Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml Unsere Meldungen als RSS-Feed de-de Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml https://www.landfrauen.info/rss.xml TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Auftrag als Chance: Deutscher LandFrauenverband auf dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung ]]> Erfolgreiche Transformation ländlicher Räume braucht gelungene Beteiligung

Berlin, 26.01.2023 – Mit seinem Beitrag am 16. Zukunftsforum des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft „Auftrag als Chance: Wie ländliche Räume von der Transformation profitieren“ zeigt der Deutsche LandFrauenverband (dlv) konkrete Beispiele aus ländlichen Regionen, wie dem Klimawandel begegnet werden kann und gleichzeitig die Entwicklung ländlicher Räume gefördert wird.

„Ich bin überzeugt, wenn wir es richtig anstellen – wenn die Menschen vor Ort mitgenommen werden – überwiegen die positiven Nebenwirkungen der Transformation auch auf andere Bereiche“, zeigt sich dlv-Präsidentin Petra Bentkämper optimistisch und betont die Beteiligung aller Akteurinnen und Akteure als eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Veränderungsprozesse.

Anhand zweier Projekte aus der Praxis zeigte der dlv im Forum, wie Umweltprobleme und der Klimawandel aus ländlichem Engagement heraus angegangen werden und die Beteiligung der Menschen vor Ort gelingen kann.

Ilka Holsten-Poppe, Präsidiumsmitglied im Niedersächsischen LandFrauenverband, gab einen Einblick in das Projekt „Coworking im ländlichen Raum“, in dem Klimaschutz und Vereinbarkeitsfragen zusammengebracht wurden. Neben einer verbesserten Work-Life-Balance der Coworkerinnen und Coworker und dem Effekt der Klimaschonung setzt das Prinzip des wohnortnahen Arbeitens neue Impulse, um Familie, Beruf und Ehrenamt in Einklang zu bringen.

Mit der „Klimawerkstatt Fläming“, getragen durch Smart Village e.V. und neuland21 zeigte Irene Neumann, wie die Herausforderungen im Umwelt-, Klima- und Naturschutz im Klima-Hotspot Hoher Fläming angegangen werden. Mit dem Ziel, die eigene Region klimafreundlicher zu gestalten, füllen die Bürgerinnen und Bürger in regelmäßigen Werkstatttreffen und Workshops die Idee eines nachhaltigen Lebens im Fläming mit eigenen Erfahrungen. Um die Ergebnisse auch nachhaltig in der Region zu etablieren, nannte Irene Neumann neben einem verstetigten Austausch unter Bürgerinnen und Bürgern auch Klimaschutz- und Klimaschonung als kommunale Pflichtaufgabe und die finanzielle Ausstattung als wichtige Faktoren.

Auf dem anschließenden Diskussionspanel wurde deutlich, dass eine Mobilisierung der Menschen vor Ort oftmals aus aktuellen klimatischen Ereignissen resultiert. Hinzu kommt das Wissen um den problematischen Ist-Zustand und die Zuversicht, mit dem eigenen Engagement auch etwas zu erreichen. Der Erfolg der Transformationsprozesse ist aber auch davon abhängig, unterschiedliche Perspektiven in Entscheidungen mit einzubeziehen. Sei es eine Geschlechterperspektive, den Input unterschiedlicher Alters- und Familiengruppen oder die Einschätzung alteingesessener und zugezogener Menschen.

Jutta Kuhles, dlv-Präsidiumsmitglied, formulierte abschließend: „Klima- und umweltbedingte Veränderungen anzugehen ist ein schwieriger Balanceakt: Bei vielen Themen wird der Ton rauer, die Gräben tiefer. Der notwendige Kulturwandel lässt sich nicht von oben bestimmen. Er muss ausgehandelt werden. Dafür braucht es offene Dialoge und Beteiligungsformate.“

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Thu, 26 Jan 2023 13:49:00 +0100 NewskategorienPressemeldungenLändlicher Raum
BäuerinnenForum 2023: Familienplanung frühzeitig angehen – Unterstützung einfordern ]]> Selbstständigkeit und Schwangerschaft sind für viele junge Frauen in der Landwirtschaft bis heute schwer vereinbar. Eine fairere Verteilung der Care-Arbeit und frühzeitige Planung können Abhilfe schaffen.

Berlin, 21.01.2023 – Die Studie Frauen.Leben.Landwirtschaft legt offen, dass viele Betriebsleiterinnen ihr Arbeitspensum rund um die Geburt nicht wesentlich verändern. Anlässlich dessen diskutieren beim BäuerinnenForum 2023 Teilnehmerinnen aus Praxis, Beratung und Politik das Spannungsfeld zwischen Betrieb, Kinderbetreuung und Haushaltsarbeit.

„Es ist fatal, dass sich eine Frau auch heute noch aus Vereinbarkeitsgründen gegen die Betriebsleitung oder gegen Kinder entscheidet“, erklärt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). „Hier gilt es, individuelle Lösungen in den Familien zu finden. Neben einer frühzeitigen Planung, braucht es aber auch entsprechende politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen.“

Anne Dirksen, sozioökonomische Beraterin an der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, benennt das Delegieren von Aufgaben, die frühzeitige Suche nach einer Ersatzkraft für den Betrieb sowie eine Vorabregelung der Kinderbetreuung als Handlungsfelder der Betriebsleiterinnen. „Das Unterstützungsnetzwerk einer Familie muss umfassend sein und auch über die nebenan lebende Oma hinausgehen. Es geht darum Aufgaben anders zu verteilen, um ein individuelles echtes Wahlrecht für alle zu erreichen“, mahnt sie die unausgesprochenen Rollenerwartungen in vielen landwirtschaftlichen Familien an.

Cecilia Abel berichtet als Betriebsleiterin und junge Mutter über ihre persönlichen Erfahrungen. Sie fordert eine Erweiterung der Betriebs- und Haushaltshilfe der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG): „Eine Betriebshilfe für 40 Stunden in der Woche ist ein guter Anfang, aber wer in der Landwirtschaft arbeitet nur 40 Stunden?“.

Auf der Podiumsdiskussion wird erneut deutlich, dass eine Diskrepanz zwischen der Fülle an bestehenden Informationsangeboten und deren Inanspruchnahme besteht. Es bedarf spezifischen Wissens, wo Informationen zur Verfügung stehen und ebenso vieler Kanäle auf denen Themen wie Absicherung in Schwangerschaft und Mutterschutz nachlesbar aufbereitet sind. Familien müssen individuelle Lösungen finden, die für sie passen. Unabhängig davon, da sind sich die Diskutierenden einig, was Außenstehende dazu sagen. Das erfordert Mut und ein gutes familiäres Backup. Die Charakterisierung der Themen als Frauenthema wird kritisiert und gefordert, auch Männer auf ihre Verpflichtungen hinzuweisen: Mit dem Ziel einer Geschlechtergerechtigkeit müssen alle Aufgaben neu durchdacht und verteilt werden. Das Wissen um Care-Arbeit und damit verbundene Ungleichgewichte sollte bereits verpflichtend in Berufs-, Fach- und Hochschulen etabliert werden.

Juliane Vees, Erste Vizepräsidentin des dlv, appelliert abschließend: „Lassen Sie uns Frauensolidarität leben. Wählen Sie Frauen bei den kommenden Sozialwahlen.“

Das BäuerinnenForum 2023 ist im Netz abrufbar: Link zur Aufzeichnung auf youtube

Für Bildmaterial kontaktieren Sie gern unsere Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

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Sat, 21 Jan 2023 15:56:00 +0100 AktuellesGerechte ChancenLandFrauen und Landwirtschaft
Deutscher LandFrauenverband auf der Internationalen Grünen Woche 2023 ]]> Unter dem Motto zukunft_Land zeigt der dlv den Speiseplan der Zukunft

Berlin, 09.01.2023 – Auf der Internationalen Grünen Woche vom 20. bis 29. Januar 2023 lädt der dlv die Besucher*innen auf den Erlebnisbauernhof (Halle 3.2) ein. Am dlv-Stand (Standnummer 125) erfahren Interessierte, wie eine gesunde und nachhaltige Ernährung aussehen kann und haben die Möglichkeit ihren persönlichen Teller der Zukunft zu kreieren. LandFrauen aus dem gesamten Bundesgebiet, die Mitglieder des dlv-Präsidiums und der Bundesgeschäftsstelle stehen für Gespräche bereit.

Darüber hinaus machen wir auf folgende Veranstaltungen aufmerksam:

BäuerinnenForum: Unter dem Titel „zukunft_Land(wirtschaft): Auch eine Frage der Vereinbarkeit!“ informiert der dlv am 21. Januar von 11:00 bis 13:00 über die Zukunft der Landwirtschaft und welch entscheidende Rolle Frauen dabei spielen. Denn, weibliche Potenziale können nur genutzt werden, wenn Lebens- und Arbeitsbedingungen auch attraktiv und zukunftsfähig für Frauen und ihre Familien sind. Die Teilnahme ist online möglich: Link zur Anmeldung zum BäuerinnenForum

Standgespräch: Am 21. Januar von 16:50 bis 17:00 Uhr erklärt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper in einem Kurzinterview am dlv-Stand, welche Lösungen der dlv vorschlägt, um Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig Versorgung sicherzustellen.

Talkrunde: Am 22. Januar beteiligt sich dlv-Präsidentin Petra Bentkämper an der Diskussionsrunde „Ohne SIE läuft nichts – Frauenpower in der Landwirtschaft“ des Forums Moderne Landwirtschaft. Dieses findet von 15:30 Uhr bis 16:00 Uhr im Studio des Erlebnisbauernhofes statt (Halle 3.2).

16. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung: Von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr diskutiert der dlv am 25. Januar 2023 zum Thema „Auftrag als Chance – Wie ländliche Räume von der Transformation profitieren“. Anhand der Projekte „Coworking im ländlichen Raum“ (Niedersächsischer LandFrauenverband Hannover e.V.) und der „Klimawerkstatt Hoher Fläming“ (neuland21 e.V.) wird gezeigt, wie ländliche Transformation funktioniert und zu mehr Klimaschutz und Lebensqualität beiträgt. Die Teilnahme ist online und in Präsenz möglich: Link zur Anmeldung zum Zukunftsforum

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Mon, 09 Jan 2023 0:17:00 +0100 AktuellesLandFrauen und LandwirtschaftLändlicher Raum
Gesetz für eine wehrhafte Demokratie ]]> Der Deutsche LandFrauenverband begrüßt nächsten Schritt in Richtung Demokratiefördergesetz

Berlin, 16.12.2022 – Demokratiefeindlichkeit, Diskriminierung, Populismus und Rechtsextremismus verlangen stärker denn je ein gemeinsames, entschlossenes Vorgehen mit einer klaren Haltung. Der dlv begrüßt daher das vom Kabinett gebilligte Demokratiefördergesetz. dlv-Präsidentin Petra Bentkämper hierzu: „Das geplante Gesetz stärkt die Zivilgesellschaft, die Vereine und Initiativen, die sich für ein tolerantes und respektvolles Miteinander einsetzen. Ein rechtlicher und verbindlicher Rahmen, der diese wertvolle Arbeit sicherstellt, war längst überfällig.“

Die wiederholte Forderung des dlv, auch nicht gemeinnützige Organisationen am geplanten Gesetz teilhaben zu lassen, wurde nicht aufgenommen. Petra Bentkämper kritisiert: „Demokratie beginnt in den Familien, Vereinen, Dörfern und Gemeinden. Gerade in ländlichen Räumen spielen Vereine, wie die der LandFrauen, eine wichtige Rolle bei der Demokratieentwicklung. Es wurde eine Chance vertan, diese Grundfeste der Demokratie ebenso zu stärken.“

Der dlv sieht vor allem für die ländlichen Regionen die Notwendigkeit, die Demokratieentwicklung zu stärken und hat das Thema daher zu einem dauerhaften Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht.

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Fri, 16 Dec 2022 10:00:00 +0100 AktuellesLändlicher Raum
Werkstattgespräche zur Zukunft des ehrenamtlichen Engagements der LandFrauen ]]> Zum Internationalen Tag des Ehrenamts 2022 weist der Deutsche LandFrauenverband auf die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hin

Berlin, 05.12.2022 – Zum Internationalen Tag des Ehrenamts richtet sich der Blick des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) nach innen und damit auf die große Wirkkraft des ehrenamtlichen Engagements der LandFrauen. „LandFrauen in ganz Deutschland machen sich seit jeher sowohl für die Gemeinschaft und die Bildungsarbeit als auch für gesellschaftliche und politische Themen stark. Dass dies auch in Zukunft so bleibt, ist mir ein wichtiges Anliegen. Das von uns begleitete Forschungsprojekt zum ehrenamtlichen Engagement der LandFrauen leistet dazu einen außerordentlich wichtigen Beitrag“, so dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Im Rahmen der Studie „Ländliches Engagement im demografischen und sozialen Wandel: Status quo, Herausforderungen und Gestaltungsperspektiven am Beispiel der LandFrauen“ finden von Oktober bis Dezember bundesweit insgesamt vier Werkstattgespräche mit LandFrauen und externen Akteur*innen statt. „Die Werkstattgespräche bilden die Plattform für einen gewinnbringenden Austausch zu den bisherigen Forschungsergebnissen und zur Zukunft des Verbandes. Gerade in Hinblick auf den demografischen und sozialen Wandel ist die fundierte Auseinandersetzung zu aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Entwicklungen von immenser Bedeutung“ betont Ursula Braunewell, 2. Vizepräsidentin des dlv.

Die Studie wird durchgeführt von der Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. am Institut für Gerontologie an der TU-Dortmund. Die Werkstattgespräche sind Teil eines umfassenden Mixed-Methods-Ansatzes.

Die Veröffentlichung der Studienergebnisse ist für Frühjahr 2023 geplant.

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Mon, 05 Dec 2022 10:00:00 +0100 AktuellesZukunft Ehrenamt
Zukunft der Landwirtschaft: Frauen benötigen europaweit gute Rahmenbedingungen ]]> Vier-Länder-Treffen der deutschsprachigen Bäuerinnen- und LandFrauenverbände

Berlin, 15. November 2022 – Die deutschsprachigen Bäuerinnen- und LandFrauenverbände sind sich beim jährlichen Vier-Länder-Treffen in Bad Salzuflen einig: Angesichts vieler Betriebe ohne Nachfolge und zunehmendem Fachkräftemangel muss auf EU-Ebene alles dafür getan werden, das große Potenzial von gut ausgebildeten Frauen für die Zukunft der Landwirtschaft und der ländlichen Räume besser zu nutzen. Ein gutes Einkommen, eine ausreichende soziale Absicherung, die partnerschaftliche Aufteilung der Care-Arbeit und maßgeschneiderte Unterstützungsangebote sind wichtige Anliegen. Im November kamen die Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol persönlich zusammen und berieten über den Status Quo und die Herausforderungen von Frauen in der Landwirtschaft.

Einzelne Länderstudien zeigen übereinstimmend, dass der Arbeits- und Lebensort Bauernhof von den dort lebenden Frauen sehr geschätzt wird. Die unternehmerischen Entfaltungs- und Diversifizierungsmöglichkeiten sind vielfältig, viele Frauen verantworten eigene Betriebszweige. Deren wirtschaftliche und soziale Bedeutung für die Landwirtschaft ist dagegen oftmals nicht ausreichend sichtbar.

Die Präsidentinnen und Geschäftsführerinnen forderten gemeinsam, regelmäßig Daten zur Lebens- und Arbeitssituation der Frauen in der Landwirtschaft in einer europaweiten Studie zu erheben. Mit einer solchen Grundlage kann die gemeinsame Agrarpolitik der EU zielgerichteter an den Bedarfen der Frauen ausgerichtet und ihre Beiträge sichtbarer gemacht werden. Überdies wäre eine regelmäßige Konferenz für den Austausch und die Vernetzung unter den europäischen Bäuerinnen und LandFrauen wichtig.

Die Care-Arbeit ist nach wie vor eine Frauendomäne. Die anwesenden Teilnehmerinnen diskutierten Wege zu einer partnerschaftlicheren Aufteilung der Arbeit im Betrieb, in Haushalt und Familie. Jede Familie muss dafür ihre individuelle Lösung finden. Aber es soll sich auch keine Frau zwischen Kuh und Kind entscheiden müssen. Nur so lässt sich der vorsichtige Trend zu mehr Betriebsleiterinnen verstetigen.

Um mehr Frauen zu einer Hofübernahme zu ermutigen, müssen europaweit noch mehr Vorbilder für junge Frauen vor den Vorhang geholt werden. Eine diversere Bildauswahl und Sprache gehören ebenso zum Empowerment zukünftiger Betriebsleiterinnen dazu wie zielgruppengerechte Weiterbildungsangebote. Ebenso braucht es eine größere Anzahl und ausreichende Finanzierung von Modellprojekten, welche innerfamiliäre Hofnachfolgen wie auch landwirtschaftliche Existenzgründungen von Frauen unterstützen.

Neben der Politik sind auch die Bauernorganisationen in den einzelnen Ländern am Zug. Neben einer qualifizierten Willkommenskultur braucht es eine glaubhafte Veränderungsbereitschaft hin zu einer „Kultur der Gleichberechtigung“. Nur dann werden Frauen sich mehr engagieren, um die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft zukünftig geschlechtergerechter zu gestalten.

Die Präsidentinnen der deutschsprachigen Bäuerinnen- und LandFrauenverbände:

Petra Bentkämper, Präsidentin Deutscher LandFrauenverband (dlv)

Irene Neumann-Hartberger, Vorsitzende ARGE Österreichische Bäuerinnen

Anne Challandes, Präsidentin Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband

Antonia Egger, Landesbäuerin Südtiroler Bäuerinnenorganisation

Die Bäuerinnen- und LandFrauenverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol vertreten die Interessen der Bäuerinnen und LandFrauen im deutschsprachigen Raum. Deren Präsidentinnen und Geschäftsführerinnen treffen sich jährlich zum Wissens- und Erfahrungsaustausch.

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Tue, 15 Nov 2022 10:00:00 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Hebammenfinanzierung muss gesichert bleiben ]]> Der Deutsche LandFrauenverband fordert die Politik eindringlich auf, die Finanzierung von Hebammen im Pflegebudget beizubehalten

Berlin, 10.11.2022 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) begrüßt die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, Hebammen nun doch im künftigen Pflegebudget zu berücksichtigen. Gerade im ländlichen Raum, wo es ohnehin einen Mangel an Hebammen und Geburtsstationen gibt, hätte die ursprüngliche Entscheidung fatale Auswirkungen für die Geburtshilfe.

„Dass die Hebammenfinanzierung ursprünglich im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz ab 2025 nicht vorgesehen war, verärgert mich sehr“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. „Für den dlv ist es nicht hinnehmbar, dass immer mehr Regionen bereits heute medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht sind. Eine Streichung der Hebammen aus dem Pflegebudget hätte gravierende Folgen.“

Das am 20. Oktober von der Regierung verabschiedete Gesetz wurde zuvor scharf kritisiert. Eine Online-Petition mit derweil rund 1.400.000 Millionen Unterschriften brachte die Politik nun zum Umdenken.

„Es ist das richtige Zeichen, dass Bundesminister Lauterbach dem Ruf aus der Zivilgesellschaft Folge leisten und die Bedeutung der Hebammenarbeit anerkennen will“, so Petra Bentkämper. „Dieser Ankündigung müssen nun auch Taten folgen und eine verlässliche und ausreichende Hebammenfinanzierung in den Krankenhäusern nach sich ziehen.“

Seit langem macht sich der dlv für die Frauengesundheit im ländlichen Raum stark. So zuletzt in einem Positionspapier und einer eigenen Petition zur besseren Versorgung von Schwangeren und Müttern im ländlichen Raum mit 101.158 Unterschriften.

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Thu, 10 Nov 2022 11:36:05 +0100 AktuellesLändlicher Raum
Kampagnenstart von zukunft_Land ]]> Deutscher LandFrauenverband richtet seinen Blick auf Zukunft ländlicher Räume

Berlin, 01.11.2022 – Heute startet der Deutsche LandFrauenverband (dlv) die Kampagne zukunft_Land, unter deren Dach für ein Jahr, Fragen rund um den Transformationsprozess ländlicher Räume diskutiert werden. „Wir sind davon überzeugt, dass mit der Gestaltung der Transformation auch große Chancen verbunden sind. Diese wollen wir mit zukunft_Land sichtbar machen und alle Menschen auf dem Land dazu einladen selbst mitzugestalten,“ beschreibt dlv -Präsidentin Petra Bentkämper die Kampagne.

Der dlv nutzt verschiedene Formate, um mit zukunft_Land richtungsweisende Themen aufzugreifen. Von digitalen Expert*innengesprächen über Zukunftskonferenzen bis hin zu einer Podcast-Reihe werden die Themen innovativ und kritisch diskutiert. Flankiert werden die Veranstaltungen mit regelmäßigen Social-Media-Posts unter #zukunft_Land. Das erste Expertinnengespräch findet am 11. November 2022 um 10:00 Uhr online zwischen dlv-Präsidentin Petra Bentkämper und Dr. Manuela Rottmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, statt. Die Teilnahme ist für alle offen und unter folgendem Link möglich: Zugangslink für Expertinnengespräch dlv und BMEL.

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Tue, 01 Nov 2022 13:54:00 +0100 AktuellesLändlicher Raum
Perfektes Timing ]]> Deutscher LandFrauenverband gibt den Startschuss für Projekt in Uganda

Berlin, 14.10.2022 – Pünktlich zum Internationalen Landfrauentag am 15. Oktober 2022 startet der Deutsche LandFrauenverband (dlv) ein neues Projekt in Uganda. Ziel ist die Stärkung von Frauen in bäuerlichen Organisationen Ugandas. Schwerpunkte sind Verbandsentwicklung, Interessenvertretung und Entwicklung von weiblichen Führungskompetenzen für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Im Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit setzt der dlv seinen Fokus sowohl national als auch lokal auf Vernetzung von Frauen. „Frauen tragen weltweit zur Bewältigung akuter Krisen bei und liefern überzeugende Ideen und Lösungen für die zukunftsfähige Entwicklung ländlicher Regionen. Wir freuen uns, diese Leistungen zusammen mit ugandischen Partnerinnen sichtbar zu machen“, bekräftigt dlv-Präsidentin Bentkämper die Relevanz der Zusammenarbeit. „Dass nun auch unsere erste Projektreise in die Zeit des Internationalen Landfrauentages fällt, ist natürlich ein besonderes Highlight“, freut sich Petra Bentkämper über Feierlichkeiten und Vernetzungsmöglichkeiten in Uganda. Auf der Prüfreise tritt der dlv in Austausch mit Akteur*innen vor Ort, um die konkreten Bedarfe der Frauen im ländlichen Raum Ugandas kennenzulernen.

Das Projekt läuft von September 2022 bis August 2025 beim dlv und wird in Kooperation mit dem Globalvorhaben „Stärkung bäuerlicher Organisationen für nachhaltige Agrarentwicklung“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt. Gefördert wird es durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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Fri, 14 Oct 2022 10:00:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Verantwortung für die Vielfalt übernehmen ]]> Erntedankerklärung 2022 von KLB – EKD – dlv –

1. Mose 1,31: Und siehe, es war sehr gut.

Dieser Satz aus der Bibel beendet den dortigen Schöpfungsbericht. Er symbolisiert ein Pausieren und Schauen auf das, was vorher geschaffen wurde. Auch wir müssen uns fragen, ob es sehr gut war, was wir getan haben. Sind wir verantwortungsbewusst mit dem Geschenk der Schöpfung umgegangen?

Erntedank ist ein Innehalten am Ende der Erntezeit und eine Danksagung für das, was uns die Natur geschenkt und Landwirtinnen und Landwirte erarbeitet haben. Die Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche LandFrauenverband (dlv) und der Deutsche Bauernverband (DBV) möchten mit ihrer Erntedankerklärung in diesem Jahr zum Nachdenken über die Bedeutsamkeit der Biologischen Vielfalt einladen.

Die Landwirtschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen, die in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Lage - ob Krieg, Pandemie, Klimawandel, Biodiversität oder Tierwohl - noch größer sind. Zudem gilt es, die weltweite Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen zu bedienen und gleichzeitig den Transformationsprozess weiterhin fest im Blick zu behalten. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat uns auf dramatische Art und Weise gezeigt, dass Versorgungssicherheit nicht selbstverständlich ist. Wir stehen daher an einem entscheidenden und richtungsweisenden Punkt: die Landwirtinnen und Landwirte müssen die notwendige Weiterentwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit weitergehen. Denn sie sind ein maßgeblicher Teil der Lösung beim Umwelt-, Klima- und Artenschutz.

Die biologische Vielfalt ist die Grundlage für stabile Ökosysteme, die Landwirtschaft und unseren Lebensraum. Im ökologischen Gleichgewicht sind Pflanzen und Tiere mit dem Erdreich, den Flüssen und Meeren sowie mit dem Klima vernetzt. Jahr für Jahr wird es dringlicher den Umgang mit der Natur zu beleuchten. Wir befinden uns momentan im sechsten großen Artensterben seit Bestehen der Welt. Durch Bebauung, Versiegelung und Homogenisierung natürlicher Lebensräume, durch Abholzung, insbesondere der Regenwälder, aber auch durch die Intensivierung, den Klimawandel, die Verdrängung einheimischer Arten durch invasive Arten, die Überfischung der Ozeane und durch Schadstoffeinträge in Boden, Wasser und Luft tragen wir Menschen dazu bei, dass die Artenvielfalt in Gefahr ist. Naturschutzmaßnahmen, die sowohl ökologisch wirksam sind als auch in die Bewirtschaftungskonzepte moderner Landwirtschaftsbetriebe passen, können den Erhalt natürlicher Ressourcen und der Artenvielfalt unterstützen. Dabei muss gelten, dass die Landwirtschaft auch den Natur- und Artenschutz zum Standbein bäuerlichen Handelns ausbaut.

Erntedank ist ein Anlass, unsere Verantwortung anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Es sollte uns zum Nachdenken anregen, dass nur durch eine Veränderung und mithilfe einer Biodiversität fördernden Bewirtschaftung unsere Schöpfung bewahrt werden kann, damit sie auch noch den nachfolgenden Generationen intakt zur Verfügung steht. Besonders Landwirtinnen und Landwirte zeigen, dass sie die notwendige Veränderung wollen. Nicht nur weil sie selbst betroffen sind, wenn die fehlende Biodiversität und der Klimawandel zu Ertragseinbußen führen, sondern weil ihnen der Schutz unserer Natur wichtig ist.

Ein wertschätzendes Konsumverhalten, auch mit Blick auf Regionalität und Saisonalität sowie kurze Lieferketten und Direktvermarktung bieten die Chance, Artenvielfalt zu fördern und zu schützen. Hier sind wir alle gefordert.

Unser Dank ist zugleich eine Bitte an den Schöpfer-Gott, dass er auch in Zukunft wachsen lässt, was wir zum Leben brauchen, uns durch neu entstehende Krisen leitet, um die Situation in der Landwirtschaft nicht zusätzlich zu verschärfen, und Kriege, die zusätzliches Leid und Lebensmittelknappheit hervorbringen, zu beenden und Frieden zu verbreiten. Zudem bitten wir alle, die an der Herstellung und Verteilung von Lebensmitteln mitwirken, sich ihrer Verantwortung für die Schöpfung und deren Schutz bewusst zu stellen.

So können wir für die eingebrachte Ernte mit dem Wissen danken, dass unser Tun (sehr) gut war.

 

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Sun, 02 Oct 2022 11:50:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
Studie liefert Erkenntnisse über Frauen in der Landwirtschaft ]]> Weibliche Lebens- und Arbeitssituation auf deutschen Höfen

Berlin, 22.09.2022 – Heute wird in Berlin die „Studie zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben“ vorgestellt. Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) hat sich lange dafür eingesetzt, die Wissenslücken zur Situation von Frauen im Hinblick auf ihre Arbeit in den Betrieben, ihrer Rolle für die Zukunft ländlicher Räume, aber auch die sozialen Lebensverhältnisse zu schließen. „Auch wenn uns vieles schon lange bekannt ist, es braucht auch Zahlen und Belege um Veränderungen politisch anstoßen zu können. Genau die liegen uns jetzt vor“, bekräftigt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper die Relevanz der Studie.

Ein Studienergebnis betrifft die Lebenszufriedenheit. Die befragten Frauen schätzen diese trotz hoher Arbeitsbelastung und fehlender Planungssicherheit insgesamt als sehr hoch ein. Gründe hierfür sind, die eigenen Kinder auf dem Betrieb aufwachsen zu sehen, die ländliche Wohnlage sowie das Arbeiten in der Natur und mit Tieren.

Eine weitere Erkenntnis betrifft die Altersvorsorge der Frauen auf den Höfen. Da die Rente der Landwirtschaftlichen Rentenkasse (LAK) nur als Teilkassenleistung konzipiert ist, müssen Frauen wie auch Männer ihre Alterssicherung aus mehreren Bausteinen zusammenzustellen. Petra Bentkämper macht auf ein Problem aufmerksam: „Die Alterssicherung wird dann geschlechtsspezifisch, wenn es um Scheidung oder den Tod des Partners geht. Hier ist die Gefahr der weiblichen Altersarmut deutlich höher und noch zu wenige sind über Verträge oder Testamente abgesichert. Über diese Risiken muss offen gesprochen werden.“ Deutlich wurde auch, dass es zwar zahlreiche Beratungsangebote zu Altersvorsorgethemen gibt, diese aber von den Frauen nicht genügend wahrgenommen werden.

Neben weiteren gesundheitlichen Aspekten für Frauen auf Höfen, zeigt die Studie, dass 21,4 Prozent der befragten Frauen als burnoutgefährdet gelten. Zwar wird die subjektive Wahrnehmung der Gesundheit als sehr gut beschrieben, allerdings bergen vielfältige Rollenerwartungen die Gefahr der Überlastung. dlv-Vizepräsidentin Juliane Vees appelliert: „Der psychischen Gesundheit von Landwirtinnen und Frauen auf den Betrieben gilt es mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Das Thema muss gerade auch im Berufsstand raus aus der Tabu-Zone, damit betroffene Frauen sich nicht scheuen, Hilfe von außen zu fordern und anzunehmen.“

Obwohl Frauen auf den Betrieben hohe Verantwortung tragen, sind aktuell nur 11 Prozent der Betriebsleitungen weiblich. Das hängt zumeist mit traditionellen Rollenbildern und -verständnissen zusammen, die dazu führen, dass die Mehrzahl der Familienbetriebe an einen Sohn und nicht eine Tochter übergeben werden. Gleichwohl wird deutlich, dass ein spürbarer Wandel in Richtung mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Landwirtschaft im Gange ist.

Die Studie wurde vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft und dem Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume der Universität Göttingen in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband durchgeführt. Finanziert wurde sie durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Für Bildmaterial und weitere Informationen zur Studie setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung: 0152 21095362 (erreichbar am 22.09.2022) oder per E-Mail an presse@landfrauen.info.

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Thu, 22 Sep 2022 11:25:00 +0200 AktuellesGerechte ChancenLandFrauen und Landwirtschaft
#ParitätJetzt – für eine gleiche Repräsentanz von Frauen im Bundestag ]]> Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) unterstützt die Initiative „#ParitätJetzt“ und fordert die Einführung eines Paritätsgesetzes

Berlin, 19.09.2022 – Am kommenden Donnerstag startet die Kampagne „5vor12“. Die Initiative „#ParitätJetzt“ rund um Prof. Dr. Rita Süssmuth rückt mit der bundesweiten Aktion die Forderung einer geschlechtergerechten Verteilung der Sitze im Deutschen Bundestag in den öffentlichen Fokus.

„Der dlv setzt sich seit langem für die paritätische Besetzung des Bundestags ein. Aus diesem Grund unterstützen wir mit aller Kraft die Initiative und appellieren an die Parteien, sich für eine ausgeglichenes Geschlechterverhältnis einzusetzen“, erklärt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Darüber hinaus rufen wir alle unsere Mitglieder dazu auf, sich mit dem automatischen Mailgenerator am Donnerstag, 22.09.2022 an ihre lokalen Politiker*innen zu wenden“, so Bentkämper weiter. Mit dem Ziel der eingesetzten Wahlrechtkommission das Parlament zu verkleinern, besteht die Gefahr, dass sich der Frauenanteil noch weiter verringert. Die Kommission hat zwar erkannt, dass Männer und Frauen ungleich im Bundestag vertreten sind. Konkrete Vorschläge zur Erhöhung des Frauenanteils bleiben aber bislang aus.

Bereits zur Bundestagswahl 2021 forderte der dlv die Einführung eines Paritätsgesetzes im Wahlrecht bei den Listen und Direktmandaten sowie eine erstmalige Anwendung bei den kommenden Bundestagswahlen.

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Mon, 19 Sep 2022 13:57:00 +0200 AktuellesPressemeldungenGerechte Chancen
Anerkennung für Ehrenamtliche endlich in politischer Diskussion ]]> Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) begrüßt Nancy Faesers Vorstoß, ehrenamtliches Engagement mit einem früheren Renteneintritt zu honorieren

Berlin, 12.08.2022 – In einer Talkrunde brachte Bundesinnenministerin Nancy Faeser vergangenen Mittwoch ihre Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement von rund 29 Millionen Menschen in Deutschland zum Ausdruck. Dafür zieht sie als Honorierung für diesen wertvollen Beitrag an der Gesellschaft einen früheren Renteneintritt von bis zu einem Jahr in Betracht.

„Mit diesem Vorstoß regt Nancy Faeser eine politische Debatte rund um die Anerkennung des Ehrenamts an, für die sich der Deutsche LandFrauenverband seit jeher beharrlich einsetzt. Dies begrüßen wir sehr“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Allerdings müssen dieser lebhaften Diskussion auch Taten folgen. Die bisherigen Überlegungen sind erste, dringend notwendige Schritte hin zu mehr Anerkennung für ein meist über Jahrzehnte ausgeübtes Ehrenamt“, so Petra Bentkämper weiter.

In seinen Wahlforderungen zur Bundestagswahl 2021 appelliert der dlv an die Bundesregierung, Ehrenamt in Form von zusätzlichen Rentenpunkten die nötige Aufwertung zukommen zu lassen. Dabei ist die Politik gefordert, einen runden Tisch zu etablieren, um gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Sozialträgern und Wirtschaft konkrete Kriterien zu entwickeln.

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Fri, 12 Aug 2022 14:11:00 +0200 AktuellesGerechte ChancenZukunft Ehrenamt
Schulterschluss mit der Landwirtschaft notwendig ]]> Deutscher LandFrauenverband sieht wachsende Existenzängste vieler Menschen in der Landwirtschaft mit Sorge und ruft zum Zusammenhalt auf – für die Zukunft der regionalen Lebensmittelversorgung.

Berlin, 14.07.2022 – Existenznöte von nie gekanntem Ausmaß setzen immer mehr Landwirtinnen und Landwirten zu. Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) sorgt sich angesichts multipler Krisen zunehmend um die Zukunftsperspektiven für die heimische Landwirtschaft. Zur Überwindung fordert der dlv Gesellschaft, Landwirtschaft und Politik zum Schulterschluss auf.

Mit Blick auf die jüngsten Proteste in den Niederlanden als Reaktion auf politische Maßnahmen zur Reduktion von Stickoxidemissionen sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper: „Viele Landwirtinnen und Landwirte fühlen sich an den Pranger gestellt und allein gelassen, obwohl sie sich an die geltenden Gesetze halten. Die notwendige Transformation der Landwirtschaft geht mit steigenden Umweltauflagen einher. Einige Betriebe werden sich komplett umstellen oder aufgeben müssen. Bei unseren Nachbarn ist gerade ein Punkt erreicht, an dem sich Existenznöte, Wut und Enttäuschung in Aggressionen entladen. Umso entschiedener stelle ich mich gegen die aufkeimende Gewalt. Nicht Konfrontation, sondern Kooperation ist geboten. Die Zukunft unserer heimischen Landwirtschaft steht auf dem Spiel, das muss unseren Verbraucherinnen und Verbrauchern klar sein.“

Auch in Deutschland befinden sich viele landwirtschaftliche Betriebe aktuell in einer sehr angespannten wirtschaftlichen Situation. Das gilt insbesondere für Tierhalterinnen und Tierhalter, aber auch andere Produktionszweige haben mit hohen Betriebsmittelkosten zu kämpfen. In der Direktvermarktung sehen sich viele mit sehr starken Umsatzeinbrüchen im Jahresvergleich konfrontiert. Multiple Krisen (Pandemie, Seuchen, Ukraine-Krieg, Klimawandel) sorgen für lange nicht dagewesene Marktverwerfungen. Gemeinsam mit politischer Zögerlichkeit befeuern diese die Planungsunsicherheit der Landwirtinnen und Landwirte.

Petra Bentkämper stellt weiterhin fest: „Bedeutende Teile der Gesellschaft stellen höchste Anforderungen an die landwirtschaftliche Produktion. Gleichzeitig können immer weniger Verbraucherinnen und Verbraucher die damit verbundenen Mehrkosten an der Ladentheke mittragen, nicht zuletzt aufgrund niedriger Einkommen und angesichts stark steigender Inflation. Als Konsequenz verlieren landwirtschaftliche Betriebe an Rentabilität.“

Mit einem Rückgang von fast 10 % im Vergleich zum Vorjahr wird der Strukturbruch besonders bei den schweinehaltenden Betrieben augenscheinlich. Da der Fleischkonsum nicht im gleichen Maße sinkt, bedeutet dies zwangsläufig eine Verlagerung der Lebensmittelproduktion ins Ausland. Damit erhöht sich nicht nur die Unsicherheit in der Nahrungsmittelversorgung, auch die hohen deutschen Qualitätsstandards können nicht mehr durchgehend sichergestellt werden. Das Angebot regional produzierter Lebensmittel reduziert sich. Dabei bestätigt der aktuelle Ernährungsreport 2022 den ausgeprägten Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher nach Regionalität.

„Deshalb geht mein eindringlicher Appell an unsere Verbraucherinnen und Verbraucher: Solidarisiert Euch mit den Landwirtinnen und Landwirten! Fordern wir jetzt gemeinsam die politischen Entscheidungsträger auf, unserer Landwirtschaft in Deutschland mit der ganzen Bandbreite ihrer Leistungen eine sofortige Perspektive in die Zukunft zu geben!“ appelliert Petra Bentkämper.

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Thu, 14 Jul 2022 14:46:00 +0200 AktuellesKompetent im AlltagLandFrauen und Landwirtschaft
3.000 begeisterte LandFrauen beim Deutschen LandFrauentag ]]> Festlicher Höhepunkt des Deutschen LandFrauenverbandes mit Ehrungen, politischen Inhalten und starken Impulsen

Fulda, 06.07.2022 – 450.000 LandFrauen sind in Deutschland ehrenamtlich aktiv. Dieses Engagement würdigten die Ehrengäste beim Deutschen LandFrauentag 2022 in Fulda, bei dem 3.000 LandFrauen und Ehrengäste zusammenkamen. „Das WIR im Blick“ war das Motto des Tages, welches in diesem Jahr einen empowernden Blick auf die LandFrauenarbeit wirft.

Boris Rhein, Ministerpräsident von Hessen, kennt die Leistungen der LandFrauen und formuliert es so: „Die Landfrauen tragen ‚Land‘ nicht nur im Namen, sondern auch im Herzen. Sie schaffen Orte, an denen Heimat gefühlt und Gemeinschaft erlebt werden kann. Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben, sprechen Klartext und packen mit an, ohne zu zögern.“

Lisa Paus, Bundesfrauenministerin legt in ihrer Videobotschaft den Fokus auf das frauenfördernde Potenzial des Deutschen LandFrauenverbandes und findet abschließend deutliche Worte: „Mit ihrem Verband fördern Sie Frauen. Sie sorgen neben ihrer eigenen täglichen Arbeit dafür, dass Frauen sozial und wirtschaftlich tatsächlich teilhaben. Dass Sie auch im übertragenen Sinne dieselben Äcker bestellen können wie Männer. Auf diese Weise stärken Sie den Zusammenhalt in Ihrem Lebens- und Berufsumfeld, aber auch den Zusammenhalt unserer gesamten Gesellschaft. Sie bereiten den Boden für Veränderungen, Sie formulieren handfeste Forderungen und Sie geben Frauen eine starke Stimme. Sie sind eine Macht!“

Heiko Wingenfeld als gastgebender Oberbürgermeister von Fulda hat selbst erfahren, wie zielgerichtet LandFrauen auf neue Herausforderungen reagieren. Neben dem besonderen Miteinander unter den LandFrauen lobte er besonders digitale Projekte, die die LandFrauen während Pandemiezeiten auf die Beine stellen und bekräftigt: „LandFrauen reden nicht, sie machen.“

Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, macht in ihrer Begrüßung deutlich, dass das LandFrau-Sein eine sinnstiftende und ermächtigende Rolle für die dlv-Mitglieder spielt: „LandFrauen setzen sich für die Frauen in den ländlichen Räumen und für die Gestaltung der ländlichen Räume ein. Aber bei all dem dürfen wir nicht das WIR vergessen: Die Gemeinschaft der LandFrauen stärkt und eint Frauen im ländlichen Raum. Die Mitgliedschaft im Deutschen LandFrauenverband ist sehr viel mehr als Geselligkeit: Sie bedeutet persönliche und demokratische Teilhabe. Genau das wird alle zwei Jahre beim Deutschen LandFrauentag deutlich.“

In der Talkrunde nehmen die Talkgäste Barbara Stamm (Landtagspräsidentin a. D.), Lisi Maier (Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung) und Elke Ferner (Parlamentarische Staatssekretärin a. D. und Vorsitzende von UN Women Germany) das Koalitionsversprechen zum Jahrzehnt der Gleichstellung kritisch in den Blick. Einigkeit besteht darüber, dass noch viel passieren muss, bevor dieses Jahrzehnt tatsächlich erreicht ist. Neben Frauenquoten, paritätisch besetzten Doppelspitzen und dem notwendigen Verbandsklagerecht beim Entgelttransparentgesetz werden das Thema Frauengesundheit sowie ein pandemiebedingter Backlash der Rollenverteilung zu Ungunsten von Frauen diskutiert. Mit Standing Ovations reagierten die 3.000 begeisterten LandFrauen auf Barbara Stamm, die mit einer Frage die mangelnde Gleichstellung der Geschlechter auf den Punkt bringt: „Wie lange kann es sich die Gesellschaft noch leisten, auf das Potenzial von Frauen zu verzichten?“

Hohe Aufmerksamkeit von den anwesenden LandFrauen erhält das Gespräch zum Motto des Tages „Das WIR im Blick“ zwischen Julia Jäkel und Stephanie Lange, die den Deutschen LandFrauentag 2022 moderiert. Neben der Wertschätzung des Ehrenamtes wird von beiden Frauen betont, dass Frauen in hohen Positionen auch verantwortlich dafür sind, den Weg für andere Frauen zu ebnen. Julia Jäkel weiß, was es braucht um erfolgreich zu sein: Sie führt aus, dass es nichts nützt eventuelle Probleme im Vorfeld lösen zu wollen. Vielmehr geht es darum sie erst dann zu lösen, wenn sie tatsächlich da sind. Für die anwesenden LandFrauen bekräftigt sie: „Macht und Karriere sind etwas Positives.“

Wie Unternehmerinnen verantwortlich und erfolgreich wirtschaften, haben auch die „LandFrauen mit Ideen – Unternehmerin des Jahres“ deutlich gemacht. Die Schirmfrau Nicola Lemken, Gesellschafterin und Mitglied der LEMKEN-Geschäftsleitung, zeigte sich beeindruckt von den Geschäftsideen der drei Gewinnerinnen.

Drei Frauen standen stellvertretend für das große Engagement aller LandFrauen auf der Bühne und wurden als „LandFrau des Jahres“ ausgezeichnet. Das ist eine der wichtigsten Ehrungen, die der Deutsche LandFrauenverband vergibt.

Die Festlichkeiten in Fulda haben wieder einmal gezeigt, was das Besondere an den LandFrauen ist: das Zusammengehörigkeitsgefühl, die politische Interessenvertretung und das Netzwerken.

Der nächste Deutsche LandFrauentag findet 2024 in Kiel in Zusammenarbeit mit dem LandFrauenverband Schleswig-Holstein statt.

Weitere Informationen und Fotos finden Sie unter: www.landfrauen.info/aktuelles/deutscher-landfrauentag-2022

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Wed, 06 Jul 2022 7:31:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
Goldene Biene für vier engagierte LandFrauen ]]> Deutscher LandFrauenverband verleiht seine höchste Auszeichnung

Fulda, 05.07.2022 – Beim diesjährigen Deutschen LandFrauentag in Fulda verleiht der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) vier „Goldene Bienen“ an engagierte und gestandene LandFrauenpersönlichkeiten. Die besondere Auszeichnung symbolisiert persönlichen Einsatz für Staat und Gesellschaft sowie einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn. „Die in diesem Jahr ausgezeichneten LandFrauen, Anneliese Göller, Rita Lanius-Heck, Hildegard Schuster und Regina Selhorst zeigen in besonderem Maße, von welch immenser Bedeutung engagierte LandFrauenarbeit insbesondere auch auf den Führungsebenen ist“, lobt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Anneliese Göller engagiert sich seit 2012 als Mitglied im Bundesvorstand des dlv und war von 2015 bis 2019 dessen Vizepräsidentin. Seit 2012 ist sie als Landesbäuerin in Bayern eine feste Größe und versteht es, Landwirtschaft in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Es ist ihrer Initiative zu verdanken, dass das Thema Alltagskompetenzen in bayerischen Lehrplänen fest verankert ist.

Rita Lanius-Heck war von 2013 bis 2021 die Präsidentin des LandFrauenverbandes Rheinland-Nassau. Die Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft ist darüber hinaus bereits seit 1994 in der Region politisch aktiv und war in der Zeit von 2015 bis 2019 Beisitzerin im dlv-Präsidium.

Hildegard Schuster hat seit 2013 das Amt der Präsidentin des Hessischen LandFrauenverbandes inne und ist ebenfalls im Bundesvorstand aktiv. Die staatlich geprüfte Hauswirtschaftsleiterin ist zudem in zahlreichen Gremien von berufsständischen Verbänden und Organisationen vertreten und setzt sich darin für die Interessen der LandFrauen ein.

Regina Selhorst ist seit 2014 Präsidentin des Westfälisch-Lippischen LandFrauenverbandes und hat in dieser Funktion die Zukunft des Verbandes fest im Blick. Dank ihrer Arbeit gewann der Verband einen Preis des Bündnisses für Demokratie und Toleranz 2021 und ist für den Deutschen Engagementpreis 2022 nominiert. Im Bundesvorstand überzeugte sie durch starke Impulse und Beteiligung.

Die Auszeichnung „Goldene Biene“ dient der Ehrung von Präsidentinnen, Vorsitzenden und Geschäftsführerinnen der dlv-Mitgliedsorganisationen, die sich außerordentlich um die deutsche LandFrauenarbeit verdient gemacht haben.

Für Bildmaterial der Auszeichnung auf dem Deutschen LandFrauentag in Fulda setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung.

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Tue, 05 Jul 2022 17:30:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
LandFrauen mit Vorbildcharakter ]]> Deutscher LandFrauenverband ehrt die drei „LandFrauen des Jahres“ 2022

Fulda, 05.07.2022 – Der Deutsche LandFrauenverband e. V. (dlv) vergibt zum achten Mal die Auszeichnung „LandFrau des Jahres“. In diesem Jahr auf dem Deutschen LandFrauentag in Fulda. Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv, ehrt Anke Eden-Jürgens, Annegret Treseler und Marlies Wollschläger. Mit der Auszeichnung wird das außergewöhnlich engagierte Handeln von LandFrauen gewürdigt.

„Außergewöhnliches LandFrauen-Engagement bedeutet für mich, sich mit viel Herzblut für Menschen in allen Lebenslagen einzusetzen und dabei gesellschaftliche Prozesse aktiv mitzugestalten – gerade in Krisenzeiten. Das ist den diesjährigen LandFrauen des Jahres in besonderem Maße gelungen“, lobt Petra Bentkämper. Eine unabhängige Jury, bestehend aus Brigitte Scherb (ehemalige dlv-Präsidentin), Elisa Manukjan (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), Katharina Peranić (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt) und Kathrin Muus (ehemalige Bundesvorsitzende der Deutschen Landjugend), kam zu dem Schluss, dass die geehrten Frauen beispielhaft mit besonderen Ideen, Angeboten und Aktivitäten in ihren Regionen vorangegangen sind.

Anke Eden-Jürgens, KreisLandFrauenverband Friesland-Wilhelmshaven, hat sich u.a. als Initiatorin der Projektgruppe „Mammobis75“ hervorgetan. Mit einem starken Netzwerk rief sie eine Petition ins Leben, welche die Ausweitung der Altersgrenze für Mammografie forderte, die 80.000-mal unterzeichnet wurde und es bis vor den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages schaffte.

Annegret Treseler, Kreislandfrauenverband Minden-Lübbecke, ist seit über 30 Jahren eine Innovationstreiberin der LandFrauenarbeit. Ein Beispiel für ihren Weitblick ist das nachhaltige Projekt „FabiAn“, das seit 2003 Bildungsangebote rund um hauswirtschaftliche Kenntnisse anbietet und die Grundlage für einen Berufsabschluss darstellt.

Marlies Wollschläger, Landfrauen-Bezirksverband Kleve, steht für engagierte LandFrauenarbeit, ganz besonders in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und digitale Medien. So schafft sie es, das vielfältige LandFrauenengagement nach innen und insbesondere nach außen präsent zu halten.

„Die ausgezeichneten LandFrauen zeigen vorbildhaft, wie vielfältig, erfolgreich und gesellschaftlich relevant LandFrauenarbeit ist. Damit sind sie eine Inspiration für alle engagierten LandFrauen“, bekräftigt Petra Bentkämper.

Für Bildmaterial der Auszeichnung auf dem Deutschen LandFrauentag in Fulda setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung.

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Tue, 05 Jul 2022 16:30:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
„LandFrauen mit Ideen – Unternehmerin des Jahres“ ]]> Der Deutsche LandFrauenverband zeichnet erfolgreiche Geschäftsideen aus

Fulda, 05.07.2022 – Beim Deutschen LandFrauentag 2022 in Fulda vergibt der Deutsche LandFrauenverband (dlv) die Auszeichnung „LandFrauen mit Ideen – Unternehmerinnen des Jahres“. Schirmfrau des Wettbewerbs war in diesem Jahr Nicola Lemken, Gesellschafterin und Mitglied der Geschäftsleitung des Landmaschinenherstellers Lemken aus Alpen, die gemeinsam mit dlv-Vizepräsidentin Juliane Vees die Gewinnerinnen ehrte.

„Die Landwirtschaft und die ländlichen Räume brauchen weibliches Unternehmerinnentum, weil es zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Die drei Gewinnerinnen zeigen, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen. Genau deshalb bittet der dlv sie als innovative Botschafterinnen gerne auf die Bühne“, begründet Juliane Vees die Bedeutung der Auszeichnung.

Nicola Lemken ergänzt: „Der Wettbewerb gibt den engagierten Frauen ein Forum mit Strahlkraft. Träume und Ideen für Selbstständigkeit im ländlichen Raum brauchen in Zeiten des Wegzugs gut ausgebildeter Menschen in die Städte besondere Unterstützung. Als Unternehmerin appelliere ich an die Frauen: Wagen Sie den Sprung, es lohnt sich!“

„LandFrauen mit Ideen – Unternehmerinnen des Jahres“ sind in diesem Jahr:

  • Carolin Dietz aus Harthausen (Baden-Württemberg) zeigt, wie die komplette Umstellung eines landwirtschaftlichen Betriebs erfolgreich umgesetzt werden kann. Die Spezialisierung auf biologische Ziegenhaltung und hofeigene Verarbeitung und Vermarktung von Ziegenprodukten ist heute der Erfolgsfaktor.
  • Manuela Holtmann aus Gillenfeld (Rheinland-Pfalz) hält seit knapp 30 Jahren Ziegen. Ihr hofeigener Rohmilchkäse wird auch im KaDeWe in Berlin verkauft. Wer nicht nur Käse essen möchte, kann auch einen Kurs in der hofeigenen Käseschule buchen.
  • Die Jungunternehmerin des Jahres Christin Ebenbeck aus Sinzing (Bayern) beweist schon mit 34 Jahren einen großen Weitblick und hat ihren Betrieb auf unterschiedlichen Standbeinen zukunftssicher aufgestellt. Die soziale Landwirtschaft ist ihr dabei eine Herzensangelegenheit.

„Die Gewinnerinnen haben eines gemeinsam: Sie leiten vielfältig aufgestellte und nachhaltig ausgerichtete Betriebe und betreiben dabei intensive Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft. Das macht ihre Arbeit besonders wertvoll für Branche und Gesellschaft“, begründet die unabhängige Jury ihre Entscheidung.

Die diesjährige Jury bestand aus der Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU) Jasmin Arbabian-Vogel, dem ehemaligen Bundesvorstandsmitglied des Bundes der deutschen Landjugend (BDL) Mara Walz, der Vizepräsidentin des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) Eva Kähler-Theuerkauf und der Leiterin der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) Iris Kronenbitter.

Filme über die Preisträgerinnen finden Sie unter:  https://www.youtube.com/user/LandFrauenVideo

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Tue, 05 Jul 2022 13:40:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
Nur noch wenige Tage bis zum Deutschen LandFrauentag ]]> Auszeichnungen, prominente Gäste und politische Diskussionen bei Festlichkeiten in Fulda 

Berlin, 28.06.2022 – Innerhalb von zehn Minuten waren die Eintrittskarten für den diesjährigen Deutschen LandFrauentag ausverkauft. Jetzt sitzen 3.000 LandFrauen deutschlandweit auf gepackten Koffern, denn in einer Woche ist es soweit: Nach pandemiebedingter Pause findet die beliebte Veranstaltung am 05. Juli endlich wieder statt. In diesem Jahr lädt der Deutsche LandFrauenverband in die Esperantohalle nach Fulda ein.

Den besonderen Stellenwert, den das Engagement der LandFrauen für den ländlichen Raum hat, belegt die Liste der Rednerinnen und Redner. Dabei sein werden der hessische Ministerpräsident Boris Rhein, Bundesfrauenministerin Lisa Paus und der Oberbürgermeister der Stadt Fulda Heiko Wingenfeld.

„Das WIR im Blick“ ist das Motto des Tages. „Es ist der Zusammenhalt, der unseren Verband gerade in Zeiten multipler Krisen so resilient macht“, erklärt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). „Dabei ist es von immenser Wichtigkeit, dass wir unseren LandFrauen öffentlich Anerkennung zollen für das Engagement, welches sie neben ihrem privaten und beruflichen Alltag leisten. Das soll in diesem Jahr gewürdigt werden. Unser Motto richtet sich an all diese beeindruckenden LandFrauen: Wir sehen euch, wissen und schätzen, was ihr tagtäglich leistet.“ Ganz in diesem Sinne legt das Programm mit der Talkrunde „Das Jahrzehnt der Frauen?!“ und einem hochkarätig besetzten Zwiegespräch zum Motto des Tages „Das WIR im Blick“ einen empowernden Fokus auf weibliche Potenziale. Lou's THE COOL CATS sorgen musikalisch für Swing und Schwung, während Moderatorin Bärbel Schäfer die Gäste durch den Tag führt.

Zwei Auszeichnungen setzen besondere Akzente an diesem Tag, denn sie zeigen, wie erfolgreiche LandFrauenarbeit aussieht. Je drei Frauen werden als „LandFrau des Jahres“, für besonderes ehrenamtliches Engagement, und „LandFrauen mit Ideen - Unternehmerin des Jahres“ ausgezeichnet – geehrt und bejubelt stellvertretend für 450.000 LandFrauen.

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Tue, 28 Jun 2022 13:40:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
LandFrauen in Ghana: Gleichberechtigte Teilhabe in der Land- und Ernährungswirtschaft gestärkt ]]> Die Projektarbeit des Deutschen LandFrauenverbandes in Ghana endet mit großem Erfolg und wird in Uganda fortgeführt

Berlin, 24.06.2022 – Nach fünf Jahren Engagement, wurde die Projektarbeit des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv) in Ghana erfolgreich abgeschlossen. Der dlv arbeitete gezielt mit Landfrauen und Kleinbäuerinnen aus Ghana zusammen, um für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Land- und Ernährungswirtschaft einzutreten. Denn Frauen sind nicht nur die Produzentinnen von Agrarprodukten und Ernährerinnen der Familie, sondern auch Impulsgeberinnen für nachhaltige Veränderung und Entwicklung.

Im Rahmen von zwei Projekten stärkte der dlv Frauen aus fünf ländlichen Regionen Ghanas in den Bereichen Ernährungsbildung und Anlegen von Hausgärten, Weiterverarbeitung von Reis und Geschäftsmodellentwicklung sowie Interessenvertretung und Verbandsentwicklung. Um die Nachhaltigkeit der Aktivitäten zu gewährleisten, kooperierte der dlv vor Ort mit der Frauenförderabteilung des ghanaischen Landwirtschaftsministeriums (Women in Agricultural Development (WIAD)) und mit den lokalen Partnerorganisationen Development Action Association (DAA) und Farmers Organisation Network Ghana (FONG).

Seit 2017 wurde es Frauen durch gezielte Trainings ermöglicht, eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu verfestigen, finanziell unabhängiger zu werden und sich in ihren Arbeitsbereichen zu professionalisieren. Zudem wurden die Teilnehmerinnen sensibilisiert, sich für ihre Interessen einzusetzen, sich zu starken Frauengruppen zusammenzuschließen und Netzwerke zu bilden. Im Fokus stand immer auch der direkte Austausch mit Vertreterinnen des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. und somit zwischen ghanaischen und deutschen LandFrauen.

Die dlv-Projekte von Frau zu Frau haben in Ghana eindrückliche Projektergebnisse erzielt, von denen sich auch die dlv-Delegation im Juni 2022 vor Ort überzeugen konnte: „Der direkte persönliche Austausch mit Teilnehmerinnen der Projekte vor Ort in der Northern Region bekräftigt, dass die Projektaktivtäten Früchte tragen: Hausgärten wurden errichtet, Satzungen von Frauengruppen institutionalisiert und Reisprodukte professionell vermarktet. Ein Grundstein hierfür ist auch die hohe Motivation der ghanaischen Frauen und ihr Engagement erlangtes Wissen anzuwenden“, führt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper aus. Um die Ernährung zu sichern, wurden 60 Frauen als Ernährungsexpertinnen ausgebildet und insgesamt 6.000 Frauen in den Themen ausgewogene Ernährung, Hygiene und dem Anlegen von eigenen Hausgärten geschult. Neun Reisfrauengruppen mit insgesamt circa 270 Mitgliedern haben durch Schulungen im Bereich Parboiling, Marketing, Finanzen und Qualitätssicherung ihre Reisbetriebe professionalisiert und ihr Einkommen gesteigert. Im Zuge von Workshops zu den Themenfeldern Verbandsentwicklung und Interessenvertretung haben 47 von 50 Teilnehmerinnen ihr erlerntes Wissen an ihre Gemeinden und Frauengruppen weitergegeben, indem eigene Transferideen zu Lobbyarbeit, Interessenvertretung und Gruppenstärkung implementiert wurden. Die Kooperation mit DAA und FONG ermöglichte es zudem, weiteren 120 Frauen Methoden an die Hand zu geben, um für ihre Interessen einzustehen sowie neun Großveranstaltungen zum Internationalen Landfrauentag durchzuführen. Ziel war es, auf die bedeutende Rolle der Frauen für eine landwirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam zu machen und Frauen in ländlichen Regionen Ghanas eine Stimme zu geben.

Die Projektergebnisse, die Schlüsselfunktion von Frauen für Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung, aber vor allem auch die Motivation der Frauen vor Ort Wissen umzusetzen und deren Mut Neues anzustoßen, haben den dlv in der Entscheidung bestärkt, die Projektarbeit im Kontext der internationalen Zusammenarbeit fortzusetzen. Um nachhaltige Entwicklung und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen international voranzutreiben, wird der dlv sein Engagement daher in Uganda fortsetzen.

Die Projekte der dlv-LandFrauen gGmbH in Ghana wurden von 2017 bis 2022 im Rahmen der Globalvorhaben „Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ und „Stärkung bäuerlicher Organisationen für nachhaltige Agrarentwicklung“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH implementiert und durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.

Für Bildmaterial des Besuches der dlv-Delegation in Ghana im Juni 2022, setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung.

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Fri, 24 Jun 2022 12:13:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft