Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml Unsere Meldungen als RSS-Feed de-de Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml https://www.landfrauen.info/rss.xml TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mit vereinten Kräften für ein gutes Leben auf dem Land ]]> Der Deutsche LandFrauenverband blickt mit Stolz auf 30 Jahre gemeinsamen Weges

Berlin, 01.10.2020 – Der 30. Jahrestag der Deutschen Einheit ist für den Deutschen LandFrauenverband (dlv) Anlass, auf drei Jahrzehnte Zusammenwachsen, auf positive Entwicklungen, die Stärkung der Gemeinschaft und insbesondere die enormen Leistungen beim Aufbau von LandFrauen-Strukturen im östlichen Teil Deutschlands zu blicken.

„Mein Dank gilt allen LandFrauen, die sich nach 1990 mit Leidenschaft und viel persönlichem Engagement und ehrenamtlicher Bereitschaft in den Aufbau von Vereinen und LandFrauenverbänden im Osten der Republik gestürzt haben“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. „Es erfüllt uns alle mit Freude, was seit 1990 an Wissen, Erfahrungen und Kreativität, aber auch an Veränderungswillen in die Aktivitäten des Deutschen LandFrauenverbandes durch die Frauen in den neuen Landesverbänden eingeflossen ist. Das Zusammenwachsen von LandFrauen in der gesamten Republik konnte aber auch nur durch die Offenheit und Unterstützung unserer etablierten LandFrauenvereine gelingen, die ebenso einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer starken gesamtdeutschen Interessenvertretung von LandFrauen geleistet haben“, so Petra Bentkämper.

Die vergangenen 30 Jahre dokumentieren das gemeinsame Ringen für die Themen von LandFrauen und ihre Erfordernisse an das Leben im ländlichen Raum, an Berufstätigkeit und Familie, an den Um- und Ausbau landwirtschaftlicher Betriebe. Die Herausforderungen dieser Veränderungsleistung machen aber auch klar, dass der Prozess des Zusammenwachsens von LandFrauen in Ost und West nicht immer frei von Missverständnissen war.

„Mit welcher Wucht und Schnelligkeit sich für die LandFrauen im Osten soziale und berufliche Grundwerte und gelebtes Leben veränderten und wie sie damit umgehen mussten, dem können wir nur mit Respekt und Hochachtung begegnen“, sagt Petra Bentkämper. „Wertschätzung basiert auf Vertrauen und eine der wesentlichen Erkenntnisse muss sein, dass wir als LandFrauen den unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Lebensmodellen in Ost und West respektvoll begegnen und im Gespräch bleiben“, so Bentkämper.

Das Präsidium des Deutschen LandFrauenverbandes sieht mit großer Freude, dass engagierte junge LandFrauen in Ost wie West nachwachsen und bereit sind, Verantwortung für die Interessen von 500.000 Frauen zu übernehmen. „Im Jahr 30 nach der deutschen Einheit stimmt uns das zuversichtlich. Denn es gibt genügend Themen, die uns unter den Nägeln brennen und wofür wir die Impulse aller brauchen“, so dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

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Thu, 01 Oct 2020 9:00:00 +0200 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Erntedankerklärung 2020 von EDL — KLB — dlv — DBV ]]> ­Erntedank 2020 — Veränderungen leben!

„Danken und (Weiter-)Denken“ – beides sind Bestandteile des Erntedankfestes, dessen Ursprung bis ins dritte Jahrhundert zurückzuführen ist. Erntedank bedeutet dabei vor allem ein Innehalten am Ende der Erntezeit. Mit der Erntedankerklärung greifen EDL, KLB, dlv und DBV den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs um moralische und ethische Fragen bezüglich unterschiedlicher landwirtschaftlicher Wege auf. Die Landwirtschaft nimmt heute in Deutschland eine kontroverse und durchaus konfliktbehaftete Stellung ein. So gilt sie einerseits in weiten Teilen unserer Gesellschaft als kleiner Arbeits- und Wirtschaftssektor, anderseits steht sie mit ihren modernen und effizienten Produktionsverfahren im Mittelpunkt öffentlicher Debatten.

„Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft (…) von selbst bringt die Erde Frucht (…) Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.“ (Mk 4, 26-29)

Diese Passage aus dem Markus Evangelium gewinnt angesichts der weltweit wütenden Corona-Pandemie wieder an Bedeutung. Gott hat die Erde fruchtbar gemacht und mit seiner Schöpfung die Lebensgrundlage für die landwirtschaftlichen Betriebe und die dort arbeitenden Menschen geschaffen. Gottes Früchte werden von uns Menschen gesät und in Dankbarkeit geerntet.

Das Bild von leeren Regalen – wir werden es schon bald wieder vergessen haben. Niemals vergessen dürfen wir aber, dass die Landwirtschaft die Grundlagen für unser aller Leben liefert. Nahrungsmittelproduktion ist weltweit systemrelevant und darf nicht als selbstverständlich betrachtet werden.

Landwirtinnen und Landwirte tragen in besonderer Weise Verantwortung für unsere Nahrungsmittel, Kulturlandschaften und ihre Nutztiere. Seit jeher leben sie Veränderung. Betrachtet man die Landwirtschaft als Ursprung menschlicher Kulturen, wird der stetige Wandel des Sektors und seine Anpassungsfähigkeit besonders deutlich. Menschen in den landwirtschaftlichen Betrieben ist bewusst, dass eine Fortsetzung der bisherigen bäuerlichen Wirtschafts- und Lebensweisen nicht zielführend sein kann, vielmehr ist es erforderlich sich stetig wandelnden natürlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen und diese aktiv mit zu gestalten. Landwirtschaft, abstammend vom lateinischen Wort „colere“, bedeutet pflegen, hegen und Fürsorge halten. Hieraus wird das Grundverständnis der Landwirtschaft deutlich. Auf moderne Weise ist auch das Leitbild der Nachhaltigkeit darin verwurzelt. Ökonomische, ökologische und soziale Aspekte sind so in Einklang zu bringen, dass gegenwärtige und nachfolgende Generationen in der Stadt und auf dem Land eine Zukunft haben.

Die aktuellen Veränderungen sind nicht nur für Bauernfamilien, sondern auch für die Verbraucher und viele gesellschaftliche Gruppen von großer Bedeutung. Eine produktive Nahrungsmittelerzeugung mit den Zielen des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der Weiterentwicklung des Tierwohls zu vereinbaren, setzt einen gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft und die Wertschätzung von Lebensmitteln voraus.

Landwirtinnen und Landwirte leben Tierwohl, denn sie betrachten ihre Nutztiere nicht als beliebigen Produktionsfaktor, sondern räumen ihnen eine Mitgeschöpflichkeit zum Menschen ein. Es gilt einen würdevollen Umgang mit den Nutztieren von Beginn des Lebens bis hin zur Schlachtung in allen Betrieben zu gewährleisten. Ein fehlendes Verantwortungsbewusstsein ist hierbei nicht akzeptabel. Die in der Landwirtschaft Tätigen leben und wirtschaften von und mit der Natur und sind daher im besonderen Maße mit der Schöpfung verbunden. Daraus resultiert eine große Verantwortung, der jeder Betrieb gerecht werden muss. Dies betrifft den Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie die zukünftige Gestaltung der Lebensmittelproduktion vom Acker bis ins Regal.

Auch der Lebensmittelhandel muss sich dieser Verantwortung bewusster werden. Gerade der aggressive Preiskampf mindert die Wertschätzung von Lebensmitteln in unserer Gesellschaft. Die Bäuerinnen und Bauern stellen sich den zahlreichen Herausforderungen der modernen Landwirtschaft. Dabei geraten die Betriebe mit der Verantwortung für unser aller Lebensgrundlage unter hohen sozioökonomischen Druck. 

Mit der Debatte um mehr Nachhaltigkeit wird eine neue Werteorientierung in Wirtschaft und Gesellschaft deutlich – eine Besinnung auf das eigene Handeln. Diese Reflexion wird zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Dialoges. Hochproduktiv und gleichzeitig nachhaltig – welche internationalen Standards sind vor dem Hintergrund der Versorgungsicherheit und einer steigenden Weltbevölkerung auf der einen Seite und endlicher Ressourcen sowie dem Erhalt von Lebensräumen auf der anderen Seite als zielführend anzusehen? Vor welchen technischen und gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen stehen wir? In welchem Maße trage ich selbst durch mein Verhalten, insbesondere mein Kaufverhalten, Verantwortung? Hier kann die Landwirtschaft durch generationsübergreifendes Denken und Handeln auch auf der Basis christlicher Werte eine Vorbildfunktion für nachhaltiges Wirtschaften und Leben unter Veränderungen einnehmen.

„Danken und (Weiter-)Denken.“

 

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Mon, 28 Sep 2020 10:00:00 +0200 NewskategorienAktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Dialogfähig bleiben, Demokratie stärken ]]> Der Deutsche LandFrauenverband setzt sich aktiv für Demokratie und Freiheit ein

Berlin, 14.09.2020 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) zeigt sich mit Blick auf den Internationalen Tag der Demokratie besorgt über undemokratische Entwicklungen in jüngster Zeit. Hierzu äußert sich dlv-Präsidentin Petra Bentkämper: „Erst in Krisenzeiten zeigt sich, wie demokratiefest eine Gesellschaft ist. Mit der aktuellen Pandemie wird offensichtlich, dass wir auch in einer Demokratiekrise stecken. Denn das im Grundgesetzt verankerte Demonstrationsrecht steht dem ebenso gesetzlich verankerten Gesundheitsschutz der Allgemeinheit gegenüber. Für einen Staat mit demokratischer Grundordnung ist es ein komplizierter Balanceakt, zwischen den persönlichen Freiheitsrechten und dem Wohl der Allgemeinheit die richtige Entscheidung zu treffen.“  

Doch nicht erst seit der Corona-Pandemie ist der Deutsche LandFrauenverband alarmiert. „Die Grenzen des Sagbaren, vor allem in den sozialen Netzwerken, haben sich deutlich verschoben“, so Bentkämper. „Rechtsextreme versuchen sich in strukturschwachen Regionen mit Angeboten einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu verschaffen. Ich bin deshalb schon länger um den Zusammenhalt und das friedliche Miteinander im dörflichen Leben besorgt. Es trifft mich persönlich, wenn ich erlebe, dass Menschen aufgrund ihres Andersseins herabgewürdigt werden. Das steht unserem Grundgesetz diametral entgegen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper mit Verweis auf Artikel 3, Satz 3 des Grundgesetzes.

Einen wichtigen Schlüssel für die Problemlösung sieht Petra Bentkämper darin, dialogfähig zu bleiben: „Wir LandFrauen setzen ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus, Hassreden und Stammtischparolen. Besonders für die ländlichen Räume aber gilt, die Dialogfähigkeit beizubehalten, um die Gräben nicht noch tiefer werden zu lassen.“ Deshalb unterstützt der Verband LandFrauen beispielsweise mit Argumentationstrainings.

Der dlv sieht die dringende Notwendigkeit, sich für die Demokratieentwicklung auf dem Land stark zu machen und hat deshalb das Thema zu einem der Schwerpunkte seiner Arbeit gemacht.

„Wir wollen und müssen wieder mehr Lust auf Demokratie machen. Demokratin zu sein, bedeutet wählen zu gehen und bewusst eine Entscheidung zu treffen. Demokratin zu sein, bedeutet im Austausch von Meinungen Argumente zu hinterfragen, Positionen zu vertreten und Haltung zu zeigen. Das stärkt die LandFrauen vor Ort und unsere Demokratie insgesamt“, so dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.  

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Mon, 14 Sep 2020 11:00:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLändlicher Raum
Keine Geschlechterparität in Sicht ]]> Deutscher LandFrauenverband ist enttäuscht von den Beschlüssen des Koalitionsausschusses im Zusammenhang mit der Wahlrechtsreform

Berlin, 28.08.2020 – In dieser Woche haben sich die Regierungsparteien im Koalitionsausschuss auf eine Wahlrechtsreform in zwei Stufen geeinigt. Für die Bundestagswahl 2021 konnten sie sich lediglich auf kleine Korrekturen zum Wahlrecht verständigen. Für die anstehende Wahl 2021 soll eine Übergangslösung den Zuwachs der Abgeordnetenzahl dämpfen. Das ebenfalls geforderte Ziel, Geschlechterparität im Wahlrecht zu verankern, wurde von den Koalitionspartnern leider verfehlt.

„Hier wurde die Chance verpasst, Frauen ihren berechtigten Anteil am wichtigsten deutschen Gesetzgebungsorgan, dem Deutschen Bundestag, zu garantieren. Sichtweisen und Erfahrungen von Frauen fließen somit weitere Jahre viel zu wenig in politische Entscheidungen ein“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes.

Der Deutsche LandFrauenverband setzt sich seit vielen Jahren für Parität in den Parlamenten ein und hofft, dass die nun eingerichtete Reformkommission dem Auftrag nachkommen wird, bis zur nachfolgenden Bundestagswahl 2025 konkrete Umsetzungsmaßnahmen für Geschlechterparität im Bundestag vorzulegen.

„Wir als Deutscher LandFrauenverband und Interessenvertretung von 500.000 LandFrauen werden nicht müde, eine echte Wahlrechtsreform einzufordern. Damit diese bedeutsame Reform nicht in einem Reförmchen untergeht“, so Petra Bentkämper.

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Fri, 28 Aug 2020 11:00:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Vertraulich, zielorientiert und kompromissbereit sein ]]> Deutscher LandFrauenverband formuliert seine Erwartungen an die Zusammenarbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft

Berlin, 27.08.2020 – Am 7. September 2020 wird erstmals die neu eingerichtete Zukunftskommission Landwirtschaft tagen.

„Ich fühle mich bestärkt, stellvertretend für 500.000 LandFrauen die Sichtweisen insbesondere von Landwirtinnen sowie die Wünsche der Verbraucherinnen und Verbraucher in die Arbeit der Kommission einzubringen“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes und berufenes Mitglied der Zukunftskommission.

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) setzt große Erwartungen an die Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Vertraulichkeit in Bezug auf die Arbeit in der Zukunftskommission Landwirtschaft ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg, das hat die Vorgehensweise bei den Verhandlungen in der Borchert-Kommission gezeigt. Die Verständigung auf eine solche Vereinbarung erwarte ich von allen Mitgliedern der Kommission.“

Petra Bentkämper appelliert an alle Beteiligten für zielorientiertes Arbeiten sowie Sachlichkeit in der Debatte. „Wir brauchen einen breit getragenen Kompromiss, der die Erwartungen unserer Verbraucherinnen und Verbraucher, die Sicherung unserer Landwirtschaft und die Anforderungen zum Schutz unserer Umwelt zusammenführt. Dafür ist es unabdingbar, dass alle Beteiligten ihre Maximalforderungen ablegen und aufeinander zugehen.“

Die Zukunftskommission Landwirtschaft wurde als Ergebnis des Agrargipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Dezember 2019 beschlossen und im Juli 2020 durch das Bundeskabinett eingesetzt. Sie besteht aus 32 Vertreterinnen und Vertretern bundesweit agierender Verbände und Organisationen aus den Themenfeldern Landwirtschaft, Wirtschaft und Verbraucher, Umwelt und Tierschutz sowie Wissenschaft.

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Thu, 27 Aug 2020 11:22:00 +0200 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Bundeskabinett setzt Zukunftskommission Landwirtschaft ein ]]> Deutscher LandFrauenverband sieht einmalige Chance für gemeinsamen Kompromiss

Berlin, 09.07.2020 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) hat große Erwartungen an die gestern offiziell eingesetzte Zukunftskommission Landwirtschaft. Als Mitglied wurde auch dlv-Präsidentin Petra Bentkämper berufen. Sie sagt dazu: „Die Kommission bietet die große Chance, in einen gemeinsamen, sachlichen Dialog über die zukünftige Ausrichtung der deutschen Landwirtschaft einzusteigen. Ich freue mich sehr daran mitwirken zu dürfen und langfristig gültige Lösungen zwischen allen Akteurinnen und Akteuren zu erarbeiten.“

Ein Gesellschaftsvertrag bietet hier die Möglichkeit, langfristige Zielbilder über eine zukunftsfähige, nachhaltige Landwirtschaft gemeinsam festzuschreiben. Der dlv erwartet, dass dieser mittelfristig die Grundlage für eine kohärente Weiterentwicklung der deutschen Agrarpolitik liefert. Petra Bentkämper sagt dazu: „Wir benötigen einen Kompromiss, der Landwirtinnen und Landwirten ein gesichertes Einkommen gewährleistet und die Lebensmittelproduktion in Deutschland garantiert. Gleichzeitig bin ich überzeugt davon, dass sich diese Ziele mit den notwendigen Schritten vereinbaren lassen, die wir alle gemeinsam in Richtung mehr Umwelt-, Natur- und Klimaschutz gehen müssen.“

Die Kommission bindet unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Peter Strohschneider Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft sowie Umwelt ein. Ein erster Zwischenbericht soll bereits im Herbst 2020, der Abschlussbericht im Sommer 2021 vorliegen. „Dieser Zeitplan ist äußerst ambitioniert. Ein gemeinsam getragener Kompromiss erfordert einen intensiven Dialog, eine Einigung auf eine gemeinsame Gesprächsgrundlage und Lösungsorientiertheit sowie Ehrlichkeit auf allen Seiten. Wir müssen uns daher zügig an die Arbeit machen, gerade wenn wir eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft in Deutschland langfristig sicherstellen wollen“, ergänzt die dlv-Präsidentin.

Die Zukunftskommission Landwirtschaft ist ein Ergebnis des Agrargipfels, zu dem Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner rund 40 landwirtschaftliche Verbände als Reaktion auf die Bauernproteste im Herbst 2019 geladen hatten.

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Wed, 08 Jul 2020 11:29:12 +0200 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Start des dlv-Folgeprojekts in Ghana: Frauen stärken, ländliche Entwicklung und Ernährung sichern! ]]> Der Deutsche LandFrauenverband führt seine Aktivitäten im westafrikanischen Staat für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Land- und Ernährungswirtschaft fort

Berlin, 08.07.2020 – Um die Ernährungssituation in Ghana zu verbessern und die Entwicklung der ländlichen Regionen dort voranzubringen, stärkt der Deutsche LandFrauenverband (dlv) weiterhin Frauen in Ghana. Nach dreijähriger erfolgreicher Pilotphase wird sich der dlv bis Juni 2022 in dem westafrikanischen Land in den Bereichen Ernährungsbildung, wirtschaftliche Förderung, Verbandsentwicklung und Interessenvertretung engagieren. Ziel des Projektes ist es, eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu unterstützen. Besonderheit des dlv-Projektes bleibt der direkte Austausch von Frau zu Frau.

„Die Projektaktivitäten in Ghana fortzusetzen ist ein wichtiger Schritt, um Frauen international zu fördern und auch deren Lebensqualität, Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Teilhabe im ländlichen Raum zu stärken. Insbesondere in Zeiten einer globalen Krise, wie der Corona-Pandemie, die starke Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit hat, ist eine nachhaltige ländliche Entwicklung und eine Stabilisierung der Ernährungssituation von großer Bedeutung“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper zum Projektstart. Da es im Projekt um die Stärkung bäuerlicher Organisationen geht, arbeitet der dlv eng mit den zwei ghanaischen Bauernorganisationen Farmer Organisation Network Ghana und Development Action Association sowie deren Mitgliedsorganisationen zusammen.

Zur Stärkung von bäuerlichen Frauenverbänden treffen Ghanaerinnen deutsche LandFrauen im Rahmen eines Austauschs. Dabei sollen sich die Gruppen jeweils mit den Strukturen, Zielen und der Interessenvertretung der eigenen Verbände auseinandersetzen. Auch die Zusammenarbeit mit Reisfrauenverbänden bleibt ein Fokus der dlv-Aktivitäten: Die Entwicklung eines Geschäftsmodells für die Weiterverarbeitung von Reis ermöglicht es den Bäuerinnen, ihr Einkommen zu steigern. Um die Ernährungssicherheit zu verbessern und Mangelernährung zu reduzieren, wird der dlv in Zusammenarbeit mit ghanaischen Expertinnen und deutschen LandFrauen ein Fortbildungsmodul zur Ernährungsbildung und dem Anlegen von Hausgärten entwickeln. Denn klar ist: Der Zugang zu lokalen Lebensmitteln ist ausschlaggebend für eine ausgewogene Ernährung und eine nachhaltige Resilienz, die während der globalen Covid-19-Krise eine noch stärkere Bedeutung haben.

Das Projekt der dlv-LandFrauen gGmbH wird im Rahmen des Globalvorhabens „Stärkung bäuerlicher Organisationen“ der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit durchgeführt. Zudem ist es Teil der „Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit.

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Mon, 06 Jul 2020 16:16:40 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Gründerinnen-Studie des dlv: Online-Befragung bis 14. August ]]> Deutscher LandFrauenverband findet mit bundesweiter Studie heraus, wie es Gründerinnen im ländlichen Raum geht

Berlin, 29.06.2020 – Um endlich auf verlässliche Zahlen zur Situation von Gründerinnen im ländlichen Raum zurückgreifen zu können, führt der Deutsche LandFrauenverband (dlv) gemeinsam mit Empirica AG, einem unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitut, eine bundesweite Studie durch. Ziel der Studie ist es, herauszufinden, warum Frauen in ländlichen Räumen gründen, wie erfolgreich sie dabei sind und welche Unterstützung von Beratungsstellen sie brauchen. „Bislang gibt es weder aktuelle noch belastbare Daten zu Existenzgründerinnen im ländlichen Raum. Wir freuen uns, mit der Studie diese Lücke zu schließen und so die Interessen und Unterstützungsbedarfe von Gründerinnen auf dem Land zielgerichtet zu ermitteln“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Bis zum 14. August sind Gründerinnen und gründungsinteressierte Frauen aufgerufen, unter diesem Link an der Befragung teilzunehmen: https://lamapoll.de/Fragebogen_Gruenderinnen.

Die Studie besteht aus mehreren Bausteinen. Sie beinhaltet neben der Befragung von Gründerinnen im ländlichen Raum auch eine Online-Befragung von Gründungsberatungsstellen und Gründerinnennetzwerken. Zusätzlich werden Interviews mit Expertinnen und Experten durchgeführt, statistische Daten ausgewertet und Beispiele guter Praxis identifiziert. Die Studienergebnisse werden Ende des Jahres vorgestellt.

Die Studie wird im Rahmen des Projekts „Selbst ist die Frau“ durchgeführt. Mit dem Projekt sensibilisiert der dlv Frauen für die Existenzgründung als berufliche Möglichkeit. Denn Frauen nehmen sich häufig nicht als mögliche Gründerin wahr. Um das zu ändern, unterstützen acht Gründungslotsinnen Frauen auf dem Weg in die berufliche Selbstständigkeit. In Präsenz- und Online-Workshops vermitteln sie angehenden Gründerinnen, wie man erfolgreich ein Bankgespräch führt, was einen guten Businessplan ausmacht und wie die innerfamiliäre Arbeitsteilung mit dem Einkommen zusammenhängt.

Die aktuellen Workshop-Termine und weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter:
https://www.landfrauen.info/projekte/selbst-ist-die-frau. Das Projekt wird noch bis zum 31.12.2020 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

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Mon, 29 Jun 2020 9:45:51 +0200 AktuellesSelbst ist die FrauGerechte Chancen
Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt: LandFrauen in Stiftungsrat berufen ]]> Der Deutsche LandFrauenverband sieht Unterstützungsbedarf für Ehrenamtliche im ländlichen Raum

Berlin, 23.06.2020 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) ist heute beim Gründungsfestakt der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt in Neustrelitz als einer von insgesamt neun Vertretern der Zivilgesellschaft in den Stiftungsrat berufen worden. Ziel der neu gegründeten Stiftung ist die Stärkung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und des Ehrenamts in strukturschwachen und ländlichen Räumen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Inneren (BMI) sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) führen die Stiftung. Der dlv vertritt 500.000 Frauen im ländlichen Raum und will sich im Stiftungsrat dafür einsetzen, dass ehrenamtlich Engagierte die notwendigen strukturellen Unterstützungen erfahren.

„Ehrenamtliches Engagement ist eine wichtige Stütze des ländlichen Raums. Vereine sind die Motoren gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ich freue mich wirklich sehr, dass wir die Chance haben, unsere Expertise in den Stiftungsrat einzubringen. Ehrenamtliche im ländlichen Raum brauchen diese Stiftung: zum Beispiel für konkrete Hilfen bei bürokratischen Fragen oder beim digitalen Transformationsprozess“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper in Neustrelitz.

Der Deutsche LandFrauenverband hat die Gründung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt von Anfang an intensiv begleitet und seine Sichtweisen zur Ausrichtung in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Der dlv begrüßt, dass die Bundesregierung den hohen Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft erkannt hat und sieht in der Stiftung die große Chance, Ehrenamt und Engagement bundesweit zu unterstützen und voranzubringen.

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Tue, 23 Jun 2020 15:06:00 +0200 NewskategorienAktuellesGerechte Chancen
Die LandFrauen-Wanderausstellung „Verbraucherdschungel“ geht online ]]> Der Deutsche LandFrauenverband und die Verbraucherzentralen starten mit einer digitalen Ausstellung für mehr Verbraucherkompetenz

Berlin, 11. Juni 2020 ­– Ab heute können Verbraucherinnen und Verbraucher die Ausstellung „Verbraucherdschungel“ des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) online als digitale Ausstellung besuchen. Auf www.verbraucherdschungel.landfrauen.info haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich durch die Hürden und Fallstricke der Verbrauchermärkte zu klicken. Die Ausstellung ist Teil des Projekts „LandFrauenGuides – Verbraucherinfos aufs Land gebracht“, mit dem der dlv zu mehr Verbraucherkompetenz in ländlichen Regionen beiträgt.

„In der Corona-Krise sind persönliche Beratungs- und Informationsangebote nur stark eingeschränkt möglich. Gleichzeitig stehen Verbraucherinnen und Verbraucher aber aktuell vor besonderen Herausforderungen und neuen Fragen. Mit dem digitalen Verbraucherdschungel bieten wir ein innovatives Angebot, um auch jetzt Orientierung im Verbraucheralltag zu geben!“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper zum Start der Online-Ausstellung. „Wir wollen mit der Ausstellung auf unterhaltsame Weise sensibilisieren, damit Menschen wissen worauf sie achten sollten – beim kontaktlosen Bezahlen genauso wie beim Online-Shopping.“

Von Telekommunikation über Datenschutz bis hin zu Versicherungen widmet sich die Ausstellung fünf verschiedenen Bereichen des wirtschaftlich-rechtlichen Verbraucherschutzes.  Alltäglichen Fragen, wie „wie kann ich mich vor Phishing schützen?“, „wann kann ich einen Online-Kauf widerrufen?“ oder „woran erkenne ich eine unseriöse Finanzberatung?“, werden dort beantwortet.

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) fördert das Projekt in den nächsten zweieinhalb Jahren. Das Projekt wird in Kooperation mit den Verbraucherzentralen unter Federführung der Verbraucherzentrale Bayern durchgeführt. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.landfrauenguides.info

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Thu, 11 Jun 2020 10:14:00 +0200 AktuellesKompetent im Alltag
Berliner Erklärung: Rückschritte verhindern – Gleichstellung in der Corona-Krise weiter voranbringen! Berlin, 12.05.2020: Die 17 Frauenverbände der Berliner Erklärung fordern die Bundesregierung auf, engagierter für konkrete Verbesserungen bei der Gleichberechtigung einzutreten. Die Corona-Krise legt nach Ansicht der Verbände nicht nur die bestehenden Defizite in der Gleichstellungspolitik offen, sie ist auch besorgniserregend für die gleichstellungspolitische Entwicklung in Deutschland. Denn die Krise wird für viele Verzögerungen als Erklärung genutzt, um Maßnahmen nicht mehr in dieser Legislaturperiode abzuschließen.

Aktuell wird ein zentrales gleichstellungspolitisches Vorhaben des Koalitionsvertrags, die Verschärfung und Ausweitung des Gesetzes für mehr Frauen in Führungspositionen, massiv in Frage gestellt. Der vorliegende Gesetzentwurf, der sich in der Ressortabstimmung befindet, wird insbesondere vom Bundeswirtschaftsministerium abgelehnt, wegen der angeblich unzumutbaren Mehrbelastung für die Unternehmen und weil darin Forderungen aufgestellt werden, die über den Koalitionsvertrag hinausgehen.

„In der Corona-Krise werden die Defizite der Gleichstellung wie im Brennglas sichtbar: Frauen stehen in vorderster Reihe, um die Krise zu bewältigen. Aber sie müssen auch vorne stehen, wenn es um Führungsverantwortung in der Wirtschaft und um gerechte Bezahlung geht. Die Politik steht in der Pflicht, hier nicht nachzulassen. Das gilt für Bund und Länder gleichermaßen. Wir erwarten jetzt konkrete Verbesserungen für die Frauen in Deutschland. Wir sind in Sorge und die Zeit drängt“, erklärt Monika Schulz-Strelow, Präsidentin von FidAR e. V., Frauen in die Aufsichtsräte, im Namen der Initiatorinnen.

Die zentralen Forderungen der Berliner Erklärung zur Bundestagswahl 2017 haben nichts an Dringlichkeit verloren. Wir fordern unverändert:

  • Gleichberechtigte Teilhabe
  • Gleiche Bezahlung
  • Verbindlichkeit, Transparenz und Monitoring von Gleichstellungspolitik

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart: „Wir wollen noch vorhandene strukturelle Hemmnisse abbauen und werden dazu eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie entwickeln und mit einem Aktionsplan umsetzen.“ Auch soll eine Einrichtung gegründet werden, die sich wissenschaftlich fundiert mit Fragen der gerechten Partizipation von Frauen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Medien und Wissenschaft befasst. Bis zum Ende der Legislaturperiode im September 2021 stehen noch wichtige Teile dieser vereinbarten Maßnahmen auf der Agenda. Allerdings bleibt nicht mehr viel Zeit, sie umzusetzen.

Den Stand der Umsetzung der Forderungen zur Gleichstellung analysiert die Berliner Erklärung laufend. Die Ergebnisse werden unter www.berlinererklaerung.de veröffentlicht. Zwischenzeitlich haben die Initiatorinnen mit allen Parteien, die vor zwei Jahren bereit waren, ihre gleichstellungspolitischen Ziele für die Bundestagswahl 2017 zu erläutern, Gespräche zur gleichstellungspolitischen Halbzeitbilanz geführt, zuletzt mit der neuen Parteispitze der SPD.

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Tue, 12 May 2020 10:20:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Erfolgreicher dlv-Projektabschluss in Ghana: Tausende Kleinbäuerinnen vor Ort gestärkt ]]> Der Deutsche LandFrauenverband setzt sich seit drei Jahren im westafrikanischen Staat für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Land- und Ernährungswirtschaft ein.

Berlin, 7. Mai 2020 – Nach drei Jahren Projektarbeit in Ghana zieht der Deutsche LandFrauenverband (dlv) eine beeindruckende Bilanz: 4.000 Frauen aus 40 verschiedenen Gemeinden wurden zu Ernährung, Hygiene und Hausgärten geschult. 120 Frauen haben gelernt, ihre politischen Interessen vor Ort wirksam einzufordern und 20 Frauen lernten in Deutschland die Verbandsarbeit hautnah kennen. 150 Reis-Produzentinnen gelang es durch die vom dlv eingeführte Technik einen Teil ihrer Produktion auf Parboiled Reis umzustellen, um so die Qualität zu steigern und damit mehr Einkommen zu generieren. Damit hat der dlv sein Ziel, Kleinbäuerinnen und LandFrauen in Ghana zu stärken und damit zur Ernährungssicherheit im Land beizutragen, erreicht.

„Wir haben gezielt mit LandFrauen und Kleinbäuerinnen aus Ghana zusammengearbeitet, um gemeinsam für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Land- und Ernährungswirtschaft einzutreten. Frauen sind dort nicht nur Produzentinnen von Agrarprodukten, sondern auch Ernährerinnen der Familie. Wir sind der festen Überzeugung, dass Frauen eine zentrale Rolle bei der Stärkung einer nachhaltigen, landwirtschaftlichen Entwicklung und bei der Verbesserung der Ernährungssicherheit spielen. Eine explizite Förderung von Frauen ist also unbedingt erforderlich“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper zum Projektabschluss.

Im Rahmen des Projektes in Ghana schulte der dlv seit 2017 LandFrauen aus der Volta Region, Brong Ahafo und Greater Accra in Seminaren zu den Bereichen Ernährungsbildung und Weiterverarbeitung von Reis. Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen vor Ort (FONG Farmers Organisation Network Ghana und DAA Development Action Association) brachte der dlv den Frauen außerdem das Thema Interessenvertretung nahe. Der dlv eröffnete den Ghanaerinnen mit seinem Projekt Wege in größere finanzielle Unabhängigkeit und befähigte sie, ihre Interessen selbstbewusst von der Politik einzufordern. Wie wichtig es ist sich zu starken Frauengruppen zusammenzuschließen und unterstützende Netzwerke zu bilden, erfuhren die Projektteilnehmerinnen bei der Seminarreise nach Deutschland. „Durch das Projekt wurde es Kleinbäuerinnen ermöglicht, ihre Stimmen zu erheben, damit ihre Interessen wahrgenommen und Veränderungen angestoßen werden. Diese Arbeit ist wichtig und muss fortgeführt werden, gerne zusammen mit dem dlv“, sagt Lydia Sasu, Geschäftsführerin der dlv-Partnerorganisation DAA. Um die Nachhaltigkeit seiner Arbeit zu gewährleisten, beantragt der dlv gegenwärtig ein Folgeprojekt in Ghana, um auch weiterhin LandFrauen international zu unterstützen.

Das dlv-Projekt der LandFrauen gGmbH leistet einen Beitrag zum Gesamtvorhaben der Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE) der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und war Teil der „Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ).

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Thu, 07 May 2020 9:12:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Bäuerinnen in der Corona-Krise: Frauen auf den Höfen brauchen dringend Entlastung ]]> Der Deutsche LandFrauenverband fordert politische Lösungen, um Frauen auf den Höfen in ihrer jetzigen Situation zu unterstützen

Berlin, 04.05.2020 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) fordert die Bundesregierung dazu auf, in der aktuellen Corona-Krise endlich auch Frauen auf den landwirtschaftlichen Betrieben in den Blick zu nehmen. Der dlv sieht die Bundesregierung in der Pflicht, einen raschen Maßnahmenplan zu entwickeln, um die Frauen in der Landwirtschaft zu entlasten. Ein solcher Plan muss neben den aktuellen finanziellen Soforthilfen Lösungen für die Kinderbetreuung sowie Strategien zur raschen Wiederbelebung der momentan stillgelegten Betriebszweige beinhalten.

„Die Frauen auf den Höfen arbeiten seit Wochen am Limit, um das wirtschaftliche Auskommen ihrer Betriebe zu sichern und Ausfälle von Fremdarbeitskräften zu kompensieren. Gleichzeitig betreuen sie ihre Kinder zu Hause und managen den Haushalt weiter“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Die Betriebe haben parallel einen hohen Aufwand, um alle Hygienevorschriften einzuhalten und die Gesundheit von Familienmitgliedern und verbleibenden Mitarbeitern zu schützen. Diese Frauen sind am Ende ihrer Kräfte und brauchen dringend eine Perspektive.“

Die Aufgabenbereiche und Rollen von Frauen auf den Höfen sind auch unter normalen Umständen sehr vielfältig und herausfordernd. Als Unternehmerinnen leiten sie die Betriebe oder einzelne Betriebszweige. Dazu zählen insbesondere touristische, pädagogische, soziale und sonstige Freizeitangebote, welche zur Einkommenssicherung beitragen. Bereiche, die von der Corona-Krise stark betroffen sind. Außerdem verantworten sie mehrheitlich die Buchführung und viele arbeiten je nach Bedarf im Stall und auf dem Acker mit.

Dazu kommt, dass Frauen noch immer mehrheitlich für das Familien- und Haushaltsmanagement auf den Höfen zuständig sind. Eine weitere Schwierigkeit wirft Juliane Vees, Erste dlv-Vizepräsidentin, auf: „Die Pflege und Verantwortung für die auf den Höfen lebenden Altenteiler kann nicht mehr geteilt werden, da die Angehörigen den Höfen zum Schutz der Älteren fernbleiben. Außerdem fällt die Entlastung über die Tagespflege aufgrund von Corona weg.“

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Mon, 04 May 2020 11:17:00 +0200 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Applaus alleine reicht nicht: Systemrelevante Berufe endlich langfristig aufwerten! ]]> Der Deutsche LandFrauenverband fordert einen politischen Maßnahmenplan für die Zukunft

Berlin, 30.04.2020 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) sieht dringenden politischen Handlungsbedarf, die Arbeit im Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen langfristig aufzuwerten. „Die Corona-Krise macht sehr deutlich, dass es ohne diese oft schlecht bezahlten Care-Berufe, die überwiegend von Frauen ausgeführt werden, nicht funktioniert“, sagt Petra Bentkämper, dlv-Präsidentin. Neben einem einmaligen Zeichen der Anerkennung, wie der geplanten Auszahlung einer Sonderprämie an Pflegekräfte, sieht der dlv die Bundesregierung in der Pflicht, einen Maßnahmenplan zu entwickeln, um die Arbeit im Gesundheitsbereich – auch über die Krise hinaus – nachhaltig aufzuwerten.

„Gesamtgesellschaftlich erfahren die systemrelevanten Berufe derzeit eine große Dankbarkeit. Das ist richtig und wichtig. Dennoch ist es an der Zeit, die finanzielle Situation dieser Berufe stärker in den Fokus zu nehmen“, so Bentkämper. Der dlv ist sich sicher, dass die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft nur sichergestellt ist, wenn Beschäftigte im Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen auch die finanzielle Wertschätzung bekommen, die sie verdienen.

Neben einer deutlichen monetären Aufwertung der Sorgeberufe fordert der dlv, dass sich die Rahmenbedingungen für die Angestellten in systemrelevanten Berufen langfristig verbessern. Dazu gehören Aufstiegs- und Karrierechancen und die bessere Vereinbarung von Familie und Beruf. Nur so können sorgende Berufe für junge Menschen attraktiv gemacht werden und Deutschland eine Situation, wie derzeit erlebt, gut überstehen.

Auch hält der dlv an einer schnellen Einführung der Grundrente fest. „Die bereits beschlossene Grundrente muss endlich auf den Weg gebracht werden und darf trotz Krise nicht in der Versenkung verschwinden. Schon jetzt könnten rund zwei Millionen Frauen, darunter auch viele Frauen aus dem Pflege- und Gesundheitswesen, im Alter von der Grundrente profitieren“, sagt Petra Bentkämper.

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Thu, 30 Apr 2020 9:30:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Corona-Krise: Eltern brauchen dringend Perspektive ]]> Der Deutsche LandFrauenverband fordert, Kitas und Grundschulen zeitnah und schrittweise wieder zu öffnen

Berlin, 23.04.2020 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) unterstützt das Vorhaben von Bundesfamilienministerin Dr. Giffey, Kindertageseinrichtungen schrittweise wieder zu öffnen und appelliert an die Länder, ihren Vorschlägen zu folgen. „Wer glaubt, dass Kinderbetreuung und Homeoffice auf Dauer vereinbar sind, hat genau zwei Dinge nicht verstanden: Kinderbetreuung und Homeoffice“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Aktuell berät Bundesministerin Dr. Giffey in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe über ein Konzept, Kitas bereits vor dem 1. August wieder zu öffnen. Seit Wochen sind die Einrichtungen aufgrund der Corona-Krise geschlossen.  

Der dlv begrüßt den geplanten Ausbau der Notfallbetreuung für Alleinerziehende und weitere Berufsgruppen, fordert zudem aber dringend, alle Eltern von Kindergarten- und Grundschulkindern in den Blick zu nehmen. „Viele Frauen und ihre Familien sind mit ihren Kräften am Ende, wenn es heißt, den beruflichen Anforderungen in vollem Umfang gerecht zu werden und Kinder nebenbei ganztags zu betreuen. Eine Utopie, die auf Dauer nicht funktionieren kann. Die Politik ist gefordert, Eltern eine verlässliche und bundesweit einheitliche Perspektive zu geben. Darüber hinaus muss es höchste Priorität sein, zu verhindern, dass Frauen die Leidtragenden dieser Krise werden. Der Rückfall in klassische Rollenmodelle – der Mann geht arbeiten und die Frau versorgt die Kinder – muss mit allen Kräften verhindert werden“, sagt Petra Bentkämper.

Die neue Entschädigungsregel für Eltern ist ein wichtiger Schritt, den Einkommensdruck vieler Familien zu mindern. So können Familien, die derzeit ihre Arbeitsstunden reduzieren, Verdienstausfälle bis zu einem bestimmten Prozentsatz erstattet bekommen. „Auch hier sehen wir, dass der Entschädigungsanspruch zu kurz greift und nur ein Teil der Gesellschaft davon profitieren kann. Eltern, die Kurzarbeitergeld bekommen, haben derzeit noch keinen Anspruch darauf. Wenn Kita-Schließungen zu Lohnausfällen führen, darf eine Familie nicht in existentielle Not geraten“, sagt Ursula Braunewell, Zweite Vizepräsidentin des dlv. Der dlv sieht die Bundesregierung in der Pflicht, alle Eltern, die wegen der Zuhause-Betreuung nicht arbeiten können, finanziell abzusichern. Die Einführung einer Corona-Elternzeit mit Elterngeld ist dafür ein richtiger Ansatz.

Bei allen Entscheidungen ist es unbedingt erforderlich, die Entwicklung und das Wohl der Kinder in Hinblick auf soziale Bindungen und kognitive Förderung zu beachten. An vielen von ihnen geht diese Krisenzeit nicht spurlos vorbei – sie vermissen ihre Kindergarten- und Schulfreunde. Es ist also an der Zeit, dass gerade für sie vertraute Strukturen und Bezugspersonen ein Stück weit zurückkehren.

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Thu, 23 Apr 2020 14:32:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Ostergruß 2020 ]]> Das dlv-Präsidium wünscht Frohe Ostern und sagt Danke: für unermüdlichen Einsatz, für tatkräftige Unterstützung, für Mut machende Worte, für Geduld, Respekt und Abstand!

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Thu, 09 Apr 2020 9:01:05 +0200 Aktuelles
Neue Ausbildungsverordnung Hauswirtschaft mit wichtigen Impulsen für Berufszweig Deutscher LandFrauenverband begrüßt die künftige Ausrichtung der Hauswirtschaft mit ländlich-agrarischem Schwerpunkt

Berlin, 07.04.2020 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) begrüßt das Ergebnis des Verfahrens zur Neuordnung der Berufsausbildung Hauswirtschaft, das mit der Veröffentlichung am 1. April 2020 nun offiziell abgeschlossen ist. Ab 1. August tritt die neue Verordnung in Kraft. Mit diesem neuen Regelwerk wird die duale Berufsausbildung Hauswirtschaft sowohl strukturell und inhaltlich wie auch bei den Prüfungen aktualisiert.

„Die Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie systemrelevant die Hauswirtschaft ist. Hauswirtschaftliche Fachkräfte verrichten unverzichtbare Dienstleistungen am und für Menschen. Oft sind es Risikogruppen, die sie versorgen und betreuen. Jedes Seniorenwohnheim kann sich glücklich schätzen, wenn es über eine qualifizierte hauswirtschaftliche Leitung mit kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verfügt. Mit den neuen Ausrichtungen wird die Berufsausbildung insbesondere in diesem Bereich noch besser aufgestellt sein“, sagt Petra Bentkämper, dlv-Präsidentin.

Die Ausbildung wird zukünftig nicht mehr nach sogenannten Einsatzgebieten, sondern nach den Schwerpunkten personenbetreuende Dienstleistungen, serviceorientierte Dienstleistungen und ländlich-agrarische Dienstleistungen strukturiert.

Der dlv sieht einen wachsenden Fachkräftebedarf in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern und Seniorenwohnheimen, in der Gemeinschaftsverpflegung von Schulen und Kitas, in Privathaushalten und im Landtourismus.

„Der Landtourismus hat sich in den letzten Jahren immer weiter professionalisiert. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass es einen Schwerpunkt ländlich-agrarische Dienstleistungen gibt, weil wir hier Potential sehen“, führt Petra Bentkämper aus. Ferienhöfe, Hof-Cafés oder auch Direktvermarktungsbetriebe können dann passgenauer und prüfungsrelevant auf die Anforderungen in ihren Betrieben ausbilden.

Ausbildungsbetriebe oder die, die es werden möchten, können sich bei den zuständigen Stellen für Berufsbildung in ihrem jeweiligen Bundesland informieren. Zum kommenden Ausbildungsjahr kann nur noch nach der neuen Ausbildungsverordnung ausgebildet werden.

„Jetzt sind auch wir LandFrauen gefragt, dass die Verordnung gut ins Rollen kommt. Und zwar nicht nur als Ausbilderinnen, sondern auch als Prüferinnen, Vertreterinnen in den regionalen Berufsgremien und Multiplikatorinnen“ sagt Christine Reitelshöfer, Vorsitzende des Fachausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherpolitik und Mitglied im Präsidium des dlv.

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Tue, 07 Apr 2020 14:21:00 +0200 AktuellesKompetent im Alltag
Rentenkommission: Ergebnisse trotz dringendem Handlungsbedarf unzureichend Der Deutsche LandFrauenverband fordert Kurswechsel in der Rentenpolitik

Berlin, 01.04.2020 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) ist nicht zufrieden mit den Ergebnissen der Rentenkommission. „Die Corona-Krise zeigt uns, wie schnell Menschen um ihre Existenz fürchten und wie wichtig gerade jetzt konkrete Vorschläge und verlässliche Strukturen für die eigene Alterssicherung sind“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Im Mai 2018 hat die Bundesregierung die Rentenkommission eingesetzt und damit beauftragt, sich mit der Sicherung und Fortentwicklung des jetzigen Rentensystems auseinanderzusetzen.

Der dlv fordert seit vielen Jahren eine Rente, die zum Leben reicht und ist sich sicher, dass nur diejenigen, die eine Rente oberhalb der Grundsicherung erhalten, im Alter ausreichend abgesichert sind. „Es freut uns, dass die Bundesregierung ihr Koalitionsversprechen eingehalten hat und das Thema Rente auf die politische Tagesordnung gesetzt hat. Wir begrüßen die Festlegung der doppelten Haltelinien und sehen hier ein geeignetes Mittel, um das Rentenniveau zu stabilisieren“, sagt Petra Bentkämper.

Die gesetzliche Rente ist für viele Frauen die wichtigste Säule des Alterseinkommens und muss es auch bleiben. „Zu sehr hat sich die Rentenkommission auf die anderen beiden Säulen konzentriert und unter anderem den Ausbau der privaten Altersvorsorge gefordert. Viele Frauen, die heute einen systemrelevanten Beruf ausüben, können sich eine private Vorsorge dadurch aber immer noch nicht leisten. Wer weiterhin auf das ‚Drei-Säulen-Modell‘ setzt, trägt nicht zur Alterssicherung, sondern zur Ausweitung der geschlechtsspezifischen Rentenlücke bei“, so Bentkämper.

Die gesetzliche Rentenversicherung muss dauerhaft gestärkt werden. Als Pflichtversicherung muss sie auf alle Bürgerinnen und Bürger – Selbstständige, Langzeitarbeitslose, Abgeordnete, Beamte – ausgeweitet werden. Gerade für Selbstständige mit geringem Einkommen stellen Altersvorsorgeaufwendungen ein hohes Risiko und eine finanzielle Belastung dar. Der dlv fordert die Bundesregierung auf, die Ergebnisse der Rentenkommission weiterzuentwickeln und dabei vor allem die Lebensrealitäten vieler Frauen noch stärker in den Blick zu nehmen.

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Wed, 01 Apr 2020 14:13:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Absage des Deutschen LandFrauentages 2020 wegen Corona-Virus ]]> Der Deutsche LandFrauenverband entscheidet sich dazu, die Großveranstaltung mit 5.000 LandFrauen in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen

Berlin, 25.03.2020 – Angesichts der Verbreitung des Corona-Virus hat sich der Deutsche LandFrauenverband (dlv) dazu entschlossen, den diesjährigen Deutschen LandFrauentag am 1. Juli 2020 in Essen, abzusagen. „Schweren Herzens müssen wir dieses Highlight im LandFrauen-Jahr ausfallen lassen. Wir tun das, um unsere Mitglieder zu schützen und, weil wir die besondere Verantwortung, die wir alle derzeit haben, sehr ernst nehmen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Eine terminliche Verschiebung der Veranstaltung ist aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar. Der nächste LandFrauentag ist 2022 in Fulda geplant.

Der Deutsche LandFrauentag findet alle zwei Jahre statt. Dieses Jahr sollte er unter dem Motto „LandFrauen zeigen Flagge“ stehen und im Verbandsgebiet der rheinischen LandFrauen, in der Essener Gruga-Halle ausgerichtet werden. Die insgesamt 5.000 Eintrittskarten waren innerhalb weniger Stunden verkauft. „Sowohl der dlv als auch viele kleine Ortsvereine sind bereits mitten in der Planung. Um die Kosten stemmen zu können, ist es uns wichtig, an dieser Stelle die Reißleine zu ziehen. Selbstverständlich erstatten wir die Kartenpreise und hoffen, auf Verständnis für diese Entscheidung“, sagt Petra Bentkämper.

Das Präsidium des dlv hat diese Entscheidung in enger Abstimmung mit dem gastgebenden Landesverband, dem Rheinischen LandFrauenverband, getroffen. Der dlv dankt dem Rheinischen LandFrauenverband für das Mittragen des Beschlusses. Auch in diesen Zeiten zeigt sich, dass die LandFrauen zusammenstehen. „Wir hätten die LandFrauen aus dem gesamten Bundesgebiet in Essen so gern als unsere Gäste begrüßt“, sagt Jutta Kuhles, Präsidentin des Rheinischen LandFrauenverbandes. "Dennoch halten wir diese Entscheidung auf jeden Fall für richtig, auch wenn sie sehr schwer gefallen ist. Doch 'aufgeschoben ist nicht aufgehoben'. Wir werden alles daran setzen, 2026 gastgebender Landesverband zu werden und dann 5.000 gesunde und muntere LandFrauen in Essen willkommen zu heißen.“

Weiter Informationen zur Absage finden Sie hier.

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Wed, 25 Mar 2020 12:35:09 +0100 AktuellesZukunft Ehrenamt
Parität in Politik und Wirtschaft endlich gesetzlich durchsetzen ]]> Zum Internationalen Frauentag fordert der Deutsche LandFrauenverband eine angemessene Repräsentanz von Frauen in der Gesellschaft

Berlin, 06.03.2020 – Um Parität in Spitzenpositionen der Wirtschaft und politischen Ämtern durchzusetzen, fordert der Deutsche LandFrauenverband (dlv) die Bundesregierung am Internationalen Frauentag auf, verbindliche gesetzliche Regelungen auf den Weg zu bringen. „Der Blick zu den Zahlen macht deutlich, dass wir in Deutschland dringenden Handlungsbedarf in Sachen Parität haben. Laut Statistik leben in Deutschland rund 42 Millionen Frauen und 41 Millionen Männer. Der Bevölkerungsanteil an Frauen spiegelt sich in keiner Weise in der Politik oder in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft wider. Aktuell sind rund 31,2 Prozent Frauen im Deutschen Bundestag und nur 7,7 Prozent Frauen in den Vorständen der Deutschen Wirtschaft. Wir fordern deshalb konkrete Schritte zur Umsetzung von Parität in Politik und Wirtschaft“, sagt die Präsidentin des dlv, Petra Bentkämper.

Der dlv begrüßt die Initiative von Bundesfrauenministerin Dr. Giffey und Bundesjustizministerin Lambrecht, die gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte von den bisherigen 105 auf insgesamt 600 Unternehmen auszuweiten. Die Initiative sieht zudem vor, dass künftig bei Vorständen mit mehr als drei Mitgliedern mindestens eine Frau vorne mit dabei sein muss. „Die Erfahrungen bei der Quote für Aufsichtsräte haben gezeigt, dass freiwillige Regelungen nicht reichen und daher ist es nur folgerichtig, mit einem Gesetz nachzulegen“, sagt Petra Bentkämper.

Für mehr Frauen in der Politik braucht es nach Einschätzung des dlv mehr Entschlossenheit bei den Parteien. Den sinkenden Frauenanteilen in den Parlamenten muss bei einer Wahlrechtsreform etwas entgegengesetzt werden. „Als vor über 100 Jahren das Frauenwahlrecht eingeführt wurde, brauchte es auch entschlossene Frauen und Männer, die sich dafür eingesetzt haben. Es liegt an den politisch Verantwortlichen, nun wieder ein starkes Zeichen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in den Parlamenten zu setzen. Gehen wir es gemeinsam an!“, ermutigt die dlv-Präsidentin.

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Fri, 06 Mar 2020 9:00:00 +0100 AktuellesGerechte Chancen