14. September 2017 · Zukunft Ehrenamt

Digitaler Wandel: Ehrenamt digital zukunftsfest machen

dlv und BDL fordern Unterstützung für digitale Entwicklung von Vereinen und Verbänden

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) und der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) mahnen anlässlich der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements, das Ehrenamt beim digitalen Umbau der Gesellschaft nicht zu vergessen.

„Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode die Bedeutung der digitalen Transformation in weiten Teilen erkannt. Auch im Wahlkampf spielt das Thema eine große Rolle. Aber in keinem der Wahlprogramme wird die Digitalisierung im Zusammenhang mit dem Ehrenamt auch nur erwähnt. Spätestens im Koalitionsvertrag wollen wir das verbindlich und umfassend berücksichtigt wissen“, stellen die BDL-Bundesvorsitzende Nina Sehnke und die dlv-Präsidentin Brigitte Scherb übereinstimmend fest.

Laut dlv und BDL stehen den 33 Millionen ehrenamtlich Engagierten und ihren Organisationen in Deutschland ganz zentrale Zukunftsaufgaben durch die Digitalisierung bevor: „Wir wollen den digitalen Transformationsprozess proaktiv gestalten und nicht von den Entwicklungen überrannt werden. Die Aufgaben, die vor uns liegen, können wir nicht alleine stemmen. Hier brauchen wir Unterstützung, nicht nur in der digitalen Bildung, sondern auch wenn es um die Weiterentwicklung unserer Vereine und Strukturen geht. Nur dann wird es uns gelingen, auch in Zukunft wichtige, gesellschaftliche Aufgaben erfolgreich zu stemmen.“

Die Digitalisierung habe drastische Auswirkungen auf die Vereinsarbeit von morgen, sind sich beide Verbände einig. Es liege auf der Hand, dass die Digitalisierung tiefer als bisher in ihre Organisationsstrukturen und die Vereinskultur eingreifen werde, zeigen Sehnke und Scherb sich überzeugt. Es gehe also nicht nur um die Einführung digitaler Anwendungen, sondern auch um eine Weiterentwicklung von Verwaltungs- und Kommunikationsprozessen, Öffentlichkeitsarbeit und Interessenvertretung. Zwangsläufig sei die Digitalisierung in den Vereinen und Verbänden nicht nur eine Aufgabe der digitalen Bildung, sondern auch eine große Herausforderung für die Organisationsentwicklung.

Darüber hinaus fordern dlv und BDL die nächste Bundesregierung auf, noch viel mehr für den Breitbandausbau in den ländlichen Räumen zu tun. „Die digitale Lücke zwischen Stadt und Land muss endlich geschlossen werden, denn die Breitbandversorgung zählt zu den Aufgaben der Daseinsvorsorge. Wir fordern für die Wirtschaft auf dem Land, für eine zeitgemäße Alltagsführung wie auch für die Vereinbarkeit von Beruf, Ehrenamt und Familie ein lückenloses schnelles Internet in allen ländlichen Regionen Deutschlands“, so Scherb und Sehnke nachdrücklich.

 

Aktiv für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum:
Über den Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv)

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist der bundesweit größte Verband für Frauen, die auf dem Lande leben, und deren Familien. Ziel ist, die Lebensqualität und die Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern. Der dlv vertritt die politischen Interessen aller Frauen in ländlichen Regionen und den Berufsstand der Bäuerinnen.

500.000 Mitglieder, 12.000 Ortsvereine, 22 Landesverbände bilden zusammen ein starkes Netzwerk. Der Verband nutzt seine gesellschaftliche Kraft, um die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situation der Frauen zu verbessern. Präsidentin ist Brigitte Scherb.

 

Landjugend steht fürs Land:
Über den Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)

Der Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL) ist der größte Jugendverband im ländlichen Raum und macht sich für junge Menschen auf dem Land stark. Er vertritt ihre politischen Interessen und will vor allem eins: ihre Lebens- und Bleibeperspektiven in ihrer ländlichen Heimat verbessern. In seinen 18 Landesverbänden gestalten rund 100.000 ehrenamtlich Aktive das Leben vor Ort. Der BDL wird von seinen beiden Bundesvorsitzenden Nina Sehnke und Sebastian Schaller geführt. www.landjugend.de

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