Gerechte Chancen

dlv-Kampagne Frauen!Wählen!

Der Anteil der Frauen bei der Besetzung der Selbstverwaltungsorgane soll sich künftig am Anteil der Gesamtversicherten orientieren. Deshalb fordert der dlv die gesetzliche Festschreibung quotierter Wahllisten bereits ab der Sozialwahl 2017.

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Seit Jahren setzt sich der Deutsche LandFrauenverband für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in unserer Gesellschaft ein. Bereits im Jahr 2009 hat der Deutsche LandFrauenverband in einem Positionspapier deutlich gemacht, Gremienarbeit im ländlichen Raum ist nur effizient mit dem Know-how von Frauen! Die Erfahrungen von LandFrauen haben immer wieder gezeigt, vielen Frauen bleibt der Weg in die Gremien durch hohe Einstiegshürden und durch erstarrte Strukturen verwehrt. Ob Kommunalpolitik, ländliche Gremien, Aufsichtsräte oder die Mitbestimmungsgremien in der Selbstverwaltung der Sozialversicherung: Überall stagniert der Frauenanteil seit langem. Als Frauenverband, der 500.000 Frauen im ländlichen Raum vertritt, kann und will der dlv das nicht weiter hinnehmen.

Ziele der Kampagne „Frauen!Wählen!“:

  • Anschieben einer gesetzlichen Änderung (Modernisierung der Sozialwahl) und damit Festschreibung quotierter Wahllisten bei den kommenden Wahlen zur Sozialversicherung im Jahr 2017
  • Sensibilisierung und Ansprache von Frauen zur aktiven Mitarbeit in den Gremien
  • Sensibilisierung von Frauen: Nutzung der Wahlmöglichkeit und Unterstützung von Frauen auf den Wahllisten
  • Ansprache von Verbündeten in Politik, Verbänden und Verwaltung

Hintergrund der Kampagne „Frauen!Wählen!“:

1)    Sozialwahl 2011: erneut niedriger Frauenanteil in den Gremien der Selbstverwaltung

  • Vertreterversammlungen, Verwaltungsräte und Gruppen: 18 %
  • Ehrenamtliche Vorstände: 16,3 %

2)    Beschluss der dlv-Mitgliederversammlung 2012:

„Dabei wird sich der dlv insbesondere für diese konkreten Gesetzesänderungen einsetzen: Einführung einer Quote für die Besetzung der Selbstverwaltungsorgane. Künftig soll der Anteil der Frauen auf den Vorschlagslisten zwingend beim Anteil der Frauen an den Gesamtversicherten entsprechen.“

3)    Koalitionsvertrag 2013:

„Wir wollen die Selbstverwaltung stärken und die Sozialwahlen modernisieren. (…) Durch geeignete Maßnahmen wollen wir erreichen, dass das repräsentative Verhältnis von Frauen und Männern in der Selbstverwaltung optimiert wird.“


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LandFrauen fordern geeignete Rahmenbedingungen, um Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement besser vereinbaren zu können.