30. Januar 2020·Zukunft Ehrenamt

Der Deutsche LandFrauenverband begrüßt das verabschiedete Gesetz zur Errichtung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt

Die Ehrenamtsstiftung muss ihre Erfahrungen in den politischen Prozess einfließen lassen.

Zentrale Forderungen des dlv wurden berücksichtigt. Der dlv mahnt eine verlässliche Finanzierung an.

Berlin, 30.01.2020 – Der Deutsche Bundestag hat heute grünes Licht für die Errichtung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gegeben. Zu der heutigen Verabschiedung des Gesetzes sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbands (dlv): „Der lange und nicht immer einfache Weg hat sich gelohnt. Die Stiftung wird nun so aufgestellt sein, dass sie für die Engagierten vor allem in strukturschwachen und ländlichen Regionen einen echten Mehrwert haben wird. Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Qualifizierung im Stiftungszweck fest verankert ist und neben beratenden Service-Angeboten eine finanzielle Förderung möglich sein wird.“
Der dlv hat als Sachverständiger im Gesetzgebungsverfahren darauf gedrängt, dass die Stiftung dort tätig werden muss, wo es in der Förderung von Engagement und Ehrenamt Bedarfslücken gibt. Aus verschiedenen Reihen war – wie auch vom dlv – kritisiert worden, dass mit der Einsetzung der Stiftung Parallelstrukturen entstehen könnten und die Angebote nicht in der Fläche ankommen. Diese Schwächen sind aus dlv-Sicht behoben.
Als weiteren Erfolg bewertet der dlv die Einrichtung von Fachbeiräten, die dem Stiftungsrat bei der Erfüllung der Aufgaben beratend zur Seite stehen sollen. „Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass der Stiftungsrat Fachbeiräte nicht nur einberufen kann, sondern dazu verpflichtet ist. Bedauerlich finden wir außerdem, dass die zivilgesellschaftlichen Vertreterinnen und Vertreter im Stiftungsrat überstimmbar bleiben“, ergänzt Petra Bentkämper.

Die Stiftung soll in Zukunft insbesondere digitale Innovationen fördern. Für mindestens genauso wichtig hält der dlv aber auch Zukunftsfragen im sozialen Bereich.

Der Erfolg der Stiftung muss sich schlussendlich auch daran messen lassen, ob sie einen Beitrag für bessere Rahmenbedingungen im Ehrenamt leisten kann. Daher ist es für den dlv wichtig, dass die Erfahrungen aus der Stiftungsarbeit wieder zurück in den politischen Prozess fließen.
Für die Zukunft fordert der dlv eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung der Stiftung. „Unser Staat muss sich die Zukunft des Ehrenamts auf dem Land etwas kosten lassen, und zwar verlässlich in der jährlich angekündigten Höhe von mindestens 30 Mio. Euro, die in die Stiftung fließen, ohne dass es an anderer Stelle in der Engagementförderung zu Kürzungen kommt,“ stellt dlv-Präsidentin Bentkämper klar.

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