19. Juli 2018·Gerechte Chancen·Kompetent im Alltag·LandFrauen und Landwirtschaft·Ländlicher Raum

Gleichwertige Lebensverhältnisse auf dem Land und in der Stadt

Deutscher LandFrauenverband (dlv) begrüßt neue Kommission der Bundesregierung

Berlin, 19.07.2018 – „Es muss für die Verwirklichung der eigenen Chancen egal sein, ob man in der Stadt oder auf dem Land wohnt. Wir haben an dieser Stelle in Deutschland Nachholbedarf. Geht es um Arbeit, soziale Infrastruktur, Daseinsvorsorge und Digitalisierung, haben Menschen im ländlichen Raum noch immer das Nachsehen – vor allem die Frauen“, sagt Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, zur Entscheidung des Bundeskabinetts, die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ einzusetzen.

Ziel der Kommission ist es, konkrete Vorschläge zu erarbeiten, wie Chancen und Ressourcen flächendeckend gerechter verteilt werden können. Der Vorsitz der Kommission liegt beim Bundesfamilien-, Bundeslandwirtschafts- und Bundesinnenministerium. „Die Bundesregierung muss den gesetzlich verankerten Auftrag, gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land zu schaffen, endlich erfüllen. Die Einberufung der neuen Kommission ist ein guter und sinnvoller Schritt in diese Richtung. Bis 2020 erwarten wir nichts weniger als konkrete Ergebnisse – es ist höchste Zeit“, sagt Scherb und fügt hinzu: „Geht es um gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land, müssen dabei aber die Perspektiven von Frauen konsequent mitgedacht werden.“

Frauen stehen im ländlichen Raum vor ganz besonderen Herausforderungen und finden dort häufig nicht die Rahmenbedingungen, die sie für ein gutes und gerechtes Leben brauchen. „Sie sind noch immer die Hauptverantwortlichen für inner- und außerfamiliäre Sorgearbeit. Auf dem Land finden sie aber eine schwächere soziale Daseinsvorsorge, weniger Kinderbetreuung und schlechtere Karrierechancen. Auch das muss sich ändern, wenn wir über ‚gleichwertige Lebensverhältnisse‘ reden wollen“, sagt dlv-Präsidentin Scherb.

Die Kommission will Akteure und Akteurinnen aus der Zivilgesellschaft und aus Wissenschaft und Wirtschaft beratend in die Arbeit einbinden. Diesen Ansatz begrüßt der dlv.

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