03. Juli 2012 Ländlicher Raum

Flächendeckend gleichwertige Teilhabe ländlicher Regionen am schnellen Internet ist entscheidend für Zukunftsperspektiven

„Der Abschlussbericht legt den Finger in die Wunde: das Ausbauziel der Bundesregierung in Punkto Breitband in den ländlichen Räumen braucht zusätzliche Maßnahmen und finanzielle Mittel. Nun müssen die Vorschläge aus dem Bericht in konkrete Handlungen umgesetzt und entsprechende Anträge im Bundestag eingebracht werden“, fordert Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes.

Am vergangenen Donnerstag hatte die Koalitionsarbeitsgruppe „Ländliche Räume - Regionale Vielfalt“ von CDU/CSU und FDP ihren Abschlussbericht vorgelegt. Darin heißt es unter anderem: „Zentrale Aufgabe ist die Verbesserung der Standortbedingungen des ländlichen Raums durch eine flächendeckend gleichwertige Teilhabe von städtischen und ländlichen Regionen am schnellen Internet und der Verhinderung der digitalen Spaltung Deutschlands.“ Um die von der Bundesregierung gesetzten Ausbauziele beim Breitband zu erreichen, stellt der Bericht zudem entsprechende Schwerpunkte vor.

„Wir begrüßen die Vielfalt der gemachten Umsetzungsvorschläge“, so die dlv-Präsidentin weiter. Es sei ein Novum, dass dabei auch die Idee fixiert wurde, uneingeschränkten Zugang zu Kabelverzweigern (KVZ) und/oder Schaltverteilern für interessierte Anbieter zu ermöglichen. Ebenso einmalig sei der Vorschlag, den Mietzins für die Teilnehmeranschlussleistungen (TAL) zu senken. „Dies wird nicht bei allen Beteiligten auf Gegenliebe stoßen, aber vielleicht ergibt sich daraus die notwendige Bewegung, die die ländlichen Räume und ihre Bewohnerinnen und Bewohner brauchen“, zeigt sich Brigitte Scherb optimistisch.

Der dlv fordert seit Jahren den Ausbau des schnellen Internets im ländlichen Raum. „Wir wissen, dass vor Ort noch Einiges passieren muss. Dass nun auch die Bundesnetzagentur eine bundesweite Meßkampagne gestartet hat, die untersuchen wird, wie leistungsstark die Internetzugänge in den Regionen Deutschlands in Wirklichkeit sind, halten wir für sehr hilfreich. Schnelles Internet ist kein Luxus. Es ist und wird immer mehr zum Standortfaktor für die ländlichen Räume sowohl für die Wirtschaftskraft, die konkrete Daseinsvorsorge als auch für die Gewinnung von Fachkräften und den Zuzug von Familien“, macht die dlv-Präsidentin abschließend deutlich.

Den Abschlussbericht der Koalitionsgruppe „Ländliche Räume, regionale Vielfalt - wie können wir die Zukunft gestalten?“ finden Sie unter:

www.cducsu.de/laendliche-raeume

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