Kreisvorsitzendenseminare: Input für Engagierte vor Ort

© Julius Matuschik

Engagierte LandFrauen auf Kreis- und Ortsebene tauschen sich bei den Kreisvorsitzendenseminaren über ihre Belange aus.

Ehrenamtliches Engagement ist eine Herausforderung. Um Mitglieder zu gewinnen und diese an die Vereine zu binden, müssen sich auch LandFrauen eine Menge einfallen lassen. Ehrenamtliche, die Vereine führen, haben es häufig mit bürokratischen Hürden zu tun und stehen vor der Aufgabe, Öffentlichkeit für ihre Anliegen zu bekommen. In den Kreisvorsitzendenseminaren des Deutschen LandFrauneverbandes geht es um diese Themen. Vorsitzende auf Kreisebene tauschen sich mit anderen LandFrauen aus und bekommen Inputs zu Themen wie Lobbyarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung.

Rückblick: Kreisvorsitzendenseminar 2019 "Sinn und Spaß im Ehrenamt zusammenbringen"

Beim Kreisvorsitzendenseminar im Juni in Berlin ging es um das Thema Mitgliedergewinnung: Ein Thema, dass für viele LandFrauengruppen ein großes Anliegen ist.

Angesichts knapper werdender Zeitressourcen für ehrenamtliches Engagement stellen sich auch die LandFrauen dem „Wettbewerb“ um engagierte Mitglieder. Um die LandFrauenarbeit auf Kreis- und Ortsebene zukunftsfest zu machen, ist die Mitgliedergewinnung und –bindung besonders wichtig. Deshalb griff der dlv dieses Thema im diesjährigen Kreisvorsitzendenseminar auf, zu dem sich 25 LandFrauen mit Führungsaufgaben aus ganz Deutschland für drei Tage in Berlin trafen.

Gemeinsam beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit potentiellen neuen Zielgruppen. Sie diskutierten darüber, durch welche Maßnahmen insbesondere junge Frauen für die Arbeit in den Ortsgruppen begeistert werden können. Die wichtigste Erkenntnis: Das Mitglied muss im Mittelpunkt stehen. Sandra Busch-Janser von der Konrad-Adenauer-Stiftung fasst es so zusammen: „Junge Frauen engagieren sich gerne im ländlichen Raum, solange sie ein Ehrenamt als sinnstiftend empfinden und gleichzeitig Spaß an der Sache haben. Außerdem wünschen sie sich für ihr Engagement wertgeschätzt zu werden.“

Die Teilnehmerinnen sammelten konkrete Ideen, um Mitglieder zu gewinnen, zu binden und zurückzugewinnen. Einigkeit herrschte darüber, dass gerade die LandFrauenarbeit trotz aller Herausforderungen sehr attraktiv ist und genügend "Einmischpotential" hat. Besonders wenn sich LandFrauen für die brennenden Anliegen von Frauen vor Ort einsetzen und deren Interessen vertreten, steigt nicht nur die öffentliche Wahrnehmung sondern in der Folge oft auch die Mitgliederzahl. Die abschließenden Gespräche mit Bundestagsabgeordneten bestätigten den Eindruck, dass die LandFrauen auf allen Ebenen als wichtigstes Sprachrohr der Frauen im ländlichen Raum gehört und wertgeschätzt werden.