05. Juni 2012 · Kompetent im Alltag

Woche Umwelt: Expertise der LandFrauen gefragt

In dieser Woche lädt der Bundespräsident gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur „Woche der Umwelt“ in den Park von Schloss Bellevue ein. Die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) Brigitte Scherb wird dort am 5. Juni an einer Podiumsdiskussion des Bundeslandwirtschaftsministeriums über Strategien gegen Lebensmittelverschwendung teilnehmen.

„Für uns steht außer Frage, dass wir Bundesministerin Ilse Aigner bei ihrer Kampagne unterstützen. Wir haben unsere Mitglieder aufgerufen, das Thema in ihre Verbandsarbeit aufzunehmen und ihr Know-How zu Verfügung zu stellen. Auf Länderebene sind unsere Verbände in die Diskussionsprozesse ihrer Landesregierungen eingebunden“ äußert sich die dlv-Präsidentin und führt fort: „Ernährungs- und Verbraucherbildung sind ein wichtiger Schlüssel zur Reduzierung des Lebensmittelabfalls in Privathaushalten. LandFrauen führen seit vielen Jahren auf allen Vereinsebenen zahlreiche Projekte in diesem Bereich durch. Bei dieser Arbeit folgen wir der Grundüberzeugung: Wer weiß, mit Lebensmitteln umzugehen, woher sie kommen und wie sie erzeugt werden, der kann sie auch wertschätzen und wird sie nicht achtlos wegwerfen.“

Zielgruppe in der Projektarbeit seien bisher vor allem junge Menschen gewesen. Denkbar wäre in Zukunft ein eigenes Modul zum Thema Lebensmittelverschwendung für den Schulunterricht. Solange es kein entsprechendes Schulfach gebe, seien Projekte wie der aid-Ernährungsführerschein unverzichtbar, um Schülerinnen und Schüler an einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln heranzuführen. Beim Thema Lebensmittelverschwendung müssten aber auch die Erwachsenen in die Pflicht genommen werden, heißt es beim dlv.

„Alle reden von einem nachhaltigen Lebensstil. Dabei fängt es schon im Kleinen an. Machen Sie es unserer LandFrau Frauke Thode aus Schleswig-Holstein nach. Sie hat in Begleitung der Presse sieben Wochen lang vorgelebt, was es heißt, ressourceneffizient zu haushalten. Nicht ein Lebensmittel ist in der Zeit im Hausmüll gelandet - gleichzeitig kam dabei ein vollwertiges und schmackhaftes Essen zustande, “ berichtet dlv-Präsidentin Brigitte Scherb begeistert.

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