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dlv-Präsidentin Scherb ruft LandFrauen zur Abstimmung an der Ladenkasse auf!
Liebe LandFrauen,
die Medien berichten dieser Tage über protestierende Milchbauern, die von ihrer Arbeit nicht mehr leben können, da die Produktionskosten über dem liegen, was sie für ihre Produkte bezahlt bekommen. Die Produktion von Milch ist für die Bauernfamilien zum existenzbedrohenden Verlustgeschäft geworden.
Eine Ursache hierfür ist der Preisdruck, der vom Lebensmitteleinzelhandel ausgeübt wird. Gerade Discounter weiten bei stagnierender Bevölkerung ihre Verkaufsflächen immer weiter aus. Um Kunden zu gewinnen, senken sie die Preise ohne dabei auf die eigene Gewinnspanne zu verzichten. Verlierer sind die Bäuerinnen und Bauern, aber letztendlich auch die Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn: Früher oder später wird sich dieser Preiskrieg auch auf die Qualität der Produkte auswirken. Doch es wird nicht bei Auswirkungen auf die Produktqualität bleiben. Kurz: die Existenz der deutschen Milchbauern steht auf dem Spiel. Durch einen Wegfall der heimischen Betriebe drängen ausländische Anbieter auf den Markt. Daraus folgt: Regionale Lebensmittel sind auf dem Markt nicht mehr erhältlich, was der Forderung nach regionalen Nahrungsmitteln von Verbraucherseite widerspricht.
Mit der Aktion „LandFrauen kaufen fair“ möchte ich Sie aufrufen, ein Zeichen gegen den ruinösen Preiskrieg bei Lebensmitteln zu setzen und der heimischen Landwirtschaft eine Perspektive zu geben. Als Verbraucherinnen haben Sie die Möglichkeit, über die Kaufentscheidungen, die Sie treffen, maßgeblich Einfluss zu nehmen. Sagen Sie „Nein“ zu Billigangeboten!
Wir alle haben kein Geld zu verschenken, trotzdem sollten wir uns gerade in Zeiten des Nahrungsmittelüberflusses, zumindest hier in Deutschland, über den Wert von Lebensmitteln – also Mittel zum Leben – bewusst werden. Viele Lebensmittel sind heute trotz gestiegener Einkommen billiger als vor 30 Jahren.
Auf der anderen Seite sind die Kosten für die Lebensmittelerzeugung höher geworden. Gleichzeitig erhalten die Bauern einen wesentlich geringeren Anteil am Endverbraucherpreis. Für das Beispiel Milch bedeutet das derzeit einen Anteil von um die 40 %. Die deutsche Landwirtschaft produziert heute Lebensmittel von hervorragender Qualität. Im europäischen Vergleich ist auch das Verhältnis zwischen Qualität und Preis in Deutschland Spitze: In den meisten europäischen Ländern müssen die Menschen deutlich mehr für ihre Lebensmittel bezahlen.
Um Spitzenqualität und das Preis-Leistungsverhältnis zu erhalten, müssen wir Verbraucherinnen jetzt unsere Stimme erheben. Werden Sie aktiv: Lassen Sie Billigangebote links liegen und entscheiden sich für qualitativ hochwertige Produkte. Das sind Sie sich wert!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Brigitte Scherb
Präsidentin






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