· Gerechte Chancen · Ländlicher Raum

Gelungenes Kapitel internationaler Entwicklungszusammenarbeit endet 2025

© UNYFA

Deutscher LandFrauenverband zieht positive Bilanz der mehr als acht Jahre währenden Entwicklungszusammenarbeit in Ghana und Uganda.
Aktuelle Förderpolitik stellt andere Weichen

Berlin, 09.12.2025 – Nach mehr als acht Jahren enden das frauenpolitische Engagement und die Entwicklungszusammenarbeit des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) auf dem afrikanischen Kontinent. Seit 2017 hat der dlv gemeinsam mit Partnerorganisationen in Ghana und Uganda sichtbar gemacht, wie eine praxisnahe Aufbauhilfe und von Frauen geführte Projekte messbare wirtschaftliche und soziale Veränderungen bewirken können.

„Was hier gewachsen ist, überdauert jede Projektlaufzeit“, betont Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, die Nachhaltigkeit der geleisteten Arbeit. „Frauen, die ihr Wissen und ihre Netzwerke nutzen, schaffen nachhaltige Perspektiven. Für sich selbst, für ihre Familien, für ihre Gemeinschaften und für die Gesellschaft insgesamt“, ist dlv-Präsidentin Petra Bentkämper überzeugt.

Für den Projektteil in Ghana wurden 2017 bis 2022 der Aufbau und die Weiterentwicklung von Frauenorganisationen sowie die wirtschaftliche Stärkung von Reisbäuerinnen verwirklicht. Diese konnten anhand gezielter Trainings in Buchführung, Qualitätsstandards und Vermarktungsstrategien das Verkaufsvolumen um 61 Prozent und ihre Einkommen um 74 Prozent steigern. Mehr als 60 Multiplikatorinnen gaben gemeinsam mit deutschen Expertinnen in Hausgartenschulungen und Ernährungs-trainings ihr Wissen an rund 6000 Landfrauen in Ghana weiter.

Die Projektphase ab 2022 in Uganda fokussierte die Themen Führungskompetenzen von Frauen sowie Organisationsentwicklung. 40 Landfrauen nahmen an internationalen Austauschprogrammen teil und gaben als Multiplikatorinnen ihr Wissen in ihren Regionen weiter. Über die 2024 gegründete Frauenabteilung im nationalen Bauern-verband können Frauen in Uganda ihre Anliegen inzwischen direkt in agrarpolitische Prozesse einbringen - ein Meilenstein für politische Teilhabe und Interessen-vertretung.

LandFrauen-Präsidentin Petra Bentkämper: „Unsere fachlichen und frauenpolitischen Aktivitäten beweisen die Wirksamkeit von Hilfe zur Selbsthilfe. Wir erleben hochmotivierte Frauen, die mit Ideen, Mut und Stärke an ihrer Zukunft arbeiten und dabei weitere Frauen mobilisieren. Projekte wie diese beweisen: Indem Frauen selbstbestimmt handeln können, entstehen nachhaltige Veränderungen, sowohl im familiären, wirtschaftlichen als auch gesamtgesellschaftlichen Bereich.“

Die Projektarbeit wurde bislang in Zusammenarbeit mit der GIZ und durch Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt. Die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen schließen eine Fortsetzung zum jetzigen Zeitpunkt aus. Damit gehen leider Chancen verloren, die bislang erfolgreiche und zukunftsorientierte Arbeit in den Partnerländern weiterzuführen und langfristig zu verankern.

Das Bildmaterial darf im Rahmen der Berichterstattung zum Thema dieser Pressemitteilung und unter Nennung des*der Urheber*in‚ der Bildagentur oder Fotograf*in verwendet werden.

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