13. November 2018·Ländlicher Raum

Mit Tradition modern

Vertreterinnen und Vertreter von BDL und dlv übergeben die Erntekrone an Bundesfrauen-ministerin
Dr. Franziska Giffey

Landjugend und LandFrauen überreichen Bundesministerin Erntekrone

Eine Erntekrone, die symbolisch für Engagement und ländliche Räume steht, passt immer. Gestern überbrachten der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. und der Deutsche LandFrauenverband (dlv) e.V. der Bundesjugend- und Bundesfrauenministerin ihre Erntekrone. Damit wurde der 12. November für Dr. Franziska Giffey und alle Gäste ein doppelt besonderer Tag, schließlich war er bereits durch den 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts in Deutschland denkwürdig.

„Seit 70 Jahren engagiert sich der BDL mit einer paritätisch besetzten Spitze für ländliche Regionen“, hoben die BDL-Bundesvorsitzenden Sebastian Schaller und Kathrin Muus hervor: „Diese Gleichberechtigung ist im BDL seither von Orts- bis Bundesebene Realität und zeigt täglich Wirkung. Bei uns packt jede und jeder gleichberechtigt an.“ Das bewies die Landjugend Rethem gleich bei einem Schaumburger und beim Hetlinger - zwei nach ihren Herkunftsregionen benannten Volkstänzen, mit denen sie in Tracht die Tradition der Übergabe der Erntekrone begleitete.

Sie werde es als Glücksbringer fürs Haus erachten, versprach Bundesministerin Dr. Franziska Giffey die sechs-strängige Erntekrone bewundernd. Das Prachtstück hatte die Bischofswerdaer Ortsgruppe des Sächsischen LandFrauenverbands e.V. gebunden. „Die Erntekrone ist ein Symbol für Dank, Freude, Sorge und Hoffnung“, sagte dlv-Präsidentin Brigitte Scherb. Sie hob die Perspektive der Frauen und Familien in ländlichen Räumen hervor. „Gestärkte Frauen bedeuten überall auf der Welt vor allem Ernährungssicherheit und sorgen für Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum. Das tun sie als erfolgreiche Leiterinnen landwirtschaftlicher Betriebe genauso wie mit dem Aufbau neuer, innovativer Betriebszweige und auch außerlandwirtschaftlicher Unternehmen. Damit tragen Sie maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung bei“, stellte sie fest.

„Für eine moderne Gesellschaft, die Gleichberechtigung fördert und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land unterstützt“, setze sie sich sein, so die Bundesministerin bei der feierlichen Übergabe. Nach der schwungvollen Tanzdarbietung der vier Tanzpaare lobte Dr. Franziska Giffey: „Die Landjugend Rethem ist hier das beste Beispiel. Mit eurer Tanzgruppe haltet ihr ländliche Traditionen am Leben und trotzdem seid ihr modern. Beides geht zugleich“, zeigte sie sich überzeugt.

Auch ihre Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks betonte: „So schwungvoll wie die Tänze ist auch die Landjugend.“ Sie freute sich über die noch junge Tradition der Erntekronen-übergabe im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mit der BDL und dlv jährlich ländliches Brauchtum in die Hauptstadt bringen.

In diesem Jahr hatte die Landjugend Rethem - insgesamt etwa 60 ehrenamtlich Aktive - ihre Tanzgruppe entsandt. Diese engagiert sich in Niedersachsen nicht nur für Traditionspflege. Sie macht sich auch für die Samtgemeinde stark, organisiert Fahrdienste und packt bei der Jubiläumsaktion des BDL im nächsten Jahr mit an.

Der Erntekrone aus Hafer, Gerste, Weizen und Roggen sieht man die Dürre nicht an, auch wenn die  langanhaltende Trockenheit in Sachsen beim Getreide zu Ertragsrückgängen um 15 Prozent führte. Das kunstvolle Gebinde ist für BDL und dlv ein Symbol für die Ernte, aber auch für Heimatverbundenheit und Zusammenhalt. Die Krone wird das Ministerium bis zur Weihnachtszeit zieren.

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