13. März 2013 Kompetent im Alltag · Pressemeldungen

Mehr als 580.000 Kinder in Deutschland machen den Ernährungsführerschein

Aigner: „Gesundes Essen ist ein wichtiges Thema für den Unterricht“

Mehr als 580.000 Kinder in Deutschland haben einen Führerschein – den Ernährungsführerschein. Dahinter verbirgt sich ein innovatives Unterrichtskonzept zur Ernährungsbildung. Fünf Jahre nach dem Start des bundesweiten Projekts hat sich der aid-Ernährungsführerschein als wichtiger Baustein zur Ernährungsbildung an deutschen Grundschulen etabliert. „Es ist eine Erfolgsgeschichte: Mit dem Ernährungsführerschein ist es uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern gelungen, hunderttausenden von Kindern wichtiges Wissen über gesunde Ernährung und Lebensmittel zu vermitteln. Mit viel Spaß haben die Kinder gesund essen und genießen gelernt und ausprobiert“, sagte Bundesernährungsministerin Ilse Aigner zur Eröffnung der Konferenz aus Anlass des fünfjährigen Jubiläums des Ernährungsführerscheins am Mittwoch in Berlin.

Unter dem Titel „Prüfung bestanden!“ hatten der aid infodienst e. V. und der Deutsche Landfrauenverband e.V. alle Akteure rund um die Themen Ernährungsführerschein und Ernährungsbildung an Grundschulen zu einer Konferenz ins Berliner Umweltforum eingeladen. Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Praxis zogen Bilanz und blickten auf die Herausforderungen und Entwicklungen in der schulischen Ernährungsbildung in Deutschland. aid und Landfrauenverband sind Kooperationspartner von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“.

„Die sensationelle Teilnehmerzahl spricht für sich. Unser Konzept ist voll aufgegangen. Gemeinsam Spaß haben, kreativ etwas ausprobieren, mit allen Sinnen neue Dinge kennen lernen und die Kompetenz erwerben, sich selber etwas zu Essen machen zu können: Nur so kann eine lebendige und nachhaltige Ernährungsbildung funktionieren“, so das Resümee von Dr. Margareta Büning-Fesel, Geschäftsführerin des aid infodienst.

Wie kann das Projekt erfolgreich in die Zukunft gehen? Hierfür wurden bei der Tagung in Berlin verschiedene Ideen und Strategien für den dauerhaften Einsatz des Ernährungsführerscheins vorgestellt und diskutiert. „Ich hoffe, dass bald überall in unserem Land alle Schulkinder den aid-Ernährungsführerschein im Unterricht ablegen können und dass Mittel und Wege gefunden werden, ihn als festen Bestandteil in die Schulprogramme zu installieren“, beschreibt die Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, Brigitte Scherb, ihre Vision für die Zukunft.

Dass der Erfolg ganz wesentlich auf das Zusammenwirken aller Beteiligten zurückzuführen ist, hob Bundesministerin Aigner hervor. Finanziell gefördert wurde die Verbreitung des aid-Ernährungsführerscheins vom Bundesernährungsministerium im Rahmen von IN FORM. In rund 10.000 Schulklassen haben Fachkräfte des Deutschen Landfrauenverbandes e. V. und des Klasse2000 e.V. Lehrkräfte bei der Umsetzung des Führerscheins unterstützt. Darüber hinaus wurden vom aid infodienst bundesweit mehr als 2.700 Lehrerinnen und Lehrer für die eigenständige Umsetzung geschult.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum aid-Ernährungsführerschein unter
www.in-form.de/profiportal

 

Aktiv für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum:
Über den Deutschen LandFrauenverband e. V. (dlv)

Als bundesweit größter Verband für Frauen, die auf dem Lande leben, setzt sich der Deutsche LandFrauenverband ein für die Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Situation von Frauen, die berufsständischen Interessen der Bäuerinnen und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein wichtiges Ziel ist die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum.

Mitglieder im dlv sind 22 Landes-LandFrauenverbände mit rund 430 Kreis- und mehr als 12.000 Ortsvereinen. In den Ortsvereinen sind ca. 500.000 Frauen Mitglied, die sowohl in der Landwirtschaft als auch in anderen Berufen tätig sind. Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes ist Brigitte Scherb.

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