30. April 2013 Gerechte Chancen · Kompetent im Alltag

Gelder für die Gesundheitsprävention dürfen nicht in der Bürokratie versanden

„Prävention muss gesamtgesellschaftlich mehr Stellenwert bekommen! Daher begrüßt der Deutsche LandFrauenverband die erste Beratung eines möglichen Präventionsgesetzes im Bundestag. Jetzt gilt es, den Entwurf noch nachzubessern: Wie kann der Einzelne erreicht werden? Wie können bürgerschaftliche Organisationen besser eingebunden werden? Dennoch muss das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden. Eine Verschiebung würde zu Lasten des Wohls des Einzelnen und unserer Gesellschaft gehen“, fordert Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbands.

Bereits im November letzten Jahres hatte der dlv in seinem Positionspapier die wesentlichen Forderungen aus LandFrauenperspektive formuliert. „Eine verbesserte Finanzierungsgrundlage für Präventionsangebote war uns dabei wichtig. Dass der Gesetzentwurf eine Anhebung der Präventionsausgaben der Krankenkassen für jeden Versicherten vorsieht, begrüßen wir deshalb“, so die dlv Präsidentin.

Ein besonderes Anliegen ist dem dlv die Stärkung des Stellenwertes von Kommunen. „Wer steuert die Durchführung von Präventionsmaßnahmen in den unterschiedlichen Lebenswelten? Sollte dies wirklich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verantworten, dann ist ein hoher bürokratischer und kostspieliger Aufwand zu befürchten. Wir fordern, dass das Geld vor Ort bei den Menschen ankommt. Hier muss aus unserer Sicht der Gesetzentwurf verbessert werden“, unterstreicht Brigitte Scherb.

Wichtig ist die stärkere Einbeziehung von Verbänden und Organisationen, die vor Ort bereits konkrete Präventionsarbeit leisten und vernetzt sind. Im Positionspapier des dlv heißt es hierzu: „Damit kommt den Vereinen eine wichtige Funktion im gesamtgesellschaftlichen Präventionskonzept zu. Sie haben den Zugang zu den Menschen vor Ort und vermitteln mit ihren Angeboten, dass Prävention gut tut.“

Das Positionspapier des dlv finden Sie unter:
http://www.landfrauen.info/pressemeldungen/pressemeldung0.html?no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=707&tx_ttnews[backPid]=112&cHash=f14993694b1abf5089059e2fef620504

 

Aktiv für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum:
Über den Deutschen LandFrauenverband e. V. (dlv)

Als bundesweit größter Verband für Frauen, die auf dem Lande leben, setzt sich der dlv ein für die Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Situation von Frauen, die berufsständischen Interessen der Bäuerinnen und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Mitglieder im dlv sind 22 Landes-LandFrauenverbände mit rund 430 Kreis- und mehr als 12.000 Ortsvereinen. In den Ortsvereinen sind ca. 500.000 Frauen Mitglied, die sowohl in der Landwirtschaft als auch in anderen Berufen tätig sind. Präsidentin des dlv ist Brigitte Scherb.

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