Gerechte Chancen

Ringen um die Frauenquote

Ein Erfolg für den dlv - der Deutsche Bundestag verabschiedet das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Es enthält Regelungen zur Geschlechterquote und verbindliche Zielgrößen.

Mehrere Frauen sitzen in einem Saal an hintereinander gereihten Tischen und heben zur Abstimmung blaue Zettel

© dlv

Bereits seit 2011 beschreitet der dlv einen neuen, besonderen Weg. Mit der Berliner Erklärung stellt sich der dlv an die Seite von fünf weiteren bundesweiten Frauenverbänden und einiger Parlamentarierinnen. Gemeinsam wird in den folgenden Jahren für eine Sache gestritten: Die Einführung einer Frauenquote in den Führungspositionen der deutschen Wirtschaft. Durch eine Petition, gemeinsame Strategien und Gespräche im politischen Umfeld arbeiten sich die Initiatorinnen der Berliner Erklärung Stück für Stück durch das „dicke Brett“ Quote. Im April 2013 scheint die gesetzliche Grundlage einer Quote zum Greifen nah, doch es folgt eine weitere Schleife. Bis zu einem ersten Gesetzentwurf und dem parlamentarischen Verfahren zur Einführung einer Quote müssen die Protagonistinnen noch Überzeugungsarbeit in Politik und Wirtschaft leisten. Ein offener Brief an die Bundesregierung formuliert die Erwartung, die Forderung zügig umzusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt beim Arbeitgebertag ein deutliches Signal: Die Quote kommt. Für den dlv ein Erfolg! Er unterstreicht im politischen Raum seine Stärke als frauenpolitischer Player.

Im März 2015 beschließt der Deutsche Bundestag die Einführung einer gesetzlichen Quote für Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Der dlv ist der Überzeugung, dass das Quotengesetz für mehr Frauen Veränderungen bewirken wird als nur für rund 200 Frauen in den Aufsichtsräten der großen Wirtschaftsunternehmen. Es wird eine Sogwirkung auch auf andere Bereiche haben. Darüber hinaus können die Führungsfrauen in den Entscheidungspositionen für eine Veränderung der Arbeitskultur in unserem Land stehen, wovon dann Frauen auf allen Ebenen der Unternehmen profitieren.


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LandFrauen fordern geeignete Rahmenbedingungen, um Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement besser vereinbaren zu können.