Zukunft Ehrenamt

Ehrenamt 4.0 – Den digitalen Wandel im Ehrenamt gestalten

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Ehrenamt werden auch in Zukunft immens sein. Der dlv ist mit dem Thema auf großes Interesse auch bei der Politik gestoßen. Das Ehrenamt braucht Unterstützung, um den digitalen Wandel zu meistern.

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LandFrauen, die sich zu Seniorenbotschafterinnen für neue Medien ausbilden lassen oder lernen, welche Möglichkeiten ihnen das Smartphone bieten kann – das gibt es vielerorts schon. Die Digitalisierung steht auch für das Ehrenamt immer öfter auf der Tagesordnung. Deutschlandweit müssen 31 Mio. ehrenamtlich Engagierte die Chance auf eine dauerhafte digitale Teilhabe und die Weiterentwicklung ihrer Organisation erhalten.

Die Zahl kurzfristiger, eher projektbezogener Tätigkeiten steigt. Zusätzlich verändert sich die Arbeitsweise in den Vereinen und Verbänden. Daten werden in der Cloud gespeichert, Engagementteams arbeiten auf Grundlage gemeinsamer Werte zusammen und Führung und Hierarchien in gemeinnützigen Organisationen werden neu bewertet. Die Kommunikationswege werden vielfältiger. Damit wirkt sich die Digitalisierung in den Vereinen und Verbänden auf die Gestaltung von Arbeitsprozessen aus und noch mehr auf die Organisations- und Personalentwicklung.

Auch die LandFrauen wollen die Potenziale der digitalen Vernetzung nutzen, neue digitale Kommunikationswege etablieren, digitale Tools für das Vereinsmanagement und die Verwaltung einführen und die Öffentlichkeitsarbeit im Internet ausbauen. Es müssen Strategien entwickelt werden, bei denen es nicht nur um die Einführung neuer digitaler Techniken geht. Die Digitalisierung verändert auch das Innenleben der Vereine und Verbände und die gemeinsamen Werte – die Mitglieder müssen neuen Formen der Organisation Verwaltung offen gegenüber stehen und gegebenenfalls auch traditionelle Hierarchien überdenken. Doch dazu braucht das Ehrenamt Unterstützung. Das hat der dlv in einem Positionspapier deutlich gemacht. Die Positionen hat der Fachausschuss Ländliche Räume und regionale Entwicklung im Herbst 2016 erarbeitet.

Seit der Veröffentlichung war der dlv im intensiven Austausch mit anderen Verbänden und der Politik, die dem Ehrenamt 4.0 bis dahin wenig Beachtung schenkte. Einige der Forderungen des dlv haben es nun in den Koalitionsvertrag geschafft: die Förderung von Forschungsarbeit, Modell- und Pilotprojekten, die finanzielle und beratende Unterstützung für Vereine und Verbände sowie der flächendeckende Zugang zu leistungsfähigem Breitband. Das Ziel, unterversorgte Gebiete in ländlichen Regionen mit Glasfaser zu versorgen, hält der dlv übrigens für längst überfällig.

Positiv ist auch, dass das Thema Ehrenamtliches Engagement mit dem Koalitionsvertrag insgesamt einen höheren Stellenwert bekommt und langjährige Forderungen des dlv damit Gehör finden. Durch Bürokratieabbau, steuerliche Entlastungen sowie zusätzliche Unterstützung durch hauptamtliches Personal können bürgerschaftlich Engagierte unsere Gesellschaft weiterhin zukunftsfähig gestalten. Der dlv wird sich weiterhin für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt stark machen, die im Koalitionsvertrag nur bedingt unter dem Stichwort Zeitsouveränität erwähnt wird.


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