LandFrauen und Landwirtschaft

Zum Wohle des Tieres: Wohin steuern wir in der Nutztierhaltung?

In den vergangenen Jahren haben die Diskussionen rund um die Themen Tierwohl und Tiergerechtheit enorm zugenommen. Die Landwirtschaft gerät immer mehr in ein Spannungsfeld zwischen dem, was tiergerecht wünschenswert ist und dem, was ökonomisch möglich und sinnvoll ist.

Hühner

© abejorro34

Tierwohl gewinnt immer weiter an gesellschaftlicher Bedeutung.

Durch massive Vorurteile, die durch die Medien noch verstärkt werden, sind die Verbraucher zunehmend verunsichert. Betroffene Bäuerinnen und Bauern bekommen Kritik und Widerstand, z.B. gegen Stallneubauten, immer offensiver und härter zu spüren. Die Landwirtschaft droht ihre Verankerung in der Mitte der Gesellschaft zu verlieren. Diese Entwicklung beunruhigt nicht nur die Nutztierhalterinnen, sondern alle LandFrauen. Es gibt also Handlungsbedarf.

Nur der offene, respektvolle Dialog mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern kann Wissen vermitteln sowie gegenseitiges Verstehen und Verständnis schaffen. Die besten Botschafterinnen für die Landwirtschaft sind die Landwirtinnen und Landwirte selbst, auch um Klischees zu widerlegen und Vertrauen zu schaffen. Viele Bäuerinnen haben eine transparente Informations- und Öffentlichkeitsarbeit bereits in ihre Unternehmensstrategie integriert. Darüber hinaus sind aber auch Botschafterinnen wichtig, die nichts mit der Landwirtschaft zu tun haben, ihr aber positiv gegenüberstehen und als neutrale Vermittlerinnen agieren können. Wer wäre dafür besser geeignet als engagierte Mitglieder der LandFrauenvereine?

Zu einer Auseinandersetzung gehört aber auch, sich mit konstruktiver Kritik auseinanderzusetzen, und da, wo Handlungsbedarf ist, auch etwas zu ändern.

Um betroffenen Tierhalterinnen eine Austauschplattform zu schaffen, veranstaltete der dlv im November 2014 das Seminar „Zwischen Lust und Frust – Landwirtinnen im Fokus der Gesellschaft“. Ziel war es, den betroffenen Frauen den Rücken zu stärken und ihnen Informationen an die Hand zu geben. 


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