LandFrauen in Ghana – Ernährung sichern und ländliche Entwicklung fördern!

Die Handlungsfelder des Projektes

Das Ghana-Projekt besteht aus drei Handlungsfeldern, die im Sinne eines Ansatzes der „Stärkung von unten“ umgesetzt werden. Entsprechend werden die Frauen im ländlichen Raum Ghanas als eigenverantwortliche, engagierte Akteurinnen bei der Verbesserung ihrer Lebensumstände unterstützt. 

Handlungsfeld A: Verbandsentwicklung und Interessenvertretung von bäuerlichen Frauenverbänden

Um politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu verbessern, sollen bäuerliche Frauenverbände auf Basislevel in ländlichen Regionen Ghanas gestärkt werden. Im Rahmen dessen sind Weiterbildungen zu den Themen Organisationsentwicklung und Interessenvertretung für 15 Vertreterinnen von Frauenverbänden in Ghana vorgesehen, wobei diese Mitgliederorganisationen der lokalen Partnerorganisationen DAA und FONG sind. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Kennenlernen der Strukturen des Deutschen LandFrauenverbandes und dem direkten Austausch zwischen ghanaischen und deutschen LandFrauen, so dass fachliches Wissen weiterentwicklet werden kann. Im Anschluss kann das neu erworbene Wissen der ghanaischen Landfrauen in ihre lokalen Frauenverbände transferiert werden.

Handlungfeld B: Unterstützung von Reisfrauenverbänden bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen

Aktivitäten in diesem Handlungsfeld tragen zur verbesserten Stellung der Reisfrauenverbände in der Wertschöpfungskette Reis in Ghana bei. Ziel ist die Stärkung und Einkommenssteigerung von Reisfrauenverbänden durch spezielle Trainings im Bereich der Geschäftsmodellentwicklung. Dabei werden drei aus dem Vorgängerprojekt bekannte Reisfrauengruppen aus der Volta und Oti Region sowie drei neue Reisfrauengruppen aus der nördlichen Region Ghanas für Trainings ausgewählt. Das Ziel ist die Umsatzerhöhung in der Weiterverarbeitung von Reis zu straight milled oder parboiled Reis und der fachliche, überregionale Austausch der Frauen, deren Strukturen auch nach Projektende bestehen bleiben sollen.

Handlungsfeld C: Ernährungsbildung durch Anlegen von Hausgärten

Das Anlegen eines eigenen Hausgartens kann ein innovativer Schritt sein, einer unausgewogenen Ernährung zuvorzukommen und so Mangelernährung langfristig zu bekämpfen. Darüber hinaus kann ein eigener Hausgarten auch eine weitere Einkommensquelle darstellen. Der Fokus dieses Handlungsfeldes liegt neben der Förderung einer ausgewogenen Ernährung mit lokal erhältlichen Lebensmitteln auch in der Vernetzung von deutschen und ghanaischen Tandempartnerinnen. Diese bringen ihr Wissen zusammen, um gemeinsam ein Konzept im Bereich der Ernährungsbildung durch das Anlegen von Hausgärten auszuarbeiten. Im Anschluss daran werden 20 Multiplikatorinnen geschult, die wiederum Ernährungstrainings in ihren Gemeinden durchführen. Von diesen Trainings werden rund 2000 Personen profitieren.

Weitere Informationen zum Ghana-Projekt

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