03. Februar 2017 · LandFrauen und Landwirtschaft

Schlechte Reime statt konstruktiver Politik: Bauernregeln als neues Diffamierungsinstrument

Deutscher LandFrauenverband kritisiert öffentliche Diffamierung des Berufsstandes durch unsachliche Argumente

Mit schlecht gedichteten Bauernregeln weist das Bundesumweltministerium in seiner aktuellen Kampagne „Neue Bauernregeln“ auf angebliche Missstände in der deutschen Landwirtschaft hin. Anlässlich dieser Stimmungsmache des Ministeriums stellt sich die Frage, welche Absicht Frau Hendricks mit den „neu formulierten Bauernregeln“ verfolgt. Ist es Zufall, dass die Europäische Kommission gleichzeitig eine öffentliche Umfrage zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik gestartet hat? In den nächsten12 Wochen können Landwirte, Bürger, Organisationen und alle anderen Interessierten ihre Meinung zur Landwirtschaft durch Teilnahme äußern.

„Wenn so das Niveau der Politik aussieht, dann sind wir ganz unten angelangt“, empört sich Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). „Die Vermutung liegt nahe, dass die Bevölkerung unsachgemäß beeinflusst werden soll. Ich hoffe und gehe davon aus, dass jedoch niemand auf solche Plattitüden reinfällt. Wir sind nicht postpoetisch oder postfaktisch – ich hoffe, dass jeder, der sich an dieser Umfrage beteiligt, seine Meinung auf Basis von Fakten und nicht mit Hilfe von Reimen aus dem Hause Hendricks bildet.“

Der dlv ruft dazu auf, sich an der Onlineumfrage zu beteiligen und konstruktiv sowie wissensbasiert die zukünftige Agrarpolitik mitzugestalten.

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