01. Juni 2016 Gerechte Chancen · Newskategorien · Pressemeldungen

Ohne Auskunftsrechte keine Transparenz

Deutscher LandFrauenverband (dlv) steht hinter Gesetzesinitiative für mehr Entgeltgleichheit

Derzeit finden in der Großen Koalition Verhandlungen zum geplanten Entgeltgleichheitsgesetz statt. Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) unterstützt die dringende Notwendigkeit eines solchen Gesetzes und fordert alle Beteiligten auf, die Gesetzesinitiative von Bundesministerin Manuela Schwesig ernstzunehmen und konstruktiv daran mitzuwirken.

„Die Ursachen für Entgeltungleichheit sind landläufig bekannt und müssen dringend beseitigt werden“, sagt Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. „Für eine gesetzgeberische Regelung wird es höchste Zeit. Diese zu verschleppen oder zu torpedieren, unterläuft alle Ziele, um Entgeltgerechtigkeit endlich herzustellen. Sperrfeuer, die derzeit aus dem Arbeitgeberbereich laut werden, sind kontraproduktiv“, betont Scherb.

Der Deutsche LandFrauenverband begrüßt insbesondere die in der Gesetzesinitiative formulierten Maßnahmen zu mehr Transparenz in den Entgeltstrukturen. Diese sollen es allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglichen, Auskunftsrechte über Einstufungen und Eingruppierungen in den jeweiligen Unternehmen zu erhalten.

„Es geht für alle Antragsteller ja nicht darum, das individuelle Bruttogehalt eines unmittelbaren Kollegen zu erfahren, sondern darum, die Vergleichbarkeit der Vergütung bei gleicher und gleichwertiger Arbeit herzustellen. Sich dem zu verweigern, das haben Arbeitgeber doch gar nicht nötig“, so dlv-Präsidentin Brigitte Scherb.

 

Aktiv für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum:
Über den Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv)

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist der bundesweit größte Verband für Frauen, die auf dem Lande leben, und deren Familien. Ziel ist, die Lebensqualität, die Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Teilhabe im ländlichen Raum zu verbessern. Der dlv vertritt die politischen Interessen aller Frauen in ländlichen Regionen und den Berufsstand der Bäuerinnen.

500.000 Mitglieder, 12.000 Ortsvereine, 22 Landesverbände bilden zusammen ein starkes Netzwerk. Der Verband nutzt seine gesellschaftliche Kraft, um die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situation der Frauen zu verbessern. Präsidentin ist Brigitte Scherb.

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