03. Juni 2014 Kompetent im Alltag · Pressemeldungen

Gesundes Essen auch für unsere Kleinsten

Am Montag hat die Bertelsmann-Stiftung eine Studie zur Kita-Verpflegung in Deutschland vorgelegt und damit der Gemeinschaftsverpflegung für unsere Kleinsten ein Armutszeugnis ausgestellt. Das Positionspapier des Deutschen LandFrauenverbands e. V. (dlv) zur Schul- und Kitaverpflegung fordert ebenfalls eine bundesweite, gesetzlich verpflichtende Zertifizierung der Verpflegungsanbieter auf Grundlage der DGE-Qualitätsstandards. „Die Studie belegt, dass es so nicht weiter gehen kann. Die Verbesserung der Qualität und damit die Bereitstellung der erforderlichen Gelder für gesundes Essen in Schule und Kita müssen mit großer Dringlichkeit verfolgt werden“, ist Brigitte Scherb, Präsidentin des dlv, überzeugt.

In dem Positionspapier bemängelt der dlv die unklaren Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Für den Bau von Schulmensen und Schulküchen können die Kommunen nicht alleine aufkommen. Der Bund muss hier helfen, etwa nach dem gleichen Modell, wie der Kita-Ausbau durch Investitionsförderungen vorangebracht wurde. „Jede Ganztagsschule muss eine professionelle Mensa haben, jede Kita eine ordentliche Küche. Hier vermissen wir bisher ein klares Engagement der Koalition. Unsere Forderungen müssen in den kommenden Haushaltsverhandlungen Berücksichtigung finden“, so Brigitte Scherb weiter. „Gesundes Schul- und Kitaessen hat auch für die Eltern seinen Preis und der liegt bei mindestens drei Euro pro Kind und Mahlzeit. Das ist für manche Familien eine hohe Belastung und daher brauchen wir eine sozialverträgliche Lösung. Kein Kind und kein Jugendlicher darf von den gemeinsamen Mahlzeiten ausgeschlossen sein.“

Zusätzlich erinnert der dlv die Bundesländer an die Empfehlung der Kultusministerkonferenz, die Verbraucherbildung an Schulen zu verankern. Hier bietet sich für die Schulen die Chance die Ernährungsbildung für die Schülerinnen und Schüler mit der Gemeinschaftsverpflegung in einem stimmigen Konzept zu verbinden. Qualifiziertes und verantwortliches Personal muss hierfür eingestellt werden.

Das Positionspapier finden Sie als Download.

 

Aktiv für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum:
Über den Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv)

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist der bundesweit größte Verband für Frauen, die auf dem Lande leben, und deren Familien. Ziel ist, die Lebensqualität und die Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern. Der dlv vertritt die politischen Interessen aller Frauen in ländlichen Regionen und den Berufsstand der Bäuerinnen.

500.000 Mitglieder, 12.000 Ortsvereine, 22 Landesverbände bilden zusammen ein starkes Netzwerk. Der Verband nutzt seine gesellschaftliche Kraft, um die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situation der Frauen zu verbessern. Präsidentin ist Brigitte Scherb.

Eine der wichtigsten Aufgaben des dlv ist die Fort- und Weiterbildung. Über 115.000 Bildungsveranstaltungen, die im gesamten Bundesgebiet angeboten werden, vermitteln den Mitgliedern Kenntnisse für bürgerschaftliches und politisches Engagement. Der dlv ermöglicht berufliche Qualifizierungen, die den LandFrauen neue Erwerbschancen eröffnen.

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