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Früchte der harten Arbeit ernten
Die Menschen im Base-Kiryango Tal konzentrierten sich auf drei Schwerpunkte bei der Entwicklung ihrer Siedlungen. Durch harte körperliche Arbeit haben sie Sümpfe trockengelegt, Terrassen in die Hänge geschlagen und somit mehr Anbauflächen geschaffen. Mit modernen und angepassten Geräten und Technologien bewirtschaften die Menschen nun ihre neuen Felder. Auf den gerodeten Böden wachsen wieder Bäume als Erosionsschutz. Die Früchte versorgen nicht nur die Bevölkerung mit wichtigen Vitaminen, sondern bieten den Bauern ein zusätzliches Einkommen. Ihre Zukunft sehen die Menschen in der Weiterverarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte. Sie erweiterten daher ihre Produktpalette um Geranien, Avocado, Ananas oder Zitronengras für den Verkauf. Sie bauten eine Destillerie für ätherische Öle und eine Reismühle. Besonders stolz sind sie auf den Export ihrer fair gehandelten Birdeye Chilies nach Europa.
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Ruanda: Neue Perspektiven für die Frauen im Base-Kiryango Tal
Von 2006 bis 2010 übernahmen die LandFrauen die Patenschaft für das Millenniumsdorf im Base-Kiryango Tal in Ruanda. Es gehört zu einem von 15 Dörfern weltweit, die die Welthungerhilfe 2005 ausgewählt hat, um zu zeigen, dass die im Jahr 2000 vereinbarten Millenniumsziele der Vereinten Nationen erreichbar sind. Im Fokus des Engagements des dlv standen die ruandischen Frauen und die Verbesserung ihrer gesellschaftlichen Lebenssituation. Denn vor allem die Frauen tragen meist die alleinige Verantwortung für ihre Familien und arbeiten neben der Hausarbeit auf dem Feld. Und dennoch, im gesellschaftlichen Alltag haben sie es ungleich schwerer als die Männer. Nach fünf Jahren Projektarbeit wird jetzt Bilanz gezogen. Um die Ergebnisse zu messen, hat die Welthungerhilfe ein umfangreiches Monitoring-System entwickelt, das die Bevölkerung von Anfang an mit einbezogen hat.

Frauen entscheiden mit
Die Welthungerhilfe engagierte für die Arbeit beim Bau von Zufahrtsstrassen, Brücken, Kanälen und bei der Terrassierung der neuen Felder sowohl Männer als auch Frauen. So wie die 47-jährige Domitille, Mutter von acht Kindern, die jeden Morgen eine Stunde zur Bausstelle lief, um mit Hacke und Schaufel den neuen Kanal zu begradigen. Für die Arbeit erhielt sie monatlich 10.000 ruandische Francs – ungefähr 160 Euro. Der Verdienst reichte für das Schulgeld ihrer älteren Tochter und für das tägliche Überleben. 2009 waren die meisten Infrastrukturmaßnahmen abgeschlossen. Domitille bewirtschaftet jetzt ihre zugeteilte Parzelle und baut Reis an. Ihre Familie ernährt sie von den Erträgen des Feldes. Domitille sagt selbstbewusst: „Mein Mann und ich entscheiden jetzt gemeinsam, wer welche Aufgaben zu Hause übernimmt und was wir anbauen. Das war früher nicht so.“ Bei der Zuteilung von Land achtete die Welthungerhilfe besonders darauf, dass Frauen gleichberechtigt berücksichtigt werden, keine Selbstverständlichkeit in Ruanda. Durch ein eigenes Einkommen und die gezielte Beratung insbesondere von Frauen genießen die Frauen ein höheres Ansehen in ihren Familien und der Gesellschaft. Die Alphabetisierungsrate der Frauen stieg von 86,7 Prozent (2006) auf 97,1 Prozent (2009). Inzwischen sind Frauen in allen wichtigen Dorfgremien vertreten. Das Kriterium beim Monitoring „Frauen in Führungspositionen“ erhielt die Note „ausgezeichnet“. Ein großer Erfolg! „Dass ich jetzt arbeite und Geld verdiene, so wie mein Mann, und wir beide gemeinsam für unseren Lebensunterhalt sorgen, führt dazu, dass wir uns weniger streiten. Das Leben bei uns ist stabiler geworden“, erzählt Domitille lächelnd.

Die Welthungerhilfe bedankt sich herzlich bei allen LandFrauen für ihr außerordentliches Engagement in den letzten vier Jahren für die Landfrauen in Ruanda! Die Spendensumme aus den Jahren 2006 - 2010 beträgt weit über 53.000,- €!
Wir freuen uns auf das nächste gemeinsame Projekt und Ihre Unterstützung.





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