Ländlicher Raum

Gehen, kommen, bleiben:
Abwanderung junger Frauen verhindern

Damit junge Frauen nach Zeiten der Ausbildung und des Berufseinstiegs wieder in ihre Heimatregion zurück kommen, müssen qualitativ ansprechende Rahmenbedingungen für den ländlichen Raum geschaffen werden. Dazu gehören die Arbeitsmärkte, das Lebensumfeld und die Perspektiven im ländlichen Raum.

© Andreas Hermsdorf/pixelio

Der Auszug von zu Hause, der Blick über den Tellerrand ist für junge Menschen in Zeiten der Ausbildung und des Berufseinstiegs wichtig und kennzeichnet oftmals diese Lebensphase. Insbesondere junge Frauen verlassen häufiger den ländlichen Raum. Viele gehen diesen Schritt in der Annahme, dass sie nach der Ausbildung und einem erfolgreichen Berufseinstieg zurück kommen. Tatsächlich gelingt dies immer seltener und zwar nicht nur, weil die jungen Frauen es sich anders überlegt haben, sondern weil die Rahmenbedingungen und Perspektiven nicht stimmen.

Die gut ausgebildete Frauengeneration braucht verbesserte Arbeitsmöglichkeiten, abseits von Minijobs, und eine Infrastruktur, die zu ihren Lebensvorstellungen passt. Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die von  jungen Frauen mehrheitlich gewünscht wird, gehören gute Betreuungsangebote und eine ausreichende Versorgung vor Ort.

Der Deutsche LandFrauenverband geht in seinem Positionspapier „Gehen und Wiederkommen! Perspektiven für junge Frauen im ländlichen Raum gestalten!“ auf diese Thematik ein und fordert darin alle Akteure im ländlichen Raum auf, die strukturell bedingte Abwanderung durch gemeinsames Handeln zu verringern.


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