Kompetent im Alltag

Ernährungsbildung: LandFrauen klären auf!

Angebote von LandFrauen zur Ernährungsbildung sind wichtige Instrumente zur Prävention und Gesundheitsförderung von Kindern in Grund- und weiterführenden Schulen.

Zwei Schülerinnen und ein Schüler testen gemeinsam mit einer LandFrau Getränke im Rahmen des Projektes "SchmExperten".

© Ute Warnecke

Schülerinnen und Schüler beim SchmExperten-Getränketest mit LandFrau Ute Warnecke.

Schulfach Alltags- und Lebensökonomie

Die LandFrauen sind überzeugt, dass die Vermittlung von Alltagskompetenzen nur im Rahmen eines Pflichtfaches geschehen kann. Mit einer Unterschriftenaktion kamen 2013 mehr als 150.000 Unterschriften zusammen und konnten an die Kultusministerkonferenz übergeben werden. Durch ein eigenständiges Fach kann gewährleistet werden, dass der Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich stattfindet. Dafür werden die LandFrauen weiter kämpfen.

Schulverpflegung muss selbstverständlich und von guter Qualität sein

Im Bereich Schulverpflegung hat der dlv klare Forderungen. Besonders im ländlichen Raum muss Kita- und Schulverpflegung als Teil der Infrastruktur verstanden werden und selbstverständlich sein. Optimale Schulverpflegung ist eine pädagogische, kreative und ökonomische Herausforderung, die nur erfolgreich sein kann, wenn alle mitwirken: Politik, Lehrer, Eltern, Schüler, Schulträger und Caterer müssen an einem Strang ziehen. Der Deutsche LandFrauenverband fordert 2014 in seinem Positionspapier, dass der Bund mehr Investitionsförderungen tätigt, dauerhaft die Vernetzungsstellen unterstützt und die Mehrwertsteuer auf Schulessen von 19 auf sieben Prozent senkt.

aid-Ernährungsführerschein

Seit mehr als 10 Jahren wird der Ernährungsführerschein an Schulen umgesetzt. In sechs beziehungsweise sieben Doppelstunden lernen Kinder der 3. und 4. Klassen Grundlagen zu Hygiene, Küchentechniken und die aid-Ernährungspyramide kennen. Sie sollen Lebensmittel dabei mit allen Sinnen wahrnehmen und Spaß am Selbermachen, Experimentieren und gemeinsamem Essen haben. Mit Unterstützung von 356 ausgebildeten LandFrauen erhielten bereits mehr als 170.000 Kinder den Ernährungsführerschein. Das dlv-Projekt wurde von 2007 bis 2015 durch das Bundesminsterium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des nationalen Aktionsplans IN FORM gefördert. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter – jährlich werden weiterhin etwa 600 Klassen durch LandFrauen unterstützt und damit mehr als 10.000 Kinder erreicht. Dafür erhielt der dlv 2013 den Bundespreis Verbraucherschutz in der Kategorie Projekte.

Projekt "SchmExperten"

Ernährungsbildung fängt schon bei den Kleinsten an! Von 2013 bis 2017 hat der dlv deshalb im Projekt SchmExperten LandFrauen geschult, um Kinder für gesundes Essen und dessen Zubereitung zu begeistern. Als Weiterentwicklung des Ernährungsführerscheins hat der dlv gemeinsam mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) 100 LandFrauen ausgebildet, um Lehrkräfte an Schulen beim Thema Ernährung zu unterstützen.

Das Wort SchmExperten setzt sich aus "Schmecken", "Experte" und "Experimentieren" zusammen. Bei den Einsätzen der LandFrauen werden kleine kalte Gerichte wie saftige Power-Sandwiches, Fingerfood mit Dips bis hin zu Prima-Pasta-Salaten zubereitet. Themen wie die Reflexion des eigenen Getränkeverhaltens oder das Lesenlernen von Etiketten gehören ebenfalls zum Unterrichtsprogramm. Durch den praxisorientierten Ansatz werden weitere Aspekte rund um das Thema Essen und Trinken wie Warenkunde und Lebensmitteleinkauf, Hygiene, Arbeitskultur bis hin zur Esskultur beleuchtet. Kooperative Lernformen, SinnExperimente, Forscherfragen und andere didaktische Methoden fördern spielerisch den angestrebten Kompetenzzuwachs. 

Mittlerweile sind 100 LandFrauen an Schulen aktiv. Bereits mehr als 10.000 Kinder wurden zu SchmExperten geschult! Das dlv-Projekt wurde im Rahmen des nationalen Aktionsplans IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, aus Mitteln des Bundesminsteriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert.

          

Projekt "GartenKinder"

Im Projekt "GartenKinder" hat der dlv von 2013 bis 2015 insgesamt 185 LandFrauen geschult, die in Kindergärten spielerisch vermitteln, wie Gemüse wächst. Über 1.800 Kindergärten und mehr als 21.300 Vorschulkinder wurden dabei erreicht. Ausgestattet mit Arbeitsgeräten und Sämereien wird seitdem je nach Saison gesät und geerntet: Tomaten, Radieschen, Kresse und vieles mehr. Damit wird ein Beitrag für gesunde Ernährung geleistet: Denn das selbst gezogene Gemüse schmeckt am Ende sogar den Gemüsemuffeln!

Das Projekt hat die AMC-Stiftung "Besser essen. Besser leben." im Jahr 2013 gemeinsam mit dem Deutschen LandFrauenverband (dlv) ins Leben gerufen. In 2016 hat der dlv das Projekt mit finanzieller Unterstützung von Bayer CropScience fortgeführt.

So werden Kinder zu SchmExperten


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