05. März 2015 Gerechte Chancen · Pressemeldungen

Punktlandung zum Internationalen Frauentag

Anlässlich des Internationalen Frauentages nimmt die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbands Brigitte Scherb die aktuellen frauenpolitischen Entscheidungen der Bundesregierung in den Blick. Das frisch beschlossene Quotengesetz im Deutschen Bundestag bewertet die dlv-Präsidentin positiv: „Wir haben uns seit langer Zeit für diese Quote stark gemacht. Ich bin mir sicher, dieses Quotengesetz wird für mehr Frauen Veränderungen bewirken als nur für die rund 200 Frauen in den Aufsichtsräten der großen Wirtschaftsunternehmen. Es wird eine Sogwirkung auch auf andere Bereiche haben. Darüber hinaus können die Frauen in den Wirtschaftsetagen für eine Veränderung der Arbeitskultur in unserem Land stehen, diese Chance sehe ich durchaus“, appelliert die dlv-Präsidentin an potenzielle Aufsichtsratsfrauen. „Davon können dann Frauen auf allen Ebenen der Unternehmen profitieren.“

Der Deutsche LandFrauenverband gehört zu den Mitinitiatorinnen der „Berliner Erklärung“, einem Bündnis aus Frauenverbänden und weiblichen Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen, die für die Einführung einer Quote zusammengearbeitet haben. „Die Quote ist für mich kein Selbstzweck, sondern Mittel zur Erreichung von mehr Chancengerechtigkeit. Wenn wir dies erreicht haben, werden wir die Quote auch nicht mehr brauchen“, zeigt sich Brigitte Scherb überzeugt.

Aber auch über den Internationalen Frauentag hinaus gäbe es weitere Themen der Frauenpolitik. Beispielsweise ein konkretes, noch offenes Versprechen des Koalitionsvertrages: … Durch geeignete Maßnahmen wollen wir erreichen, dass das repräsentative Verhältnis von Frauen und Männern in der Selbstverwaltung optimiert wird.

„Wir Frauen haben das nicht vergessen. Wenn die Bundesregierung den Frauenanteil von 18 bzw. 16,3 Prozent wie bei den letzten Sozialwahlen steigern will, sollte sie nun bald handeln. Die nächsten Wahlen finden bereits 2017 statt. Statt eines versprochenen Gesetzentwurfes vernehme ich absolutes Stillschweigen. Da muss geliefert werden!“, formuliert Brigitte Scherb die Erwartungen der LandFrauen. „Wir halten die Einführung von quotierten Wahllisten für eine angebrachte Maßnahme, um zu mehr Chancengerechtigkeit in den Gremien der Selbstverwaltungen zu kommen“, so die konkrete Forderung der dlv-Präsidentin.

 

Aktiv für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum:
Über den Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv)
 

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist der bundesweit größte Verband für Frauen, die auf dem Lande leben, und deren Familien. Ziel ist, die Lebensqualität und die Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern. Der dlv vertritt die politischen Interessen aller Frauen in ländlichen Regionen und den Berufsstand der Bäuerinnen.

500.000 Mitglieder, 12.000 Ortsvereine, 22 Landesverbände bilden zusammen ein starkes Netzwerk. Der Verband nutzt seine gesellschaftliche Kraft, um die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situation der Frauen zu verbessern. Präsidentin ist Brigitte Scherb.

Eine der wichtigsten Aufgaben des dlv ist die Fort- und Weiterbildung. Über 115.000 Bildungsveranstaltungen, die im gesamten Bundesgebiet angeboten werden, vermitteln den Mitgliedern Kenntnisse für bürgerschaftliches und politisches Engagement. Der dlv ermöglicht berufliche Qualifizierungen, die den LandFrauen neue Erwerbschancen eröffnen.

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