LandFrauen in Ghana – Ernährung sichern und ländliche Entwicklung fördern!

Die Handlungsfelder des Projektes

Das Ghana-Projekt bestand aus drei Handlungsfeldern, die im Sinne eines Ansatzes der „Stärkung von unten“ umgesetzt wurden. Entsprechend wurden die Frauen im ländlichen Raum Ghanas als eigenverantwortliche, engagierte Akteurinnen bei der Verbesserung ihrer Lebensumstände unterstützt. 

Handlungsfeld A: Verbandsentwicklung und Interessenvertretung von bäuerlichen Frauenverbänden

Um politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu verbessern, wurden bäuerliche Frauenverbände auf Basislevel in ländlichen Regionen Ghanas gestärkt. Im Rahmen dessen erfolgten Weiterbildungen zu den Themen Organisationsentwicklung und Interessenvertretung für 27 Vertreterinnen von Frauenverbänden in Ghana, wobei diese Mitgliederorganisationen der lokalen Partnerorganisationen DAA und FONG waren. Ein Schwerpunkt lag auf dem Kennenlernen der Strukturen des Deutschen LandFrauenverbandes und dem direkten Austausch zwischen ghanaischen und deutschen LandFrauen, so dass fachliches Wissen weiterentwicklet werden konnte. Im Anschluss wurde das neu erworbene Wissen der ghanaischen Landfrauen in ihre lokalen Frauenverbände transferiert.

Handlungfeld B: Unterstützung von Reisfrauenverbänden bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen

Aktivitäten in diesem Handlungsfeld trugen zur verbesserten Stellung der Reisfrauenverbände in der Wertschöpfungskette Reis in Ghana bei. Ziel war die Stärkung und Einkommenssteigerung von Reisfrauenverbänden durch spezielle Trainings im Bereich der Geschäftsmodellentwicklung. Dabei wurden drei aus dem Vorgängerprojekt bekannte Reisfrauengruppen aus der Volta und Oti Region sowie drei neue Reisfrauengruppen aus der nördlichen Region Ghanas für Trainings ausgewählt. Das Ziel war die Umsatzerhöhung in der Weiterverarbeitung von Reis zu straight milled oder parboiled Reis und der fachliche, überregionale Austausch der Frauen, deren Strukturen auch nach Projektende weiter bestehen.

Handlungsfeld C: Ernährungsbildung durch Anlegen von Hausgärten

Das Anlegen eines eigenen Hausgartens kann ein innovativer Schritt sein, einer unausgewogenen Ernährung zuvorzukommen und so Mangelernährung langfristig zu bekämpfen. Darüber hinaus kann ein eigener Hausgarten auch eine weitere Einkommensquelle darstellen. Der Fokus dieses Handlungsfeldes lag neben der Förderung einer ausgewogenen Ernährung mit lokal erhältlichen Lebensmitteln auch in der Vernetzung von deutschen und ghanaischen Tandempartnerinnen. Diese brachten ihr Wissen zusammen, um gemeinsam ein Konzept im Bereich der Ernährungsbildung durch das Anlegen von Hausgärten auszuarbeiten. Im Anschluss daran wurden 20 Multiplikatorinnen geschult, die wiederum Ernährungstrainings in ihren Gemeinden durchführen. Von diesen Trainings haben rund 2000 Personen profitiert.

Weitere Informationen zum Ghana-Projekt

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