30. Oktober 2017 · Kompetent im Alltag

Bundesminister Christian Schmidt besucht SchmExperten

Bundesminister Christian Schmidt, Kreisbäuerin Renate Ixmeier, Schulleiterin Karin Dornauer und Bürgermeister Christian von Dobschütz verkosten, was Schülerinnen und Schüler mit LandFrau Anja Henninger (r.) für das Abschlussbuffet zubereitet haben.

Landwirtschaftsminister zieht Bilanz des Projekts mit dem Deutschen LandFrauenverband

Sie haben geschnippelt, gerührt und gekostet und auch neues Wissen über Lebensmittel und Ernährung in den letzten Wochen gewonnen. 25 Jugendliche der Mittelschule Diespeck haben an dem Projekt SchmExperten teil genommen. Das Besondere daran ist, dass sie von Anja Henninger begleitet wurden, einer LandFrau die im Projekt SchmExperten des Deutschen LandFrauenverbands (dlv) aktiv ist. Zum großen Abschlussbuffet kommt Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, in die Schule.

„Ich freue mich zu sehen, dass es uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern gelingt, Mädchen und Jungs zu SchmExperten zu machen. Tausenden von Kindern können wir mit unserem Projekt wichtige Grundlagen über gesundes Essen und Trinken vermitteln. Und nicht nur das, die Kinder und Jugendlichen haben ihre Begeisterung für das Kochen entdeckt und genießen das Essen“, so Christian Schmidt, Bundesernährungsminister. „Der Ernährungsbildung an Schulen muss aber eine noch größere Bedeutung zukommen, am besten als Schulfach. Gute Ernährungspraxis in den Kantinen und Ernährungstheorie im Unterricht sind zwei Seiten einer Medaille.“

Kernstück ist die Zubereitung kleiner kalter Gerichte von saftigen Power-Sandwiches, Fingerfood mit Dips bis hin zu Prima-Pasta-Salaten. Durch den praxisorientierten Ansatz werden zudem weitere Aspekte rund um das Thema Essen und Trinken wie Warenkunde und Lebensmitteleinkauf, Hygiene, Arbeitskultur bis hin zur Esskultur beleuchtet.

„Heute ist der Abschluss des Projekts und wir feiern das mit einem großen Buffet. Hier können die jungen Köchinnen und Köche zeigen, was sie alles gelernt haben“, berichtet LandFrau Anja Henninger. „Für die Schülerinnen und Schüler ist es toll, wenn jemand von außen kommt, denn ich werde nicht als Lehrerin angesehen und kann anders auf die Kinder zugehen. Ich freue mich, dass das Projekt des Deutschen LandFrauenverbands den Einsatz an der Schule möglich gemacht hat. Denn Ernährungsbildung ist wichtig und die LandFrauen setzen sich seit Jahren für ein entsprechendes Unterrichtsfach ein.“

Über das dlv-Projekt SchmExperten

100 LandFrauen sind seit 2013 im Rahmen des Ernährungsbildungsprojektes „SchmExperten“ für Fünft- und Sechstklässler bundesweit an Schulen aktiv. Im Dezember 2017 endet das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Projekt. Dann werden rund 20.000 Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung der LandFrauen SchmExperten sein. Auch nach dem Projektende können LandFrauen weiterhin als selbstständige Fachkräfte den Schulen zur Seite stehen, um die SchmExperten umzusetzen. Eine begleitende Studie des Instituts SÖSTRA belegt, dass der Einsatz der LandFrauen an den Schulen ein voller Erfolg ist. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler haben von dem Projekt profitiert und schenken gesunder Ernährung mehr Aufmerksamkeit, auch die Sensibilität der Schule gegenüber dem Thema ist gewachsen. Darin sind sich 83 Prozent der Lehrkräfte und 95 Prozent der Schulleitungen einig. Über 2.400 Schülerinnen und Schüler und die begleitenden Lehrkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter wurden befragt.

Die Unterstützung durch eine LandFrau ist während des dlv-Projekts für die Schulen kostenfrei, dank der Förderung im Rahmen des nationalen Aktionsplans IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das Unterrichtsmaterial „SchmExperten“ wurde vom Bundeszentrum für Ernährung als Baustein zur Ernährungs- und Verbraucherbildung für 5. und 6. Klassen aller Schulformen konzipiert.

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