Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml Unsere Meldungen als RSS-Feed de-de Deutscher LandFrauenverband https://www.landfrauen.info/rss.xml https://www.landfrauen.info/rss.xml TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Bundestagswahl 2021: 450.000 LandFrauen-Stimmen für einen geschlechtergerechten und lebenswerten ländlichen Raum ]]> Der Deutsche LandFrauenverband informiert mit Online-Formaten über die Wahlprogramme der Parteien und fordert alle LandFrauen auf, wählen zu gehen

Berlin, 21.09.2021 – Auf der Zielgeraden zur Bundestagswahl hat der Deutsche LandFrauenverband (dlv) in seiner letzten Veranstaltung des digitalen Formats „5 vor 12 sonntags: der LandFrauen-Espressotalk zur Bundestagswahl“ alle LandFrauen dazu aufgerufen, ihre Stimme zu nutzen, um Anliegen von Frauen und einer Politik für ländliche Räume in der nächsten Bundesregierung möglichst viel Gewicht zu verleihen. An den vergangenen sieben Sonntagen hat das dlv-Präsidium Politikerinnen und Politiker eingeladen und in verschiedenen Themenrunden einen Einblick in die Wahlprogramme und Konzepte der demokratischen und aktuell im Bundestag vertretenen Parteien gegeben.

Die Diskussionsrunden zu den Themen Frauenpolitik, Landwirtschaft, Demokratie, ländliche Räume und Engagementpolitik sowie die Debatte mit den Generalsekretären der Parteien haben deutlich gemacht, wo die Parteien unterschiedliche Sichtweisen auf die Zukunftsfragen haben, aber auch wo es Überschneidungen gibt. Der dlv möchte mit seiner digitalen Reihe eine konkrete Entscheidungshilfe für die Wählerinnen geben. Alle Veranstaltungen können hier nachgeschaut werden.

Am kommenden Sonntag stimmen von den rund 31 Millionen weiblichen Wahlberechtigten in Deutschland auch 450.000 LandFrauen über die Politik der Zukunft ab. „Wir LandFrauen wissen, was wir wollen: einen lebendigen, lebenswerten und vielfältigen ländlichen Raum. Wir erwarten von den zur Wahl stehenden Parteien, dass sie sich für Ehrenamt, Frauenrechte und Landwirtschaft stark machen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Eine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei gibt der dlv nicht, erinnert aber alle LandFrauen daran, sich die Wahlprogramme genau anzuschauen und zu überprüfen, wer sich für die Belange der Frauen im ländlichen Raum einsetzt.

In seinen Wahlforderungen macht der dlv deutlich, dass Politik die ländlichen Räume als Chancenräume verstehen sowie die Bedarfe von Frauen und ihren Familien stärker fokussieren sollte. Die Durchsetzung frauenpolitischer Ziele und Forderungen muss nach Ansicht des dlv finanziell in angemessener Höhe und planungssicher ausgestattet werden. Eine durch die Pandemie belastete Haushaltslage und konjunkturelle Schwankungen dürfen nicht gegen die Erfordernisse des ländlichen Raumes und speziell gegen die frauenpolitischen Forderungen im ländlichen Raum ausgespielt werden.

Auch die Landwirtschaft braucht Planungssicherheit durch eine neue Bundesregierung, ist der dlv überzeugt. Bei allen Weichenstellungen für die Zukunft müsse es gelingen, die sozio-ökonomische und psychosoziale Lage für Bauernfamilien zu verbessern. Zur Stärkung der Demokratie hält der dlv es für notwendig, ehrenamtliches Engagement durch Entbürokratisierung zu entlasten und in Form von Rentenpunkten aufzuwerten. Juliane Vees, 1. Vizepräsidentin des dlv, ruft alle Frauen auf: „Seit über 100 Jahren gibt es das Frauenwahlrecht in Deutschland. Es ist ein hohes Gut. Nutzen Sie Ihr Wahlrecht. Wählen Sie demokratisch und schauen Sie genau, welche Parteien Ihre Anforderungen an eine geschlechtergerechte und gute Zukunft auf der Agenda haben.“

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Tue, 21 Sep 2021 11:17:51 +0200 AktuellesGerechte Chancen
LandFrauen-Petition: 101.158 Unterschriften für wohnortnahe Geburtshilfe ]]> Petition des Deutschen LandFrauenverbandes an Bundesgesundheitsministerium übergeben

Berlin, 03.09.2021 - 101.158 Menschen unterstützen mit ihrer Unterschrift die Forderung des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv) für eine bessere medizinische Versorgung von Schwangeren und Müttern im ländlichen Raum. In der Petition auf www.change.org „Geburtshilfe. Im ländlichen Raum. Jetzt!“ fordert der dlv die aktuelle und zukünftige Bundesregierung sowie die Konferenz der Gesundheitsminister auf, endlich für eine gut erreichbare ärztliche Versorgung von (werdenden) Müttern einzutreten. Dlv-Präsidentin Petra Bentkämper übergibt die Petition heute virtuell an Dr. Thomas Gebhart, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit. Darin fordert der Deutsche LandFrauenverband:

  • Das Schließen von Geburtsstationen und Kreißsälen zu stoppen;
  • Die Ansiedlung von Hebammen in Kooperation mit Gynäkologinnen und Gynäkologen aktiv zu fördern und durch Etablierung medizinischer Versorgungszentren sicher zu stellen;
  • Geburtshilfe politisch zum Thema zu machen und bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder fest zu verankern.

„So viele Menschen haben uns in unserem Anliegen unterstützt, die medizinische Versorgung von Frauen im ländlichen Raum zu verbessern. Denn es darf nicht sein, dass Schwangere in Not geraten, weil immer mehr Kreißsäle und Geburtsstationen auf dem Land schließen“, sagt Petra Bentkämper. Für das Bundesgesundheitsministerium sagt Dr. Thomas Gebhart bei der Übergabe der Unterschriften: „Die Bundesregierung und der Gesetzgeber sind sich der Herausforderung der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, flächendeckenden Versorgung der Versicherten bewusst. Schon in der Vergangenheit wurden gerade mit Blick auf die Geburtshilfe hierzu vielfältige Maßnahmen ergriffen und auch weiter gilt es, die Versorgungssituation kontinuierlich zu überprüfen und etwaigen Fehlentwicklungen gegenzusteuern. Daher begrüße ich nicht nur die wichtige Arbeit des Deutschen LandFrauenverbandes, sondern insbesondere, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Unterschrift für die wohnortnahe Geburtshilfe einsetzen.“

Gab es im Jahr 2000 noch 1.142 Fachabteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, waren es laut Statistischem Bundesamt 2018 nur noch 778. Darüber hinaus ergab eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe an Geburtshilfekliniken im November 2017, dass in den vorangegangenen sechs Monaten mehr als 35 Prozent der Kliniken Schwangere mindestens einmal abgewiesen haben. Die Zahlen bestätigen, dass eine gut erreichbare Geburtshilfe im ländlichen Raum nicht mehr gewährleistet ist.

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Tue, 31 Aug 2021 13:30:37 +0200 AktuellesGerechte Chancen
LandFrauen fordern bewussteren Fleischkonsum ]]> Der Deutsche LandFrauenverband spricht sich aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen für einen reduzierten Fleischkonsum aus

Berlin, 23.08.2021 – In seinem aktuellen Positionspapier erkennt der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen an, dass ein geringerer und bewussterer Fleischkonsum ratsam ist. Auf seiner Mitgliederversammlung im Juli 2021 hat der dlv daher eine Stellungnahme zum Fleischkonsum verabschiedet. „Fleisch ist grundsätzlich nicht ungesund, wir essen allerdings mehr, als uns und der Umwelt guttut“, heißt es in dem Papier. Neben den guten Gründen für eine Reduktion des Fleischkonsums bringt der dlv in dem Papier aber auch seine Sorge um die Zukunft der heimischen Nutztierhaltung zum Ausdruck.

„Es gibt immer mehr Menschen, die ihre Ernährungsgewohnheiten hinterfragen und weniger Fleisch essen wollen. Auch der Bevölkerungsrückgang in Deutschland schmälert den Fleischabsatz. Diesen Entwicklungen müssen wir uns stellen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Der dlv äußert sich in dem Papier außerdem zu Fleischersatzprodukten. Dazu erläutert die Vorsitzende des dlv-Fachausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherpolitik, Christine Reitelshöfer: „Diese meist industriell hergestellten und hochverarbeiteten Produkte sind nicht unbedingt die gesundheitlich und ökologisch bessere Alternative. Wir LandFrauen werben stattdessen für eine regionale und saisonale vegetarische Frischeküche. Der kritische und kompetente Blick der Verbraucherinnen und Verbraucher ist mehr denn je gefragt. Wir fordern daher noch deutlicher als zuvor den Ausbau der Ernährungsbildung für jedes Alter.“ In der Gemeinschaftsverpflegung wünscht sich der Verband weiterhin Wahlfreiheit zwischen Gerichten mit und ohne Fleisch auf Grundlage der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Der dlv kündigt eine intensive Befassung mit dem Thema Nutztierhaltung nach den Bundestagswahlen an. „Die Nutztierhaltung in Deutschland braucht eine Perspektive. Ihr nachhaltiger Umbau kann nur in Einklang mit den Nachhaltigkeitssäulen Ökonomie und Soziales geschehen“, stellt Bentkämper klar. „In der nächsten Legislaturperiode muss die politische Debatte auf Grundlage der Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft sowie der Borchert-Kommission zügig fortgeführt werden.“

Das gesamte Positionspapier des Deutschen LandFrauenverbandes finden Sie zum Download hier.

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Mon, 23 Aug 2021 9:30:00 +0200 AktuellesKompetent im Alltag
Starke Durchsetzungskraft, großes Einfühlungsvermögen ]]> Der Deutsche LandFrauenverband trauert um seine ehemalige Hauptgeschäftsführerin Juliane Freiin Heereman von Zuydtwyck

Berlin, 14.07.2021 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) trauert um Juliane Freiin Heereman von Zuydtwyck, die von 1974 bis 1995 als Hauptgeschäftsführerin des Deutschen LandFrauenverbandes maßgeblich die Weiterentwicklung und Modernisierung des Verbandes beeinflusst hat. In ihre Tätigkeit fielen wichtige Erneuerungsprozesse innerhalb des Verbandes, aber auch historische Ereignisse wie der deutsche Wiedervereinigungsprozess und damit der Zuwachs für den Verband.

„Juliane Freiin Heereman hat ganz entscheidende Akzente für die Entwicklung des Deutschen LandFrauenverbandes gesetzt. Sowohl bei der Professionalisierung der innerverbandlichen Strukturen, als auch beim Aufbau als politische Interessenvertretung zeigte sie großes Einfühlungsvermögen, aber auch eine starke Durchsetzungskraft“, würdigt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, das Wirken der Verstorbenen.

Zu Beginn ihrer Tätigkeit als Hauptgeschäftsführerin des dlv habe sie „ein Feld vorgefunden, das zu beackern war“, beschrieb Juliane Freiin Heereman ihr Aufgabenfeld. Sie verstand sich von Anfang an als moderne Managerin im Interesse eines politisch agierenden Verbandes nach innen und nach außen. Um als LandFrauenverband dicht am politischen Geschehen zu sein, wurde unter ihrer Ägide die Geschäftsstelle des dlv nach Bonn verlegt. Auf ihre Initiative wurden Fachausschüsse unter Beteiligung von Delegierten aus allen Landesverbänden sowie die bis heute existierenden Kreisvorsitzendenseminare eingerichtet. Sie vertrat den dlv auf europäischer und internationaler Ebene, engagierte sich im Vorstand der Welthungerhilfe und setzte sich für die Stärkung und Förderung von Frauen weltweit ein.

Mit dem Fall der Mauer wurde der Verband vor eine neue Aufgabe gestellt, die Juliane Freiin Heereman als Hauptgeschäftsführerin mit hohem persönlichem Einsatz, großem Verantwortungsbewusstsein sowie viel Fingerspitzengefühl begleitet hat.

In Anerkennung ihres vielfältigen Engagements wurden Juliane Freiin Heereman das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Professor-Niklas-Medaille der Bundesregierung sowie die „Goldene Biene“ des Deutschen LandFrauenverbandes verliehen.

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Wed, 14 Jul 2021 8:30:00 +0200 AktuellesLändlicher Raum
Goldene Biene für ehemalige Geschäftsführerin Sabine Schmidt vom LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern ]]> LandFrau mit höchster Auszeichnung des Deutschen LandFrauenverbandes ausgezeichnet

Berlin, 07.07.2021 – Im Rahmen der gestrigen digitalen Mitgliederversammlung des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) zeichnete dlv-Präsidentin Petra Bentkämper die ehemalige Geschäftsführerin des LandFrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern, Sabine Schmidt, mit der Goldenen Biene aus. Die Ehrung des Deutschen LandFrauenverbandes ist Persönlichkeiten vorbehalten, die sich in ganz besonderer Art und Weise um die LandFrauenarbeit verdient gemacht haben. Sabine Schmidt hat sich als Geschäftsführerin mehr als 17 Jahre lang für die Ziele der LandFrauen auf Landes- und Bundesebene eingesetzt und durch ihr vielseitiges und leidenschaftliches Engagement begeistert.

„Wir alle schätzen Frau Schmidt und ihre engagierte Art, ihr Temperament und ihre Beharrlichkeit, wenn es darum ging, die Interessen der Frauen vom Land im Blick zu haben. Frau Schmidt hat wichtige Meilensteine in der Verbandsgeschichte gesetzt und den Verband durch ihre Ideen und ihren unermüdlichen Innovationsgeist sehr geprägt“, so Petra Bentkämper in ihrer Laudatio. Sabine Schmidt hat in Württemberg-Hohenzollern unter anderem den Unternehmerinnentag in Bad Saulgau konzipiert, die Mitgliederzeitung des Landesverbandes ins Leben gerufen und die LandFrauenarbeit durch die frühzeitige Nutzung von Social-Media-Kanälen für die Zukunft ausgerichtet.

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Wed, 07 Jul 2021 10:19:00 +0200 AktuellesZukunft Ehrenamt
Goldene Ehrennadel für Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ]]> Der Deutsche LandFrauenverband würdigt das langjährige Eintreten von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel für die Belange des ländlichen Raumes und die Interessen von LandFrauen

Berlin, 06.07.2021 – Bundeskanzlerin Angela Merkel wird anlässlich der digitalen Mitgliederversammlung des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) die „Goldene Ehrennadel“ verliehen. Damit würdigt der Verband die Verdienste Angela Merkels um die deutsche LandFrauenarbeit.

„LandFrauen gestalten in vielerlei Hinsicht den ländlichen Raum. Die Bedeutung ihres Engagements kann nicht hoch genug geschätzt werden. Mit ihrem Engagement stärken sie örtliche Gemeinschaften, sie helfen und unterstützen einander und sie sind ein wichtiger Bildungsträger im ländlichen Raum. Ohne ehrenamtlich Engagierte wäre kein Staat zu machen. LandFrauen zeigen Herz und Verstand. Das macht sie zu Vorbildern und dafür bin ich ihnen von Herzen dankbar“, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der digitalen Verleihung der Ehrennadel.

„Bei ihrem Besuch auf dem Deutschen LandFrauentag 2016 in Erfurt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel uns alle dazu aufgerufen, mit unseren Forderungen lauter und nachdrücklicher zu werden. Die Wertschätzung für die LandFrauenarbeit hat nicht nur die anwesenden 5.000 LandFrauen begeistert, sondern Ihre Teilnahme hat den Themen des dlv eine hohe Aufmerksamkeit verschafft“, sagt Petra Bentkämper, dlv-Präsidentin.

Der Deutsche LandFrauenverband würdigt mit der Auszeichnung den Einsatz Angela Merkels für die Belange der Frauen im ländlichen Raum. Als erste Frau in Deutschlands wichtigstem Amt hat sie zu besseren Einkommensperspektiven und Bleibeperspektiven beigetragen und damit Geschlechtergerechtigkeit wesentlich gefördert. Unter ihrer Kanzlerinnenschaft wurde das Elterngeld eingeführt und die Mütterrente für Mütter mit Kindern, die vor 1992 geboren wurden, deutlich verbessert. Angela Merkel hat zudem die Frauenquote in der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Dienst gegen den Widerstand aus der Wirtschaft und der eigenen Partei durchgesetzt.

Die Ehrennadel des Deutschen LandFrauenverbandes wird an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen, die sich um die Förderung der nationalen und internationalen LandFrauenarbeit sowie um die Förderung des Deutschen LandFrauenverbandes verdient gemacht haben. Der mit der „Goldenen Ehrennadel“ ausgezeichnete Personenkreis darf die Zahl von 10 lebenden Personen nicht übersteigen. Aktuelle Ehrennadelträger sind: Bundesminister a.D. Jochen Borchert, Ehrenpräsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner und Bundesminister Dr. Gerd Müller.

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Tue, 06 Jul 2021 15:45:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Zukunftskommission Landwirtschaft formuliert wichtige Perspektiven für die Agrar-Umwelt-Politik ]]> Der Deutsche LandFrauenverband zum erfolgreichen Abschluss der ZKL

Berlin, 30.06.2021 – Nach engagierter Mitarbeit sieht der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) im Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) wichtige Weichen für eine tragfähige und ökologische Zukunft der Landwirtschaft gestellt. „Es ist eine große Leistung aller Beteiligten, dass tatsächlich – trotz unterschiedlicher Perspektiven und Interessen – gemeinsame Wege und Zielmarken für die Landwirtschaft der Zukunft gefunden wurden“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv und Mitglied der Kommission. In insgesamt zwölf Leitlinien beschreibt der Abschlussbericht in einem Zeithorizont von etwa zehn Jahren Wege für den schnellen und umfassenden Transformationsprozess der gesamten Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland.

Einig waren sich alle Beteiligten darüber, dass Landwirtschaft große Systemrelevanz hat. Der Umbau hin zu mehr Klima- und Umweltschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und müsse dementsprechend finanziert werden, so die Ansicht der Kommission.

Der dlv begrüßt die Einigung zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit. Die ZKL hat erkannt, dass ein Mehr an Chancengerechtigkeit in der Landwirtschaft nicht nur eine Frage der Fairness ist, sondern langfristig dazu beiträgt, dass eine bessere Verständigung zwischen Erzeugerinnen und Verbraucherinnen gelingt. „Nicht nur die ZKL, auch ich bin fest davon überzeugt, dass die empfohlene Zielgröße von 30 Prozent für alle landwirtschaftlichen Gremien und für wichtige Posten im Agribusiness die Innovationskraft in der Landwirtschaft erhöhen wird“, erklärt Petra Bentkämper.

Auch die beschlossenen Empfehlungen im Bereich Ernährung sind aus dlv-Sicht wichtig und richtig. Die ZKL empfiehlt die Stärkung und Förderung staatlicher, verbindlicher Qualitätslabel auf EU-Ebene bei Ausschöpfung nationaler Spielräume. „Das schafft klare Orientierung bei den Verbraucherinnen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe“, sagt Petra Bentkämper.  

Die Zukunftskommission Landwirtschaft wurde als Ergebnis des Agrargipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Dezember 2019 beschlossen und im Juli 2020 durch das Bundeskabinett eingesetzt. Sie besteht zuletzt aus 31 Vertreterinnen und Vertretern bundesweit agierender Verbände und Organisationen aus den Themenfeldern Landwirtschaft, Wirtschaft und Verbraucher, Umwelt und Tierschutz sowie Wissenschaft.

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Wed, 30 Jun 2021 14:12:00 +0200 AktuellesLändlicher Raum
100 Tage bis zur Bundestagswahl – Frauen in Deutschland brauchen eine neue Politik ]]> Pressemitteilung der Berliner Erklärung zur Bundestagswahl 2021

Berlin, 22.6.2021 - Mit gemeinsamer Stimme fordern die 41 Frauenverbände der Berliner Erklärung aus allen Bereichen der Gesellschaft die Politik zu entschlossenem Handeln auf: Ein „Weiter so“ darf es nach der Bundestagwahl im Herbst nicht mehr geben, es ist Zeit für Parität, ohne Ausnahmen. Nur mit verbindlichen gesetzlichen Regelungen lassen sich die Gender Gaps bis 2030 schließen.

„Es wurde viel über die Brennglaswirkung der Corona Pandemie geschrieben und diskutiert. Kein Ereignis der jüngeren Geschichte hat so deutlich gezeigt, wie weit wir von der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in unserem Land entfernt sind“, sagt Monika Schulz-Strelow, Präsidentin von Frauen in die Aufsichtsräte e. V. (FidAR) und eine der Initiatorinnen des Bündnisses. „Wir haben kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem“, ergänzt die Vorsitzende von UN Women Deutschland e. V., Elke Ferner. Nur mit verbindlichen und wirksamen Maßnahmen kommt die Politik ihrem in der Verfassung verankerten Auftrag nach, für die Beseitigung der Nachteile von Frauen zu sorgen.“

In ihrem gemeinsamen Maßnahmenkatalog, den sie an die Bundesparteien und ihre Spitzenkandidat:innen richten, fordern die Vertreter:innen der Berliner Erklärung Parität quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche, gleiche Bezahlung und gleiche Bedingungen in der Arbeitswelt, die Gleichstellung als Leitprinzip in allen Politikfeldern und ein Leben frei von Gewalt für alle Frauen.

Die Verbände dieses Bündnisses mit ihren unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen vertreten Frauen in all ihrer Vielfalt. Sie sind sich einig darin, dass die Veränderungen schnell kommen müssen, damit für Frauen Chancengerechtigkeit erreicht wird, sie unter fairen, sicheren und würdevollen Bedingungen ihr Berufsleben gestalten können und mehr Vereinbarkeit von Familie und Karriere ermöglicht wird. Dies betrifft alle Bereiche: Die Privatwirtschaft genauso wie die Politik, die Forschung und Lehre, die Kultur oder die Medizin. „Die Gleichstellung von Frauen muss als Querschnittsaufgabe verstanden werden. Es geht um Parität in den Parlamenten, genauso wie in den Aufsichtsräten und Vorstandsetagen oder bei der Besetzung von Lehrstühlen und Verwaltungspositionen der Universitäten und Spitzenpositionen aller klinischen Fächer an Krankenhäusern“, unterstreicht Dr. Christiane Groß, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbund e. V. (DÄB).

„Der Forderungskatalog der Berliner Erklärung veranschaulicht eindringlich, wie groß der Handlungsbedarf ist, und gleichzeitig liefert diese geballte Expertise der Politik so konkrete wie machbare Handlungsmöglichkeiten“, hebt Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin des Verband deutscher Unternehmerinnen e. V. (VdU), hervor. „Wir haben aufgezeigt, was zu tun ist, der Ball liegt nun bei den Akteur:innen der künftigen Regierung“, ergänzt ihre Bündnispartnerin Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverband e. V. (dlv).

Heute findet das erste Gespräch mit der Spitzenkandidatin Janine Wissler, DIE LINKE, statt. „Im nächsten Schritt werden Gespräche mit CDU, CSU, SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und FDP stattfinden“, sagt Friederike Sittler, Vorsitzende des Journalistinnenbund e. V. (jb). „Unser Ziel ist die Aufnahme unserer Forderungen im Koalitionspapier, unabhängig vom Ausgang der Wahl. Wir erwarten von einer neuen Bundesregierung entsprechende Gesetzesvorgaben.“

Das überfraktionelle Bündnis der Berliner Erklärung existiert seit 2011. Aktuell gehören ihm 21 Frauenverbände als Initiator:innen und 20 Verbündete aus unterschiedlichen Berufs- und Tätigkeitsfeldern an.

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Tue, 22 Jun 2021 10:07:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Geschlechtergerechtigkeit endlich fest in Gemeinsamer Agrarpolitik verankern ]]> Deutscher LandFrauenverband fordert, Frauen in der neuen Förderperiode zu stärken

Berlin, 11.06.2021 – Obwohl die Trilog-Verhandlungen über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) auf EU-Ebene noch keinen Abschluss gefunden haben, hat der Bundestag gestern zentrale Gesetze zur neuen Förderperiode verabschiedet. Die besondere Lage der Frauen in der Landwirtschaft wurde lediglich in einem Entschließungsantrag der Linken thematisiert. Die Erwartung der LandFrauenverbände in Deutschland ist groß, dass in der weiteren Umsetzung der GAP konkrete Frauen-Förderprogramme folgen. Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) fordert, dass das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der weiteren Ausgestaltung der GAP auf Bundes- und Länderebene Eingang findet.

Eine nach wie vor völlig unzureichende Geschlechtergerechtigkeit der GAP kritisierte auch die Erste Vizepräsidentin des dlv, Juliane Vees, die am vorausgehenden Montag als Sachverständige in der öffentlichen Anhörung des Ausschusses Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag geladen war. „Damit die GAP erfolgreich sein kann, müssen die Fördermaßnahmen auch im Sinne der Frauen nachjustiert werden. Dafür müssen aktuelle Missstände erfasst, spezifische Bedarfe abgeleitet und entsprechende Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Das ist nicht nur ein Gebot der Fairness, sondern trägt auch dazu bei, das Potential der Frauen zur Entwicklung der ländlichen Räume nutzbar zu machen. Wir brauchen beispielsweise spezielle Förderprogramme im Bereich Beratung, Coaching und Qualifizierung, um Frauen in der Landwirtschaft für die immer komplexer werdenden Herausforderungen zu rüsten“, forderte Vees im Ausschuss.

Der EU-Verordnungsentwurf zum GAP-Strategieplan sieht erstmals die Verankerung der Geschlechtergerechtigkeit vor – und zwar im Ziel h, einem von insgesamt zehn Zielen. Der dlv rechnet fest damit, dass dieses im Rahmen des Trilogs nicht mehr herausverhandelt wird und bewertet das als einen wichtigen ersten Erfolg. „Das Thema Geschlechtergerechtigkeit ist endlich auch bei der EU-Kommission angekommen. Das Gleiche erwarten wir von den Parlamentarierinnen und Parlamentariern des Deutschen Bundestages sowie von den Verwaltungen von Bund und Ländern“, erklärt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Der dlv fordert, dass sich die Geschlechtergerechtigkeit nicht nur in einem von zehn Zielen wiederfindet, sondern sich durch die gesamte GAP zieht. Deutschland schneidet im EU-Vergleich besonders schlecht ab, wenn es um den Anteil der Leiterinnen landwirtschaftlicher Betriebe, Hofnachfolgerinnen oder Existenzgründerinnen geht. Auch in den ländlich-agrarischen Gremien sind Frauen in Deutschland deutlich unterrepräsentiert – aus dlv-Sicht lediglich mit verbindlichen Quoten regelbar.

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Thu, 10 Jun 2021 8:38:40 +0200 AktuellesLändlicher Raum
Hofgeschichten trotz Pandemie ]]> „Tag des offenen Hofes – digital“ gestartet

Gemeinsame Pressemitteilung von Deutscher Bauernverband, Bund der Deutschen Landjugend, Deutscher LandFrauenverband

Berlin, 27.05.2021 - Trotz Pandemie wollen viele Landwirtinnen und Landwirte nicht auf den Tag des offenen Hofes verzichten. Deutscher Bauernverband, LandFrauenverband und Landjugend haben sich daher gemeinsam für einen „Tag des offenen Hofes - digital“ entschieden. Am kommenden Wochenende vom 28. – 30. Mai laden die Verbände Verbraucherinnen und Verbraucher dazu ein, in den digitalen Netzwerken die Bauernhöfe zu besuchen. Zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte erzählen in Videos ihre Hofgeschichten und informieren über die moderne Arbeitsweise der Landwirtschaft und das Leben auf den Höfen.

„Der Tag des offenen Hofes – digital ist für alle eine tolle Gelegenheit, zu erfahren, wie unsere hochwertigen, regionalen Lebensmittel produziert werden. Nutzen Sie dieses Wochenende, um sich persönlich ein Bild von der Landwirtschaft zu machen und von den Menschen, die ihre Nahrungsmittel erzeugen. Unsere Bäuerinnen und Bauern freuen sich auf Ihren digitalen Besuch“, mit diesen Worten ruft der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, zur Teilnahme auf.

Landjugend, LandFrauen und Landwirte haben bereits zahlreiche Videos produziert, die zeigen, wie Landwirtschaft tagtäglich gelebt wird. Kathrin Muus, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V.: „Zugänge zur Landwirtschaft vermitteln, ist wichtiger denn je. Das können wir auch mit dem Tag des offenen Hofes im kleinen oder digitalen Format. Er kann Verständnis schaffen: Verständnis für die Probleme, vor denen diejenigen stehen, die faire Entlohnung für Lebensmittel und ihren Dienst an der Landschaft brauchen. Aber eben auch umgekehrt. Diesen Dialog müssen wir führen, wann und wo immer es geht, damit weder die Vielfalt der betrieblichen landwirtschaftlichen Strukturen noch die nachhaltigen Betriebe auf der Strecke bleiben.“

Die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, Petra Bentkämper, ermutigt die Landwirtinnen und Landwirte, sich auch kurzfristig noch am Tag des offenen Hofes – digital zu beteiligen: „Geben Sie der Landwirtschaft am Tag des offenen Hofes ein Gesicht! Es ist die Gelegenheit, den Menschen unsere Höfe zu zeigen und dabei mitzuhelfen, dass die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte die Wertschätzung bekommt, die sie verdient. Danke für Ihr Engagement!“

Für den „Tag des offenen Hofes - digital“ wünschen sich die Bauernfamilien in ganz Deutschland möglichst viele Besucherinnen und Besucher auf ihren Digitalkanälen und, wann und wo immer es Corona in den nächsten Monaten erlaubt, auch ein persönliches Treffen.  Der bundesweite „Tag des offenen Hofes“ wird alle zwei Jahre vom Deutschen Bauernverband, dem Bund der Deutschen Landjugend und dem Deutschen LandFrauenverband gemeinsam mit ihren Landesverbänden initiiert. Unterstützt wird er von der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

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Thu, 27 May 2021 9:54:00 +0200 AktuellesLandFrauen und Landwirtschaft
Bundestagswahl 2021: LandFrauen wollen zukunftsfähige und geschlechtergerechte Politik für ländliche Räume ]]> Deutscher LandFrauenverband mit starken Forderungen zu den Bundestagswahlen

Zur Bundestagswahl 2021 fordert der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) die konsequente Umsetzung von Gleichstellung, eine zukunftsfähige Landwirtschaftspolitik, eine konsistente Förderung von Ehrenamt sowie die Durchsetzung gleichwertiger Lebensverhältnisse. „Unsere Gesellschaft steht vor herausfordernden Transformationsprozessen. Die neue Bundesregierung trägt die Verantwortung, zukunftsweisende Weichen zu stellen und politische Lösungen besonders auch für die ländlichen Räume anzubieten“, sagt Petra Bentkämper, dlv-Präsidentin. Ganz konkret fordert der dlv vor den Bundestagswahlen deshalb:

Geschlechtergerechtigkeit durch Repräsentanz, Verbandsklagerecht gegen die Lohnlücke, geschlechtergerechte Gesundheitspolitik
Um den Frauenanteil im Bundestag zu steigern und damit die Interessen von Frauen zukünftig besser zu repräsentieren, fordert der dlv die Einführung eines verfassungskonformen Paritätsgesetzes im Wahlrecht bei den Listen und Direktmandaten und erstmalige Anwendung bei den Bundestagswahlen 2025. Das Entgelttranzparenzgesetz muss durch die Einführung eines Verbandsklagerechts gestärkt werden, um die eklatante Lohnlücke in Deutschland zu schließen. Der dlv ist außerdem der Auffassung, dass geschlechtergerechte Sichtweisen in allen Bereichen des Gesundheitswesens, einschließlich Forschung und Wissenschaft, Berücksichtigung finden müssen.

Landwirtschaft der Zukunft: geschlechtergerecht, nachhaltig, anerkannt.
Der dlv verlangt von der nächsten Bundesregierung, die sozio-ökonomische und psychosoziale Lage für Familien zu verbessern sowie Hofnachfolgen zu sichern. Politik muss Frauen in der Landwirtschaft in ihren multifunktionalen Rollen fördern. Ein verstärkter Fokus auf Regionalität und Saisonalität trägt ebenso wie Agrarforschung und der Einsatz neuester Technologien zur Bewältigung der weitreichenden Herausforderungen im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz bei.

Demokratie schützen, dialogfähig bleiben, gleichwertige Lebensverhältnisse endlich erreichen
Demokratiefeindlichkeit, Diskriminierung, Populismus und Rechtsextremismus verlangen stärker denn je ein gemeinsames, entschlossenes Vorgehen mit einer klaren Haltung. Der dlv bedauert die aktuelle Blockade der Union beim geplanten „Wehrhafte-Demokratie-Gesetz“. Um demokratiefeindlichen Personen entschieden entgegentreten zu können, sind niedrigschwellige und finanziell gut ausgestattete Programme zur Demokratieförderung auf dem Land erforderlich. Zur Erreichung gleichwertiger Lebensverhältnisse braucht es nach dlv-Auffassung eine geschlechtergerechte Ausgestaltung des Fördersystems für strukturschwache Regionen. Weiter hält es der dlv für notwendig, die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) zur Gemeinschaftsaufgabe ländliche Räume weiterzuentwickeln, ohne dabei Kürzungen im Förderbereich Landwirtschaft vorzunehmen.

Ehrenamt rentenpolitisch anerkennen und entbürokratisieren
Damit ehrenamtliches Engagement eine tragende Säule der ländlichen Regionen bleibt, fordert der dlv zur Bundestagswahl 2021, Ehrenamtliche zu entlasten und Engagement in Form zusätzlicher Rentenpunkte aufzuwerten. Um Engagierte nicht auszubremsen, müssen bürokratische Hürden, beispielsweise bei der Antragstellung von Förderprogrammen, abgebaut werden. Darüber hinaus braucht es mehr Qualifizierungsprogramme, um ehrenamtliches Engagement zu fördern und Frauen für ehrenamtliche Ämter zu stärken.

Digitale Infrastruktur schaffen, Engagierte digital aufrüsten
Digitalisierung ist Daseinsvorsorge – und zwar für Stadt und Land. Deshalb braucht es eine Förderung Gigabit-fähiger Netze (ausschließlich Glasfaser) im Festnetzbereich. Dabei müssen die im ländlichen Raum typischen Rand- und Einzellagen beim Ausbau berücksichtigt werden. Ziel der neuen Bundesregierung sollte außerdem sein, Funklöcher und weiße Flecken zu beheben und einen Rechtsanspruch auf schnelles Internet, über das Mindestmaß von 30 Mbit/s hinaus, zu gewährleisten. Schließlich ist es Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass alle den Prozess der Digitalisierung mitgestalten können und die vielen Vereine der ländlichen Räume finanziell, materiell und ideell im Digitalisierungsprozess unterstützt werden.

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Thu, 20 May 2021 8:57:00 +0200 AktuellesGerechte Chancen
Die richtige Einstellung ist wichtig – Gründerinnen im ländlichen Raum brauchen Mut, Vorbilder und Unterstützung ]]> Dlv-Fachtagung „Selbst ist die Frau – erfolgreich gründen im zweiten Anlauf“ sammelt wichtige Erkenntnisse zur Gründung im ländlichen Raum

Berlin, 07.05.2021 – Um herauszufinden, warum Gründungen von Frauen im ländlichen Raum scheitern und wie man sie bei einem zweiten Gründungsversuch unterstützen kann, hat der Deutsche LandFrauenverband (dlv) gestern mit Expertinnen und Experten aus der Gründungsszene, LandFrauen und Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik und Ministerien diskutiert. Die digitale Fachtagung „Selbst ist die Frau – erfolgreich gründen im zweiten Anlauf“ fand im Rahmen des gleichnamigen dlv-Projektes statt und machte deutlich: Für eine erfolgreiche Gründung ist die eigene Einstellung wichtig, aber auch passgenaue Beratungsangebote.

„Gründerinnen brauchen neben Vorbildern und guten Netzwerken viel Durchhaltevermögen. Und sie müssen sich ohne Scheu für ihre Leistungen auch angemessen bezahlen lassen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. Thomas Fischer, Leiter des Referats Arbeitsmarkt im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) betont in seinem Grußwort: „Die Covid-19-Pandemie kann nicht davon ablenken: Digitalisierung, Demographie und Klimawandel verändern Wirtschaft und Arbeitswelt nachhaltig. Eine leistungsfähige und innovative Wirtschaft braucht deshalb nicht nur eine gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in Führungspositionen, sondern auch mehr Existenzgründerinnen; denn das bedeutet mehr Ideen für moderne Dienstleistungen und Arbeitsplätze und mehr soziale Innovation.“

Damit eine berufliche Selbstständigkeit aber erfolgreich ist, brauchen Gründerinnen sowohl persönlich als auch institutionell mehr Unterstützung, so das Echo aus der Veranstaltung. Eine Online-Befragung, die der dlv durchgeführt hat, gibt dieser Einschätzungen recht. Fast 40 Prozent der Befragungsteilnehmerinnen haben angegeben, dass es ihnen bei ihrer Gründung an Rückhalt und Unterstützung durch den Partner gefehlt hat. Und: Mehr als die Hälfte hat keine Beratungsangebote für Gründerinnen genutzt, obwohl die Mehrheit bereits eine konkrete Geschäftsidee hatte. Als Gründe für die Aufgabe des Gründungsvorhaben wurden außerdem mangelndes Wissen, Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit und fehlender Mut genannt. Die gute Nachricht jedoch ist: Mehr als zwei Drittel können sich vorstellen, erneut zu gründen.

Welche Chancen die berufliche Selbstständigkeit besonders für Frauen im ländlichen Raum bietet, berichtet LandFrau Astrid Gerdes bei der Fachtagung. Nach Stationen im Gastronomie- und Hotelbereich leitet sie nun den Gamerschlagshof bei Xanten, einen Arche- und Lernbauernhof. Sie ist der Meinung, dass es Gründungsberaterinnen und -beratern oft an Praxisbezug und der richtigen Ansprache von Frauen fehlt. Aber mehr noch: „Damit eine Gründung gelingt, ist es wichtig, etwas zu tun, wofür man brennt“, so Gerdes.

Bei der Suche nach der richtigen Grundeinstellung kann ein Blick zu sogenannten „Superentrepreneuren“ helfen. Börsennotierte Unternehmerinnen und Unternehmer haben oft selbst mehrere Gründungsversuche, bevor sie erfolgreich sind. „Aber sie gehen davon aus, dass sie in der Lage sind, die Welt zu beeinflussen und die Zukunft zusammen mit anderen zu gestalten“, so Dr. Frauke Lange, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Female Entrepreneurship der Universität Oldenburg. Gründerinnen können diese Haltung lernen und auch die Gründungsförderung sei hier gefragt, die Frauen dabei zu unterstützen.

Neben der eigenen Grundeinstellung sei es wichtig, Mutmacherinnen zu finden, die über ihre eigene Gründungsgeschichte berichten, so die Einschätzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Gründungserfolg: Scheitern müsse als Teil des Gründens und lehrreiche Erfahrung gesehen werden. Wichtig sei zudem, Netzwerkangebote zu nutzen, sowohl branchenübergreifend als auch branchenspezifisch, heißt es in der Kleingruppendiskussion.

Das Projekt „Selbst ist die Frau – Existenzgründung von Frauen im ländlichen Raum“ läuft noch bis Ende Juni 2021 und wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Die auf der Fachtagung vorgestellten Ergebnisse der dlv-Befragung zu Gründungsabbrecherinnen im ländlichen Raum werden in der Abschlussdokumentation des Projekts vorgestellt und sind dann hier einsehbar. Aktuelle Workshop-Termine der Gründungslotsinnen sind hier zu finden.

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Fri, 07 May 2021 10:57:23 +0200 NewskategorienAktuellesGerechte Chancen
Verbraucherinnen wählen — LandFrauen klären auf! ]]> Aktionstage 2021 des Deutschen LandFrauenverbandes starten mit Schwung

Berlin, 03.05.2021 – Mit einem digitalen Auftakt am vergangenen Freitag startete der Deutsche LandFrauenverband (dlv) seine bundesweiten Aktionstage. Im Jahr 2021 stehen diese unter dem Motto: Verbraucherinnen wählen — LandFrauen klären auf!

Schon bei der Eröffnung von dlv-Präsidentin Petra Bentkämper und Schirmfrau Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, wurde deutlich, dass der Verband mit den Aktionstagen den richtigen Nerv trifft. Mit Blick auf das Ziel sagte dlv-Präsidentin Petra Bentkämper: „LandFrauen beziehen mit den Aktionstagen einmal mehr Stellung zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen im ländlichen Raum.“

In ihrem Grußwort betonte Bundesministerin Christine Lambrecht „Verbraucherinnen wählen — LandFrauen klären auf! Dieses Motto verrät sofort, worauf es ankommt. Es geht nicht um Bevormundung oder um luftige Theorie“, so Christine Lambrecht. „Es geht um konkrete Orientierungshilfe im Labyrinth des Verbraucherinnenalltags. Es geht darum, die Verbraucherinnenkompetenz zu stärken – gerade auch im ländlichen Raum.“

Im Anschluss diskutierten die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, der Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbands Klaus Müller sowie Jutta Kuhles aus dem dlv-Präsidium und LandFrauenGuide Angelika Holub-Salerno über Notwendigkeit und Chancen einer aufgeklärten Verbraucherschaft.

Ob es das Abschließen von Handyverträgen, die Rückerstattung nicht wahrgenommer Flugreisen oder die Stolpersteine beim Versicherungsvertrag sind, auch die Talkgäste gaben offen zu, im privaten Alltag vor den vielen Verbraucherfallen nicht immer gewahrt zu sein. Umso deutlicher wurde, wie wichtig es ist, Menschen hinsichtlich eines guten Verbraucherschutzes aufzuklären und frühzeitig mit der Verbraucherbildung zu beginnen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Verbraucherrechte gestärkt und Wissenslücken geschlossen werden müssen. Zusammen mit den vielen engagierten LandFrauen, der Expertise der Verbraucherzentralen und mit Unterstützung des BMJV kann es gelingen, Menschen überall zu aufgeklärten Konsumentinnen und Konsumenten zu machen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Preisverleihung des Ideenwettbewerbes zum Verbraucherschutz im ländlichen Raum. Die ausgezeichneten Projektideen der Landfrauengruppe im Bayerischen Bauernverband, des Thüringer LandFrauenverbandes sowie des LandFrauenverbandes Rheinland-Nassau, der gleich für zwei Ideen prämiert wurde, werden als Leuchtturmprojekte im Rahmen der Aktionstage in den kommenden Monaten umgesetzt. In ihrer Laudatio auf die Preisträgerideen sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl: „Die Tatkraft der LandFrauen spiegeln die im Rahmen des Wettbewerbs eingereichten Vorschläge eindrucksvoll wider. Es wurden Projektideen eingereicht, die alle geeignet sind, Verbraucherinnen und Verbraucher auf dem Land vor Ort zu unterstützen und dazu beizutragen, dass sie selbstbestimmt durch den Verbraucherdschungel kommen.“ Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv, hob hervor: „Verbraucherschutz macht Spaß und genau das ist die Motivation zur Beteiligung an diesem Ideenwettbewerb gewesen.“

Mit ihrem Projekt „Medienkompetenz für LandFrauen von LandFrauen“ wollen die bayerischen LandFrauen andere LandFrauen mit 20 Online- und Präsenzschulungen zum Thema Medienkompetenz für die digitale Welt fit machen. In Rheinland-Nassau bringt der LandFrauen-Bus als „rollende Bühne“ Verbraucherinformationen in die Region. Auf Marktplätzen, Schulhöfen und vor Supermärkten informieren LandFrauen und externe Fachleute mit Vorträgen, Quiz-Spielen und Umfragen über Verbraucherrechte. Das Projekt „Ich bin doch erwachsen?!“ vermittelt zusammen mit der offenen Jugendarbeit in Bad Neuenahr Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Grundlagen des Verbraucheralltags. Gemeinsam mit den Jugendlichen soll ein Spiel zum Einmaleins des Verbraucherwissens entwickelt und produziert werden. In Thüringen informieren Expertinnen und Experten der Verbraucherzentrale bei Public-Viewing-Veranstaltungen zu verschiedenen Themen des wirtschaftlich-rechtlichen Verbraucherschutzes. Die Veranstaltungen werden von LandFrauen organisiert und moderiert.

„Viele Menschen haben weiterhin in ihrem Verbraucheralltag das Bedürfnis nach mehr Schutz und Orientierung. Das ist auch einer der Punkte, der in unserer Umfrage sichtbar wurde“, motiviert Sibylle Klug, Mitglied im dlv-Präsidium, alle LandFrauen, sich mit Aktionen zu beteiligen. „Wer, wenn nicht wir als starke Kraft auf dem Land können viele Menschen erreichen?!“

Der gesamte Aktionszeitraum läuft vom 30. April 2021 bis 30. Oktober 2021. Weitere Informationen zu den Aktionstagen 2021 sowie den Veranstaltungen, die vor Ort geplant und durchgeführt werden, finden Sie auf der dlv-Webseite unter www.landfrauen.info/aktionstage und der Aktionslandkarte unter www.landfrauen.info/aktionslandkarte

Bereits zum fünften Mal werden 2021 die Aktionstage durchgeführt. Sie finden im Turnus von zwei Jahren jeweils unter einem neuen Motto und zivilgesellschaftlich relevantem Thema statt, erreichen viele Menschen und sind ein aktiver Beitrag zur Gestalteng der ländlichen Räume. Das ehrenamtliche Engagement und die starke Kraft von LandFrauen werden dabei bundesweit sichtbar und erlebbar.

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Mon, 03 May 2021 6:45:00 +0200 AktuellesKompetent im AlltagLändlicher Raum
Mit Graue-Flecken-Förderprogramm bleibt Flickenteppich ]]> Die neue Förderrichtlinie des Bundes zur Breitbandförderung bringt Erweiterungen, ist jedoch für schwer erschließbare Einzellagen unzureichend

Berlin, 28.04.2021 — Kurz vor dem Ende der Legislaturperiode schafft die Bundesregierung mit der Auflage der neuen Graue-Flecken-Förderrichtlinie endlich das zentrale Instrument, um den Glasfaserausbau insbesondere auf dem Land voranzubringen.

„Unmissverständlich: Diese Richtline hat viel zu lange auf sich warten lassen und ist längst überfällig“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). „Wir erwarten, dass mit einem Fördertopf von insgesamt 12 Milliarden Euro seit Beginn der Bundesförderung und dem nun vorliegenden Förderrahmen schon bald ein Großteil der Haushalte auf dem Land über Glasfaseranschlüsse verfügen wird. Es ist jetzt an Bund, Ländern und Kommunen, im Sinne eine Gesamtstrategie für einen flächendeckenden und lückenlosen Glasfaserausbau auf dem Land zu sorgen, soweit der Förderrahmen das zulässt“, erklärt Petra Bentkämper.

Der dlv appelliert an Politik, Wirtschaft und Verwaltung, derzeit noch bestehende Hemmnisse zu überwinden.

Landwirtschaftliche Betriebe zählen unabhängig von der Beschäftigtenzahl mit der neuen Förderrichtlinie zu den sogenannten förderfähigen sozioökonomischen Schwerpunkten. Dies begrüßt der Deutsche LandFrauenverband ausdrücklich.

Als völlig unzureichend bewertet der dlv jedoch die Regelungen für schwer erschließbare Einzellagen. „Verlautbartes Ziel der Bundesregierung ist es, gleichwertige Lebensverhältnisse zu erreichen. Sie hätte mit Blick auf Einzelhoflagen weitreichendere Regelungen treffen müssen. Betroffene Familien und Betriebe, die in Einzelhoflagen leben, wollen und können sich nicht mit zweit- oder gar drittbesten Lösungen — wie dem Internet über Satellit oder Richtfunk — zufriedengeben“, zeigt sich Petra Bentkämper enttäuscht.

Ihren Mitgliedern aus den LandFrauenverbänden rät dlv-Präsidentin Bentkämper, umgehend auf kommunaler Ebene aktiv zu werden: „Bei den verantwortlichen Landrätinnen oder Landräten Ausbaubedarf anzumelden und über Ausbauchancen ins Gespräch zu kommen, ist jetzt das dringende Gebot, um digital Anschluss halten zu können.“

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Wed, 28 Apr 2021 12:12:00 +0200 AktuellesLändlicher Raum
Frauengesundheit im ländlichen Raum muss zuverlässig sein! ]]> Der Deutsche LandFrauenverband erwartet von der Politik Maßnahmen für wohnortnahe medizinische Versorgung im ländlichen Raum

Berlin, 22.04.2021 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) fordert die Politik auf, eine qualitativ gute, umfassende und wohnortnahe medizinische Versorgung im ländlichen Raum unverzüglich sicherzustellen. Gerade die Pandemie führt vor Augen, wie notwendig eine funktionierende medizinische Versorgung ist. Für den dlv ist nicht hinnehmbar, dass immer mehr Regionen bereits heute medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht sind.

„Wir LandFrauen wollen diese Situation nicht hinnehmen und fordern die Politik auf, unverzüglich zu handeln“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. „Für ein gutes Leben auf dem Land ist eine qualitativ hochwertige und vor allem wohnortnahe medizinische und geburtshilfliche Versorgung unabdingbar.“

Erreichbare und umfassende medizinische Versorgung für alle, die im ländlichen Raum leben, darf keine Abwägungsentscheidung sein, sondern ist eine Pflichtleistung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Hierfür muss der Staat Sorge tragen.

„Es darf nicht zur Normalität werden, als Frau weite Strecken auf sich zu nehmen, wenn gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen anstehen, Arztpraxen aufgesucht, Hebammen gefunden oder Geburtsstationen rechtzeitig erreicht werden müssen. Nur dort, wo eine geburtsmedizinische, gynäkologische und Hebammen-Versorgung sichergestellt ist, sind Bleibe- und Rückkehrperspektiven für Frauen und ihre Familien vorhanden“, betont Ursula Braunewell, Zweite Vizepräsidentin des dlv und Vorsitzende des Fachausschusses Frauen-, Sozial- und Gesellschaftspolitik.

Das gesamte Positionspapier des Deutschen LandFrauenverbandes, das unter anderem Forderungen zum Erhalt von Geburtsstationen und Kreißsälen, zu Krebsfrüherkennungs-untersuchungen, einer gesicherten Hebammenversorgung sowie einer gendergerechten Medizin enthält, finden Sie zum Download hier.

Weil jede Stimme zählt, ruft der dlv auch dazu auf, sich an seiner bundesweiten Unterschriftenaktion „Geburtshilfe. Im ländlichen Raum. Jetzt!“ zu beteiligen. Alle Informationen rund um die Petition gibt es hier.

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Wed, 21 Apr 2021 13:48:44 +0200 AktuellesGerechte ChancenLändlicher Raum
Save the Date: Startschuss zu den bundesweiten Aktionstagen 2021 ]]> Digitaler Auftakt mit der Prämierung der Gewinnerprojekte des Ideenwettbewerbes sowie einer Podiumsdiskussion über die Aktivitäten des dlv zum Thema Verbraucherschutz

Berlin, 15.04.2021 – Die Vorbereitungen für die Aktionstage 2021 des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) laufen auf Hochtouren. Am 30. April fällt bei der Auftaktveranstaltung virtuell der Startschuss zu den bundesweiten Aktionstagen, die in diesem Jahr unter dem Motto stehen: Verbraucherinnen wählen — LandFrauen klären auf!

Nach der Eröffnung mit dlv-Präsidentin Petra Bentkämper und Schirmfrau Christine Lambrecht, Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, diskutieren in einer Talkrunde Personen aus Politik, Verbraucherschutz sowie aktive LandFrauen über Möglichkeiten und Chancen für eine aufgeklärte Verbraucherschaft.

„Durch unsere Erfahrungen und unser Wirken vor Ort sind wir als Deutscher LandFrauenverband überzeugt: Guter Verbraucherschutz braucht kompetente Verbraucherinnen und Verbraucher“, untermauert dlv-Präsidentin Petra Bentkämper die Zielrichtung der Aktionstage.

Den zweiten Höhepunkt der Auftaktveranstaltung bildet die Preisverleihung des Ideenwettbewerbes „Mehr Verbraucherschutz im ländlichen Raum“, für den konkrete Projektskizzen erarbeitet wurden und innerhalb des Aktionszeitraumes bis Ende Oktober umgesetzt werden. Zu den Preisträgerinnen gehören die Landfrauengruppe im Bayerischen Bauernverband, der Thüringer LandFrauenverband sowie der LandFrauenverband Rheinland-Nassau mit gleich zwei preiswürdigen Projekten.

„Unsere Einladung und unser Versprechen gilt: LandFrauen klären auf, damit Menschen für ihre Rechte und ihren Schutz sensibilisiert werden und souverän ihre Wahl treffen können“, so dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. In diesem Jahr werden sich LandFrauen mit informativen und ideenreichen Veranstaltungen rund um die Themen des wirtschaftlich-rechtlichen Verbraucherschutzes bis Ende Oktober 2021 an den Aktionstagen beteiligen.

Weitere Informationen zu den Aktionstage 2021, den diesjährigen Aktionsmaterialien sowie dem Programm der Auftaktveranstaltung inkl. Link für die Liveübertragung finden Sie auf unserer Homepage unter: www.landfrauen.info/aktionstage

Save the Date: 30. April 2021, 11–13 Uhr per Livestream hier

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Thu, 15 Apr 2021 0:00:00 +0200 AktuellesKompetent im AlltagLändlicher Raum
Gleichstellungspolitisch bleibt noch viel Luft nach oben ]]> Der Deutsche LandFrauenverband zieht Bilanz und hält der Regierungskoalition den gleichstellungspolitischen Spiegel vor

Berlin, 13.04.2021 — Die Bundestagswahl 2021 wirft bereits lange Schatten voraus. „Ungeachtet dessen, dass innerhalb der kommenden fünf Monate noch Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden können, ist für den Deutschen LandFrauenverband jetzt ein guter Zeitpunkt, der aktuellen Bundesregierung den Spiegel vorzuhalten“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Wer dem Wahlvolk etwas verspricht, muss sich daran messen lassen, ob die Zielmarge erfüllt wurde. Rund 450.000 LandFrauen sind eine kritische Wählerschaft und jede von ihnen entscheidet auch 2021 wieder, welcher Partei sie aus frauenpolitischer Sicht ihr Vertrauen ausspricht.“

Die Bilanz der Regierungsarbeit fällt aus Sicht des Deutschen LandFauenverbandes gemischt aus. „Einige Kernthemen wurden angepackt, aber frauenpolitisch sehen wir auch Defizite“, so Bentkämper. „Dass die Corona-Pandemie seit einem Jahr zusätzliche Herausforderungen für das Regierungshandeln gebracht hat, übersehen wir dabei nicht. Dem zollen wir unsere Anerkennung, bilanzieren aber unsere dlv-Kernforderungen mit kritischem Blick.“

Gerechte Chancen

Dem dlv ist es ein zentrales Anliegen, strukturelle Benachteiligungen von Frauen abzubauen und bundesweit die Gleichstellung der Geschlechter dauerhaft in allen Lebensbereichen voranzutreiben. Die von der Koalition vereinbarte Bundesstiftung Gleichstellung kommt erst jetzt in den politischen Beratungsprozess. Als dlv erwarten wir höchste Priorität, sie noch in dieser Legislatur zu errichten. Ziel muss es sein, dass die Stiftung zügig mit ihrer Arbeit beginnt. Aus Sicht des dlv, der größten Frauenlobby im ländlichen Raum, muss ein Schwerpunkt der Bundesstiftung die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in ländlichen Regionen sein, um umfassende Gleichstellungsziele zu erreichen.

Der dlv begrüßt, dass die Bundesregierung ihrem, im Koalitionsvertrag festgehaltenen Auftrag nachgeht, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst mit dem Zweiten FührungspositionenGesetz (FüPoG II) weiter zu erhöhen. Dies ist ein Meilenstein der Gleichstellungspolitik, wenn es darum geht, eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen zu erreichen. Der dlv fordert die Bundesregierung auf, die Novellierung schnell voranzutreiben und das FüPoG II noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg zu bringen.

Mit dem Kompromiss bei der Mütterrente gibt sich der dlv nur halb zufrieden. So wurde das Koalitionsversprechen – drei volle Entgeltpunkte für alle Mütter – nicht eingehalten. Mit der letzten Anpassung von 2019 gibt es noch immer einen halben Entgeltpunkt Unterschied für Mütter mit Erziehungszeiten, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Der dlv hält an seiner Kernforderung fest und fordert weiterhin drei Entgeltpunkte für alle Mütter und Väter sowie eine Finanzierung der Mütterrente aus Steuergeldern, um der Altersarmut von Frauen entgegenzuwirken.

Frauen sind in Deutschen Parlamenten noch immer stark unterrepräsentiert. Die Bundesregierung hat die Chance verpasst, Parität im Wahlrecht zu verankern. Der dlv fordert — unabhängig von der derzeitigen Rechtsprechung — die Bundesregierung auf, sich für eine geschlechterparitätische Besetzung im Bundestag stark zu machen und den Weg dorthin für die nächste Legislatur schon heute zu ebnen.

Zukunft Ehrenamt

Das Koalitionsversprechen, ehrenamtliches Engagement zu stärken und zu fördern, ist mit der Gründung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt umgesetzt worden. Der dlv hat den Gründungprozess aktiv mitbegleitet und bewertet die Stiftung als eine große Chance, Ehrenamtliche in ihrer Arbeit für die Gesellschaft zu unterstützen sowie digitale und soziale Innovationen im Ehrenamt zu fördern. Für den dlv ist aber auch klar, dass Förderprogramme nicht am fehlenden Status der Gemeinnützigkeit scheitern dürfen, sondern zivilgesellschaftliches Wirken von Verbänden berücksichtigt werden muss.

Landwirtschaft und Umwelt

Die Datenlage zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben ist bislang sehr schwach. Mit der von der Bundesregierung geförderten Studie zur sozio-ökonomischen Lage von Frauen in der Landwirtschaft bestehen gute Chancen, die Lebenssituation auf den Höfen besser einzuschätzen. Somit wurde ein wichtiger Grundstein für zukünftige Entscheidungen gelegt. Mit sachkundigen Schlussfolgerungen aus dieser Studie können nachfolgende Regierungen wirksame Verbesserungen für Frauen in der Landwirtschaft erreichen.

Die Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen deutlich, dass Verbraucherinnen und Verbraucher qualitativ hohe Erwartungen und Anforderungen an die Nutztierhaltung in der Landwirtschaft haben. Andererseits benötigen Bäuerinnen und Bauern verlässliche Perspektiven für ihre Höfe. Es ist der Regierung bis jetzt nicht gelungen, hier einen angemessenen politischen Rahmen zu schaffen, der für die Nutztierhaltung die notwendige Planungssicherheit gewährleistet und damit Veränderungsbereitschaft und -prozesse zuverlässig unterstützt.

Obgleich dies nicht explizit im Koalitionsvertrag fixiert wurde, hat sich Bundesministerin Julia Klöckner dafür eingesetzt, dass dem Thema Gleichstellung Priorität zukommt und in einem der zehn Ziele des Strategieplans der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in der nächsten Förderperiode verankert wird. Der dlv erwartet, dass im Rahmen der noch nicht abgeschlossenen Trilogverhandlungen dieses Ziel Bestand hat und nicht mehr herausverhandelt wird.

Mit dem Einsetzen der Zukunftskommission Landwirtschaft im Sommer 2020 geht die Bundesregierung den Weg des Miteinanders verschiedenster Interessengruppen weiter. Der dlv begrüßt dies und erwartet, dass der in der Kommission erreichte Konsens und die ausgehandelten Empfehlungen in die zukünftige Agrarpolitik einfließen.

Ländlicher Raum

Mit Blick auf Maßnahmen zum Erreichen von gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land zieht der Deutsche LandFrauenverband eine gemischte Bilanz. Die Bundesregierung hat ihr Versprechen, eine Kommission einzurichten und konkrete Vorschläge zu entwickeln, eingehalten. Von den insgesamt zwölf beschlossenen Maßnahmen wurden bereits erste erfolgreich umgesetzt. Dazu gehören die Errichtung eines gesamtdeutschen Fördersystems für strukturschwache Regionen sowie die Einführung eines Gleichwertigkeitschecks bei Gesetzesvorhaben des Bundes. Sehr wohl wissend, dass es mehr als einer Legislaturperiode bedarf, konstatiert der dlv: Deutschland ist nach knapp vier Jahren von gleichwertigen Lebensverhältnissen noch immer weit entfernt.

Nur teilweise zufrieden ist der dlv mit dem Tempo beim Mobilfunkausbau und dem geplanten Förderrahmen für den Glasfaserausbau auf dem Land. Mit den Lösungen für schwer erschließbare Einzellagen, laut aktuellem Förderrichtlinienentwurf des Graue-Flecken-Programms, gibt sich der dlv nicht zufrieden. Die nunmehr vorliegende Definition schließt zu viele Einzellagen aus. Erfreulich ist, dass landwirtschaftliche Betriebe, unabhängig von der Zahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, förderfähig sein sollen. Der dlv erwartet, dass die zur Beschleunigung des Mobilfunkausbaus gegründete Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft umgehend mit der Arbeit startet, um in den nächsten Monaten Ergebnisse präsentieren zu können.

Nach aktuellem Stand wird es in dieser Legislaturperiode kein Gesetz zur Förderung der wehrhaften Demokratie geben, weil die Unionsfraktion im Deutschen Bundestag dieses Vorhaben nicht unterstützen will. Der dlv zeigt sich darüber tief enttäuscht, zumal zwischen den zuständigen Bundesministerien und dem Kanzleramt Einigkeit über die Eckpunkte erzielt worden war. Damit wird die wichtige Chance verpasst, in der Demokratieförderung tätige Organisationen zielgerichtet und vor allem dauerhaft mit Bundesmitteln unterstützen zu können.

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Tue, 13 Apr 2021 16:21:00 +0200 AktuellesGerechte ChancenLändlicher Raum
Verbraucherinnen wählen — LandFrauen klären auf! ]]> Der Deutsche LandFrauenverband setzt sich für mehr Verbraucherkompetenz in ländlichen Regionen ein

Berlin, 12.03.2021 – „Jeder Verbraucher hat das Recht auf Sicherheit, Information, Wahlfreiheit und das Recht, Gehör zu finden.“ Mit diesen Worten legte der damalige US-amerikanische Präsident John F. Kennedy am 15. März 1962 den Grundstein zum Weltverbrauchertag. Seitdem soll der Weltverbrauchertag am 15. März daran erinnern, dass Verbraucherinnen und Verbraucher wesentliche Rechte haben. Doch viele Menschen fühlen sich im Verbraucheralltag nach wie vor nicht gut informiert und ausreichend geschützt.

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) ist davon überzeugt, dass nur aufgeklärte Verbraucherinnen und Verbraucher selbstbestimmt entscheiden und für ihre Interessen gegenüber Politik und Wirtschaft einstehen können. Hier setzt der dlv seit 2019 mit seinem Projekt „LandFrauenGuides — Verbraucherinfos auf's Land gebracht" an und stärkt die Verbraucherkompetenz in ländlichen Regionen.

Unter dem Motto „Verbraucherinnen wählen — LandFrauen klären auf!“ will der dlv 2021 innerhalb seiner Aktionstage mit zahlreichen regionalen Veranstaltungen Orientierung im Dickicht des Verbraucheralltags geben. „Angesichts der zahlreichen digitalen Erfahrungen während der Pandemie müssen wir alle wissen, welche Pflichten es zum Beispiel für den Datenschutz bei Videokonferenzen gibt oder unter welchen Bedingungen Stornierungen möglich sind, welche Ersatzansprüche wir haben oder welche Zahlungen geleistet werden müssen“, so dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Rechte zu kennen, ist die eine Seite, aber gleichzeitig sind wir als mündige Bürgerinnen und Bürger gefordert, kompetent das Wissen anzuwenden und unter Beweis zu stellen“, sagt Petra Bentkämper mit Verweis auf die Aktionstage 2021.

„Verbraucherinformation und Verbraucherberatung sind ein Schlüssel für hohe Lebensqualität und gleichberechtigte Teilhabe. Die Deutschen LandFrauen bringen diese Anliegen entscheidend voran: mit tatkräftigem Engagement gerade für den ländlichen Raum. Für unser Gemeinwesen liegt darin ein wertvoller Dienst“, so die Schirmfrau der Aktionstage Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.

Der offizielle Startschuss für die Aktionstage fällt am 30. April 2021. „Die bundesweiten Aktionstage sind eine hervorragende Gelegenheit, Kompetenz, Stärke und Aufklärungsleistung von LandFrauen öffentlich zu zeigen und damit für unsere Interessen gegenüber Politik und Wirtschaft einzustehen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Weitere Informationen zu den Aktionstagen 2021 des dlv gibt es hier.

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Fri, 12 Mar 2021 0:00:00 +0100 AktuellesKompetent im AlltagLändlicher Raum
LandFrauen sind Game Changer ]]> Der Deutsche LandFrauenverband unterstützt 2021 erneut die Equal-Pay-Day-Kampagne und das damit verbundene Ziel, die Lohnlücke endlich zu schließen

Berlin, 09.03.2021 – Wie jedes Jahr erinnert der Equal Pay Day an die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Als bundesweiter Aktionstag macht er symbolisch auf den Lohnunterschied aufmerksam und zeigt auf, dass Frauen in Deutschland vom 1. Januar bis zum Equal Pay Day — im Jahr 2021 der 10. März — im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen unbezahlt gearbeitet haben. Aktuell liegt die Lohnlücke, die sich im Vergleich zum vergangenen Jahr minimalst verringert hat, bei weiterhin 20 Prozent. Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) klärt seit vielen Jahren zum Thema Entgeltungleichheit auf und liefert damit einen wichtigen Beitrag, Frauen auf die dringende Notwendigkeit eigener wirtschaftlicher Unabhängigkeit hinzuweisen und sie vor den Gefahren der Altersarmut zu schützen.

„In diesem Jahr sind wir LandFrauen Teil der Kampagne Game Changer! Weil wir uns seit langem für faire Entlohnung stark machen und mit unseren Equal-Pay-Beraterinnen über Lohnungerechtigkeit, Stereotype sowie eine notwendige Alterssicherung aufklären. Klar ist: Solange es den Equal Pay Day gibt, werden wir nicht aufgeben, für eine gleiche Bezahlung zu kämpfen“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv.

Einen wichtigen Hebel zur Chancengleichheit sieht der dlv im Schließen von Informationslücken. Viele Frauen und Männer haben keine konkrete Vorstellung von den Auswirkungen ihrer beruflichen Entscheidungen. Insbesondere familienbedingte Erwerbsunterbrechungen bedeuten für Frauen oft ein erhöhtes Risiko für Altersarmut. Gleichberechtigung beginnt aber im Kopf. Stereotype und Rollenbilder bestätigen und reproduzieren Ungerechtigkeiten zwischen Frauen und Männern.

„Unsere Equal-Pay-Beraterinnen setzen genau hier an. Sie informieren, zeigen Handlungsalternativen auf und sensibilisieren in Vorträgen und Workshops zu all diesen wichtigen Fakten und Themen“, so dlv-Präsidentin Bentkämper.

In zwei Förderperioden und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat der dlv insgesamt 21 Equal-Pay-Beraterinnen aus 19 Landkreisen ausgebildet. Sie sind Multiplikatorinnen und leisten eine wichtige Aufklärungsarbeit im ländlichen Raum.

Weitere Informationen zu den Equal-Pay-Beraterinnen des dlv gibt es hier.

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Tue, 09 Mar 2021 7:00:00 +0100 AktuellesGerechte Chancen
LandFrauen für mehr weibliche Vorbilder ]]> Anlässlich des Internationalen Frauentages 2021 fordert der Deutsche LandFrauenverband, Frauen in unserer Gesellschaft ein Gesicht zu geben

Berlin, 05.03.2021 – „LandFrauen sind Chefinnen, Politikerinnen, Macherinnen und sie sind Vorbild, wenn es darum geht, sich für verlässliche Perspektiven der ländlichen Räume, den Zusammenhalt sowie ein gutes Miteinander vor Ort einzusetzen. LandFrauen sind starke, Verantwortung übernehmende Frauen. Es gilt, ihre Kraft und ihr Engagement überall in unserer Gesellschaft zu nutzen und sichtbar zu machen“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes anlässlich des Internationalen Frauentages 2021.

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) macht sich seit jeher für einen stärkeren Einfluss von Frauen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft stark. So fordert der Verband, stabile Rahmenbedingungen für eine gerechte Teilhabe von Frauen in allen Bereichen zu schaffen sowie gesellschaftlich konstruierte Rollenbilder kritisch zu hinterfragen.

Frauen brauchen jedoch in erster Linie Möglichkeiten und Bühnen, um diese Rolle verantwortungsvoll ausüben zu können, um Vorbild für weitere Frauen zu sein, die sie wiederum darin bestätigen, mit Mut und Durchsetzungsvermögen eigene Wege zu gehen. Denn wo Fähigkeiten und Kompetenzen von Frauen nicht sichtbar sind, werden vorsätzlich verkrustete Rollenbilder fortgeschrieben.

„Wir sehen uns als LandFrauen hier in guter Gesellschaft und verbündet mit den Frauen aus Kultur, Film und Fernsehen. Diese werden seit Jahren nicht müde, auf die Diskrepanz von weiblichen Rollenzuschreibungen, realem Können und mangelndem Zutrauen in ihre Fähigkeiten hinzuweisen“, so dlv-Präsidentin Bentkämper. „Weniger Klischees über Frauen, mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten, stärkere Akzeptanz von Diversität — das zeichnet eine moderne emanzipierte Gesellschaft aus, die an der Zukunft arbeitet.“

Der Deutsche LandFrauenverband als die gesellschaftliche Kraft für Frauen im ländlichen Raum fordert alle Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft auf, strategisch und vorausschauend zu handeln und mehr Frauen auf jeder Hierarchiestufe Verantwortung und Führungsaufgaben zu übertragen.

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Fri, 05 Mar 2021 9:00:00 +0100 AktuellesGerechte Chancen