Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml Unsere Meldungen als RSS-Feed de-de Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml https://www.landfrauen.info/rss.xml TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Nur noch wenige Tage bis zum Deutschen LandFrauentag ]]> Auszeichnungen, prominente Gäste und politische Diskussionen bei Festlichkeiten in Fulda 

Berlin, 28.06.2022 – Innerhalb von zehn Minuten waren die Eintrittskarten für den diesjährigen Deutschen LandFrauentag ausverkauft. Jetzt sitzen 3.000 LandFrauen deutschlandweit auf gepackten Koffern, denn in einer Woche ist es soweit: Nach pandemiebedingter Pause findet die beliebte Veranstaltung am 05. Juli endlich wieder statt. In diesem Jahr lädt der Deutsche LandFrauenverband in die Esperantohalle nach Fulda ein.

Den besonderen Stellenwert, den das Engagement der LandFrauen für den ländlichen Raum hat, belegt die Liste der Rednerinnen und Redner. Dabei sein werden der hessische Ministerpräsident Boris Rhein, Bundesfrauenministerin Lisa Paus und der Oberbürgermeister der Stadt Fulda Heiko Wingenfeld.

„Das WIR im Blick“ ist das Motto des Tages. „Es ist der Zusammenhalt, der unseren Verband gerade in Zeiten multipler Krisen so resilient macht“, erklärt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). „Dabei ist es von immenser Wichtigkeit, dass wir unseren LandFrauen öffentlich Anerkennung zollen für das Engagement, welches sie neben ihrem privaten und beruflichen Alltag leisten. Das soll in diesem Jahr gewürdigt werden. Unser Motto richtet sich an all diese beeindruckenden LandFrauen: Wir sehen euch, wissen und schätzen, was ihr tagtäglich leistet.“ Ganz in diesem Sinne legt das Programm mit der Talkrunde „Das Jahrzehnt der Frauen?!“ und einem hochkarätig besetzten Zwiegespräch zum Motto des Tages „Das WIR im Blick“ einen empowernden Fokus auf weibliche Potenziale. Lou's THE COOL CATS sorgen musikalisch für Swing und Schwung, während Moderatorin Bärbel Schäfer die Gäste durch den Tag führt.

Zwei Auszeichnungen setzen besondere Akzente an diesem Tag, denn sie zeigen, wie erfolgreiche LandFrauenarbeit aussieht. Je drei Frauen werden als „LandFrau des Jahres“, für besonderes ehrenamtliches Engagement, und „LandFrauen mit Ideen - Unternehmerin des Jahres“ ausgezeichnet – geehrt und bejubelt stellvertretend für 450.000 LandFrauen.

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Tue, 28 Jun 2022 13:40:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
LandFrauen in Ghana: Gleichberechtigte Teilhabe in der Land- und Ernährungswirtschaft gestärkt ]]> Die Projektarbeit des Deutschen LandFrauenverbandes in Ghana endet mit großem Erfolg und wird in Uganda fortgeführt

Berlin, 24.06.2022 – Nach fünf Jahren Engagement, wurde die Projektarbeit des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv) in Ghana erfolgreich abgeschlossen. Der dlv arbeitete gezielt mit Landfrauen und Kleinbäuerinnen aus Ghana zusammen, um für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Land- und Ernährungswirtschaft einzutreten. Denn Frauen sind nicht nur die Produzentinnen von Agrarprodukten und Ernährerinnen der Familie, sondern auch Impulsgeberinnen für nachhaltige Veränderung und Entwicklung.

Im Rahmen von zwei Projekten stärkte der dlv Frauen aus fünf ländlichen Regionen Ghanas in den Bereichen Ernährungsbildung und Anlegen von Hausgärten, Weiterverarbeitung von Reis und Geschäftsmodellentwicklung sowie Interessenvertretung und Verbandsentwicklung. Um die Nachhaltigkeit der Aktivitäten zu gewährleisten, kooperierte der dlv vor Ort mit der Frauenförderabteilung des ghanaischen Landwirtschaftsministeriums (Women in Agricultural Development (WIAD)) und mit den lokalen Partnerorganisationen Development Action Association (DAA) und Farmers Organisation Network Ghana (FONG).

Seit 2017 wurde es Frauen durch gezielte Trainings ermöglicht, eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu verfestigen, finanziell unabhängiger zu werden und sich in ihren Arbeitsbereichen zu professionalisieren. Zudem wurden die Teilnehmerinnen sensibilisiert, sich für ihre Interessen einzusetzen, sich zu starken Frauengruppen zusammenzuschließen und Netzwerke zu bilden. Im Fokus stand immer auch der direkte Austausch mit Vertreterinnen des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. und somit zwischen ghanaischen und deutschen LandFrauen.

Die dlv-Projekte von Frau zu Frau haben in Ghana eindrückliche Projektergebnisse erzielt, von denen sich auch die dlv-Delegation im Juni 2022 vor Ort überzeugen konnte: „Der direkte persönliche Austausch mit Teilnehmerinnen der Projekte vor Ort in der Northern Region bekräftigt, dass die Projektaktivtäten Früchte tragen: Hausgärten wurden errichtet, Satzungen von Frauengruppen institutionalisiert und Reisprodukte professionell vermarktet. Ein Grundstein hierfür ist auch die hohe Motivation der ghanaischen Frauen und ihr Engagement erlangtes Wissen anzuwenden“, führt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper aus. Um die Ernährung zu sichern, wurden 60 Frauen als Ernährungsexpertinnen ausgebildet und insgesamt 6.000 Frauen in den Themen ausgewogene Ernährung, Hygiene und dem Anlegen von eigenen Hausgärten geschult. Neun Reisfrauengruppen mit insgesamt circa 270 Mitgliedern haben durch Schulungen im Bereich Parboiling, Marketing, Finanzen und Qualitätssicherung ihre Reisbetriebe professionalisiert und ihr Einkommen gesteigert. Im Zuge von Workshops zu den Themenfeldern Verbandsentwicklung und Interessenvertretung haben 47 von 50 Teilnehmerinnen ihr erlerntes Wissen an ihre Gemeinden und Frauengruppen weitergegeben, indem eigene Transferideen zu Lobbyarbeit, Interessenvertretung und Gruppenstärkung implementiert wurden. Die Kooperation mit DAA und FONG ermöglichte es zudem, weiteren 120 Frauen Methoden an die Hand zu geben, um für ihre Interessen einzustehen sowie neun Großveranstaltungen zum Internationalen Landfrauentag durchzuführen. Ziel war es, auf die bedeutende Rolle der Frauen für eine landwirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam zu machen und Frauen in ländlichen Regionen Ghanas eine Stimme zu geben.

Die Projektergebnisse, die Schlüsselfunktion von Frauen für Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung, aber vor allem auch die Motivation der Frauen vor Ort Wissen umzusetzen und deren Mut Neues anzustoßen, haben den dlv in der Entscheidung bestärkt, die Projektarbeit im Kontext der internationalen Zusammenarbeit fortzusetzen. Um nachhaltige Entwicklung und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen international voranzutreiben, wird der dlv sein Engagement daher in Uganda fortsetzen.

Die Projekte der dlv-LandFrauen gGmbH in Ghana wurden von 2017 bis 2022 im Rahmen der Globalvorhaben „Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ und „Stärkung bäuerlicher Organisationen für nachhaltige Agrarentwicklung“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH implementiert und durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.

Für Bildmaterial des Besuches der dlv-Delegation in Ghana im Juni 2022, setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung.

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Fri, 24 Jun 2022 12:13:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
LandFrauen positionieren sich zur Zukunft der häuslichen Pflege ]]> Ausgestaltung haushaltsnaher Dienstleistungen muss gleichstellungspolitischen Anforderungen gerecht werden

Berlin, 20.06.2022 – „Die häusliche Pflege auf dem Land zukunftsfest zu gestalten, ist in Hinblick auf den demografischen Wandel von immenser Bedeutung -- gerade für Frauen, die derzeit noch den Großteil der häuslichen Pflege übernehmen“, äußert sich Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) anlässlich des vom dlv-Fachausschuss Frauen-, Sozial- und Gesellschaftspolitik erarbeiteten Positionspapiers zur Zukunft der häuslichen Pflege in ländlichen Regionen. „Die geplante Förderung von haushaltsnahen Dienstleistungen kann dazu beitragen pflegende Frauen und ihre Familien in der Organisation der häuslichen Pflege zu unterstützen.“

Der Deutsche LandFrauenverband setzt dabei einen gleichstellungspolitischen Schwerpunkt und nimmt die Politik in die Pflicht: Sowohl die Ausgestaltung der haushaltsnahen Dienstleistungen als auch die Organisation der häuslichen Pflege muss sich an gleichstellungspolitischen Anforderungen messen.

„Die Grundlage für eine gute häusliche Pflege ist die finanzielle Absicherung der pflegenden Person. Derzeit wird diese aber nicht ausreichend finanziell ausgeglichen. So trägt häusliche Pflege zu weiblicher Altersarmut bei“, stellt Ursula Braunewell, 2. Vizepräsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes und Vorsitzende des Fachausschusses, fest.

Das Positionspapier „Gute Pflege auf dem Land sichern und Altersarmut von Frauen bekämpfen!“ enthält Forderungen zur Etablierung der haushaltsnahen Dienstleistungen, der Organisation der häuslichen Pflege auf dem Land und zur geschlechtergerechten Aufteilung der Pflegesituation.

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Mon, 20 Jun 2022 9:12:00 +0200 AktuellesPressemeldungenGerechte Chancen
Für mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung müssen alle Stellschrauben gedreht werden ]]> Der Deutsche LandFrauenverband fordert in aktuellem Positionspapier ein Umdenken der Gemeinschaftsverpflegungen und nimmt die Politik in die Pflicht

Berlin, 14.06.2022 – Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat Einfluss auf das Klima. Da immer mehr Menschen regelmäßig in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung versorgt werden, ist es besonders wichtig, dass das Angebot in der Gemeinschaftsgastronomie, wie in Kantinen und Mensen möglichst nachhaltig ist. Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) sieht hier einen wirkkräftigen Hebel, damit Ernährung einen größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

„Um ein klimafreundliches Angebot in der Gemeinschaftsverpflegung zu etablieren braucht es vor allem eines: Eine neue Küchenkultur, die stärker auf frische, regionale und saisonale Produkte setzt. Das kann nur mit handwerklicher Zubereitung und hauswirtschaftlichem Fachpersonal in den Großküchen gelingen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „In Modellprojekten wie dem ‚House of Food‘ in Kopenhagen oder der ‚Kantine Zukunft‘ Berlin wurde bewiesen, wie man die Gemeinschaftsverpflegung nachhaltig gestalten kann und das sogar kostenneutral. Jetzt sind Bund und Länder gefordert dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen und die nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung in der Ernährungsstrategie 2023 festzuschreiben.“

Einen ersten Schritt sieht der dlv in der verpflichtenden Einführung der Qualitätsstandards für Gemeinschaftsverpflegungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), in der die Aspekte der Nachhaltigkeit in jedem Prozessschritt miteinbezogen werden.

Christine Reitelshöfer, Präsidiumsmitglied des dlv und Vorsitzende des Fachausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherpolitik, betont: „Natürlich bedeutet die Umstellung hin zu mehr Qualität und Nachhaltigkeit große Anstrengungen für die Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung. Deshalb ist es so wichtig, dass die Politik unterstützt: durch die Förderung von Schulungs- und Beratungsangeboten, das Anpassen der Vergaberichtlinien sowie durch die Einführung eines bundesweit einheitlichen Herkunftskennzeichens für Lebensmittel.“
 

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Tue, 14 Jun 2022 10:02:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
Zeitenwende auch in der Agrarpolitik? ]]> Politische Debatte beim Startschuss „Tag des offenen Hofes“

Berlin, 10.06.2022 – Bei der Eröffnung des diesjährigen „Tag des offenen Hofes“ auf Lödings Bauernhof am See diskutierten am Freitag hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verbänden und Praxis mit Blick auf den Krieg in der Ukraine über regionale Landwirtschaft zwischen Welternährung und Klimaschutz.

Der gastgebende Betriebsleiter Andreas Löding sieht es kritisch, wenn Flächen aus der Produktion genommen werden. Gerade in den Gunstregionen müsse jeder landwirtschaftliche Betrieb seinen Teil dazu beitragen, die Versorgungslage zu entspannen, ohne dass die Umwelt nachhaltig darunter leidet, so der Landwirt beim „Talk am See“.

„Für mich steht außer Zweifel: Die langfristige Sicherung unserer Ernährung wird nur gelingen können, wenn wir künftig deutlich ressourcenschonender und im Einklang mit unseren natürlichen Lebensgrundladen wirtschaften“, so Dr. Manuela Rottmann. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium betont, dass es jetzt vor allem darum gehe, die Handelswege offen zu halten. Im Umbrechen der ökologischen Vorrangflächen sieht sie nicht den richtigen Weg.

DBV-Präsident Joachim Rukwied verweist darauf, dass für das Anbaujahr 2023 rund die Hälfte der vorgesehenen nicht produktiven Fläche für die Getreideerzeugung genutzt werden könnte, um die Versorgungslage zu entspannen. Dieses Angebot der Bauern müsse die Politik annehmen. Außer Frage stehe, dass die Weiterentwicklung der Landwirtschaft hin zu noch mehr Klimaschutz, Umweltschutz und Tierwohl weiterhin auf der Agenda stehen müsse.

Dr. Dorit Kuhnt sieht in der aktuell angespannten Lage eher ein Verteilungsproblem als ein Mengenproblem. Die Staatssekretärin aus dem Schleswig-Holsteiner Landwirtschaftsministerium appelliert, nicht eine Krise gegen die andere auszuspielen. Es müsse nicht nur die Ernährungskrise, sondern auch die Klimakrise sowie die Artenkrise bekämpft werden. Als ein zielführendes Beispiel nannte sie die in Schleswig-Holstein auf den Weg gebrachte Biodiversitätsstrategie.

„Landwirtschaft muss regional sein und globale Verantwortung übernehmen“, stellt Theresa Schmidt klar. Die Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend sagt: „Gerade wir Junglandwirte und Junglandwirtinnen sind uns dieser Herausforderung bewusst. Dafür brauchen wir gesellschaftliche Akzeptanz, Planungssicherheit und politische Verankerung. Nur so bietet die heimische Landwirtschaft auch nachfolgenden Generationen eine Chance.

Petra Bentkämper ist es vor allem ein Anliegen, die Bedeutung der regionalen Landwirtschaft zu betonen. „Wenn ein Betrieb erst einmal aufgegeben hat, ist dieser unwiederbringlich verloren“, warnt die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. Sie sieht einen großen Hebel bei der Gemeinschaftsverpflegung. Von der Politik fordert sie bundesweit angeglichene Vergaberichtlinien, die es den öffentlichen Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung ermöglichen, rechtssicher regionale und saisonale Produkte zu beziehen.

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Fri, 10 Jun 2022 13:02:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLandFrauen und Landwirtschaft
Geschlechtergerechtigkeit – nicht länger Worthülse im GAP-Strategieplan ]]> Deutscher LandFrauenverband fordert Geschlechtergerechtigkeit und Frauenförderung konsequent mitzudenken und umzusetzen

Berlin, 08.06.2022 – „Die Gleichstellung aller Geschlechter und sozialen Gruppen […] dient als Querschnittsaufgabe […] über alle Ziele der GAP hinweg“, wird im deutschen GAP-Strategieplan postuliert. Dies solle sich in Strukturen und Rahmenbedingungen widerspiegeln, um diskriminierungsfreie, wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Teilhabechancen für alle Menschen in den ländlichen Gebieten zu ermöglichen.

Bereits bei der Anhörung im Deutschen Bundestag zur GAP am 7. Juni 2021 hat der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) darauf gedrängt, die Lebenssituation von Frauen in ländlichen Regionen durch eine geschlechtergerechte Ausgestaltung der GAP-Förderinstrumente zu verbessern. Die Einschätzung des dlv zum nun vorliegenden 1.800-seitigen Strategieplan ist, dass sich Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit zu wenig in den Interventionen und Indikatoren wiederfinden lassen. Der jüngst übermittelte Observation Letter der EU-Kommission teilt diese Beurteilung.

Der Strategieplan sieht keine flächendeckenden Maßnahmen vor, um Frauen gleichwertige wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Teilhabechancen zu ermöglichen oder bestehenden Benachteiligungen wirksam entgegenzuwirken. Gründungsberatung, Qualifizierungsmaßnahmen, Coaching und Mentoring müssen aus Sicht des dlv für alle Frauen in allen Tätigkeitsbereichen und allen Regionen Deutschlands zugänglich sein. Wünschenswert wäre, das Programm „Innovative Maßnahmen für Frauen im ländlichen Raum“, wie es in Baden-Württemberg umgesetzt wird, bundesweit zu etablieren.

„Der Frauenanteil in der Leitung landwirtschaftlicher Betriebe ist sehr ausbaufähig: 89 Prozent Männern stehen gerade einmal 11 Prozent Frauen gegenüber“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Umso wichtiger ist es, diese Ungleichheit anzugehen und frauenspezifische Komponenten in die Förderung von Junglandwirt*innen aufzunehmen sowie die Existenzgründung von Frauen in landwirtschaftlichen Bereichen stärker in den Blick zu nehmen.“

„Die von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir erbetene Sonder-Agrarministerkonferenz zur Nachbesserung des GAP-Strategieplans bekommt von uns einen klaren Arbeitsauftrag: In Sachen Geschlechtergerechtigkeit nachjustieren!“, fordert Bentkämper.

Schon bei der Beteiligungsveranstaltung des BMEL mit verschiedenen Verbänden vergangene Woche bekräftigte dlv-Vizepräsidentin Juliane Vees: „Nur mit paritätisch besetzten Entscheidungsgremien – und zwar auf allen Ebenen von der LEADER-Region bis hin zum Begleitausschuss auf Bundesebene – werden Maßnahmen zu gleichen Teilen Männern und Frauen zugutekommen. Zu oft haben wir erlebt, wie männlich dominierte Gremien dazu führen, dass frauenspezifische Projekte den Kürzeren ziehen.“ Das sind für den Deutschen LandFrauenverband Gründe genug, um seine Bereitschaft zur Mitarbeit im Begleitausschuss auf nationaler Ebene anzubieten. Denn so hätte die Perspektive von Landwirtinnen und Frauen im ländlichen Raum eine konsequente Vertretung.

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Wed, 08 Jun 2022 10:00:00 +0200 AktuellesPressemeldungenGerechte Chancen
Bundesweit echte Landwirtschaft erleben ]]> „Tag des offenen Hofes“ am 11. und 12. Juni

Berlin, 07.06.2022 – Landwirtschaft anfassen, entdecken und mit allen Sinnen erleben – all das bietet der „Tag des offenen Hofes“. Nach pandemiebedingter Pause ist es 2022 endlich wieder soweit: Landwirtinnen und Landwirte, LandFrauen und Landjugend laden am kommenden Wochenende ein, die heimische Landwirtschaft und die Menschen dahinter persönlich kennenzulernen.

Egal ob Groß oder Klein, Alt oder Jung, Familie oder Single – beim Besuch können sie sich ein eigenes Bild von den Betrieben machen – unbeeinflusst von Werbeversprechen oder zugespitzten medialen Debatten. Besser lässt sich Landwirtschaft nicht begreifen. Ob im Stall bei den Kühen oder vor Maschinen, deren Radgröße alle überragt – beim „Tag des offenen Hofes“ geht das Erleben einher mit Begegnungen auf Augenhöhe zwischen denen, die essen, und denen, die fürs Essen sorgen. 

Optimal für den persönlichen Austausch – auch über das, was Landwirte und Landwirtinnen konkret für mehr Klimaschutz oder Tierwohl tun. Welche digitalen Tools dafür auf den Höfen genutzt werden? Oder wie Verbraucher und Verbraucherinnen selbst Verantwortung übernehmen und die regionale Erzeugung unterstützen können? All das lässt sich beim „Tag des offenen Hofes“ im direkten Gespräch vor Ort klären.

Die Eindrücke werden dabei so unterschiedlich sein, wie die heutige Landwirtschaft selbst. So unterschiedlich wie die Palette der teilnehmenden Höfe - von tierhaltenden über Ackerbaubetriebe bis hin zu Wein-, Obst- und Gemüsebaubetrieben. Sie öffnen ihre Türen, um Einblicke in ihre vielfältige und innovative Arbeit zu bieten. Viele der teilnehmenden Höfe sind im digitalen Höfefinder aufgelistet.

Der „Tag des offenen Hofes" ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) und ihrer Landesverbände. Er wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

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Tue, 07 Jun 2022 12:02:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLändlicher Raum
Die Zukunft der ländlichen Räume im Blick ]]> LandFrauen diskutieren mit Bundestagsabgeordneten und verschaffen ihren Forderungen politisches Gehör

Berlin, 28.04.2022 – Einige Politiker*innen zeigten sich beim Parlamentarischen Abend sichtlich überrascht, wie vielfältig die Forderungen des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) sind. Von der Einführung eines Paritätsgesetzes, den Herausforderungen im Ehrenamt über wohnortnahe Geburtshilfe bis hin zu digitaler Infrastruktur und regionalen Wertschöpfungsketten – die LandFrauenarbeit ist breit aufgestellt.

„Wir setzen uns für bessere Lebensqualität, gute Arbeitsbedingungen und gleichberechtigte, gesellschaftliche Teilhabe von Frauen im ländlichen Raum ein. Der ländliche Raum steht vor großen Herausforderungen. Dies wurde auch in den Gesprächen deutlich“, sagt dlv-Vizepräsidentin Juliane Vees über den Parlamentarischen Abend. „Umso wichtiger ist es, im Dialog zu bleiben und die ländlichen Regionen zu zukunftsfähigen Orten zu entwickeln.“

Nach mehr als zwei Jahren Pandemie fand der Parlamentarische Abend nun wieder in Präsenz statt. 35 Abgeordnete und Mitarbeitende aus dem Deutschen Bundestag sind der Einladung des dlv gefolgt. Ausgetauscht haben sich die Landfrauen mit ihren Gästen über Frauenpolitik, starke Demokratie, Ehrenämter, ländliche Räume, Landwirtschaft und Ernährung. An Thementischen und anschließendem Get-together bot der dlv Raum für ein Kennenlernen und einen intensiven Austausch.

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Thu, 28 Apr 2022 14:00:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLändlicher Raum
Mitmachen beim „Tag des offenen Hofes“ 2022 ]]> Echte Landwirtschaft beim bundesweiten Wochenende

Berlin, 27.04.2022 – Landwirtschaft zeigen, wie sie wirklich ist. Darum geht es am Wochenende 11. und 12. Juni beim bundesweiten „Tag des offenen Hofes“.

Der Tag des offenen Hofes bietet die Gelegenheit, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und für die Landwirtschaft zu werben. Die Medienwissenschaft sagt: Der Tag des offenen Hofes ist ein enorm wichtiges Instrument für die landwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit und eine Marke in den ländlichen Regionen. Im Schulterschluss beweisen Landwirte, LandFrauen und Landjugend Dialogbereitschaft, Transparenz und Offenheit. Gleichzeitig informieren sie ihre Gäste direkt und persönlich über die Landwirtschaft.

Mit dem „Tag des offenen Hofes“ lassen sich Brücken bauen; mit echten Landwirtschafts­erlebnissen lassen sich Wissen vermitteln und Vertrauen schaffen. Die Pandemie lässt die Tage des offenen Hofes wieder zu. Egal ob großes Hoffest oder kleine Feldführung – jede Aktion ist willkommen, um Menschen aus der Stadt auf dem Land neue Ein- und Ansichten zur heutigen Landwirtschaft zu vermitteln.

Mitmachen und zeigen, wie großartig Landwirtschaft ist, ist wichtig und weiterhin gewollt. Hilfe dabei gibt die Webseite www.offener-hof.de, die den gastgebenden Höfen und Gästen wichtige Informationen liefert. Das kostenfreie Hofpaket unterstützt landwirtschaftliche Betriebe mit Material und kann ab sofort über die i.m.a. bestellt werden, die diese Aktion unterstützt.

Der „Tag des offenen Hofes" ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) und ihrer Landesverbände. Er wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

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Wed, 27 Apr 2022 7:59:00 +0200 AktuellesPressemeldungenLändlicher Raum
Bundesstiftung Gleichstellung: Deutscher LandFrauenverband wird in den Beirat berufen ]]> Bundesstiftung Gleichstellung: Deutscher LandFrauenverband wird in den Beirat berufen

Berlin, 05.04.2022 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) ist am Montag als eine von vier zivilgesellschaftlichen Vertretungen in den Beirat der Bundesstiftung Gleichstellung berufen worden.

„Ich freue mich über die Berufung in den Beirat der Bundesstiftung und die Möglichkeit der Mitgestaltung. Die Stiftung macht deutlich, dass Gleichstellung als politische Querschnittsaufgabe verstanden wird. Als starke Stimme der Frauen in den ländlichen Räumen werden wir die besonderen Herausforderungen und Perspektiven in den Beirat einbringen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Die Bundesstiftung Gleichstellung hat ihre Arbeit in der zweiten Jahreshälfte 2021 aufgenommen. Der dlv sieht in der Stiftung eine wichtige Institution, um die strukturelle Benachteiligung von Frauen in allen Lebensbereichen weiter abzubauen. Berufenes Mitglied im Stiftungsbeirat ist Hauptgeschäftsführerin Daniela Ruhe und dlv-Präsidentin Petra Bentkämper als stellvertretendes Mitglied. Der Beirat hat eine beratende Funktion und unterstützt mit Expertise aus Ländern, Kommunen, Verbänden und Wissenschaft.

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Tue, 05 Apr 2022 8:57:20 +0200 AktuellesPressemeldungenGerechte Chancen
Jahrzehnt der Gleichstellung: Rechte von Frauen stärken ]]> Zum Internationalen Frauentag 2022 unterstreicht der Deutsche LandFrauenverband die Notwendigkeit des Engagements für eine chancengerechtere Welt

Berlin, 07.03.2022 – Zum Internationalen Frauentag 2022 richtet sich der Blick des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) auf die große Kraft der frauenpolitischen Teilhabe und Mitgestaltung. „Frauengenerationen vor uns sind für ihre Rechte eingetreten, der Blick auf die aktuelle Lage in Deutschland, aber auch in der Ukraine zeigt: Wir Frauen müssen für unsere Rechte, für die Freiheit immer wieder eintreten, dies bleibt Aufgabe und Verpflichtung für uns alle“, zeigt sich dlv-Präsidentin Petra Bentkämper überzeugt.

Mit Blick auf die angekündigten Reformvorschläge der Bundesregierung sieht der dlv Handlungsbedarf: „Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung verspricht arbeitsmarktpolitische Reformen, die einiges an Potenzial zur Verbesserung der Stellung der Frau in der Gesellschaft mitbringen. Dabei müssen jetzt nicht nur Taten folgen, sondern auch die spezifischen Lebensumstände von Frauen in ländlichen Regionen gezielt in den Blick genommen werden. Hierfür machen wir LandFrauen uns seit jeher stark“, sagt Petra Bentkämper.

Mit dem im Koalitionsvertrag formulierten Versprechen, die echte Gleichstellung in den nächsten zehn Jahren zu erreichen, sieht der dlv die Bundesregierung enorm im Zugzwang, dieses Vorhaben zeitnah und ohne Verzögerung anzugehen.

Die Überführung von Minijobs in die Sozialsicherungssysteme – als wichtiger Punkt zur Bekämpfung von Altersarmut – ist nicht geplant, das sieht der dlv aus frauenpolitischer Sicht sehr kritisch, ebenso die Anhebung der Minijobobergrenze auf 520 Euro. „Das langfristige Ziel muss sein, Frauen weitestgehend in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu bringen, um sie wirtschaftlich unabhängig zu machen und vor Altersarmut zu bewahren“, mahnt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Weiterhin beabsichtigt die Bundesregierung die Stabilisierung der Rente durch eine teilweise Kapitalabdeckung in Form dauerhafter Fonds zu ermöglichen. Auf die spezifischen Bedingungen, wie familienbedingte Erwerbsunterbrechungen, die häufig zu weiblicher Altersarmut führen und auf die der dlv seit langem hinweist, wird allerdings nicht eingegangen. Immerhin sollen durch eine Weiterentwicklung des Entgelttransparenzgesetzes, wie auch vom dlv gefordert, individuelle Rechte durch Verbände eingeklagt werden können. Auch die Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen durch ein Zulagen- und Gutscheinsystem begrüßt der dlv im Zuge seiner Forderung sehr, da dies ein wichtiger Baustein für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Care-Arbeit darstellen kann.

„Die geplanten Reformvorhaben kommen den dlv-Forderungen zur Sicherung gleichberechtigter Teilhabe und der Verhinderung von Altersarmut zwar ein Stück näher, doch die tatsächliche Gleichstellung braucht ein gesamtgesellschaftliches Umdenken. Wir Frauen müssen und dürfen nicht nachlassen, für unsere Rechte einzutreten. In Deutschland und in der Welt“, zeigt sich Petra Bentkämper entschlossen.

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Mon, 07 Mar 2022 0:00:00 +0100 AktuellesGerechte Chancen
Weil Mitbestimmung vor Ort anfängt: mehr Frauen in die Kommunalpolitik! ]]> Deutscher LandFrauenverband und EAF Berlin präsentieren bei gemeinsamer Veranstaltung Aktionsprogramm zur Förderung von Frauen in der Kommunalpolitik

Um mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen, starten der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) und die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V. (EAF) das „Aktionsprogramm Kommune – Frauen in die Politik!“. Bei der gemeinsamen digitalen Auftaktveranstaltung am Mittwoch mit rund 150 Gästen wurde deutlich, wie dringend es nachhaltige und passgenaue Ansätze braucht, um den Anteil von Frauen in der Kommunalpolitik zu erhöhen. Denn Fakt ist: Frauen sind in den Gremien und Ämtern deutscher Kommunen deutlich unterrepräsentiert. In den kommunalen Vertretungen liegt der Frauenanteil bei gerade einmal 27,7 Prozent. Das Bürgermeisterinnenamt wird zu 90 Prozent von Männern besetzt; der Anteil der Landrätinnen liegt nur bei knapp 9,5 Prozent.

„Wir wissen, dass Frauen sich aus vielerlei Gründen schwertun, ein politisches Mandat zu übernehmen. Frauen sind äußerst selbstkritisch, oftmals passen die Rahmenbedingungen nicht, das Sitzungsklima und der Umgangston sind rau – in den sozialen Medien nicht selten respektlos. Oftmals sind die zu besetzenden Positionen ehrenamtlich und das erfährt viel zu selten die nötige Wertschätzung“, sagte dlv-Präsidentin Petra Bentkämper dem zugeschalteten Publikum von frauenpolitisch Engagierten, Kommunalpolitikerinnen und -politikern, Verbändevertretenden, Presse sowie LandFrauen.

Die EAF-Vorsitzende Dr. Helga Lukoschat erklärte, dass es deshalb im Aktionsprogramm vor allem um die Gewinnung, Stärkung und Vernetzung von Frauen gehe. „Wie schaffen wir es, dass mehr Frauen in die Kommunalpolitik gehen? Wie können wir die Rahmenbedingungen für Frauen und damit auch für alle anderen verbessern? Darum geht es ja letztlich in unserem Programm: um die Förderung der Demokratie“, so Lukoschat. Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), ergänzte in ihrer Videobotschaft: „Von echter Gleichstellung sind wir noch meilenweit entfernt.“ Das Aktionsprogramm, das von ihrem Haus gefördert wird, könne zeigen, wie Frauen durch „besseres Zeitmanagement von Sitzungen, durch verlässliche Kinderbetreuung, eine angemessene Vergütung und eine respektvolle Sitzungs- und Debattenkultur“ für die Politik vor Ort gewonnen werden.  

Im gemeinsamen Projekt von dlv und EAF werden bis 2024 in zwei Durchgängen jeweils zehn ausgewählte Regionen über eineinhalb Jahre beraten und begleitet, um den Anteil von Frauen in der Kommunalpolitik zu erhöhen. Vor Ort finden dazu Werkstattgespräche mit interessierten und erfahrenen Frauen statt, in denen neben Austausch und Vernetzung auch gezielte Argumentationstrainings und Hilfe zum Selbstmarketing für die Teilnehmenden angeboten werden. In Zusammenarbeit mit den männlichen Entscheidungsträgern in den Regionen sollen nachhaltige Veränderungen angestoßen und verankert werden.
„Bei uns in der Kommune gibt es nur zwei Bürgermeisterinnen. Viele Themen kommen zu kurz, weil so wenige Frauen in den Gremien sitzen“, erklärt Anuschka Hörr von der fränkischen Kommune Hesselberg, die an dem Programm teilnimmt. „Die Hälfte der Menschen, die hier leben, sind Frauen. In den kommunalpolitischen Vertretungen sind wir von dieser Ausgewogenheit aber weiter entfernt“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Birgit Lipsky aus der teilnehmenden Kommune Oranienburg.

Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Die drei kommunalen Spitzenverbände – der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag – unterstützen das Programm ebenso wie die BAG Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragen.

Weitere Informationen zum Aktionsprogramm finden Sie hier.

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Thu, 10 Feb 2022 10:41:00 +0100 AktuellesGerechte Chancen
Zukunft des weiblichen Ehrenamts im ländlichen Raum sichern ]]> Bessere Infrastrukturen für Ehrenamt in gemeinsamem Fachforum vom Deutschen LandFrauenverband (dlv) und von der Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. (FfG) gefordert

Damit Ehrenamt auch in Zukunft eine tragfähige Säule für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bildet, braucht es umfassende politische und verbandliche, Engagement fördernde Anstrengungen. So lautet die Hauptaussage der Veranstaltung vom Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv) beim 15. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Im Rahmen des Fachforums präsentierte das Institut für Gerontologie an der TU Dortmund erste Zwischenergebnisse seiner Studie über das Engagement der LandFrauen.

„Um Engagement auch in Zukunft zu sichern, müssen LandFrauen die gesellschaftlich bedingten Herausforderungen, vor denen das Ehrenamt steht, konsequent angehen: veränderte Altersstrukturen, Nachwuchsprobleme, neue Bedürfnisse und Bedarfe, Vereinbarkeitsfragen und im ländlichen Raum noch zusätzlich infrastrukturellen Problemstellungen. Wie also können wir unter diesen veränderten Bedingungen bestehende Mitglieder halten und neue gewinnen?“, fragte dlv-Präsidentin Petra Bentkämper zur Eröffnung der Veranstaltung mit knapp 200 online zugeschalteten Gästen.

Mögliche Antworten auf diese Frage liefern erste Forschungsergebnisse der Studie „Ländliches Engagement im demografischen und sozialen Wandel: Status quo, Herausforderungen und Gestaltungsperspektiven am Beispiel der LandFrauen“. Zusammen mit dem Institut für Gerontologie an der TU Dortmund nimmt der dlv darin das ehrenamtliche Engagement von LandFrauen in den Blick. Die Wissenschaftlerin Britta Bertermann erklärte beim Zukunftsforum: „Ehrenamtsförderung muss aktiv angegangen werden und braucht Engagement ermöglichende Infrastrukturen auf dem Land.“ Die bisher durchgeführten Interviews hätten gezeigt, dass das Ehrenamt vor Ort dann erfolgreich sei, wenn es sich an lebensbiografische Veränderungen anpassen könne.

In der Podiumsdiskussion bekräftigte Ursula Braunewell, zweite dlv-Vizepräsidentin, die Wichtigkeit einer gut funktionierenden Infrastruktur im ländlichen Raum für das Ehrenamt. Aber auch öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung sei wichtig, um Engagement zu fördern. Katarina Peranić, Vorständin der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt erklärte, man wolle zukünftig bei der Ehrenamtsförderung weniger in Jährlichkeiten und Projekten denken und sich dafür einsetzen, digitale Ausstattungen für Vereine und Verbände zu fördern. Mit Blick in die Zukunft, ergänzte sie, dass sich auch junge Menschen engagieren und zu Wort kommen wollen. Ihnen gehe es ganz stark um Selbstwirksamkeit. Dr. Ansgar Klein, Hauptgeschäftsführer des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement ergänzte, dass neue, informelle Formen von Engagement zunehmend wichtiger würden. Elisa Manukjan vom BMEL appellierte an die Vereine, offen zu sein und sich möglichen Mitgliedern nicht zu verschließen.

Dass Ehrenamt auch in Zukunft wichtig bleibe, betonte dlv-Präsidiumsmitglied Elisabeth Brunkhorst in ihrem Abschlussstatement: „Das Bedürfnis nach Gemeinschaft ist generationenübergreifend und das müssen wir vermitteln, nutzen und für die Zukunft sichern. Wer sich bei uns engagiert, weiß, was wir aneinander haben und wie wichtig die LandFrauen in ihren Vereinen, vor Ort, für den sozialen Zusammenhalt sind.“

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Thu, 27 Jan 2022 12:51:00 +0100 AktuellesZukunft Ehrenamt
BäuerinnenForum 2022: Landwirtschaft der Zukunft als Gemeinschaftsprojekt angehen ]]> Alle Teilnehmende sehen Empfehlungen der Zukunftskommission als Grundlage einer zukünftigen Agrarpolitik. Politik muss umsetzen.

Berlin, 24.01.2022 – Damit die Landwirtschaft auch in Zukunft für die Landwirtinnen und Landwirte auskömmlich ist und sie dabei einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, genügend Nahrungsmittel produziert, die Artenvielfalt schützt und dem Tierwohl Rechnung trägt, müssen die Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) politisch schnell und planvoll umgesetzt werden. Beim BäuerinnenForum 2022, zu dem sich rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Praxis, Wissenschaft, Politik und LandFrauenverbänden digital zugeschaltet hatten, war das ein zentrales Fazit.

„Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Landwirtschaft zukunftsfit zu machen. Die monatelange Arbeit in der ZKL hat eine ‚Konsensbilanz‘ hervorgebracht, die kaum jemand für möglich gehalten hätte. Aus festgefahrenen Konfliktlagen wurden gemeinsame Anstrengungen entwickelt“, erklärte Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv), im Fachforum. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir sagte in einer Videobotschaft dazu: „Da entsteht etwas Neues, wenn man miteinander arbeitet. Die Transformation muss jetzt zügig angegangen werden, aber sie muss auch machbar und planbar sein. Wir werden Sie dabei unterstützen. Unsere Politik wird für eine ehrliche Debatte und für Lösungen stehen, die Perspektiven bieten.“

Aber welche Aspekte der Transformation sind es, die den Landwirtinnen, aktuell am meisten unter den Nägeln brennen? Schweinehalterin Annegret Langehaneberg, berichtete aus ihrem Betrieb und sprach dabei von zahlreichen Zielkonflikten, wie dem zwischen Baurecht und Tierwohl, Umweltschutz und Preisdruck. „Die soziale Belastung ist groß“, machte die LandFrau aus NRW deutlich. „Die geänderten gesellschaftlichen Ansprüche an die Landwirtschaft stellen große Herausforderung dar“, erklärte auch Prof. Dr. Hiltrud Nieberg, Leiterin des Thünen-Instituts, in ihrem Vortrag. Vielfach seien Frauen die Innovationstreiberinnen auf den Höfen und würden damit die Betriebe zukunftsfähig machen.

Dass der „Erfolgsfaktor Frau“ auf den Betrieben noch mehr Anerkennung verdiene, z.B. indem die Agrarstatistik angepasst würde, ergänzte Prof. Dr. Nieberg in der Podiumsdiskussion. Die Frage, wie die Ernährung der Zukunft aussehen soll, um nachhaltig zu sein, war in der Diskussionsrunde ebenfalls zentral. „Die Frage ist, wie wir es schaffen, landwirtschaftliche Produkte unter nachhaltigen und tierschutzgerechten Bedingungen herzustellen und diese allen Menschen zugänglich zu machen“, sagte der Vorsitzender des BUND e.V., Olaf Bandt.  Prof. Dr. Nieberg stellte die These auf, dass es 2030 deutlich weniger Tierhaltung geben werde. Diese würde gesellschaftlich auch nur dann Akzeptanz erfahren, wenn die Empfehlungen der Borchert-Kommission umgesetzt würden. Nieberg ergänzte, dass bei einer solchen Entwicklung aber die Chancen besser seien, dass die Tierhalterinnen dann auch von ihrer Arbeit leben könnten. Dr. Anne-Monika Spallek, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Finanzierung des Umbaus der Nutztierhaltung im aktuellen Koalitionsvertrag noch Interpretationsspielraum lasse. „Lebensmittelwertschätzung“ erklärte sie zu einem politischen Anliegen der nächsten Jahre. Dies sei ein Thema, das auch den dlv seit vielen Jahren umtreibe, ergänzte die erste Vizepräsidentin des dlv, Juliane Vees und kündigte eine ausführliche Auseinandersetzung des Verbandes mit dem Thema Gemeinschaftsverpflegung an. Ein besonderes Anliegen sei dem Verband dabei auch die Ernährungsbildung von Kindern.

„Viele Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Empfehlungen der ZKL zeigen mögliche Wege für uns Landwirtinnen auf, die Planungssicherheit und Zukunftsperspektiven bieten“, fasste dlv-Präsidiumsmitglied Sibylle Klug das BäuerinnenForum zusammen. Es sei deutlich geworden, dass die Umsetzung der ZKL-Ergebnisse nur gemeinsam im Verbund mit Politik, Verbänden, Gesellschaft und Handel gelingen könne.

In Kürze ist das BäuerinnenForum 2022 im Netz abrufbar unter https://www.youtube.com/user/LandFrauenVideo.

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Mon, 24 Jan 2022 9:25:36 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
LandPortal wird eingestellt Vor vielen Jahren hat der Deutsche LandFrauenverband mit dem "LandPortal" eine Plattform initiiert, auf der LandFrauen ihre Produkte anbieten können. Inzwischen hat sich das Nutzungs- und Suchverhalten für solche Produkte im Internet stark verändert. Der dlv hat deshalb beschlossen, das LandPortal nicht weiter zu betreiben und bedankt sich bei allen LandFrauen, die hier in der Vergangenheit aktiv waren!

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Sun, 23 Jan 2022 13:25:00 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Mobilitätswende auch auf dem Land möglich machen: LandFrauen fordern angepasste Konzepte ]]> Der Deutsche LandFrauenverband sieht in aktuellem Positionspapier noch großen Handlungsbedarf in ländlichen Regionen

Vielversprechende Lösungen für die angestrebte Mobilitätswende werden meist in urbanen Zentren entwickelt und erprobt. Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) warnt in seinem aktuellen Positionspapier: Nachhaltige Mobilitätskonzepte lassen sich nicht von den Ballungsräumen auf ländliche Regionen übertragen. Zu sehr unterscheiden sich Stadt und Land in Rahmenbedingungen und Infrastruktur. Der dlv weist deshalb darauf hin, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarten Klimaschutzziele und der Beitrag des Verkehrssektors dazu nur dann eingehalten werden können, wenn jetzt die Weichen für eine Mobilitätswende auch in ländlichen Räumen gestellt werden.

„Für eine Mobilitätswende auf dem Land müssen viele Aspekte berücksichtigt und Teilhabe, Erreichbarkeit und Klimaschutz in Einklang gebracht werden. Dafür braucht es neben der Förderung neuer Antriebstechnologien und dem Ausbau des ÖPNV auch kreative Lösungen, die ein öffentliches Mobilitätsangebot sicherstellen und die Bedingungen vor Ort berücksichtigen. Es sind neue flexible Mobilitätslösungen, wie bedarfsorientierten On-Demand- und Sharing-Angebote gefragt, um die Attraktivität und Lebensqualität des ländlichen Raums als Wohn- und Arbeitsstandort zu erhalten“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Dass schon viele gute Ansätze im Koalitionsvertrag festgehalten sind, begrüßt der dlv und mahnt gleichzeitig, bei der Ausgestaltung konkreter Maßnahmen auf die unterschiedlichen Voraussetzungen in den vielfältigen Regionen Deutschlands ein besonderes Augenmerk zu richten.

Jutta Kuhles, Präsidiumsmitglied des dlv und Vorsitzende des Fachausschusses ländliche Räume, betont: „Damit die Mobilitätswende auf dem Land gelingen kann, muss die Stadt- und Dorfentwicklung konsequent mitgedacht werden: Nur wenn wohnortnahe Daseinsvorsorge und ein flächendeckender Glasfaserausbau sichergestellt sind, kann auch Pkw-Verkehr auf dem Land reduziert werden.“

Im Positionspapier „Weichen stellen für die Mobilitätswende auf dem Land“ appelliert der dlv an jede und jeden Einzelnen, die eigenen Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten zu hinterfragen, um diese mit dem Klimaschutz in Einklang zu bringen.

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Fri, 07 Jan 2022 10:11:00 +0100 AktuellesLändlicher Raum
Nach IGW-Absage: BäuerinnenForum und Zukunftsforum wieder digital ]]> Der Deutsche LandFrauenverband lädt auch 2022 digital zum BäuerinnenForum und ZukunftsForum ein

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) wird das BäuerinnenForum sowie das ZukunftsForum nach Absage der Internationalen Grünen Woche, auch 2022 in digitaler Form durchführen. Dies gibt vielen LandFrauen und Interessierten die Möglichkeit zur Teilhabe an aktuellen Debatten zur Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums.

Beim BäuerinnenForum am 22. Januar 2022, von 14:00 bis 16:00 Uhr, geht es um die Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) gehen. Unter dem Titel „Generationsdenken, Gesellschaft, Gleichstellung: Ein weiblicher Blick auf die Zukunftskommission Landwirtschaft“ diskutieren hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und der Praxis, was die ZKL-Ergebnisse für die Frauen auf den landwirtschaftlichen Betrieben bedeuten und welche Punkte unbedingt Teil der Agrarpolitik der neuen Bundesregierung sein müssen. „Im BäuerinnenForum werden wir die insbesondere für die Landwirtinnen bedeutende Themen herausgreifen. Dazu gehören aus unserer Sicht die eigene Stellung im Betrieb und der Branche, die Perspektiven der nächsten Generation sowie die gesellschaftliche Wertschätzung der Landwirtschaft und ihrer Produkte“, beschreibt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, das Ziel des BäuerinnenForums. Die Anmeldung zum BäuerinnenForum ist hier möglich.

Das ZukunftsForum des dlv am 26. Januar 2022, von 16 bis 18 Uhr, steht unter dem Titel „Ländliches Engagement im Wandel“. Das Fachforum im Rahmen des 15. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft widmet sich der Frage, wie ein starkes Ehrenamt und „gutes Leben“ auf dem Land zusammengehören. Der dlv wird den Status quo des ehrenamtlichen Engagements im ländlichen Raum aufzeigen und gemeinsam mit der Universität Dortmund erste Ergebnisse der großen Ehrenamtsstudie vorstellen. Anmeldungen zum ZukunftsForum sind digital hier möglich.

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Mon, 20 Dec 2021 8:59:00 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Zukunft der Nutztierhaltung sichern: LandFrauen fordern sofortiges Handeln der neuen Bundesregierung ]]> Der Deutsche LandFrauenverband drängt in aktuellem Positionspapier auf die unverzügliche Einleitung klarer Schritte in Richtung Umbau und öffentliche Finanzierung der Nutztierhaltung, um die derzeitigen Strukturbrüche aufzuhalten

Angesichts der prekären Situation, in der viele tierhaltende landwirtschaftliche Betriebe sind, fordert der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) die neue Bundesregierung dazu auf, unverzüglich zu handeln. Zukünftig noch härtere internationale Wettbewerbsbedingungen, der zu erwartende Rückgang der Binnennachfrage sowie vielfältige inländische Auflagen verschärfen die Situation zunehmend. In seinem aktuellen Positionspapier weist der dlv darauf hin, dass im Koalitionsvertrag das Bekenntnis zum Umbau der deutschen Nutztierhaltung gemäß den Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung (Borchert-Kommission) fehlt.

„Die Empfehlungen sind von einem breiten Bündnis im Konsens erarbeitet worden. Sie liefern hervorragende Lösungsansätze für die dringend benötigte Planungssicherheit und eine echte Perspektive für viele gebeutelte Tierhalterinnen und Tierhalter. Diese brauchen Klarheit bezüglich der Haltungskriterien für alle Tierarten sowie Finanzierungs- und Rechtssicherheit für Stallbauten“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Dass diese, gemeinsam mit vielen anderen Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft, im Koalitionsvertrag nicht berücksichtigt worden sind, hat der dlv bereits zum Ende der Koalitionsverhandlungen kritisiert.

Im Positionspapier „Zukunft der Nutztierhaltung in Deutschland: Chancen erkennen, Rahmen schaffen, Familienbetriebe stärken“ verdeutlicht der dlv, dass neue Haltungsformen das Tierwohl noch mehr erhöhen und damit bestenfalls auch die Wertschätzung tierischer Produkte und die Zahlungsbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher gesteigert werden. Von der Verbraucherschaft erwartet der dlv ein klares Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft an der Ladentheke. Die LandFrauen machen sich in diesem Zusammenhang für ein 5D-basiertes (in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet, verarbeitet) Fleischangebot im Lebensmitteleinzelhandel stark.
Juliane Vees, erste Vizepräsidentin des dlv, fordert: „Landwirtinnen und Landwirte dürfen nicht weiterhin Getriebene von Ordnungsrecht, gesellschaftlichen Protesten und Gerichtsurteilen sein. Wir werden auf verschiedenen Ebenen den Dialog suchen und Überzeugungsarbeit im Sinne der landwirtschaftlichen Familien leisten.“

Eine Zukunft der Nutztierhaltung in Deutschland ist nur dann gewährleistet, wenn die Transformation so gestaltet wird, dass landwirtschaftliche Betriebe davon auskömmlich leben können.

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Fri, 17 Dec 2021 8:59:25 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Aktionsprogramm Kommune – Frauen in die Politik ]]> Zehn ausgewählte Regionen sollen Frauenanteil in Kommunalpolitik erhöhen

Um mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu begeistern, starten die EAF Berlin und der Deutsche LandFrauenverband (dlv) das „Aktionsprogramm Kommune“. In dem dreijährigen Kooperationsprojekt werden Regionen gefördert, die den Anteil von Frauen in den kommunalen Vertretungen (Gemeinde,- Stadt- und Kreisräten) sowie den Anteil der haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Landrätinnen erhöhen wollen. Die ersten zehn Regionen wurden nun dafür von einer fachkundigen und unabhängigen Jury ausgewählt:

  • der Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg
  • die Region Hesselberg, Bayern
  • der Landkreis Oberhavel mit der Stadt Oranienburg, Brandenburg
  • der Landkreis Emsland, Osnabrück und die Grafschaft Bentheim, Niedersachsen
  • der Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen
  • der Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg
  • die Städte Jülich, Linnich und Titz, Nordrhein-Westfalen
  • die Landkreise Bautzen und Görlitz, Sachsen
  • der Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein
  • der Wartburgkreis, Thüringen

Gefördert wird das Programm vom Bundesgleichstellungsministerium (BMFSFJ). Die drei kommunalen Spitzenverbände – der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag – und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragen unterstützen das Projekt.

„Damit Frauen in unserer Demokratie angemessen repräsentiert sind, ist es dringend erforderlich, die kommunalpolitische Beteiligung von Frauen zu erhöhen. Die ausgewählten Regionen wollen dieses Thema anpacken und der große Zulauf an Bewerbungen zeigt, dass der Bedarf nach Unterstützung und Input bei dem Thema vor Ort groß ist“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv. EAF-Vorstandsvorsitzende Dr. Helga Lukoschat ergänzt: „Es haben sich so viele engagierte Regionen für das Programm beworben – das gibt Zuversicht! Wir freuen uns jetzt sehr, gemeinsam mit den ausgewählten Partner-Regionen daran zu arbeiten, den Frauenanteil in der Kommunalpolitik zu erhöhen und die dafür notwendigen strukturellen Veränderungen anzustoßen.“

Frauen sind in der Kommunalpolitik noch immer deutlich unterrepräsentiert. In den kommunalen Vertretungen liegt der Frauenanteil bei etwa 27 Prozent, bei den Bürgermeisterinnen um zehn Prozent und bei den Landrätinnen sogar nur bei 9,5 Prozent. Das Aktionsprogramm nimmt nicht nur die Frauen in den Blick, sondern möchte strukturelle Veränderungen anstoßen, die sich positiv auf die Teilhabe von Frauen, die Akzeptanz und die Attraktivität von Kommunalpolitik auswirken. Der Schwerpunkt liegt auf ländlichen Regionen.

Die ausgewählten Regionen profitieren von folgenden Förder- und Vernetzungsaktivitäten:

  • Werkstattgespräche für interessierte Frauen, Kandidatinnen und Mandatsträgerinnen in der Region mit dem Ziel des Austauschs, der Qualifizierung und Vernetzung
  • Beratung der Region zur Verbesserung der Rahmenbedingungen (zum Beispiel Zeit- und Sitzungskultur, Vereinbarkeit des kommunalpolitischen Amts mit Familie, Prävention vor Übergriffen/Alltagssexismus), unter Einbeziehung der Ergebnisse aus den Werkstattgesprächen
  • Bundesweite Mentoring- und Qualifizierungsangebote für interessierte Frauen, Kandidatinnen, Amts- und Mandatsträgerinnen über eine digitale Mentoring-Plattform und Bildung von regionalen Mentoring-Tandems
  • Schaffung von Vernetzungs- und Qualifizierungsangebote speziell für Bürgermeisterinnen
  • Durchführung von Auftakt- und Vernetzungstreffen der beteiligten Regionen
  •  Ausbau einer bundesweiten Öffentlichkeitsarbeit

Für die Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen, zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen, erhalten die beteiligten Regionen einen finanziellen Zuschuss in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

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Tue, 14 Dec 2021 11:10:02 +0100 AktuellesProjekteGerechte Chancen
Studie Frauen in der Landwirtschaft: Erste Daten und Erkenntnisse ]]> Die Rollen von Frauen auf den Höfen sind vielseitig. Mit unserer Studie wollen wir zeigen, wie die Lebens- und Arbeitsrealität von Frauen in der Landwirtschaft aussieht.

Wie geht es Frauen in der Landwirtschaft? Wie leben und arbeiten sie und welche sind ihre Sorgen und Nöte? Aktuell lässt sich nur wenig über die tatsächliche Lebens- und Arbeitssituation sowie die Rolle(n) der Frauen in der Landwirtschaft sagen. Um das zu ändern, hat der Deutsche LandFrauenverband in Kooperation mit dem Thünen-Institut für Betriebswirtschaft und dem Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume der Universität Göttingen eine Studie ins Leben gerufen. Erste Daten und Erkenntnisse können Sie hier einsehen.

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Fri, 10 Dec 2021 10:37:49 +0100 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft