisch, oftmals passen die Rahmenbedingungen nicht, das Sitzungsklima und der Umgangston sind rau – in den sozialen Medien nicht selten respektlos. Oftmals sind die zu besetzenden Positionen ehrenamtlich und das erfährt viel zu selten die nötige Wertschätzung“, sagte dlv-Präsidentin Petra Bentkämper dem zugeschalteten Publikum von frauenpolitisch Engagierten, Kommunalpolitikerinnen und -politikern, Verbändevertretenden, Presse sowie LandFrauen.

Die EAF-Vorsitzende Dr. Helga Lukoschat erklärte, dass es deshalb im Aktionsprogramm vor allem um die Gewinnung, Stärkung und Vernetzung von Frauen gehe. „Wie schaffen wir es, dass mehr Frauen in die Kommunalpolitik gehen? Wie können wir die Rahmenbedingungen für Frauen und damit auch für alle anderen verbessern? Darum geht es ja letztlich in unserem Programm: um die Förderung der Demokratie“, so Lukoschat. Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), ergänzte in ihrer Videobotschaft: „Von echter Gleichstellung sind wir noch meilenweit entfernt.“ Das Aktionsprogramm, das von ihrem Haus gefördert wird, könne zeigen, wie Frauen durch „besseres Zeitmanagement von Sitzungen, durch verlässliche Kinderbetreuung, eine angemessene Vergütung und eine respektvolle Sitzungs- und Debattenkultur“ für die Politik vor Ort gewonnen werden.  

Im gemeinsamen Projekt von dlv und EAF werden bis 2024 in zwei Durchgängen jeweils zehn ausgewählte Regionen über eineinhalb Jahre beraten und begleitet, um den Anteil von Frauen in der Kommunalpolitik zu erhöhen. Vor Ort finden dazu Werkstattgespräche mit interessierten und erfahrenen Frauen statt, in denen neben Austausch und Vernetzung auch gezielte Argumentationstrainings und Hilfe zum Selbstmarketing für die Teilnehmenden angeboten werden. In Zusammenarbeit mit den männlichen Entscheidungsträgern in den Regionen sollen nachhaltige Veränderungen angestoßen und verankert werden.
„Bei uns in der Kommune gibt es nur zwei Bürgermeisterinnen. Viele Themen kommen zu kurz, weil so wenige Frauen in den Gremien sitzen“, erklärt Anuschka Hörr von der fränkischen Kommune Hesselberg, die an dem Programm teilnimmt. „Die Hälfte der Menschen, die hier leben, sind Frauen. In den kommunalpolitischen Vertretungen sind wir von dieser Ausgewogenheit aber weiter entfernt“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Birgit Lipsky aus der teilnehmenden Kommune Oranienburg.

Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Die drei kommunalen Spitzenverbände – der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag – unterstützen das Programm ebenso wie die BAG Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragen.

Weitere Informationen zum Aktionsprogramm finden Sie hier.

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Thu, 10 Feb 2022 10:41:00 +0100 AktuellesGerechte Chancen