14. Februar 2012 · Ländlicher Raum

LandFrauen: Gemeinsam Zeichen setzen gegen rechte Gewalt

„Wir LandFrauen verstehen uns als Teil eines breiten demokratischen Bündnisses gegen rechte Gewalt. Deshalb unterstützen wir den Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Deutschen Arbeitgeberverbände. LandFrauen werden gemeinsam mit allen anständigen und anteilnehmenden Menschen dieses Landes in einer Schweigeminute der Opfer rechter Gewalt gedenken“, so Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Opfern und deren Familien.“


Im ländlichen Raum ist rechtes Gedankengut offen und latent vorhanden. Das ist bekannt und nachgewiesen. Die Wahlerfolge rechter Gruppierungen bestätigen das. Der dlv betrachtet diese Entwicklungen seit vielen Jahren mit großer Sorge. „Wir brauchen im ländlichen Raum eine Politik, die den Menschen gute Lebens- und Bleibeperspektiven bietet und die Zivilgesellschaft stärkt, damit der Einfluss rechter Ideologien auf den Alltag der Menschen keine Chancen hat“, mahnt Scherb. In gleichem Maße sei jeder und jede Einzelne gefordert, mit Zivilcourage und Einfallsreichtum jegliche Anzeichen von Ausgrenzung und Anfeindungen im Vereins- und Dorfleben schon im Keim zu ersticken. „LandFrauen mischen sich als Ausdruck gelebter demokratischer Teilhabe in der Kommunal- und Regionalpolitik mit ein und gestalten auf vielfältige Weise das dörfliche Leben. Wir lassen nicht zu, dass Rechtsextreme Alltagsthemen im ländlichen Raum besetzen. Gerade das interkulturelle Miteinander in der LandFrauenarbeit vor Ort und im internationalen Austausch bereichert unser Leben in besonderem Maße und erweitert persönliche Horizonte“, betont die dlv-Präsidentin. „Demokratisches Miteinander und Toleranz in einer starken Zivilgesellschaft sind gefordert, um rechtsextreme Einstellungen aus unserer Gesellschaft zu verdrängen“.




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