21. Juni 2017 · Gerechte Chancen

Rentenpolitik darf nicht länger an den Lebensläufen von Frauen vorbei gehen

dlv-Fachausschuss Frauen-, Sozial- und Gesellschaftspolitik (c) dlv

Der Deutsche LandFrauenverband fordert eine stärkere Alterssicherung von Frauen

Berlin, 21.06.2017 – Zeitgleich zu den Kabinettsberatungen zum Zweiten Gleichstellungsbericht und der anschließenden Stellungnahme durch die neue Bundesfrauenministerin, Dr. Katarina Barley, veröffentlicht der Deutsche LandFrauenverband (dlv) sein aktuelles Positionspapier zum Thema Rente.

Ein Ergebnis des Gutachtens für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ist, dass die Rentenlücke, die die Ungleichheit der Alterseinkommen von Frauen und Männern in der Rentenphase beschreibt, bei aktuell 53 Prozent liegt.

„Aus der Einkommenslücke wird eine riesige Rentenkluft. Es liegt auf der Hand, dass die aktuelle Rentenpolitik an den Lebensrealitäten vieler Frauen vorbei geht. Das können und wollen wir nicht länger akzeptieren. Die Politik muss endlich umdenken und allen Mitgliedern unserer Gesellschaft ein gesichertes Leben nach der Erwerbsphase ermöglichen“, fordert Brigitte Scherb, Präsidentin des dlv.

Der dlv hat sich im Rahmen seines Fachausschusses Frauen-, Sozial- und Gesellschaftspolitik ausführlich diesem Thema gewidmet und ein Positionspapier erarbeitet. Darin nennt der dlv wichtige Handlungsfelder, die für eine stärkere Alterssicherung von Frauen notwendig sind.

„Mit dem Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht liegen entsprechende Zahlen schwarz auf weiß vor. Wer jetzt nicht handelt, lässt die Frauen im Stich. Unsere Equal-Pay-Beraterinnen berichten von so mancher Träne, die Frauen beim Thema Rente vergießen. Wir appellieren an alle Frauen: Bedenken Sie, welche Auswirkungen Ihre individuellen Entscheidungen auf Ihre Erwerbsbiographie und damit auch auf Ihre Alterssicherung haben“, so Brigitte Scherb.

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