Zukunft Ehrenamt

Junge LandFrauen

Junge LandFrauen machen sich auf den Weg und stellen die Zukunftsfrage

Nirgends sind Menschen so engagiert wie auf dem Land und in vielen ländlichen Regionen prägen LandFrauen die Vereinskultur. Sie halten Dorfgemeinschaften zusammen, organisieren Mitfahrgelegenheiten und Bürgerbusse, klären Kinder im Bereich Ernährungsbildung auf, führen Bewegungskurse mit älteren Menschen durch und setzen sich gegenüber Politik und Wirtschaft für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum ein. Kurzum: LandFrauenvereine sind auf vielen Ebenen das Sprachrohr für alle Frauen, die auf dem Land leben. Das soll auch in Zukunft so bleiben, wird aber eine große Herausforderung sein. Es lässt sich beobachten, dass immer mehr Vorstandsfrauen Schwierigkeiten haben, den Generationenwechsel zu manifestieren oder eine Nachfolgerin für den Vereinsvorsitz zu finden.

Noch vor ein, zwei Generationen war es selbstverständlich, sich dauerhaft und langfristig bei den LandFrauen zu engagieren. Pflichtgefühl, familiäre Tradition und Altruismus waren die häufigsten Motive dafür. Heute sieht das anders aus. Vor allem der veränderte Berufs- und Familienalltag lässt ein zeitintensives Engagement nur noch selten zu. Ehrenamt ist kurzfristiger angelegt und oftmals zeitlich und thematisch begrenzt. Auch die Beweggründe, sich ehrenamtlich zu engagieren, sind bunter und individueller geworden. Neben dem Anspruch, etwas Gutes für andere zu tun, spielen Motive wie die eigene persönliche Entwicklung, das Lernen neuer Fähigkeiten sowie der Wunsch, neue Kontakte zu knüpfen eine immer wichtiger werdende Rolle.

Die beschriebenen Entwicklungen zwingen viele Vereine und Verbände, die eigenen Strukturen kritisch zu hinterfragen und zu überlegen, wie die Zukunft ehrenamtlichen Engagements gesichert werden kann.

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