Gerechte Chancen

Berufsorientierung ohne Klischees

Die Berufs- und Studienwahl ist noch immer stark von Geschlechterklischees geprägt und die Entscheidung für eine bestimmte Branche hat Auswirkungen auf das gesamte Leben. "Klischeefrei" ist ein Bündnis aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft und setzt sich für eine Berufsorientierung ohne starre Rollenvorstellungen ein. Der dlv engagiert sich.

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Für Frauen kann die Berufswahl finanziell folgenreich sein. Wenn sich junge Frauen beispielsweise für einen sozialen Beruf entscheiden und zudem nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung nur noch in Teilzeit arbeiten, hat das häufig dramatische Konsequenzen für ihre eigene Alterssicherung. Das höhere Risiko für Altersarmut bei Frauen steht auch im Zusammenhang mit der Entlohnung in bestimmten Branchen.

Damit sich Frauen früh die Frage stellen können, welchen Beruf sie ergreifen und was dies im Lebensverlauf für sie bedeutet, braucht es Aufklärung. Das Bündnis „Klischeefrei“ setzt hier an und fordert eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterstereotypen. Deshalb unterstützt der Deutsche LandFrauenverband die Ziele der Nationalen Kooperationen zur Berufs- und Studienwahl frei von Klischees.

Zu dem breiten Bündnis zählen neben dem dlv: Das Bundesfamilienministerium, das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesumweltministerium sowie Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände. Die Schirmherrschaft hat die Juristin und Frau des Bundesprädienten, Elke Büdenbender.

Die LandFrauen engagieren sich nun bereits seit über 70 Jahren für Chancengleichheit – auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichsten Bereichen. Mit der vom dlv initiierten Studie „Mädchenbilder – Handwerksrollen: Images und geschlechtergerechte Ansprache in ländlichen Räumen“ (2014) wurde deutlich, wie traditionelle Rollenbilder wirken. Die Equal-Pay-Beraterinnen des dlv tragen diese Erkenntnisse als Multiplikatorinnen in die Fläche und sensibilisieren regional für eine aktive Berufs- und Studienwahl. Sie schärfen den Blick, wenn es um die Erwerbs- und Ausbildungsentscheidungen von Frauen und Mädchen geht.


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LandFrauen fordern geeignete Rahmenbedingungen, um Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement besser vereinbaren zu können.