LandFrauen und Landwirtschaft

LandFrauen für Uganda - ein besseres Leben für Frauen und Kinder

© Welthungerhilfe

Frauen sichern für ihre Kinder und Familien die Ernährung und schaffen die finanzielle Basis für die Familie

Die Region Karamoja im Nordosten Ugandas gehört zu den ärmsten Regionen des Landes. 94 Prozent der Haushalte verfügen über ein Familieneinkommen von weniger als einem Euro täglich. Die Armut in der Bevölkerung ist groß, soziale Missstände ebenso. Am meisten leiden die Kinder unter dieser Situation. Ihr Ernährungszustand ist besorgniserregend, von schwerer Unterernährung ist etwa jedes 10. Kind betroffen. Hinzu kommen mangelnde Hygiene, verschmutztes Trinkwasser und sich ausbreitende Krankheiten, die die Situation noch auswegloser erscheinen lassen.

"Kaum zu ertragen ist die Situation der Kinder. Ihre Ärmchen kann man leicht mit den Fingern umschließen, ihre Bäuche sind aufgebläht. Ihre Mütter müssen sie oft allein zu Hause lassen, um in der Stadt verzweifelt zu versuchen, etwas Geld zu verdienen", berichtet Walburga Greiner, Mitarbeiterin der Welthungerhilfe aus Uganda. Der Deutsche LandFrauenverband engagiert sich seit 2015 mit der Welthungerhilfe für Uganda, um dort die Einkommenssituation von Frauen zu verbessern. Und hier kommt die Thüringer Wald-Ziege ins Spiel. „Während der Dürremonate war alles Gras vertrocknet. Die Ziegen, die sich auch vom wenigen verbliebenen Laub der Sträucher ernähren, haben diese Periode durchweg besser überstanden."

Ziegen für Uganda

Diese ertragreiche Milchziegenrasse soll bei dem Projekt in die lokale, an trockene Gegebenheiten angepasste Ziegenrasse eingekreuzt werden, damit langfristig Milcherträge gesichert und auch gesteigert werden können. Seit 2015 haben in der Region Karamoja über 200 Hirtenfamilien rund 1000 Ziegen bekommen. Durch Spenden der LandFrauen haben diese Ziegen ausschließlich Frauen erhalten - damit steigen ihre Chance für ein eigenes Einkommen und eine bessere Zukunft.

Ernährungssicherung, Einkommensperpektiven und gezielte Unterstützung

Nach dem erfolgreichen Ziegenprojekt, unterstüzt der dlv Frauen in der Region Karamoja weiter. Neben der Ziege, geht es in neuen Projekten (2018/2019) auch um nachhaltige Ernährungssicherung. Die Kernelemente des Enagements vor Ort sind:

  • "Goat for Work": Frauen, die 16 Tage lang beim Bestellen eines Feldes helfen, bekommen als Lohn eine Ziege und Saatgut der nahrhaften Straucherbse. "Goat for Work" nennt sich diesesr Ansatz.
  • Unterstützung von Müttern und Kindern im Krankenhaus: Viele unterernährte Kinder müssen ins Krankenhaus nach Moroto und dort mehrere Wochen bleiben. Die Mütter werden in der Zeit mit wichtigen Nahrungsmitteln für sich und ihr Kind versorgt.
  • Kochkurse und Ernährungsberatung: In Kochkursen geben Beraterinnen Einführungen in Hygiene und Ernährungskunde. Nährstoffhaltiges Essen steht im Zentrum der Kurse.
  • Schulgärten: Das Essen in den Schulen ist oft einseitig und wenig. Im Projekt werden gemeinsam mit den Schülern Schulgärten angelegt. Somit lernen die Kinder grundlegendes zum landwirtschaftlichen Anbau.

Die Spenden der LandFrauen ermöglichen es der Welthungerhilfe, sich weiter für die Frauen in Uganda einsetzen zu können.


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