Zukunft Ehrenamt

LandFrau des Jahres: Mit Elan, Kompetenz und Herz

Ehrenamtliches Engagement ist eine der wichtigsten Stützen im ländlichen Raum. Die Auszeichnung LandFrau des Jahres würdigt das und regt zum Nachahmen an. Es sind Frauen wie diese, die den Verband prägen und ihm sein Gesicht geben.

Die Frauen, die diese Ehrung erhalten, haben sich um ihre Gemeinde, ihren Ortsverein und den Deutschen LandFrauenverband verdient gemacht, indem sie wesentliche Ziele wie die Verbandsentwicklung, die Teilhabe von Frauen sowie eine zukunftsfähige Gemeinschaft vorangetrieben haben. Die Gewinnerinnen sind zum Deutschen LandFrauentag eingeladen und werden dort offiziell mit dem Titel ausgezeichnet. Zusätzlich erhalten die LandFrauen ein Preisgeld von 1.000 Euro für die weitere Verbandsarbeit. Die Kandidatinnen werden vorgeschlagen und von einer Jury ausgezeichnet.

 

 


Lernen Sie die Gewinnerinnen der letzten zwei Jahre kennen

Christel Gontrum - Bewährtes bewahren. Neues ermöglichen.

Christel Gontrums unermüdlicher Einsatz für die LandFrauen in ihrem Bezirk zeichnet sich besonders durch zwei Dinge aus: Bewährtes bewahren und Neues ermöglichen. Mit viel Ehrgeiz und Engagement gelang es ihr, dem Bezirks-LandFrauenverband Gießen eine neue Richtung zu geben. Unter Christel Gontrums Federführung entstanden nicht nur viele Werbeaktionen für neue Mitglieder, sondern auch ein Mitgliederaktionstag aller LandFrauenvereine des Bezirkes, die erste Kinder- und Jugendgruppe des Vereins mit einem eigenen attraktiven Programm sowie erfolgreiche Feste zu diversen Jubiläen des BezirksLandFrauenvereins.

Mit ihrem Engagement erfreut Christel Gontrum nicht nur die LandFrauen. Auch Vertreter der Politik, Wirtschaft und anderer Institutionen sind bei Veranstaltungen häufig gesehene Gäste.  Christel Gontrum macht sich neben ihrer Arbeit im Verein auch in der Politik für die Interessen und Belange von Frauen und Gemeinden stark. So schaffte sie es, den Verband für neue und junge Mitgliedsfrauen zu öffnen.

Agnes Rösing - Für Themen sensibiliseren. Image verändern.

Seit zehn Jahren ist Agnes Rösing Vorsitzende der KreisLandFrauen Aschendorf-Hümmling und treibende Kraft in ihrer Gemeinschaft. Von Verbandsentwicklung über Ernährungsbildung bis zur politischen Interessenvertretung für Haus- und Landwirtschaft hat sich LandFrau Rösing zahlreichen Herausforderungen erfolgreich gestellt. „Ziel ist es, das Landleben lebendig zu halten“, erklärte Rösing ihre Motivation für ein generationsübergreifendes Engagement.

Unter Agnes Rösings Leitung begeistern die LandFrauen mit Projekten wie „Kochen mit Kindern“, „Frühstück sucht Gast“ und „Das grüne Klassenzimmer“ für gesunde Ernährung und gegen Lebensmittelverschwendung. Jung und Alt, Verbraucher und politische Akteure werden für die Notwendigkeit von nachhaltiger Landwirtschaft und nachhaltigem Konsum sensibilisiert. Und mit Positionspapieren und politischen Veranstaltungen trägt Agnes Rösing mit ihren LandFrauen zu einem veränderten Image der LandFrauenarbeit bei.

Sigrun Schröder - Mit Bildung zukunftsfähig

Für ihren 300-Seelen-Ort gründete Sigrun Schröder, Lehrerin in Vollzeit, 1992 den LandFrauen-Ortsverein Grumbach, den sie seitdem mit viel Einsatz, Feingefühl und Führungskraft leitet. Ihre Projekte mit unterschiedlicher Zielstellung binden immer wieder andere Dorfbewohner ein. Zum Beispiel stieß sie das Projekt „Häuserchronik“ an, mit dem ein Stück Geschichte in Grumbach aufgearbeitet wird. Und mit dem Dorf- und Kinderfest oder dem Seniorencafé belebte Sigrun Schröder die Verbesserung des sozialen Miteinanders.

Ihre Begeisterung und Ausdauer, ihr scheinbar unerschöpflicher Ideenreichtum und ihr Organisationstalent sind eine große Bereicherung für die LandFrauen und das Dorf, das sie mit ihren Aktionen und Bildungsveranstaltungen attraktiver und zukunftsfähiger macht. Dabei auch die Neuankömmlinge nicht zu vergessen, indem sie sich aktiv für den Dialog über die Flüchtlingspolitik einsetzt, zeigt Sigrun Schröders Gemeinsinn und Verantwortungsbewusstsein.

Elfriede Elser – Authentisch und berufsorientiert

Elfriede Elser aus dem LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern ist eine geschätzte LandFrau. Als Ortsvorsitzende in Uttenweiler und Kreisvorsitzende des Kreisverbandes Biberach-Sigmaringen setzt sie sich für Frauen ein und hilft ihnen dabei, Neues zu wagen und sich weiterzubilden. Auf ihre Initiative hin wurde der „Soziale Haushaltsführerschein“, der hauswirtschaftliche Kompetenzen an sozial schwache Menschen vermittelt, ins Leben gerufen. Außerdem betreut sie regelmäßig den Weiterbildungslehrgang „Hauswirtschaftliche Familienbetreuerin“ für Frauen, die nach einer Pause wieder ins Berufsleben einsteigen wollen. Auch ihr LandFrauen-Partyservice sichert vielen Frauen ein eigenes Einkommen. Und wie sagte ein Bauer zu ihr, als sie zur Kreisvorsitzenden gewählt wurde: „Elfriede, Du hast schon immer Deine gerade Furche gezogen.“

Marita Eschenhorst – Kreativ und vielseitig

Marita Eschenhorst (Niedersächsischer LandFrauenverband Hannover e.V.) fördert durch immer neue Ideen und eine intensive Pressearbeit das Image der LandFrauenarbeit. Durch ihre Begeisterungs- und Überzeugungskraft setzten sich die LandFrauen der Grafschaft Diepholz zum Beispiel gegen die Schließung der Geburtshilfestation ein. Als Vorsitzende des Kreisverbands der LandFrauenvereine Grafschaft Diepholz und stellvertretende Vorsitzende des LandFrauenvereins Barnstorf initiierte Marita Eschenhorst einen Workshop „Gesundheits-Power auch auf Dauer“ statt des klassischen KreisLandFrauentages. Der Erfolg für diesen Weg gab neue Impulse für die LandFrauenarbeit.

Ute Kerlen – Neues wagen, Zukunft gestalten

Ute Kerlen (LandFrauenverband Westfalen-Lippe) setzt sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen im ländlichen Raum ein. Sie leitet die Landesarbeitsgemeinschaft der LandFrauenService-Vereine in Nordrhein-Westfalen, bei der neue Produkte und Dienstleistungen im Mittelpunkt stehen. Sie hat früh erkannt, dass Vernetzung und Kommunikation die Grundlage für Fortschritt sind. Durch ihre Präsenz im NRW-Begleitausschuss bei der Ausgestaltung und Bewertung der Entwicklungsprogramme auf dem Land nach der ELER-Verordnung sorgt Ute Kerlen dafür, dass der weibliche Blick nicht verloren geht. Und ihre Enkelin Paula findet: „Wenn ich groß bin, möchte ich auch so was machen wie Du und LandFrau werden.“

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LandFrauen sind für chancengerechte Lebensbedingungen auf dem Land und in der Stadt, für gleiche gesellschaftliche Teilhabe von Männern und Frauen.