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DLV Jahresbericht 2009

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18.06.2010 3.000 LandFrauen aus dem gesamten Bundesgebiet versammelten sich zum Deutschen LandFrauentag 2010 in Hannover

LandFrauenvereine sind Stimme der Frauen und ihrer Familien im Ländlichen Raum

„Die Stärke des Verbandes ist die Präsenz in der Fläche“, mit diesen ermutigenden Worten begrüßte Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, 3.000 LandFrauen aus dem gesamten Bundesgebiet zum Deutschen LandFrauentag in Hannover. „Wir sind „500.000 Frauen, die viel bewegen“ – Landfrauen, die mit Engagement und Kompetenz in den Ortsvereinen wirken und als Teil des bundesweiten Netzwerkes eine starke Gemeinschaft starker Frauen bilden!“ Mit ihrem politischen Engagement und der Vernetzung in der Gesellschaft seien die LandFrauen die Stimme aller Frauen und ihrer Familien im ländlichen Raum, so die dlv-Präsidentin. Sie übernähmen Verantwortung füreinander und leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Entwicklung des Ländlichen Raums und die Zukunft der nächsten Generation. „Nutzen Sie den LandFrauenverein als Plattform für Zukunftsdialog und Erfahrungsaustausch“, forderte Brigitte Scherb die angereisten LandFrauen auf.

 

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) betreibt als Bundesverband aktive politische Interessen-vertretung in Berlin. So setzt er sich etwa für die flächendeckende Breitbandversorgung im Ländlichen Raum ein. Ein Thema, an dem auch in Niedersachsen mit Hochdruck gearbeitet wird, wie der stellvertretende Ministerpräsident Jörg Bode in seinem Grußwort bestätigte. Er zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Vernetzungen des LandFrauenverbandes zu Partnern in Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Hannovers Bürgermeisterin Dr. Hilde Moennig dankte dem LandFrauenverband für dessen Einsatz zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen im Ländlichen Raum.

 

Bei allem Stolz über das Erreichte, müsse die zukünftige Verbandsentwicklung auch kritisch hinterfragt werden, mahnte Brigitte Scherb. Neue Mitglieder müssten gewonnen und der notwendige Imagewandel, die Interessenvertretung von Frauen mit bäuerlichem und nicht-bäuerlichem Hintergrund, vollzogen und auch nach außen dokumentiert werden. Gerade jüngere Frauen würden die persönlichen Chancen in der Verbandsarbeit noch verkennen, gab die dlv-Präsidentin zu bedenken. <s></s>

 

Festredner Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels, Theologische Fakultät der Universität Trier, erörterte in seinem Vortrag die Frage nach der Bedeutung alter moralischer Werte in Gegenwart und Zukunft. Das System der sozialen Marktwirtschaft brauche Leute, die Verantwortung in der Wirtschaft, in Politik und im Ehrenamt übernehmen. Die Zehn Gebote böten in moderner Lesart auch heute noch den Unternehmern Grundwerte und Orientierung, deren Einhaltung Glaubwürdigkeit und Vertrauen schaffen, die sich unternehmerisch als Investition bezahlt machten. Dies gelte ebenso für die Politik wie für das persönliche Miteinander etwa in der LandFrauenarbeit.